Das Haus ist voll

… oder der aufgeblähte, unbewegliche Bundestag

Es könnte passieren. Am 26. September stellen wir einen neuen Rekord auf und machen den Bundestag zum größten seiner Geschichte und damit auch zum absurdesten Bundestag der Geschichte.

Das liegt an den vielen Überhang- und Ausgleichsmandaten, mit denen die Wahlforscherinnen und Wahlforscher rechnen: Da eine Partei wie die Union nach den derzeitigen Prognosen ein deutlich schlechteres Zweitstimmenergebnis als beim letzten Mal erreichen, vergleichsweise aber immer noch viele Direktmandate gewinnen wird, ergeben sich mehr Überhangmandate als früher – die dann mit Ausgleichsmandaten kompensiert werden müssen, damit das Stimmenverhältnis sich einigermaßen gerecht in der Sitzverteilung widerspiegelt.

Im Mittelpunkt dieser zweifelhaften Arithmetik steht die CSU: Vor allem ihre Überhangmandate müssen großzügig ausgeglichen werden, was höchst kuriose Folgen hat: »11 auszugleichende Überhangmandate der CSU würden also zu einer Vergrößerung um ungefähr 200 Sitze führen, ein einzelnes Überhangmandat der CSU den Bundestag im Schnitt um ungefähr 18 Mandate vergrößern«, schreibt der Politikwissenschaftler Joachim Behnke in einem Gastbeitrag für den SPIEGEL. Er schätzt, dass der neue Bundestag mindestens 800 Sitze – wenn nicht noch mehr – haben wird. Derzeit gehören ihm 709 Abgeordnete an.

Ein derart aufgeblähtes Parlament macht nicht nur die demokratischen Prozesse lähmender, sondern ist auch erheblich teurer. Da stellt sich natürlich die Frage: Können wir uns das noch leisten? Die Demokratie in diesem Lande wird zur Zeit von rechts und links unter Beschuss genommen. Ist es da vertretbar, dass sich die Demokratie durch absurdes Ausgleichsdenken auch noch selbst lahm legt. 500 gewählte und handlungsfähige  Abgeordnete sind eine Garantie für die Demokratie. Alles darüber ist lediglich wahltaktisches Geplänkel der Parteien, die nach wie vor nur an der politischen Willensbildung mitwirken sollen. Und dann erzählen Sie mal einer alleinerziehenden Mutter oder einem Hartz-Aufstocker, was so ein Überhangsmandatsträger kostet. Von verdienen wollen wir hier gar nicht reden.

Verantwortlich für diese Misere ist die Große Koalition. Sie vermochte es in den letzten Jahren nicht, das Wahlrecht so zu reformieren, dass am Ende ein etwas schlankeres Parlament entsteht. Stattdessen verabschiedete sie einen halbgaren Kompromiss, der nun eine absonderliche Ungerechtigkeit zur Folge hat: Nach dem neuen Wahlgesetz können bis zur drei Überhangmandate unausgeglichen bleiben.

Davon dürfte nach den derzeitigen Umfrageergebnissen allein die CSU profitieren. Sie hätte dann mehr Abgeordnete im Bundestag als ihr nach dem Proporz der Zweitstimmen zustehen würde. 

Welthits auf Platt

Vor einigen Jahren hat Radio Bremen es geschafft viel fürs Platt, also die niederdeutsche Sprache, zu tun. Allseits bekannte Welthits ins Plattdeutsche zu „transformieren“ erfordert Können und handwerkliches Geschick. Und genau das hatten „Die Plattmacher“ von BremenEins.

Wenn Sie mögen, dann können Sie sich die Playliste mit den Plattmacher-Hits hier anhören:

  Plattmacher

Zuviel Blödsinn bei den Kommentaren

„Hey, Teddy, schalte mal die Kommentare wieder ab!“ – „Ja, mach ich!“

Die „offenen Zeiten“ für Kommentare sind vorbei. Schade eigentlich, aber es kam tatsächlich zuviel Blödsinn rein. Ab jetzt gilt wieder, dass der Nutzer, der einen Kommentar abgegeben möchte, bei WordPress registriert sein muss und der Kommentar von mir freigegeben wird.

Offen für alle Kommentare sind in jedem Fall die Whatsapp-Gruppe BESTSKETCHES und die Telegram-Gruppe DAS PLUS.

Vorschlag: Gemeinsame Europäische Hilfs- und Rettungsflotte

Warum gibt es eigentlich noch keine europäische SAR-Flotte, eine gemeinsame europäische Küstenwache, die für humanitäre Hilfs- und Rettungseinsätze voll ausgestattet ist. Zum Beispiel mit Löschhubschraubern – und flugzeugen, mit mobilen Sanitätseinrichtungen und – krankenstationen, mit Wasseraufbereitungsanlagen und Suchhundestaffeln, mit Lebensmittel- und Kleidungsvorräten. Diese Flotte sollte in allen möglichen Katastrophenfällen ohne große Umstände schnell vor Ort sein und humanitäre Hilfe leisten können. Das sollte eine moderne Flotte sein, die um ein größeres Transport- und Versorgungsschiff oder einen Flugzeugträger herum gruppiert ist, von dem aus die Einsätze koordiniert werden. Die Flotte sollte dort stationiert werden, von wo aus sie jeden europäischen Küstenpunkt schnellst möglich ansteuern kann. Vielleicht ist sogar eine Zweiteilung mit größeren Stützpunkten in Nord und Süd (z.B. in Dänemark und auf Sizilien) erforderlich.

Solche eine ständige Einsatzflotte wären bei den Bränden rund um Mittelmeer, bei Flutkatastrophen im Norden oder bei der Ölbekämpfung schnell vor Ort und könnte sofort humanitäre Hilfe leisten. Ich denke dieses Jahr hat uns allen gezeigt, dass eine solche Einrichtung sinnvoll wäre. Ich würde mir wünschen, dass Frankreich, als größte europäische Seemacht, das Kommando und die Führung übernimmt. Deutschland wird sicherlich vieles dazu beisteuern können. Man denke zum Beispiel an die hervorragende Arbeit des Technischen Hilfswerkes.

Proposition : Flotte européenne commune d’aide et de sauvetage

Pourquoi n’y a-t-il en fait toujours pas de flotte SAR européenne, une garde-côte européenne commune entièrement équipée pour les opérations d’aide humanitaire et de sauvetage ? Par exemple, avec des hélicoptères et des avions de lutte contre l’incendie, avec des installations médicales mobiles et des postes de santé, avec des systèmes de traitement de l’eau et des équipes de chiens de recherche, avec des fournitures de nourriture et de vêtements. Cette flotte doit pouvoir être sur place rapidement et apporter une aide humanitaire dans toutes les catastrophes possibles sans inconvénient majeur. Il doit s’agir d’une flotte moderne regroupée autour d’un navire de transport et de ravitaillement plus important ou d’un porte-avions à partir duquel les opérations sont coordonnées. La flotte doit être stationnée là où elle peut se diriger vers n’importe quel point côtier européen le plus rapidement possible. Peut-être qu’une scission avec de plus grandes bases au nord et au sud (par exemple au Danemark et en Sicile) est nécessaire.

Une telle flotte permanente serait rapidement sur place en cas d’incendies autour de la Méditerranée, d’inondations catastrophiques dans le nord ou dans la lutte contre le pétrole, et pourrait apporter une aide humanitaire immédiate. Je pense que cette année nous a montré à tous qu’un tel établissement serait utile. Je souhaite que la France, première puissance maritime européenne, en prenne le commandement et le leadership. L’Allemagne pourra certainement apporter beaucoup. On pense par exemple à l’excellent travail accompli par l’organisation de secours technique.

Proposal: Joint European Aid and Rescue Fleet

Why is there still no European SAR fleet, a joint European coast guard that is fully equipped for humanitarian aid and rescue operations? For example with fire-fighting helicopters and airplanes, with mobile medical facilities and health stations, with water treatment systems and search dog teams, with food and clothing supplies. This fleet should be able to be on site quickly and provide humanitarian aid in all possible disasters without any major inconvenience. It should be a modern fleet grouped around a larger transport and supply ship or aircraft carrier from which operations are coordinated. The fleet should be stationed where it can head for any European coastal point as quickly as possible. Perhaps a split with larger bases in north and south (e.g. in Denmark and in Sicily) is necessary.

Such a permanent fleet would be quickly on the spot in the case of fires around the Mediterranean, flood disasters in the north or in the fight against oil, and could provide immediate humanitarian aid. I think this year has shown us all that such an establishment would be useful. I would like France, as the largest European sea power, to take command and leadership. Germany will certainly be able to contribute a lot to this. Think, for example, of the excellent work done by the technical relief organization.

Voorstel: Gezamenlijke Europese hulp- en reddingsvloot

Waarom is er eigenlijk nog geen Europese SAR-vloot, een gezamenlijke Europese kustwacht die volledig is toegerust voor humanitaire hulp- en reddingsoperaties? Bijvoorbeeld met blushelikopters en vliegtuigen, met mobiele medische voorzieningen en gezondheidsposten, met waterbehandelingssystemen en speurhondenteams, met voedsel- en kledingvoorraden. Deze vloot moet snel ter plaatse kunnen zijn en zonder grote overlast humanitaire hulp kunnen bieden bij alle mogelijke rampen. Het moet een moderne vloot zijn, gegroepeerd rond een groter transport- en bevoorradingsschip of vliegdekschip van waaruit de operaties worden gecoördineerd. De vloot moet zo snel mogelijk worden gestationeerd op een plek aan de Europese kust. Misschien is een splitsing met grotere bases in noord en zuid (bijvoorbeeld in Denemarken en op Sicilië) nodig.

Zo’n permanente vloot zou snel ter plaatse zijn bij branden rond de Middellandse Zee, overstromingen in het noorden of in de strijd tegen olie en zou onmiddellijke humanitaire hulp kunnen bieden. Ik denk dat dit jaar ons allemaal heeft laten zien dat zo’n instelling nuttig zou zijn. Ik zou graag willen dat Frankrijk, als de grootste Europese zeemacht, het commando en leiderschap op zich neemt. Duitsland zal zeker veel kunnen bijdragen. Men denkt bijvoorbeeld aan het uitstekende werk van de technische hulpverleningsorganisatie.

 

Mir persönlich erscheint diese Sache einfach zu wichtig. Die Übersetzungen stammen von Google Translate

Abwegig und morbide?

Der folgende Satz mag auf den ersten Blick abwegig, ja sogar morbide erscheinen. Er ist es aber nicht:

„Ich möchte im Alter von 100 Jahren beim Äpfel pflücken von der Leiter fallen und mir das Genick brechen!“

Übersetzt heißt das, ich möchte bis 100 körperlich und geistig fit und gesund bleiben, noch auf Leitern krabbeln und Äpfel genießen können und noch wissen, was ich dort oben auf der Leiter eigentlich wollte. Ja, und dann ist es gut und alles ist geregelt, kurz und schmerzlos. Es steckt eben doch viel Sinn in ein paar dürren Worten.

Ganz nebenbei hätte ich damit erreicht, dass ich nicht unserem Gesundheitssystem anheim falle und selbst entscheide, ab wann ich meinen Führerschein in der Schublade lasse. Ob ich mir wohl noch ein E-Auto anschaffe? Glücklicherweise hätte ich damit auch erreicht, dass ich meine über lange Jahre eingezahlten Rentenbeiträge wieder heraus bekäme. Aber das ist unwichtig. Wichtig ist nicht das ICH, sondern das WIR. Mit WIR sind alle Lebewesen auf diesem Materieklumpen gemeint, der durch die Unendlichkeit dieses Universums rast.

Auf alle Fälle möchte ich noch erleben, dass wir alle den Wahnsinn begreifen, der uns mittlerweile so normal vorkommt. Ich möchte erleben, dass wenigstens irgendetwas getan wird, um die menschengemachte Klimakatastrophe zu vermeiden. Am sinnvollsten ist es wohl, jeder fängt bei sich an. Schritt für Schritt wird jeder die liebgewonnene Bequemlichkeit im Handeln und Denken aufgeben müssen, auch wenn das der Wirtschaft nicht passt. Wir wollen doch wohl nicht, dass das Anthropozän (1) mit einem Knall endet und nur ein überflüssiges Kapitel in der Geschichte dieses Planeten bleibt.  

Gott hat wohl gesagt, der Mensch solle sich die Erde Untertan machen. Er ging aber wohl davon aus, dass er den Menschen nach seinem eigenen Ebenbild geschaffen habe, also göttlich und vernunftbegabt. Das war wohl ein Irrtum – zumindest bislang.  Noch ist ein wenig Zeit zu erkennen, dass der Mensch mit der Natur leben soll und nicht gegen sie.

Trotz alledem, das Leben ist eines der schönsten!

(1) Der Begriff „Anthropozän“ bezeichnet ein neues geologisches Zeitalter, in dem die Menschheit den dominanten geophysikalischen Einfluss auf das Erdsystem hat und daraus die Verantwortung des Menschen für die Zukunft des Planeten abgeleitet wird.

Fussball: Wo laufen sie denn?

Wo laufen sie denn die Spiele der Bundesliga oder auch die Liga der Champions? Welchen Sender darf man denn einschalten, wenn es um Fußball geht?

Früher, in der ach so guten alten Zeit, gab es die SPORTSCHAU im Ersten und im ZWEITEN abends das AKTUELLE SPORTSTUDIO. Das dritte Fernsehprogram im Norden meldet sich irgendwann mit SPORT 3 am Sonntagabend. Und das war’s, denn es gab ja auch nur drei TV-Programme. Irgendwann Anfang der Neunziger schalteten sich die Privaten RTL und SAT1 in die Bundesligaberichterstattung ein. Von da an zerfledderte die Sache. Der Bundesligafußball wurde zum Spielball kommerzieller Interessen und selbst zur Ware. Auch andere, die mit Sport, Fernsehen und Fussball nie etwas zu tun hatten oder die es als Unternehmen noch gar nicht gab, wollten mitverdienen.

Nun sind wir soweit, dass die Zuschauer im Stadion selbst nur noch für die 3. Liga abwärts interessant sind. Die zahlen Eintritt und kaufen auch mal eine Bratwurst. Die anderen leben vom und mit dem Fernsehen und die Spitzenclubs sind dank Fernsehen und Merchandising in der Lage ihren hochgejubelten Profis Topgehälter und Prämien zu zahlen. Die Fussballfans sind dort nur noch als Adressaten von Werbung interessant. Und da es in China viele Fußballfans vor dem Flachbild-TV gibt, wird hier eben die Bandenwerbung in Chinesisch gezeigt.

Wenn man heute Fußball im Fernsehen verfolgen will, muss man die Technik beherrschen, wissen was wo und wann läuft und fast immer auch noch für die Ware „Fußball“ bezahlen. Und man muss ganz nebenbei auch noch für die dämlichste Werbung und die dümmlichsten Moderaten bezahlen. Für meinen naiven Sportgeschmack macht das den Spaß am Fußball kaputt.

Wo läuft denn nun was?

Bundesliga

Sky ist nach wie vor dominant, wenn es um die Übertragung der Männer-Bundesliga geht. Der Pay-TV-Sender überträgt alle Einzelspiele am Samstag sowie Partien am Dienstag und Mittwoch. Begleitend zeigt der Sender an diesen Tagen auch alle Spiele in der Konferenz. Auch den Supercup und die Relegation gibt es bei Sky.

An Freitagen und Sonntagen sind alle Partien bei DAZN zu sehen. Einige Spiele werden auch im Free-TV von Sat. 1 übertragen, das sich die Rechte für Einzelpartien am 1., 17. und 18. Spieltag sowie in Relegation und Supercup gesichert hat.

Die Rechte für Zusammenfassungen der Bundesligaspiele teilen sich ARD, ZDF, Sport 1 und Axel Springer auf.

Bei der Frauen-Bundesliga hat sich im Vergleich zur Vorsaison nicht viel geändert. Magenta zeigt weiterhin alle Spiele, einzelne Partien werden von der ARD und den Drittprogrammen übertragen.

2. Bundesliga

Auch in der 2. Bundesliga sind die meisten Spiele bei Sky zu sehen, live und in der Konferenz. Der Sender überträgt am Freitag, Samstag und Sonntag sowie bei den Relegationsspielen. Die neu eingeführten Spiele am Samstagabend um 20.30 Uhr werden ebenfalls bei Sky zu sehen sein, laufen jedoch auch parallel im Free-TV bei Sport 1.

3. Liga

Magenta ist neben der Frauen-Bundesliga vor allem der Partner der 3. Liga – und bleibt es auch in der neuen Spielzeit: Alle Partien werden als Einzelspiel und in der Konferenz gestreamt. 86 Partien werden über den Verlauf der Saison auch bei den ARD-Sendern im Free-TV zu sehen sein.

DFB-Pokal

Wer sich für den Wettbewerb der Männer interessiert, wird bestens versorgt. Sky zeigt alle 63 Partien live, die ARD überträgt neun Spiele pro Saison im Free-TV. Das werden in den ersten beiden Runden jeweils eines sein, dazu zwei Partien aus jeweils Achtel- und Halbfinale und das Finale selbst. Ebenfalls im Free-TV wird bei Sport 1 jeweils eine Partie pro Runde von der ersten Runde bis zum Viertelfinale übertragen.

Der Pokal der Frauen bekommt, wie gewohnt, nicht ganz so viel Raum auf den Bildschirmen. Sechs Partien, das Highlight jeder Hauptrunde einschließlich des Finales in Köln, werden bei Sky übertragen.

Champions League

Die Partien der Königsklasse der Männer werden ab der neuen Saison vor allem bei DAZN zu sehen sein. 121 der 137 Spiele pro Saison werden in den kommenden zwei Spielzeiten beim Streamingdienst übertragen. DAZN bietet den Zuschauerinnen und Zuschauern zudem Konferenzen und Highlights an.

DAZN löst damit Sky ab, hat aber – wie sie es selbst zuletzt waren – einen Konkurrenten, der einige Spiele übernimmt. Amazon Prime steigt in den Wettbewerb ein und zeigt das jeweilige Topspiel am Dienstagabend. Insgesamt 16 Partien, darunter zwei Playoff-Spiele, werden dort zu sehen sein.

Für die drei kommenden Endspiele hat sich das ZDF zusätzlich die Übertragungsrechte gesichert – selbst wenn, wie zuletzt, kein deutscher Vertreter im Endspiel steht.

Auch die Champions League der Frauen wird zukünftig DAZN zeigen. Der Streamingdienst sicherte sich die Rechte für die kommenden vier Spielzeiten. In der Premierensaison will DAZN mit YouTube kooperieren und alle 61 Spiele kostenfrei über seinen Kanal zeigen. Für die Zukunft soll ein Mischmodell aus frei verfügbaren Videos und Abo geplant sein.

YouTube gehört übrigens zu Google und so verdient wiedermal ein ein Unternehmen, dass kaum Steuern zahlt. Der FC Stoppelhopser in Dösigbregendorf hat nichts davon.

Studien der Wahlprogramme

Folge 1: Die Partei, die hier nicht genannt wird

Bei meinen Studien der diversen Wahlprogramme unserer Bundestagsparteien bin ich auf die Partei, die hier nicht genannt wird, gestoßen. Deren Programm kann ich durchaus in einigen Punkten unterschreiben. Nicht in allen, denn gerade bei den Themen EU und Euro habe ich eine andere Meinung. Das Thema „Gendern“ und „Political Correctnes“ behandelt m.E. die Partei, die hier nicht genannt wird, noch viel zu harmlos. Manche Programmpunkte wiederum sind so klar, dass sie sich locker auch in anderen Wahlprogrammen wiederfinden – nur eben nicht in dieser Wortwahl. Die Reihenfolge der hier genannten Punkte ist rein zufällig und stellt keine Wertigkeit dar.

Abschaffung der Politikerpensionen

Arbeitnehmern, die 45 Jahre und länger für eine Altersversorgung arbeiten müssen, ist es nicht vermittelbar, dass Politiker bereits nach wenigen Jahren hohe Pensionsansprüche sammeln. Das ist vor allem kritisch, weil die Nutznießer dieser Gesetze selbst darüber bestimmt haben. Damit muss Schluss sein. Politiker sollen wie andere Arbeitnehmer auch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Damit könnte auch die Politikverdrossenheit reduziert werden, weil die Ruhestandsregelung der Politiker ebenfalls für die Mehrheit der Erwerbstätigen gelten würde.

Pflegeversicherung sozialverträglicher gestalten

Soziale Pflegeversicherung und gesetzliche Krankenversicherung zusammenlegen

Die soziale Pflegeversicherung (SPV) gibt lediglich einen definierten Zuschuss zu den Pflegekosten. Bei Pflegebedürftigen und deren Angehörigen verbleiben beträchtliche Eigenleistungen, die viele an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit führen. Deshalb wollen wir in der Pflegeversicherung einen Steuerzuschuss analog dem der GKV einführen, um eine 50-prozentige Entlastung der Eigenbeteiligung der betroffenen Angehörigen zu erreichen. Wir befürworten eine Zusammenlegung von GKV und SPV, auch um Schnittstellenprobleme zu beheben.

Parteienfinanzierung dem Verfassungsrecht anpassen

Die verdeckte Parteienfinanzierung, zum Beispiel durch Stiftungen, ist gänzlich aus dem Ruder gelaufen und macht mittlerweile jährlich etwa 600 Millionen Euro aus. Das entspricht dem Vierfachen der eigentlichen verfassungsgerichtlich aus gutem Grund beschränkten Parteienfinanzierung.

Die hier nicht genannte Partei will daher, dass die gesamte staatliche Parteienfinanzierung auf eine neue gesetzliche Grundlage gestellt und begrenzt wird.

Einführung eines Straftatbestandes der Steuerverschwendung

Während Steuerhinterziehung auch bei vergleichsweise kleinen Beträgen in Deutschland verfolgt und bestraft wird, bleibt die ebenso das Gemeinwohl schädigende Steuerverschwendung straffrei. Die hier nicht genannte Partei will daher einen neuen Straftatbestand der Haushaltsuntreue einführen.

Weisungsfreie Staatsanwälte und unabhängige Richter

Die hier nicht genannte Partei will die Einflussnahme der politischen Parteien auf das Ernennen von Richtern und Staatsanwälten beenden. Wir unterstützen den Modellvorschlag des Deutschen Richterbundes, einen Justizwahlausschuss und einen Justizverwaltungsrat einzurichten.

Opferschutz statt Täterschutz

Straftäter, von denen erhebliche Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen, müssen auch und gerade dann sicher verwahrt werden, wenn sie psychisch krank, drogen- oder alkoholabhängig sind. Lockerungen und Urlaube im Strafvollzug dürfen nur mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft möglich sein. Ausländische Straftäter müssen viel schneller als bisher abgeschoben werden.

Organisierte Kriminalität nachhaltig bekämpfen

Die organisierte Kriminalität muss nachhaltiger bekämpft werden. Dazu gehört, Gewinne aus Straftaten umfangreicher abzuschöpfen und die bereits bestehenden rechtlichen Instrumente des Verfalls und der Einziehung besser zu nutzen.

Nato nur als Verteidigungsbündnis

Die Mitgliedschaft in der Nato entspricht den außen- und sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands, soweit sich die Nato auf ihre Aufgabe als Verteidigungsbündnis beschränkt. Nato-Einsätze außerhalb des Bündnisbereichs, an der sich deutsche Streitkräfte beteiligen, sollten grundsätzlich unter einem UN-Mandat stattfinden und nur, wenn deutsche Sicherheitsinteressen berücksichtigt werden. Die hier nicht genannte Partei setzt sich für den Abzug aller noch auf deutschem Boden stationierten alliierten Truppen und insbesondere deren Atomwaffen ein.

Besseres Verhältnis zu Russland

Der „Kalte Krieg“ ist vorbei. Die USA bleiben unser Partner. Russland soll es werden. Die hier nicht genannte Partei setzt sich deshalb für ein Ende der Sanktionen und eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland ein.

„Aktivierende Grundsicherung” führt zu Arbeit, die sich lohnt

Die hier nicht genannte Partei will eine „Aktivierende Grundsicherung“ als Alternative zum Arbeitslosengeld II (sogenanntes „Hartz IV“) einführen. Dabei soll der der staatliche Unterstützungsbetrag erst ab einer bestimmten Einkommenshöhe in voller Höhe abgezogen werden, so dass derjenige, der arbeitet, auf jeden Fall mehr Geld zur Verfügung hat, als derjenige, der nicht arbeitet.

Pflege durch Angehörige aufwerten

Die Pflege älterer Menschen durch einen Dienst oder durch ein Heim wird höher vergütet als die Pflege durch einen Angehörigen. Wir glauben, dass die Pflege durch Familienangehörige mindestens genauso gut und wertvoll ist, wie durch einen externen Dienstleister. Deshalb sind die häuslichen Pflegesätze an die Leistungen für Pflegedienstleister anzugleichen.

Willkommenskultur für Neu- und Ungeborene

In Deutschland kommen auf rund 700.000 Lebendgeburten pro Jahr ca. 100.000 Schwangerschaftsabbrüche. Werdende Eltern und alleinstehenden Frauen in Not müssen finanzielle und andere Hilfen vor und nach der Entbindung angeboten werden, damit sie sich für ihr Kind entscheiden können. Die hier nicht genannte Partei wendet sich gegen alle Versuche, Abtreibungen zu bagatellisieren, staatlicherseits zu fördern oder sie zu einem Menschenrecht zu erklären.

Kultur, Sprache und Identität

Die hier nicht genannte Partei will den Einfluss der Parteien auf das Kulturleben zurückdrängen, gemeinnützige private Kulturstiftungen und bürgerschaftliche Kulturinitiativen stärken. Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst.

Die deutsche Sprache als Zentrum unserer Identität

Als zentrales Element deutscher Identität muss die deutsche Sprache dem Vorbild vieler anderer Länder folgend als Staatssprache im Grundgesetz festgeschrieben werden.

Auf EU-Ebene will die hier nicht genannte Partei dafür sorgen, dass das Deutsche dem Englischen und Französischen auch in der alltäglichen Praxis gleichgestellt wird.

Die hier nicht genannte Partei sieht mit Sorge, wie die deutsche Sprache im Sinne einer falsch verstandenen „Internationalisierung“ durch das Englische ersetzt oder „gegendert” wird. Politisch „korrekte” Sprachvorgaben lehnen wir entschieden ab.

Quelloffene Software und sichere Kommunikation als Bürgerrecht

Die hier nicht genannte Partei fordert zumindest für die öffentliche Verwaltung in Deutschland den Einsatz von Betriebssystemen und Programmen, die über quelloffene Software erstellt worden sind und im Vorfeld überprüft werden können, ob unautorisierte Zugriffe möglich sind. Die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung darf nicht verboten oder anderweitig behindert werden. Die hier nicht genannte Partei sieht sichere Kommunikation als Bürgerrecht an.

Keine Privatisierung gegen den Willen der Bürger – Trinkwasser schützen

Über Privatisierungen sollen Bürgerentscheide auf der jeweiligen staatlichen Ebene entscheiden, insbesondere bei der öffentlichen Daseinsvorsorge und in Bezug auf öffentliches Wohn- und Grundeigentum. Die Einleitung von Schadstoffen in den Wasserkreislauf muss durch vorbeugenden Gewässerschutz verringert werden. Die kommunalen, dezentralen Wasserversorgungsbetriebe wollen wir unterstützen. Eine Privatisierung und damit Kommerzialisierung der Grundversorgung mit Trinkwasser lehnen wir ab.

Bargeldnutzung muss uneingeschränkt erhalten bleiben

Bargeldnutzung ist ein bürgerliches Freiheitsrecht. Wir treten dafür ein, das Bargeld uneingeschränkt als gesetzliches Zahlungsmittel zu erhalten – auch entgegen anders gerichteter Bestrebungen der Bundesregierung, des Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und einiger EU-Mitgliedsstaaten.

Tiere sind fühlende Wesen

Die hier nicht genannte Partei setzt sich für eine konsequente Umsetzung der Tierschutzgesetze ein. Tiere sind Mitgeschöpfe und keine Sachgegenstände. Als fühlende Wesen haben Tiere ein Recht auf eine artgerechte Haltung im privaten wie im kommerziellen Bereich.

Fischerei, Forst und Jagd: Im Einklang mit der Natur

Unsere Fischer sind beim Beseitigen von Wettbewerbsnachteilen zu unterstützen und an der Fangmengenfestlegung zu beteiligen. Wir lehnen es ab, die Stellnetzfischerei in Ostseeschutzgebieten generell zu verbieten und die Naturschutz-Kernzonen auszuweiten. Die hier nicht genannte Partei setzt sich für eine naturgemäße Waldwirtschaft ein, die eine ganzheitliche Betrachtung des Waldes in seiner ökonomischen, ökologischen und sozialen Funktion zum Ziel hat. Die hier nicht genannte Partei bekennt sich zu den bewährten Grundsätzen der waidgerechten Hege und Jagd.

Straßen- und Schienennetz: Substanz erhalten

Die Reparatur, der Werterhalt, und die Beseitigung von Engpässen in Straßen und Schienennetzen haben im Verkehrsbereich Vorrang vor spektakulären Großprojekten.

Eine großräumige europaweite Verkehrsplanung für Straßen, Schienen, Wasserwege und im Luftverkehr ist in einen ständig fortzuschreibenden Bundes-Verkehrswegeplan einzubinden.

Freie Nutzung der Verkehrsmittel ohne Schikanen

Die hier nicht genannte Partei ist strikt gegen verkehrspolitische Schikanen, mit denen ein Umstieg auf den öffentlichen Nah- und Fernverkehr erzwungen werden soll. Die Autofahrer werden auf Deutschlands Straßen durch immer mehr Geschwindigkeitsbeschränkungen behindert. Die hier nicht genannte Partei lehnt alle Beschränkungen aus anderen Gründen als der Verkehrssicherheit ab.

Eine Perspektive für den ländlichen Raum

Die hier nicht genannte Partei will die ländlichen Regionen stärken. Zu einem lebenswerten ländlichen Raum zählen für uns eine intakte bäuerliche Landwirtschaft, eine funktionsfähige mittelständische Wirtschaft und eine ausreichende Infrastruktur. Das grundgesetzlich verankerte Selbstverwaltungs- und Selbstbestimmungsrecht der Kommunen wollen wir wiederbeleben. Die Benachteiligung ländlicher Gemeinden bei der Finanzverteilung wollen wir beenden, um den Kommunen ihre Handlungsfähigkeit zurückzugeben.

Und nun dürfen Sie raten, welche Partei hier nicht genannt wird!

Muss ich ein Wischtelefon besitzen?

An dieser Stelle möchte ich einmal eine ganz simple Frage stellen: Muss ich eigentlich als erwachsener Bundesbürger ein Wischtelefon besitzen und nutzen, um mich krankenversichern  oder mein Auto an- oder ummelden zu können? Muss ich die sehr ausführlichen, englischsprachigen Geschäftsbedingungen eines amerikanischen Privatunternehmens akzeptieren, um mit dem Arzt meines Vertrauens an meinem Wohnort in Kontakt zu kommen?

Im Internet ist nichts, aber auch wirklich gar nichts privat, egal was die Interessenvertreter der totalen Digitalisierung behaupten. Wer die Daten hat, hat die Macht. Die Bequemlichkeit, die mit der Digitalisierung einhergeht und mit der sogar Behörden werben, ist teuer erkauft. Meiner Meinung nach ist sie zu teuer erkauft, denn wir merken gar nicht mehr, dass der Aufbau einer globalen Überwachung Einzelner rasant voranschreitet. Aber die „dumpfe Masse“ freut sich über TikTok und lässt sich von „Beeinflussern“ auf Instagram bequatschen und ruhig halten.

Ich bin bestimmt kein Impfgegner in dieser gewärtigen Pandemiesituation, aber langsam verstehe ich die Menschen, die ein tiefes Misstrauen gegen die „Obrigkeit“, gegen diesen Staat, die Regierung und die übergeordneten Intuitionen auch der EU hegen. Ich verstehe, dass Menschen aufgrund eines mehr oder weniger bestimmten Unbehagens auf die Straße gehen und mehr und mehr verfliegt die Wirkung der medialen Diffamierung als Rechts- oder Linksradikale, als Querdenker oder als Idioten.

Ganz nebenbei stelle ich mir immer wieder die Frage: Was passiert, wenn jemand den Stecker zieht und der Strom fällt großflächig ausfällt – sei dies durch eine Flutkatastrophe oder durch Hacker, die von einem anderen Staat aus gesteuert werden. Dann heißt es „Digital adieu!“ und es gut, wenn man noch mit Bleistift und Papier umgehen oder mit dem eigenen Kopf rechnen und denken kann. Befürchten muss man allerdings, dass dann in diesem Staate nichts mehr funktioniert und das auch, weil hoch bezahlte Verwaltungen nicht mehr bis drei zählen können.

  Smartphone ohne Google