Überflutung mit Petitionen

Solche Petitionen wie „Umbenennung der Straße Unter den Linden in Berlin nach Dina Pronitschewa“ u.v.a. halte ich für zu kurz gedachte, spontane Augenblickseinfälle. Außerdem ist mir nicht klar, wie der Erfolg einer Petition gewertet wird. Ausschließlich nach der Zahl der Unterschriften oder auch daran, ob die Petition tatsächlich in den angesprochenen Fällen die Politik zum Nach- und Umdenken bewegt? Wie und wo erfährt man ggf. vom Erfolg einer Petition? Vermutlich wollen auch viele der Petitionsersteller und der Unterschreibenden nur ihr Gewissen erleichtern mit dem Gefühl etwas bewegt zu haben. Hoffentlich trete ich denen, die es wirklich ehrlich meinen und sich für ein echtes Problem engagieren, nicht zu sehr auf die Füße.

Ich halte gut durchdachte Petitionen mit einer realen Chance auf Wirkung für sinnvoll und wichtig in einer Demokratie. In einem autoritären Staat, wie Russland z.B., führt schon der Gedanke an eine offene Willensbekundung oder eigene Meinung zu 15 Jahren Gulag. Aber dieses Trommelfeuer an Petitionen bei change.org lässt jedes Interesse erlahmen, zumindest bei mir. Die Behauptung, dass change.org ein Ableger der NSA ist, um „des Volkes Emotionen“ in diversen Ländern der Welt zu erkunden und Nachrichten entsprechend zu beeinflussen, lässt sich wohl nicht verifizieren. Sie ist aber in unseren Zeiten der „Info-Wars“ durchaus möglich.

Was schreiben die anderen?

WordPress ist ein hervorragendes Instrument, um mit der Welt in Kontakt zu treten oder einfach den eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen.

Da ich diesen Blog in letzter Zeit doch sehr vernachlässigt habe, – obwohl ich seit anno Dunnemals dabei bin – interessiert mich mal, was „die anderen so auf WordPress treiben“. Es ist mittlerweile eine recht bunte Szene entstanden, die sich allen Themen, die die Welt bewegen oder auch nicht, annimmt. Hobbypoeten und Profi-Fotographen zeigen ihre kreative Seite, genau so wie Menschen, die einfach nur ihrer Ansicht mal Gehör verschaffen wollen. Auch gibt es viele Menschen, die sehr ernsthafte Überlegungen anstellen und auf Reflektion hoffen. Hier sind also nicht die Nutzer gemeint, die es bei einem „Hello World“-Beitrag belassen und dann wieder verschwinden. Nein WordPress ist kein Whatsapp und auch kein Telegram.

Ich habe mal einige Blogs zusammengestellt, ohne Wertung und in der Reihenfolge meines Besuchs. Wie gesagt die Geschmäcker in Sachen Aufmachung und Inhalt sind verschieden und diese Vielfalt soll auch erhalten bleiben.

Darum hier nur einige Vorschläge für die nächste Sürftour.

Passwörter TOP-TEN

Die Top 10 der weltweit beliebtesten Passwörter 2021:

123456
123456789
12345
qwerty
password
12345678
111111
123123
1234567890
1234567

In Deutschland wurde „123456“ als Passwort im letzten Jahr rund 2,3 Millionen mal erfasst und schafft es damit ebenfalls auf Platz 1 – das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen.

Das Ergebnis, das Sicherheitsforschern Tränen in die Augen treiben dürfte: „123456“ bleibt global das beliebteste Passwort und taucht in der Auswertung ganze 103 Millionen mal auf. Ein weiterer Klassiker, „Password“, landet mit über 20 Millionen Einträgen in der Datenbank auf Platz 5.

Das sicherste Passwort ist immer noch „1234678“ ohne die 9!

Kommentieren ohne Registrierung

Ab sofort müssen Sie sich als Leser dieses Blogs nicht mehr bei WordPress registrieren, um einen Kommentar zu einem Beitrag zu schreiben. Es genügt Ihr Name und eine gültige EMail-Adresse. Es gibt eine Blacklist mit Begriffen, die in den Kommentaren nicht erscheinen dürfen. Aber, kein Problem, ein normaler, aufgeweckter Blogleser verwendet diese Begriffe nie. Das tun nur die Webseiten mit den schrillen Farben und den freizügigen Bildern. Zur Sicherheit muss jeder Kommentar von mir freigeschaltet werden. Hierbei geht es nicht um Zensur oder die Unterdrückung von Meinungen. Letztlich ist dieses eine Maßnahme auch zu Ihrer Sicherheit.

Im Netz ist NICHTS privat

Die Telefone von 50.000 Personen, darunter Menschenrechtsaktivisten und Journalisten, wurden von Überwachungsinstrumenten angegriffen, die von zahlreichen Regierungen eingesetzt wurden. Diese Tools können jedes iOS- und Android-Telefon hacken, und es gibt keine Möglichkeit, Ihr Gerät davor zu schützen. Es spielt keine Rolle, welche Apps Sie verwenden, da das System auf einer tieferen Ebene durchbrochen wird.

Laut den Snowden-Enthüllungen aus dem Jahr 2013 sind sowohl Apple als auch Google Teil des globalen Überwachungsprogramms, das impliziert, dass diese Unternehmen unter anderem Hintertüren in ihre mobilen Betriebssysteme implementieren. Diese Hintertüren, die normalerweise als Sicherheitslücken getarnt werden, ermöglichen es z.B. US-Behörden, auf Informationen von jedem Smartphone der Welt zuzugreifen.

Das Problem bei solchen Hintertüren ist, dass sie nie nur einer Partei vorbehalten sind. Jeder kann sie ausnutzen. Wenn also eine US-Sicherheitsbehörde ein iOS- oder Android-Telefon hacken kann, kann jede andere Organisation, die diese Hintertüren aufdeckt, dasselbe tun. Es überrascht nicht, dass genau das passiert ist: Ein Unternehmen aus dem Nahen Osten hat den Zugang zu den Spionagetools verkauft, die es Dritten ermöglichten, Zehntausende von Telefonen zu hacken.

Diese Überwachungstools werden auch gegen prominente Personen eingesetzt. Sie wurden beispielsweise eingesetzt, um 14 Staatsoberhäupter auszuspionieren. Die Existenz von Hintertüren in entscheidender Infrastruktur und Software stellt die Menschheit vor große Herausforderungen. Obwohl die derzeitige Marktmonopolisierung durch das Duo Apple-Google im Smartphone-Markt die Kosten erhöht und die Privatsphäre und die Meinungsfreiheit verletzt, sind Regierungen und deren Beamte sehr zögerlich darin dagegen vorzugehen. Wahrscheinlich werden sie erst aktiv, wenn sie selbst feststellen, dass sie ins Visier von obskuren Behörden und Dienst genommen wurden.

Solange sollte man einfach immer daran denken: Im Netz ist NICHTS privat.