Das muss aber unter uns bleiben

In dieser Playliste sind Titel zu finden um die ich nicht drumherum komme. In jeder neuen Zusammenstellung für einen USB-Stick ist der eine oder andere Titel dabei bzw. hat sich wiedermal eingeschlichen. Das ist meistens Pop & Rock aus den 70ern und 80ern, selten modern, das sind Schlager, die man auch Schnulzen nennen kann, und es ist der gute, alte Swing. Mit jeden Song ist ein Bild verbunden, eine Erinnerung, eine Situation, ein Gefühl oder was auch immer. Wie gesagt, das muss aber unter uns bleiben. Es hört ja erfreulicherweise keiner zu.

  Topsecret

Werder bleibt in der 1. Liga

Nicht nur gefühlt war das die schlechteste Saison des SV Werder seit vielen Jahren. Schon vor dem Lockdown hat Werder viele Punkte einfach liegen lassen. Corona kann also keine Ausrede sein. Auch nach dem (erfolgreichen) Relegationsspiel gegen die erstaunlichen Heidenheimer ist Werder (gefühlt!) nicht erstklassig. Ein Abstieg in Liga 2 wäre allerdings der perfekte Horror, denn sehr wahrscheinlich hätte Werder es nicht geschafft sofort wieder aufzusteigen und wäre auf lange Zeit in der 2. Etage versumpft. 

Nun hat Werder eine neue Chance. Der Trainer kann bleiben, die Mannschaft sollte bleiben. Allerdings lockt den einen oder anderen das große Geld. Das wird Werder auf lange Zeit nicht zahlen können. Auch in der kommenden Saison wird ein „Wunder an der Weser“ bitter nötig sein. Auf eines kann Werder aber immer zählen. Werder hat die treuesten und engagiertesten Fans der ganzen Liga. Denen gilt von hier aus der Glückwunsch. Mannschaft und Trainer werden sich in der nächsten Saison erst einmal wieder dieses Engagement verdienen müssen.

Traum von gestern: Modelleisenbahn

Als kleiner Junge, noch vor der Einschulung, habe ich mir am Schaufenster des Spielzeug-Ladens ein paar Strassen weiter die Nase platt gedrückt. Oh, ich konnte nachts nicht schlafen. Ich sah mich als Lokomotiv-Führer oder Bahnhofsvorsteher mit Trillerpfeife. Die Trillerpfeife hatte ich schon, aber die Trix-Mittelspur-Modelleisenbahn hielt mich wach. Und tatsächlich, Weihnachten stand eine einfache Trix-Modelleisenbahn unter dem Baum. Ich war hin und weg, man hat mich wohl zwei Tage nicht mehr gesehen danach. Allerdings nach Neujahr musste alles wieder abgebaut und irgendwo verstaut werden. Wir hatten nur eine kleine Wohnung.

In den folgenden Monaten stand ich wieder häufig im Spielzeugladen. Eine kleine Rangierlok, ein Tankwagen und vielleicht ein paar kleine Häuschen… mein Traum. Tatsächlich, an Weihnachten fand ich diese „Zutaten“ unter dem Baum. Im nächsten Jahr war es ein stärkerer Trafo, ein paar Passagierwagons, Bäume und eine Bahnschranke. Und im Jahr darauf: die V200, eine starke E-Lok, das beste Stück von allem. Das tollste Geschenk war aber, dass ich beobachten konnte, wie auch mein Vater ganz versunken damit spielte.

Ich habe alles fein säuberlich aufgebaut und musste es nach Neujahr wieder abbauen. Beim Tischler besorgte ich mir eine Spahnplatte. Darauf habe ich alles montiert, verlegt, gebaut und entstaubt. Meine Idee war, dass ich die Platte übers Jahr im Keller an die Wand klappen und an Weihnachte wieder hervorholen könnte. Gesagt, getan, denn einen Platz zum stehen lassen gab es immer noch nicht. Das bedauerte auch ganz heimlich mein Vater. Eine komplett fertig montierte Modellbahnplatte an die Wand zu hängen, ist aber auf die Dauer keine gute Idee. Irgendwann habe ich alles in Schuhkartons verpackt. Sie fielen mir erst wieder auf, als ich um- und ausgezogen bin. Wer mehrfach umgezogen ist, weiss mit wie wenigen Dingen man auskommen kann. Tatsächlich aber sind die wichtigsten Kartons immer mitgezogen. Sie standen bis heute in meinem kleinen Häuschen auf dem Dachboden.

Heute habe ich dort aufgeräumt – Gerümpel muss weg  – und plötzlich war ich wieder Lokomotivführer (zwischen Weihnachten und Neujahr). Doch die Trennung war gar nicht so schwer. Es sind andere Dinge und vielleicht auch andere Träume wichtig im Leben. Und echte Sammler zahlen auch ganz gut für gut erhaltene Stücke.

Trotzdem, die drei Lokomotiven behalte ich. Ich werde sie gründlich reinigen, auf ein Stück Schiene setzen, das auf einem lackierten Holzbrett befestigt ist, und dann bekommen diese drei einen Ehrenplatz mit Beleuchtung  in meiner Vitrine. Der Nippeskrams, der dort noch überlebt hat, kommt jetzt endgültig weg, es sei denn, jemand ist an den Bremer Stadtmusikanten aus Plastik, diversen Pfeifenutensilien oder kleinen und großen Rosenquarzen mit heilender Wirkung interessiert.

Eine Anmerkung noch: die Bilder sind Fundstücke aus dem Netz und haben mit meiner dann doch recht bescheidenen Modellbahn-Ausstattung nichts zu tun.

Gegen aufdringliche Werbung

Eigener Server ist „Goldes wert“. Dieser etwas altmodische Ausdruck hat sich wiedermal bewahrheitet. Googles Blogsystem „Blogger“ war früher einmal bahnbrechend innovativ und hat vielen Nutzern den Start in ein stationäres oder auch mobiles Bloggerleben ermöglicht. Leider meint es Google zu gut mit den vielen Modernisierungen und knallt ganz nebenbei viel Werbung in die veröffentlichten Seiten. Und das an Stellen, wo es nun wirklich nicht passt. Nun gut, auf die paar Cent, die dadurch vielleicht in die Portokasse fliessen, kann wohl jeder verzichten. Ich lasse jedenfalls meinen Adolphsdorf-Blog parallel laufen. Alle Beiträge erscheinen auch hier. Hier im Seniorplus-Blog dann aber ohne diese aufdringlich Werbung. 

Adolphsdorf ist ein Ortsteil von Grasberg (bei Bremen) und in dem Blog lasse ich Nachrichten, Informationen, Kommentare und manchmal auch Satire aus meinem Wohnumfeld los. Das wird auch weiterhin passieren, dann aber möglicherweise ausschließlich hier. an dieser Stelle.

Adolphsdorf

Blutspende jetzt

Nie war Blutspende so wichtig wie jetzt!

Viele Menschen scheuen den Gang zur Blutspende. Das ist verständlich, denn in Corona-Zeiten kann vieles passieren. Aber die DRK-Blutspende-Teams sind Profis. Sie kennen die Hygieneregeln und halten sich daran. Und sie weisen die Spender sachverständig ein. Niemand muss etwas befürchten.

Fehlende Blutkonserven, z.B. bei wichtigen Operationen und nach Unfällen, sind nicht nur schlimm. Für die Betroffenen ist eine fehlende Blutkonserve der richtigen Blutgruppe u.U. eine Katastrophe, eine tödliche Katastrophe.Denken Sie einfach daran, dass auch Sie selbst einmal in diese Lage kommen können. Soll Ihr Leben enden, nur weil es keinen Lebenssaft mehr gibt?

Ein Blutspende-Termin findet auch in Ihrer Nähe statt. Gehen Sie hin! Nehmen Sie sich die Zeit. Ganz nebenbei erfahren Sie auch Ihre Blutgruppe.

Am Mittwoch, den 24. Juni 2020, in der Zeit von 16:30 Uhr bis 20 Uhr findet z.B. ein Blutspende-Termin des DRK in Adolphsdorf, Schützenhalle, Adolphsdorfer Str. 249, statt. Adolphsdorf ist Teil der Gemeinde Grasberg und liegt kurz vor (oder hinter) Worpswede. Ein Ausflug z.B. von Bremen aus lohnt sich allemal. Bitte, Personalausweis und Mundschutz nicht vergessen.

Retten Sie Leben, spenden Sie bitte Blut!

All Lives Matter

Es versteht sich von selbst: Rassismus ist eine Schande, ein Anachronismus und ein Verbrechen. Ich finde es gut, dass einige Menschen, die mutig auf die Strassen gehen, die Parole „Black Lives Matter“ weiter gefasst haben. „Alle Leben zählen“ (All Lives Matter)! Alle Kriege, auch in unserer Zeit, haben einen rassistischen Hintergrund. Du bis gelb, grün, schwarz oder weiss und du teilst nicht meinen Glauben, dann schlage ich Dir den Schädel ein. Der Mensch handelt immer noch mit dem Stammhirn, mit dem er vor Jahrtausenden mal vom Baum geschüttelt wurde, und gehorcht den Urtrieben – Fressen, Trinken, Fortpflanzung, Neid, Hass, Eifersucht ….

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Für Fotografen sind es wunderbare Zeiten. Alle sind vermummt, niemand ist zu erkennen …

Überlegungen zur Corona-Warn-App

Die neue Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts ist eine sinnvolle Sache. Sie bietet in jedem Fall mehr Vorteile als Nachteile. Beachten sollte man allerdings folgendes:

  • Bluettooth muss laufend aktiviert sein,
  • die Startortfreigabe muss erfolgen, also GPS-Verbindung.

Ich vermute einfach mal, Laie wie ich bin, daß beides den Akku belastet. Eine weitere ungünstige Einschränkung ist, dass man Android mindestens ab Version 6 auf dem Smartphone haben muss. Kaufen sich die Menschen wegen der Corona-App neue Smartphones. Ich werde das zumindest nicht tun.

Generös ist natürlich, dass das mit der Corona-App verbrauchte Datenvolumen nicht das eigene gebuchte Datenvolumen belasten soll. Da frage ich mich aber, ob da irgendwo jemand sitzt und den Datenverkehr filtert in Corona und Nicht-Corona. Vielleicht ist das zu misstrauisch, aber die Nicht-Corona-Daten, meine privaten Daten, werden dann wohl auch irgendwo gesichtet – anonymisiert natürlich, aber das kennt man ja.

Das o.g. soll niemanden davon abhalten sich die Corona-Warn-App herunterzuladen und dann auch zu installieren. Die Downloadraten des ersten Tages klangen ja gerade begeisternd. Ob das Ding dann auch tatsächlich installiert wird, steht auf einem anderen Blatt. Es müssen aber viele Menschen täglich damit umgehen und Kontakte melden lassen, damit die Warn-App überhaupt wirken kann. Mindestens jeder vierte.

Besser als Pay-TV

Das ist der Blick aus meinem Küchenfenster. Der Platz davor ist zu einem Tummelplatz für allerlei Tiere, Vierbeiner und Geflügelte, geworden. Irgendwann bin ich mal angefangen unsere fliegenden Außenbordskameraden, sprich Gartenvögel, mit Streufutter zu versorgen. Das nicht nur im Winter, sondern ganzjährig. Das spricht sich natürlich herum in Vogelkreisen. Nun sind nicht mehr nur Spatzen, Meisen, Finken, Drosseln, Amseln und zwei Dompfaff-Pärchen vor Ort, sondern auch Buntspechte, Eichelhäher, Elstern, Nebelkrähen und natürlich Tauben.

Erstaunlich ist, dass sie sich alle an Zeiten gewöhnen. Pünktlich morgens um 8 Uhr sitzen sie auf den Bäumen und Sträuchern ringsherum und halten Transparente hoch. „Futter“ steht da drauf.

Für mich es das beste „Fernsehen“. Andere zahlen für Pay-TV, ich kaufe Vogelfutter und allerlei drumherum. Ich kann stundenlang zuschauen. Mittlerweile kenne ich einige Vögel mit Namen und kann vorhersagen, was sie als nächstes tun.

Aber nicht nur die gefiederten Kameraden sind bei mir zu Gast. Auch die Vierbeiner kennen den Platz und die „Ausgabezeiten“. Eichhörnchen, die Kletterkünstler, Igel, die tatsächlich in der Dämmerung ordentlich Krach machen und kürzlich sogar ein Marder, der allerdings nicht so gern gesehen wird.  Und Mäuse, die von meinen Katzen in Schach gehalten werden. Oft bekomme ich ein „Geschenk“ von meiner „Chef-Katze“ mitten in die Küche gelegt. Natürlich lobe ich sie dann kräftig.

Ich fand die Natur vor der Tür schon immer interessant, aber ich wusste nicht wie spannend allein ein Blick aus dem Küchenfenster sein kann. Aufregend manchmal, aber immer sehr entspannend, vor allem, wenn Eichhörnchen ihre Kletterkünste am Meisenbaum vorführen. Mittlerweile ist nichts vor ihnen sicher.

Ich freue mich schon aufs Abendessen mit bester Unterhaltung.