Windows 10 – das ferngesteuerte Betriebssystem

Windows 10 ist ein „running OS“, also ein laufendes Betriebssystem. Das aber leider nicht immer im Sinne von tatsächlich „laufend“, also funktionierend, sondern ein Betriebssystem, das laufend vom Hersteller aktualisiert wird. Das geschieht recht oft, was mitunter nervig sein kann. Es geschieht aber auch so, dass man als Nutzer plötzlich mit einem angeblich veralteten System da steht. Plötzlich funktioniert eine Version vom Oktober 2017 z.B. nur noch eingeschränkt oder gar nicht und der Hersteller meckert man solle endlich wieder so ein Riesending herunterladen und installieren. Es kommt auch vor, dass liebgewonnene Features wie die „Fotoanzeige“ nur noch durch Kniffe in der Registratur wieder zu Leben erweckt werden können.
 

Das kommt mir so vor, als ob ein Autohersteller nach zwei Jahren ferngesteuert den 3. und 4. Gang meines Autos unbrauchbar macht und mich auffordert, ich solle endlich bei ihm ein neues Auto kaufen.

Für den Hersteller ist Win 10 natürlich ein echter Dukatenesel und es liegt ihm viel daran, dass endlich alle auf Win 10 umsteigen. Man bekommt tatsächlich mit einem gültigen Schlüssel für Windows 7 immer noch kostenlos Win 10 auf die Platte. Ja, und wenn dann Win 10 erst einmal drauf ist ….

Mich nervt immer wieder, dass der Hersteller ungefragt meine Grafikeinstellungen verändert. Ich will nicht diese grellbunten HDR-Videoeinstellungen und ich will auch nicht dauernd in diesem Einstellungsgrab, genannt Systemsteuerung, suchen müssen, um wieder mit meinem Notebook arbeiten zu können.

Ich finde Windows 10 wirklich gut, aber es hat für mich immer den Beigeschmack eines fremdgesteuerten Betriebssystems. Ein Notebook läuft bei mir bereits mit Linux. Das können auch mehr werden …..

1969: ein sonniges Jahr

50 Jahre ist es her, dass ich am Morgen des 21. Juli gebannt vor dem Fernseher hockte und vor Aufregung Salzstangen und und „Würmer“ in mich hineinstopfte. Der erste Mensch auf dem Mond. Der Juli war überhaupt ein aufregender Monat. Ich war drei Wochen an der Ostsee in Haffkrug. Als ich wiederkam, war der Umzug auf die andere Straßenseite in ein festes Haus gelaufen. Das kleine Wochenendhaus war passé, obwohl – ja, rückblickend war das dort im Wald, in dem kleinen Holzhaus, die schönste Zeit. Alles war neu, alles war aufregend. Ich hatte ein eigenes Zimmer und eine ganze Welt zu entdecken. Dazu, morgens um 3 Uhr extra geweckt, die Mondlandung. Die Vorbereitungen des Apollo-Programs hatte ich bereits 1966 in den damals beliebten Schülerkalendern verfolgt. Entsprechend groß war die Spannung.

1969 war ein sonniges Jahr – Woodstock, Let it be, die Musik kam noch von RTL über Mittelwelle. Meine allererste 45er-Schallplatte: „Man of the World“ von Fleetwood Mac. Und die große erste Liebe: Jutta aus Lüneburg

Die Seniorplus App für Android ist da

Es hat einige Zeit gedauert bis sich aus vielen Spielereien und Übungen, siehe „Adolphsdorf APP“, „FFIPS“ usw. eine halbwegs brauchbare App fürs Smartphone oder das Tablet entwickelt hat. Hinterher kann man sagen, im Grunde war es ganz einfach. Aber oft steckt die Tücke im Detail. In jedem Fall aber gibt es jetzt mit der „Seniorplus App“ eine Anwendung, die alle meine Spuren im Netz unter einem Hut zusammenfasst.  Auf Klingeltöne müssen Sie noch verzichten, aber die kommen auch noch – irgendwann….

Download: Seniorplus App (12,6 MB) – Weitere Infos

Ohne Telefon und Internet nix los

Telefon ist wie Wasser und Strom! Es hat sich leider noch nicht überall herumgesprochen und das ist bedenklich in Gegenden, in denen es sogar mehr Funklöcher als Schlaglöcher in den Strassen gibt. In unserer heutigen Zeit ist eine Wohnung ohne Telefonanschluss fast nicht mehr denkbar oder gar zu vermieten.

Wie in vielen anderen Fällen auch, ist es ein Vorteil, wenn man lesen kann und so in der Lage ist die Fallstricke eines Mietvertrags-Vordruckes zu umschiffen.

Der Telefonanschluss und ein Internetzugang selbst ist aber keine vom Vermieter im Rahmen des Mietrechts geschuldete mietrechtliche Leistung, sondern nur die Anschlußmöglichkeit an das Festnetz, der sogenannte Übergabepunkt im Haus, sind Eigenschaften der Mietwohnung oder des gemieteten Hauses. Ist dieser Übergabepunkt im Haus bereits vorhanden, vielleicht in einem eher selten aufgesuchten Keller, dann sollte alles weitere kein Problem darstellen. Dann muss der Heimwerker ran.

Mieter haben – sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist oder eine besonderer Nutzungszweck besteht -, Anspruch darauf, dass ihnen Anschlüsse für Telekommunikation zur Verfügung stehen. Der Vermieter hat dem Netzbetreiber gegenüber die erforderlichen Erklärungen abzugeben und das Anbringen der notwendigen Zuleitungen am Haus zu gestatten (LG Berlin, Urteil vom 12.09.2014 – 63 S 151/14).

Zu den Mindestanforderungen bei Wohnraum, die ohne besondere Nachfrage des Mieters vorausgesetzt werden gehören regelmäßig:

  • Stromanschluss.
  • Wasseranschluss (mit Abwasser) und Toilette.
  • ausreichender Wärme- und Schallschutz.
  • Übergabepunkt für Telefonfestnetz.

Mit vertragszweckbedingten Modifizierungen gilt das für Gewerbe sinngemäß. Installationen, Versorgungsleitungen, Heizanlagen, Roll- und Fensterläden, und weiteres mitvermietetes Zubehör müssen entsprechend dem Vertragszweck gebrauchsfähig sein und bestehenden Sicherheitsvorschriften entsprechen.

Erfüllt eine Mietwohnung oder ein Haus die vorgenannten Mindesanforderungen nicht, so besteht eine Offenbarungs- und Hinweispflicht des Vermieters bei der Vermietung. Das macht man natürlich schriftlich, um später ggf. nachweisen zu können, das man seine Pflicht aus dem Mietvertrag erfüllt hat.

Eine Wohnung die die Mindestanforderungen nicht erfüllt ist als mangelhaft zu bewerten. Der Mieter hat Anspruch auf Beseitigung vorhandener Mängel (§ 535 BGB) und kann Mietminderung bis zur Mangelbeseitigung verlangen, also beispielsweise die Duldung der Einrichtung eines Übergabepunktes durch die Fernmeldegesellschaft.

Das Landgericht Berlin hat einem Mieter wegen Fehlens eines Telefonfestnetzanschlusses eine Mietminderung von 5% der Miete zugesprochen. LG Berlin: Urteil vom 09.02.2010 – 65 S 475/07. Der Mieter hat keine Ansprüche auf Herstellung eines Telefonanschlusses, wenn er zum Beispiel bei einem Altbau vor Eingehung des Mietverhältnisses gewusst hat, dass kein Telefonsnschluss im Haus vorhanden ist (§ 536 b BGB).

Der Vermieter hat dem Netzbetreiber gegenüber die erforderlichen Erklärungen abzugeben und das Anbringen der notwendigen Zuleitungen am Haus zu gestatten und zu beauftragen.

Der Telefonanschluss selbst (= die Verbindung zum Telefonnetz) ist eine Dienstleistung, die nicht vom Vermieter, sondern von den entsprechenden Telefongesellschaften (z.B. der Telekom) erbracht wird. Der Mieter bestellt den Anschluss nicht beim Vermieter sondern bei der Telefongesellschaft. Auf die von der Telefongesellschaft erhobenen Gebühren hat der Vermieter keinen Einfluß.

Das Recht des Mieters auf Informationsfreiheit ist grundrechtlich geschützt (ständige Rechtssprechung z.B. BayObLG, WuM 1981, 80; vgl. auch BVerfG NJW 1994, 1147, 1148 m. w. N.). Der „Übergabepunkt“ im Haus wird von der Telefongesellschaft eingerichtet, der Vermieter/Eigentümer muss die Einrichtung dulden und daran mitwirken.

Sind im Haus keine Kabel vom Übergabepunkt zur Wohnung verlegt, hat der Mieter einen Rechtsanspruch darauf, die für den Telefonanschluss notwendigen Leitungen und sonstigen technischen Einrichtung zumindest selbst anzubringen. Es handelt sich um Einrichtungen, die der Mieter nach Beendigung des Mietverhältnisses wieder entfernen kann und auf Verlangen des Vermieters auch entfernen muss. Sofern durch die Leitungsverlegung nur ein minimaler Eingriff in die Bausubstanz notwendig ist, erübrigt sich die Zustimmung des Vermieters. Der Vermieter kann die Erteilung seiner Zustimmung aber auch nicht verweigern. Dies gilt selbst dann, wenn im Mietvertrag etwas anders vereinbart ist. (LG Hamburg ZMR 65,188).

Siehe auch: Mietrechtslexikon

Ein paar Horrorbilder von „Übergabepunkten“ für jeden Techniker:

 

FFIPS – neu gestaltet

FFIPS – unter dieser etwas kryptischen Bezeichnung ist meine Android-App zu finden. Da ich die ADO-App nicht mehr weiterpflege – mir fehlt die Zeit und auch der Stoff für diese App – sind jetzt die Timeliner-App und eben FFIPS das, was man so braucht bei Touren durchs Netz.

Die Timeliner-App fasst ganz praktisch alle wirklich relevanten Tweets von bekannten Medien und auch Einzelpersonen unter einer Oberfläche zusammen. Es ist schon ganz erstaunlich was Präsidenten von Großmächten da so in die Welt hinauspusten …

FFIPS legt jetzt den Schwerpunkt auf SERVICE. Und das ist gut so. Warum also lange suchen: hier finden Sie’s – vielleicht!

Downloadseite

 

Ein Landtag an der Leine der Mobilfunk-Lobby?

Da kommt eine ganz erstaunliche Kunde aus der Stadt an der Leine: Der Niedersachsen-Landtag hat den Antrag (FDP) zur Radiozukunft nach 16 Minuten „Beratung“ durchgewinkt. Der Antrag lehnt DAB+ rundweg ab. Der Begriff „Technologieneutralität“ wird einseitig ausschließlich mit dem Mobilfunk verbunden. Niedersachsen ist das einzige Bundesland, das eine solche Richtungsentscheidung fällt und dabei deutlich ganz im Sinne der Mobilfunklobby votiert. Ein Beispiel dafür, dass die Wirtschaftslobbys regieren oder zumindest gewichtig mitregieren? Ein Landtag an der Leine der Mobilfunk-Lobby? Nicht einmal aus Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, wo Privatfunk über DAB+ noch in keiner Weise angeschoben wurden, sind solche Absichten bekannt.

Der Beschluß richtet sich nicht nur gegen immerhin 14,1 Prozent Haushalte mit DAB+-Geräten in Niedersachsen. Im Grunde stellt sich das Bundesland national und europaweit ins Abseits. Zugleich wirkt das als Demontage der Bundes-GroKo. Sie brachte eine TKG-Novelle auf den Weg, um die EU-Vorgabe für hybride Radiotuner in Neuwagen zu erfüllen. Die Auflage wird auf alle Radios mit Senderanzeige erweitert.

Führerscheine: Umtauschaktion Grau gegen Neu

Jetzt geht es  los mit der „Umtauschaktion Grau gegen Neu“. Jetzt sind in OHZ also rund 2500 Führerscheininhaber der Jahrgänge 1953 bis 1958 aufgefordert ihren alten Lappen abzugeben und für 24 Euro eine neue, fälschungssichere und maschinenlesbare Führerscheinkarte zu erhalten. Der Landkreis wünscht sich, dass sich diese über den Zeitraum bis 2021 verteilt melden würden. Ab sofort können Termine online unter https://www.landkreis-osterholz.de/fuehrerschein oder telefonisch unter der Nummer 0 47 91 / 9 30 20 02 vereinbart werden. Zum Termin sollten der alte Führerschein, der (gültige) Personalausweis und ein biometrisches Passfoto mitgebracht werden. Alle anderen Jahrgänge werden um Geduld gebeten, bis ihre Jahrgänge aufgefordert werden. 2022 geht es mit den Geburtsjahren ab 1959 weiter. Falls der Führerschein nicht vom Landkreis Osterholz ausgestellt wurde, ist vorab die ausstellende Behörde per Mail oder Anruf zu kontaktieren. Die schickt dem Landkreis die Fahrerlaubnisdaten, die so genannten Karteikartenabschrift. Für Bremen ist es das Stadt- und Polizeiamt, heute Bürgeramt. Hier unbedingt die ListenNr. und FührerscheinNr. mit angegeben. Und keine Sorge: Die alten Führerscheine sind auch im EU-Ausland aktuell noch gültig.

Einen Haken hat die Sache allerdings: die neuen Führerscheinkarten sollen jeweils nur eine Weile gültig sein und dann (kostenpflichtig!) verlängert werden. Hoch lebe die Bürokratie!

Bremen ohne Wachwechsel

 

Oha, die Bremer, die Carsten Sieling deutlich abgewählt haben, bekommen jetzt genau diesen Herrn wieder als Bürgermeister. ROT-ROT-GRÜN! Übersetzt heisst das: Grün übernimmt die Stadt, die Sozis müssen den Juniorpartner geben und die Linken werden es vermutlich bitter bereuen bei der Sache mitgemischt zu haben.

Der typische CDU-Wähler wird sich fragen müssen, was er denn noch alles veranstalten muss, damit es in Bremen endlich mal einen Wachwechsel gibt. Allerdings dämpft die Aussicht AKK als Kanzlerin zu bekommen mein Mitgefühl erheblich.