ARD und ZDF ohne SD-Auflösung

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF mit ihren weiteren Programmen schalten die Ausstrahlung in Standard-Auflösung über Satelliten in der zweiten Jahreshälfte 2020 komplett ab. Es wäre ja auch unsinnig alle Programme gleich zweimal parallel in SD und in HD auszustrahlen. Die Gebührenwächter haben da ein Auge drauf.

Die Privaten, wie RTL, SAT1, Pro7, Vox usw., würden auch gern abschalten und nur noch ihre HD-Programme anbieten. Die sind aber kostenpflichtig. Die Sender wollen nochmal Geld haben und da machen die Zuschauer nicht mit. Bei einem radikalen Schnitt würden die Privaten viele Zuschauer, und damit Reichweite, verlieren. Das wiederum wirkt sich hart auf die Werbeeinnahmen aus. Bislang schaut nur ein Bruchteil der Zuschauer bei den Privaten in HD und ist bereit dafür auch noch Geld auszugeben.

Für die Privaten geht es also um viel, sozusagen um Sein oder Nichtsein. Auch die Konkurrenz durch Streaming-Anbieter wie Netflix, Prime oder Apple, tritt die Privaten hart und macht ihnen zu schaffen. ARD und ZDF sind bereits bestens gerüstet und wollen ihre beliebten Mediatheken in Zukunft weiter ausbauen und verknüpfen.

Die Privaten haben sich notgedrungen dazu durchgerungen die Ausstrahlung in SD über 2022 hinaus beizubehalten. Ob das die Rettung des bislang bekannten Privatfernsehens ist, bleibt abzuwarten.

Antennenfernsehen (Raum Bremen/Unterweser):

Die besten Einfälle auf der Tastatur

Oh, Asche auf mein Haupt. Ich habe nicht sofort reagiert als Pummel meine Anwesenheit wünschte. Sie hat in der Zwischenzeit das Notebook „belegt“ und das im wahrsten Sinne des Wortes. „Das wird aber auch Zeit, dass Du kommst“, maunzt sie mich an. „Ich will Dir etwas diktieren!“

„Ich möchte nicht, dass Du weitere Katzen fütterst“, beginnt sie. „Das kostet Geld, was dann Orthello und mir fehlt! Vier, fünf weitere Katzen sind einfach zuviel!“. Es stimmt. Ich habe noch ein paar mehr Katzen, die ich so nebenbei mit versorge, aber das es Pummel und Othello an etwas fehlt deswegen, das stimmt nicht.

„Fehlt Dir denn irgendetwas?“, frage ich Pummel. „Ihr beide bekommt Nassfutter, zwischendurch ein paar Leckerlies, hin und wieder mal eine Knabberstange und zu Weihnachten und am Weltspartag bekommt Ihre beide eine Dose Hering oder Rollmops“. Ja, tatsächlich, die anderen bekommen im Grunde nur das was diese beiden übriglassen.

Pummel überlegt: „Nein, uns fehlt nichts. Und jetzt, wo auch Othello die Katzenklappe beherrscht, klappt alles sogar noch viel besser. Und Dir tut es gut, wenn Du morgens früh, bei Wind und Wetter, hinausmusst zur Abfütterung. Das hält jung!“

Pummel ist manchmal ganz schön klug. Und manchmal auch ganz schön faul. Sie bleibt einfach auf dem Notebook liegen. Sie weiss genau, dass ich sie nicht verjagen werde, denn oft hat sie die besten Texteinfälle, wenn sie auf der Tastatur sinniert. Und ich habe Pause!

Ach ja, ich muss ja noch vorstellen: Othello

 

Ja, der Freimaaarkt …

Ja, der Freimaarkt …. Früher war das ein Thema. Ich bin im Findorff aufgewachsen. Der Freimarkt war unser Spielplatz, auch beim Auf- und Abbau. Durch kleine Arbeiten haben wir uns so manchen Chip für die Autoscooter verdient. Oder auch so manche Runde auf einem echten Pferd bei Haberjahn. Aus der Wilden Maus musste man uns herausholen, wenn die Lichter ausgingen. Und wenn kein Geld mehr da war, – 50 Pfennig für den ganzen Tag – dann gab es da noch das Teufelsrad. Später lag der Freimarkt auch noch auf meinem Weg zur Schule und so manches Mittagessen zu Hause habe ich verpasst. Ich kam nicht an der kleinen Bude an der Findorffstrasse vorbei. 10 Pfennig auf den Schornsteinfeger oder das Kleeblatt, und er wurde wahr der Traum von eigenen Schraubenzieher.

Der Freimarkt war eigentlich immer ganz toll. Das Feuerwerk zu Beginn des Freimarkt habe ich allerdings immer verpasst. Aber manches Mal habe ich mich gefragt, was denn da schon wieder knallt und leuchtet. Im Findorff ist man immer dabei. Der Duft von Zuckerwatte und gebrannten Mandeln zieht durch die Strassen, ebenso die überraschten Rufe der Geister- und Achterbahnfahrer. 

Alles ganz schön, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich für mein erstes Auto einen Parkplatz suchen musste. Von Anfang Oktober bis Anfang November ging nichts mehr. Kein Platz, kein Durchkommen. Das ist wohl heute sogar noch viel schlimmer. Ich kann den Ärger der Anwohner gut verstehen. Bei mir hat dieses Drama die Leidenschaft für den Freimarkt erheblich verringert. Fast 30 Jahre war ich nicht mehr da.

Allerdings hätte ich mir gern den „Freimarkts-Umzug“ im Fernsehen angesehen. Aber Radio Bremen schafft es nicht mehr dieses für Bremen wichtige Ereignis ins Bild zu setzen. Warum, wieso? Der Freimarkt gehört doch genau wie Radio Bremen zu Bremen. Da wäre es doch die Pflicht den Umzug zu übertragen, allein schon für die vielen Freunde des Bremer Freimarkts in aller Welt und für die vielen Vereine, Gruppen und aktiven Freunde, die das Leben in Bremen doch erst bunt machen. Bitte, Radio Bremen, übertragt im nächsten Jahr wieder!!!!

Das Leben ist kein Ponyhof

Pummel sitzt vor meinem Notebook und blickt mich scharf an: „Komm‘ her und schreib!“ – Wenn dass so ist, dann muss ich mich beeilen. Sie diktiert mir in die Feder, äääh, in die Tasten. „Katzen sind unabhängige, freie und intelligente Wesen! Sie benötigen Hauspersonal, im Winter ein warmes Plätzchen und regelmäßig einen gut gefüllten Fressnapf. Hast Du das?“, fragt sie und ich beeile mich zu nicken. „Gut so!“, schnurrt sie gönnerhaft.

Pummel denkt nicht lange nach und fährt mit dem Diktat fort: „Das Hauspersonal kann unter 65 oder über 65 Jahre alt sein. Hauptsache es ist von schneller Auffassungsgabe und kann gut hören und sehen. Kenntnisse der Katzensprache sind natürlich von Vorteil.“ – Ich sage so vor mich hin: „Stimmt, die Katze das unbekannte Wesen“. „Quatsch“, fast faucht sie, „Katzen sind nicht unbekannt. Sie sind der älteste Kamerad, den die Dosenöffner haben, seit sie von den Bäumen gefallen sind. Sie kommen noch vor diesen dümmlichen Vierbeinern mit der feuchten Nase. Du solltest das wissen!“, sie legt die Pfote auf den Schreibtisch. „Es ist schön, wenn die Dosenöffner in einer ruhigen Gegend wohnen, wo an jeder Ecke das Abenteuer lockt oder sich Mäuse zum spielen anbieten. Aber das muss nicht sein. Auch in der Stadt gibt es viel zu sehen und zu erleben, nur vielleicht ein paar Mäuse weniger.“ – Pummel räkelt sich genüsslich. „Passieren kann überall etwas, mal ist es ein Dosenöffner, der zu schnell mit seinem Motorvehikel unterwegs ist, mal ist es ein Dosenöffner, der Ratten mit Gift vertreiben will oder es ist ein Perverser, der Katzen an Zaunpfähle nagelt. Das Leben ist nun mal kein Ponyhof!“, ich frage mich wo sie den Ausdruck Ponyhof her hat und bewundere heimlich ihr Wissen.

„Da staunst Du? Katzen sind unabhängige, freie und intelligente Wesen. Und sie sind göttlich. Das wussten zumindest die alten Ägypter noch“ maunzt sie etwas altklug. „Katzen wissen wie das Leben verlaufen kann. Und wer nicht aufpasst, egal ob jung oder alt, kommt unter die Räder. Genau wie bei Euch Dosenöffnern auch!“

Ich bin baff. Ich wohne mit einer gebildeten, aber etwas vorlauten Katze unter einem Dach. Pummel schnurrt.

Die Last mit der Registrier-Phobie

Noch vor 5 Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich einmal ganz weg bin von der täglichen Papierzeitung. Die Regionalblätter sind ein wichtiges Informationsmedium. Lange Zeit habe ich mich zum Beispiel auf die Wümme-Zeitung online verlassen. Aber dann ging es los mit dieser nervigen Werbung, bei der man das Kreuzchen zum Wegklicken erst einmal lange suchen musste. Und dann, irgendwann, kam auch noch der Hinweis „Sie haben 5 Artikel gelesen“ und der eigentlich angesteuerte Artikel war unkenntlich gemacht. „Wenn Sie weiterlesen wollen, dann registrieren Sie sich bitte!“ Und das für 5 weitere Artikel …

Klar, unsere Zeitungen und Zeitschriften kämpfen ums Überleben und müssen irgendwie Geld verdienen. Die klassische Papierausgabe wird zwar nie ganz tot sein, aber ihre Abo-Zahlen und der freie Verkauf gehen gewaltig zurück. Guter Journalismus hat zu kämpfen. Das liegt sicher nicht nur am Internet und am Smartphone, sondern auch am Schulsystem, welches auch Abiturienten mittlerweile als „Beinahe-Analphabeten“ entlässt.

Andererseits gibt es so viele Informationsmöglichkeiten, um sich z.B. über den Katzenhaus-Trouble in Lilienthal, die gestorbenen Altpapiersammlungen oder wiedermal runderneuerte Zukunftskonzepte für Worpswede zu informieren, da muss man sich nicht erst registrieren oder gar für einzelne Artikel bezahlen. Hier ist ausdrücklich nicht Facebook oder Instagram gemeint, denn die zähle ich wie auch RTL2 nicht zu den glaubwürdigen Informationsmedien.Ich gebe auch gerne zu, dass ich eine Abneigung habe mich irgendwo zu registrieren und dieses vermeide, wo es irgendwie geht. Ich stelle mir immer vor, ich kaufe die Zeitschrift mit den vier großen Buchstaben im Zeitschriftenladen und der Verkäufer sagt: „Sie haben schon vier dieser Zeitschriften gekauft! Kann ich mal Ihren Personalausweis sehen?“

2019 ist irgendwie das Jahr der Abschiede. Zuerst die beliebte Dropbox, dann EBay und jetzt auch noch die Wümme-Zeitung. Alle verschwinden im Nirwana der kurzlebigen Cyberwelt. Wer kennt heute noch Napster, Kazaa oder MySpace? Wer nutzt heute noch Altavista, Compuserv oder Nic.de.vu?

Aber zurück zur Wümme-Zeitung. Ich mag sie nach wie vor und lese sie einfach eine Woche später, in aller Ruhe in Papierform und für mich gesammelt von netten Nachbarn. Das Wichtige aus der kleinen Welt habe ich dann eben 7 Tage später. Auch nicht schlimm!

 

Du solltest Dir keine Langspielplatte mehr kaufen

Ich sitze am Notebook und, wie es so zum Ritual gehört, Pummel springt ganz aufgeregt auf meine Knie.“Haste gelesen?“ fragt sie. „Was?“ Sie sieht mich mit großen grünen Augen an. „Was fragt er! Na den großen Artikel heute in der Wümme-Times. Wo es um die Frau geht, die gerne Katzen haben wollte. Und der man gesagt hat, dass sie für Katzen zu alt sei.“

Natürlich den Artikel hatte ich auch gelesen.“Der Tierschutzverein ist dafür da, dass es den Tieren gut geht. Wenn sie einmal eine Katze vermittelt haben, dann soll sie es dort im neuen Zuhause auch lange gut haben“, sage ich. Pummel verdreht ihre grünen Augen. „Was ist denn, wenn Du in einen Schallplattenladen gehst, eine Platte kaufen möchtest und man dir sagt ‚Sie sollten sich aber keine Langspielplatte mehr kaufen‘?“ – „Ich würde mir einen guten Rechtsanwalt suchen oder einfach einen anderen Plattenladen.“

„Siehst Du, Du wärst auch angefressen, wenn man Dir batsch vor den Kopf sagt, Du bist zu alt für eine Katze“. Pummel hatte ja Recht. Das hätte so nicht sein müssen. „Übrigens“, sagt Pummel, „ältere Menschen sind viel netter zu uns Katzen. Sie sind ruhiger und verbringen mehr Zeit mit uns. Und an das regelmäßige Fressen denken sie auch!“ – Pummel sieht zur Decke: „Sage mal, wie alt bis Du eigentlich? Und wo ist mein Fressen?“

PayTV neuerdings mit Kampfpreisen für Antenne

Media Broadcast will mit einem Kampfpreis mehr DVB-T2 HD Zuseher für sein Pay-Paket FreenetTV gewinnen. Ein neues Modul ist nur für DVB-T2 HD-Fernseher und -Boxen mit CI+-Schnittstelle geeignet. Es wird Neukunden ab sofort für nur 34,99 Euro samt einem Freimonat und 30 Tage Geld-zurück-Garantie angeboten. Vor einem Jahr wurde der Einstiegspreis bereits von 79,99 auf 59,99 Euro gesenkt.
Media Broadcast nimmt damit einen Anlauf, seine Kundenbasis bei DVB-T2 HD zu verbessern. Der Netzausbau endete im November 2018; bis dahin war das Gros des Kundenpotenzials abgeschöpft. Um dennoch mehr Kunden zu gewinnen wurde eine Sat-Variante des HDTV-Pakets im März 2018 gestartet.
Von Mitte 2018 bis Mitte 2019 hatte FreenetTV die Zahl seiner „umsatzgenerierenden“ Kunden jedoch nur um 37.000 auf 1,037 Mio. steigern können. Der Einstieg auf dem seit Langem von HD+, M7 und anderen besetzten Sat-Markt hatte also wohl wenig Erfolg

Neues von Radio Worpswede

Felix präsentiert euch die Musik, die er als Kind aus dem Radio mitgeschnitten hat. Jede Sendung ist einem dieser Bänder gewidmet. Jede Woche präsentiert euch Felix eine Stunde lang die Musik aus den späten 70er und frühen 80er Jahren die wirklich im Radio gelaufen ist.

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