Archiv der Kategorie: Allgemein

Die schönste Nebensache

Fußball wäre die schönste Nebensache, wenn es nicht so aufregend wäre und …. und der SV Werder endlich mal wieder spielen würde. Sie können spielen, aber sie tun es irgendwie nicht. Kein Mumm, kein Drang nach vorne, kein Zug zum Tor! Da kann Herr Kohlfeldt noch so sehr innerlich fluchen und nach außer stereotyp nach Entschuldigungen suchen. Vielleicht sollte man diesmal nicht den Trainer wechseln, sondern die Mannschaft.

Das kürzliche Versagen in der Liga steht im krassen Gegensatz zum letzten Pokalspiel. Das macht es um so trauriger. Im Fernsehen konnte man sehen, dass viele Stadionbesucher nicht erst gegen Ende der zweiten Halbzeit gegangen sind, sondern bereits mitten in der Halbzeit. Ja, und wenn die Fans den Verein verlassen, dann sieht es böse aus. Ein Relegationsspiel gegen den HSV ist in dieser Form eher ein Wunsch als Realität. Sollte Werder absteigen, – viele Fans blicken bereits in die 2. Liga – dann für lange Zeit. Das nächste Wunder von der Weser wird lange auf sich warten lassen.

Noch ist Zeit richtig Fussball zu spielen und die Fans wieder zu versöhnen!

Vertell doch mol

„Fief for twelve“ – „Fünf vor Zwölf“ – ist eine bekannte Redewendung, die viel Raum für Interpretationen lässt. Deshalb ist „Fief for twelve“ auch das Thema des diesjährigen plattdeutschen Schreibwettbewerbs „Vertell doch mal“, zu dem der NDR gemeinsam mit Radio Bremen und dem Hamburger Ohnsorg-Theater aufruft. Mitmachen lohnt sich: Auf die sieben Gewinnerinnen und Gewinner wartet Preisgeld von mehr als 5.000 Euro. Zudem werden die 25 schönsten Geschichten am 16. Juni als Buch erscheinen. Und auch in diesem Jahr gibt es wieder den „Ü 18“ Preis. Das „Ü“ ist ein „plattes Ü“ und steht für „ünner“, also unter 18 Jahren.  

Eingereicht werden kann eine niederdeutsch verfasste Kurzgeschichte zum Thema „Fief for twelve“, die bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Sie darf nicht länger als zwei DIN A4 Seiten sein (Schriftgröße 12 Punkt, 1,5-zeilig) und muss bis Ende Februar 2020 (Poststempel), geschickt werden an: 

  • Radio Bremen, Stichwort „Vertell doch mal!”, 28100 Bremen
  • NDR 1 Welle Nord, Stichwort „Vertell doch mal!“, Postfach 3480, 24033 Kiel;
  • NDR 1 Niedersachsen, Stichwort „Vertell doch mal!”, 30150 Hannover;
  • NDR 90,3, Stichwort „Vertelldoch mal!”, 20149 Hamburg;
  • NDR 1 Radio MV, Stichwort „Vertelldoch mal!”, Postfach 110144, 19001 Schwerin;

oder per Mail an

  • vertell@radiobremen.de bzw.
  • vertell@ndr.de.

Besondere Aktionen im Internet begleiten den Wettbewerb (www.radiobremen.de und www.NDR.de). 

Hier können Sie einige ältere Beiträge finden.

…und es geht schon wieder los

Was losgeht fragen Sie? Na, die Fussball-Bundesliga, die längste Staffel im Deutschen Fernsehen. Also ist der Samstag-Nachmittag reserviert. Das hätte man sagen können, wenn die Liga bzw. die TV-Übertragungen nicht so zerfleddert worden wären. Mal Montags, mal Sonntags zum Mittagessen. Man merkt der Liga leider an, dass Geld über alles geht. Nicht den Fans, aber den Funktionären der Geldmaschine „Bundesliga“.

Als Werder-Fan würde ich mich freuen, wenn Werder endlich aus diesem Tal der Tränen und den Dauerverletzungen heraus käme. Ich hoffe das Beste! Aber diesmal bin ich seltsam skeptisch. Die Leistung der Mannschaft und die Großspurigkeit beim Vereinsmanagement passen absolut nicht zusammen. Beim Fussball ist es aber nun mal so, dass man immer ein Tor mehr schiessen muss als der Gegner. Die anderen wissen das – leider!

Zur Einstimmung und zur Hebung derselbigen hier eine Playliste mit Werder-Stadionkrachern (Afterburner – kürzlich waren sie in der Stadhalle OHZ).

Lasst es dröhnen!

Ach, wie gut, dass es die Tafeln in Deutschland gibt

Die Tafeln sind mittlerweile, nicht ganz freiwillig, ein fester Bestandteil der sozialen Infrastruktur und des Hilfeangebotes in Deutschland geworden. Zwei Dinge sollten immer beachtet werden. 1. Es sind ehrenamtliche Helfer, die sich engagieren, ihre Zeit opfern und das System der Tafeln am Laufen halten. 2. Niemand hat auch nur Ansatzweise einen Grund über Kunden der Tafeln die Nase zu rümpfen. Auch in Deutschland kann jeder, wirklich jeder, ganz schnell auf unproblematische und lebenswichtige Hilfe angewiesen sein.

Die Tafel in Lilienthal z.B. darf Lebensmittel nur an Mitbürgerinnen und Mitbürger aus  den Gemeinden Lilienthal, Grasberg oder Worpswede abgeben, deren Haushaltseinkommen unterhalb einer bestimmten Grenze liegt. Der Kunde bekommt von der Lilienthaler Tafel einen sog. Tafelausweis, der berechtigt, einmal in der Woche Lebensmittel bei der Tafel „einzukaufen“. Das ist leider mit etwas Bürokratie verbunden. Vorzulegen ist ein Gültiger Personalausweis, Reisepass oder ein entsprechendes amtliches Ersatzpapier, aus dem die Daten zu Ihrer Person und Ihr aktueller Wohnsitz hervorgehen, sowie ein amtlicher Bescheid von der Gemeinde über die amtlichen Hilfen und Zuwendungen, die der Kunde (und bei Mehrpersonenhaushalten jedes einzelne Mitglied des Haushaltes!) bekommt. Damit ist ein Nachweis über alle Einkünfte des Haushaltes bzw. der aktueller Sozialhilfebescheid gemeint.

Gibt es diese Nachweise nicht oder sie sind abgelaufen, dann gibt es auch keinen Tafelausweis und keine Möglichkeit bei der Tafel einzukaufen.Denken Sie also bitte an die rechtzeitige Verlängerung Ihres Tafelausweises bzw. der amtlichen Bescheide. Außerhalb der Öffnungszeiten des Büros können keine Taufelausweise  oder Verlängerungen ausgestellt werden.

Die Ausgabe von Lebensmitteln findet dienstags ab ca. 15:00 Uhr statt. Kommen Sie bitte rechtzeitig, denn es werden Nummern ausgegeben, um die Waren auch gerecht verteilen zu können. Zu zahlen sind je Einkauf für jede berechtigte Person ab 15 Jahren 2,00 € und je Kind 0,50 € (Stand Jan. 2019). 

Parkplätze stehen auf dem Gelände der Lilienthaler Tafel leider nicht zur Verfügung. Nicht vergessen: Eine Tafel ist kein Supermarkt! Es können nur die Waren verteilt, die gespendet werden und dabei können nun mal nicht alle Wünsche erfüllt werden.

Homepage der Lilienthaler Tafel

Flyer der Lilienthaler Tafel (PDF)

Was Klicks kosten

Eine halbe Stunde Streaming auf Netflix verursacht laut dem französischen Thinktank „The Shift Project“ etwa 1,6 Kilo CO2 – die gleiche Menge, die man mit einer kurzen Autofahrt verursachen würde. Insgesamt komme so durch Videostreaming jede Menge Kohlendioxid zusammen, mehr als 100 Millionen Tonnen allein durch Streamingdienste, weitere rund 80 Millionen durch Pornogucken und 65 Millionen durch Portale wie YouTube.

Selbst eine Suchanfrage von Google verursacht Schaden. Eine Suche verbraucht laut Google selbst etwa 0,2 Gramm CO2. Wie viel Klimaschaden alle weltweiten Google-Anfragen verursachen, kannst du hier in Echtzeit sehen.

Die Digitalisierung, so wie sie derzeit vorangetrieben wird, ist garantiert nicht der Weisheit letzter Schritt.

„Bazinga“ ist als ein Ausruf Sheldon Coopers aus „The Big Bang Theory“ bekannt, welchen er ruft, sobald er glaubt jemanden reingelegt, einen Streich (Prank) gespielt oder einen Witz erzählt zu haben.

Öko-Bilanzologische Aufzählung guter Absichten

Tatsächlich, ich kann mich dem „Zug der Zeit“ nicht entziehen. Immer öfter denke ich in letzter Zeit über meinen eigenen ökologischen Fingerabdruck nach. Wie sieht die Bilanz aus? Wo kann ich etwas tun?

Mobilität

OK., ich wohne auf dem Lande. Da gibt es viele Funklöcher, aber keinen OPNV.  Zum Arzt, zum Einkaufen oder für Besuche nehme ich das Auto (wenig PS, Benziner). Da ist also nichts zu machen, ausser vielleicht Umstieg auf E-Mobile. Für die kurzen Wege nehme ich das Fahrrad.

Wasser

Mein Verbrauch hält sich in Grenzen. Erfreulicherweise ist die Wasserqualität hier recht gut, so dass ich das Pumpenwasser auch zum Kaffeekochen nehmen könnte. Regenwasser wird aufgefangen – sogar mit Überlauftonnen. Die haben im Sommer 2018 meine Pflanzen gerettet.

Heizung/Strom

Gasheizung vom hiesigen Energieanbieter, neuste Bauart. Die Wärmedämmung schreitet voran. Mein Stromverbrauch ist eher bescheiden. Lampen lasse ich nicht an, wo es nicht nötig. Stand-by-Geräte wie Fernseher bekommen grundsätzlich einen Netzschalter. Aus ist Aus.

CO2/Russ

Nun, ich habe einen Feuerkorb (auch „Brennhexe“), den ich offiziell mit Brennholz (nicht Gartenabfälle!) befüllen und verbrennen darf. Trotzdem treibt dieser Spaß meinen CO2-Fingerabdruck in die Höhe. Ich werde es also nicht mehr so oft haben, dieses knisternde Vergnügen.

Müll

Restmüll ist wenig. Gesammeltes Papier ist bislang vom Sportverein abgeholt worden. Demnächst nicht mehr. Ich werde weiter sammeln und es zum Sammelconainer bringen. Die Blaue Tonne ist eigentlich nicht nötig.

Gelber Sacke

Nun gut, Alu-Dosen da weiss ich, dass diese wieder eingeschmolzen und wiederverwendet werden. Beim Plastik aber habe ich ein schlechtes Gewissen. Und überhaupt, warum muss den jeder Sch … mit Plastik verpackt sein. Wenn ich mir das Plastikdrama in den Meeren ansehe, dann könnte ich kotzen. 

Online-Handel

Schön, dass es diese Einkaufsmöglichkeit gibt. Aber muss immer alles in Plastik verpackt sein und das dann doppelt und dreifach?  Die Kartons kann ich gut gebrauchen oder sie gehen den Weg der Papiersammlung.

Soweit ein kurzer Abriss …..

You’ll never walk alone

Oje, ganz Bremen regt sich über die Formschwäche des Fussballvereins Werder auf. Als ob es nichts wichtigeres gäbe. Mich erinnert die Situation bei Werder irgendwie an den Spruch „Hochmut kommt vor dem Fall“. Ein Verein, der gleich mehrere Jahre hintereinander am Abstieg vorbeigeschrammt ist, die Pokalpleiten nicht zu vergessen, und auch in der letzten Saison nicht gerade glänzte, sprach ernsthaft von Europa oder internationalen Turnieren? Und nun das! OK., träumen darf man auch bei Werder. Aber Träume sind keine Managementgrundlage.

Werder hat ein dickes Plus anderen Vereinen gegenüber, und das sind die treuen Fans. Diese Fans, die regelmäßig und bei Wind und Wetter zu den Spielen ins WeserStadion pilgern und bei 0:5-Rückständen noch aufmunternde Gesänge durchs Stadion hallen lassen, die hat kein anderer Verein in Deutschland. Das sind Fans, die ersetzen locker den 12. Mann auf dem Feld. Man merkt ganz einfach: Werder ist Bremen, Bremen ist Werder.

Über die Medien, insbesondere diejenigen die von aufgeblasenen Sportnachrichten leben, kann man eigentlich nur sagen: Die Hunde bellen, aber die Karavane zieht weiter. Werder wird auch wieder andere, bessere Tage erleben. Und Ihr werdet weiter schwafeln.

Mir fällt nichts besseres ein als „You’ll never walk alone“ (Gerry & The Pacemakers), dem großen Fussball-Tröster auf allen Plätzen dieser Welt.

Wenn Du durch einen Sturm gehst, Kopf hoch,und hab keine Angst vor der Dunkelheit. Am Ende eines Sturms da ist ein goldener Himmel und das süße silberne Lied einer Lerche.

Lauf‘  weiter durch den Wind, lauf‘ weiter durch den Regen. Obwohl deine Träume zerstört und fortgeblasen werden, geh‘ weiter, geh‘ weiter mit Hoffnung in deinem Herzen.

Und du wirst niemals alleine gehen, Du wirst nie alleine laufen. Geh’weiter, geh‘ weiter mit Hoffnung in deinem Herzen. Und du wirst niemals alleine gehen! Du wirst nie alleine gehen!

 

NDR1 regional über DAB+ ab Sommer 2020

Der NDR beendet den Ausbau seines Sendenetzes wie geplant mit Aufschaltungen an den Standorten Bispingen, Wilhelmshaven und Hamburg-Moorfleet. Darüberhinaus ist die Inbetriebnahme von neun weiteren Sendeanlagen im Jahresverlauf geplant.

Die wohl für viele in Niedersachsen interessantere Nachricht ist die, dass der NDR im Sommer nächsten Jahres endlich die Regionalisierung der Landesprogramme auf DAB+ abschließen will. Bislang war immer nur Hannover zu hören. Staumeldungen aus Hannover oder Göttingen bringen Hörern in Bremerhaven oder Bremervörde aber kaum etwas. Nach der Regionalisierung wird es aber das Programm aus Oldenburg und für den Elbe-Weser-Raum geben. Vermutlich wird das dem Verkauf von DAB+Radios einen echten Auftrieb geben.

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