Die heiteren Meisen

Unsere kleinen Gartenvögel, die Meisen, sind bewundernswerte Flugkünstler, schnell, wendig und … heiter. Ja, sie sind richtige Spaßvögel.

In diesen Tagen sitze ich gern hintern Haus in der Abendsonne. Es sind ja die längsten Tage des Jahres. Ich sitze da nicht nur herum und blinzle in die rote Sonne, nein, ich mache mir den Spaß und beobachte die zahlreichen Vögel. Gestern habe ich die Meisen beobachtet, denn sie schienen mächtig Spaß zu haben.

Eine der verspielten Meisen sprang immer wieder an einen langen Grashalm. Ihr eigenes Gewicht drückte den Grashalm langsam zu Boden. Die Meise flog weg und der Grashalm richtete sich langsam wieder auf. Und schon kam die Meise wieder, sprang an den recht stabilen Grashalm und genoss die langsame Fahrt nach unten. Dort begann das Spiel von vorne. Immer und immer wieder, bis eine zweite Meise mitfahren wollte. Da blieb der Halm erst einmal unten.

Meisenrutsche

Ich hoffe im Bild kann man meine Meisenkonstruktion erkennen. Ein Draht, in der Mitte ein paar kleine Äste als Kreuz eingedreht und unten zwei „Meisenknödel“. Nun fliegen die Meisen nicht erst auf die Äste und dann im Sturzflug auf die Knödel. Nein, sie lassen sich an dem Draht herunter. Wie bei einer Feuerwehrleiter rutschen sie genüsslich auf die Knödel und picken. Das macht ihnen anscheinend wirklich Spaß. Gestern saßen vier Meisen auf den Ästen und alle ließen sich nacheinander die Feuerwehrleiter herunter. Begleitet von einem lauten Gezwitscher erinnerte mich diese Szene an einen Pixxar-Clip „Vögel auf einer Telegrafenleitung“.

Ein entspannter Abend!

Warum nimmt die Sympathie für Selenskyj ab?

Nein, nicht die Sympathie für die Ukraine und die geflüchteten Menschen nimmt ab und auch die Hilfsbereitschaft verliert nicht an Kraft und Wohlwollen. Auch Präsident Selenskyj ist nach wie vor bewundernswert für seinen Umgang mit den Medien, insbesondere den sozialen Medien, und seinen Duchhaltewillen in diesem brutalen Krieg. Nimmt aber im Gegenzug die Sympathie für den Despoten im Kreml zu: Nein! Sie ist bis auf einen kleinen Rest hartleibiger Rot-Front-Kämpfer komplett verschwunden. Auch das Sprachrohr des Kreml-Despoten, sein Außenminister, sorgt für kräftige Ernüchterung. In was für einer Welt leben die denn? Der Aggressor in diesem Angriffskrieg ist leicht zu identifizieren und „Nürnberg“ wartet auf sie.

Warum nimmt die Sympathie für Selenskyj ab? So fragt jedenfalls das Wochenmagazin aus Hamburg, dessen Leser montags schon mehr wissen als andere. Ja, warum nur. Unvergessen und tief in der deutschen Seele steckend ist die offizielle Ausladung unseres Bundespräsidenten. Der ist demokratisch gewählt, hat eine eigene Meinung und spricht vielen Deutschen oft einfach nur aus der Seele. Und diese Seele ist gekränkt. Hinzu kommen die ständigen Forderungen aus der Ukraine nach mehr Waffen, nach mehr Geld und sofortige Aufnahme der Ukraine in die EU. Hier tut der mitunter nervende Ukrainische Botschafter in Berlin sein übriges dazu. – Mich persönlich stören auch die schwarz-roten „Bandera“-Fahnen an urkainischen Kontrollpunkten. Dazu irritiert es mich, dass gerade Polen sich gegenüber den Ukrainern so selbstlos zeigt. Nun ja, Ukrainer sind ja auch keine Syrer, Afghanen oder Iraker. Mit einem Wort: es ist alles sehr unduchsichtig. Die derzeitige Lage darf auf keinen Fall die Zukunft kommender Generationen verspielen, nur weil irgendjemand an irgendeinem Ort einen Schritt in die falsche Richtung macht (und es ihm niemand sagt!).

Die EU hat gerade jetzt viel mit sich selbst zu tun, denn die Reihen sind nicht so geschlossen, wie sie sein sollten. Dann sollen noch einige Balkanländer und die Ukraine hinzukommen. Ja, wie denn? Die sechs Gründungsländer und eine Handvoll weiterer Länder sollten nicht so dumm sein und den Bestand der Union riskieren. Was passieren kann, sieht man jetzt an der Erpressung der NATO durch Erdogan. Wie ist es möglich, dass ein türkischer Möchtegern-Sultan den Beitritt von zwei grunddemokratischen Ländern wie Finnland und Schweden zur NATO verhindert kann? Die Europäische Union ist noch lange nicht fertig. „Nation Building“ dauert mindestens Jahrzehnte.

Diese Gemengelage, diese Unsicherheit machen vielen Menschen Angst. Vor dem Hintergrund der hohen Inflation, der steigenden Armut hierzulande und des kommenden Wirtschaftskrieges mit China fällt die Sympathie für Selenskyj ab. Sie verblasst mit der Dauer des Krieges. Warum also sollte sich in dieser Ausgangslage Deutschland in eine Führungsrolle drängen lassen? Deutsch ist noch nicht einmal Amtssprache in Brüssel. Im Grunde wird nur ein Dukatenscheisser für die Probleme Europas gesucht. Der Deutsche Steuerzahler ist zu vielem bereit, aber auch da gibt es eine rote Linie. Eine Regierung, die mit Milliarden um sich wirft, aber der eigenen Bevölkerung nur kleckerweise unter die Arme greift und lustig immer weiter von unten nach oben verteilt, bekommt Probleme mit der Zeit. Ihre Uhr läuft ab. Natürlich, und das sollte man zugeben, sind in der Vergangenheit große Fehler gemacht worden. Die Vertrauensseligkeit in Putin rächt sich jetzt. Aber zum Glück ist Deutschland lernfähig.

Frieden ist machbar, aber …

Es ist wahrscheinlich sehr vermessen einen Friedensvorschlag über die Köpfe der vom Krieg betroffenen Menschen machen zu wollen. Aber ist es denkbar, dass die Ukraine auf die zwei Gebiete im Osten verzichtet? Wahrscheinlich ist das eher möglich als zum Beispiel den Zugang zum Schwarzen Meer zu verlieren, u.a. mit der bedeutenden Hafenstadt Odessa.

Alle Gebiets- und Heimatverluste sind sehr schmerzhaft. Wer wüsste das besser als wir Deutschen? Über 17 Millionen mussten aus ihrer Heimat in Ostpreussen, Pommern oder Schlesien flüchten oder wurden brutal vertrieben. Auch damals gingen die Russen in ihrer radikalen und brutalen Weise vor. Deutschland hatte die Sowjetunion überfallen und in Weißrussland, in Russland und in der Ukraine Verbrechen begangen. Aber war das die Schuld der jungen Mutter, die ihre kleine Tochter auf der Flucht im Schnee tot zurücklassen musste und deren Schwiegervater von betrunkenen Rotarmisten lebendig an ein Scheinentor genagelt wurde? Nein, ganz sicher nicht!

Bei uns Deutschen bleibt nach diesen tiefgehenden Erfahrungen eines totalen Zusammenbruchs der Zivilisation und der kompletten Zerstörung aller größeren Orte, nach Tod, Verzweiflung, Verlust der Heimat und auch der Scham über die eigenen Verfehlungen, nur eines: NIE WIEDER KRIEG! Und wenn das nicht möglich ist, dann darf dieser Krieg nie wieder vom deutschen Boden ausgehen. Genau dafür stehen unsere gewählten Vertreter in der Verantwortung. Genau dafür muss jeder Schritt genau überlegt werden, auch wenn alle Welt diese „Langsamkeit“ mit Kopfschütteln zur Kenntnis nimmt.

Ich weiß keinen Weg wieder zum Frieden zwischen Russen und Ukrainern zu kommen. Zu vieles wühlt die Seelen auf, zu viel ist passiert. Aber eines ist sicher: Irgendwann müssen sie miteinander und nicht nur über einander reden. Es gibt ein Russland nach Putin.

Pummel hat nachgedacht

Das Bild zeigt Pummel bei ihrem Denker-Schläfchen

Nach dem sich Pummel aufgerafft hat aus ihrem Denker-Schlaf, setzte sie sich vor mich hin und blickte mich mit ihren Kulleraugen treuherzig an: „Ich habe nachgedacht“ , legte sie los.

„Ihr Menschen im Allgemeinen seid doch primitive Wesen, nur mit geistig verkümmerten Einzellern zu vergleichen. Ihr führt Kriege, schlagt alles kurz und klein und bringt Euch auch noch gegenseitig um. Heimtückisch und brutal seid Ihr, wenn es um Eure sogenannte Ehre geht, oder um ein Stück Land oder um das, was Ihr verheizen wollt. Ihr seid nie zufrieden mit dem, was Ihr habt. Alles muss immer mehr, größer, schneller und bequemer sein. Aber dafür schlagt Ihr Euch tot und Ihr nehmt der Erde auch noch das letzte an Schätzen.“

„Eines kann ich Euch schon jetzt sagen: irgendwann müsst Ihr Euch einen neuen Planeten suchen, wenn Ihr das überhaupt noch schafft. Alles was auf diesem Planeten, den ihr Erde nennt, lebt, lacht und liebt, wird aufatmen, wenn Ihr verschwunden seid. Wir Katzen werden bis dahin auch gelernt haben Dosen zu öffnen. Und wenn nicht, leben wir eben wieder natürlich.“

„Ihr werft uns Katzen immer vor, dass wir uns zu schnell vermehren und zu viele Kinder kriegen. Aber schaut Euch merkwürdigen Zweibeiner an. Es gibt mittlerweile fast 9 Milliarden von Euch auf unserem Fleckchen Erde. Wie wollt Ihr weiterleben, wenn Ihr viele der Lebensmittel einfach wegwerft oder zu Futter für Eure fahrbaren Untersätze verarbeitet. Oder an Kühe und Schweine verfüttert, anstatt das Getreide zu Brot für alle zu verarbeiten. Ihr haltet Euch für so klug, und macht gleich alles wieder kaputt.“

„Ich habe ausführlich auch über Eure heutigen Sorgen und Nöte nachgedacht, ganz aktuell für Euren Rudelanführer in Berlin. Er soll doch mal die beiden Rudelanführer aus Russland und aus der Ukraine nach Berlin einladen. Und dann sollen alle drei sich für ein paar Tage zusammensetzen und das unsinnige Schießen sein lassen. Bei ein paar Dosen mit leckerem Futter und ein paar schwindelig machenden Wässerchen werden sich die drei bald in den Armen liegen und laut singend durch den schönen Park von „Ohne Sorgen“ wandern. Das Lied vom „Wind der Veränderung“ kennen sogar wir Katzen.“

„Und wenn der eine wieder an seinem langen Schreibtisch sitzt und der andere wieder mit dem Smartphone durch seine Stadt läuft, dann kommen sie zur Vernunft und bringen sich nicht mehr um. Der Himmel wird wieder blau und der Weizen wieder gelb. Eure Artgenossen in Afrika und anderswo müssen nicht mehr verhungern und Ihr müsst nicht mehr frieren. – Ich verstehe gar nicht, warum Ihr Zweibeiner nicht auf so gute Überlegungen kommt“.

Pummel ist für solch philosophische, aber guten Überlegungen bekannt. Aber manchmal träumt sie auch nur mit offenen Augen.

Pummel wartet vor ihrem Fressnapf. „Nachdenken strengt an!“

Bitte weitersagen

Liebe Freunde,

vor kurzem habe ich 5 ältere (und verstaubte) Notebooks gespendet bekommen. Diese lagen in Schubladen oder sogar im Keller und sollten entsorgt werden. Die Besitzer hielten sie einfach für zu alt, zu unmodern oder zu langsam. Dabei waren es Geräte, die teilweise sogar Windows 7 bewältigen konnten.

Kurz gesagt, nach dem ich sie etwas wieder aufgemöbelt, wo es passte auch mehr Arbeitsspeicher eingesetzt und entweder ein neues Windowssystem oder Linux Mint aufgespielt habe, wurden sie mir fast aus der Hand gerissen. Es gibt immer Menschen, die nur das Nötigste auf der Flucht mitnehmen konnten oder die mit wenig Taschengeld im Heim leben müssen und sich diese Dinge nie erlauben können.

Und tatsächlich, die einmal ausgemusterten und zu entsorgenden Geräte liefen wieder wunderbar und taten, was sie sollten. Zum Beispiel eine Verbindung in die Heimat herstellen oder, für Heimbewohner, ein Fenster in die Welt da draußen eröffnen. Oder auch nur durch Schach oder Moorhuhn spielen für Unterhaltung im manchmal tristen Alltag sorgen.

Falls Ihr, liebe Freunde des guten Geschmacks, noch irgendwo alte Schönheiten verstauben oder im Kellergerümpel verschwinden lasst, dann könnt Ihr damit noch Gutes tun und bewirken. Meldet Euch einfach bei mir.

Mehr könnt Ihr auf der Webseite erfahren: https://www.seniorplus.de/hilfen-und-spenden/
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DANKE, IHR TUT GUTES! Und bitte weitersagen!