Archiv der Kategorie: Soziales

Nicht nach Aprilscherzen zu Mute

Gerne hätte ich Sie, liebe Besucher dieser Webseite, durch kleine Scherzchen in den April geschickt. Aber auch in diesem Jahr sieht es nicht so aus, als ob es Grund gäbe jemanden in den April zu schicken. Wir leben bereits seit Monaten in einem schlechten Aprilscherz. Auch das HickHack um die diversen Impfstoffe scheint ein ziemlich verunglückter und noch dazu verfrühter Aprilscherz sein. Mit einem Kommentar auf unsere Oberste Heeresleitung halte ich mich zurück. Der würde garantiert nicht als Scherz verstanden werden. Die Stimmung ist nicht frühlingshaft, wie man an der schweren Arbeit der Ordnungshüter sehen kann, auch noch die letzten Ignoranten in die Schranken zu weisen.

Es ist kein Witz: die Einschläge kommen näher. Mein Bekanntenkreis ist betroffen. Mit schwerem Lungenversagen auf einer Intensivstation zu liegen, ist kein Vergnügen, genau so wie die nicht enden wollenden Symptome danach.

Vielen Menschen ist nicht nach Witzen zu Mute, erst Recht nicht an diesem 1. April.

Gut geruht?

Ein alter, müde aussehender Hund kam neulich in meinen Garten. An seinem Halsband und dem wohlgenährten Bauch konnte ich erkennen, dass er ein Zuhause hat und man sich dort gut um ihn kümmerte.

Er kam gemütlich zu mir herübergetrottet. Ich habe ihm ein wenig den Kopf getätschelt und dann folgte er mir ins Haus,
ging langsam den Flur hinunter, legte sich in eine Ecke und schlief ein. Eine Stunde später ging er zur Tür und ich ließ ihn raus.

Am nächsten Tag kam er wieder, begrüßte mich im Garten, ging wie selbstverständlich ins Haus, legte sich an dieselbe Stelle wie am Vortag und schlief eine Stunde lang. Das ganze Ritual wiederholte sich einige Wochen lang.

Irgendwann siegte bei mir die Neugier. Also heftete ich eines Tages einen Zettel an sein Halsband, auf dem stand: „Ich würde gern wissen, wer der Besitzer dieses wundervollen Hundes ist. Wissen Sie, dass er jeden Nachmittag zu mir kommt und ein Nickerchen hält?“

Am nächsten Tag kam der Hund wie gewohnt zum Schlafen vorbei – diesmal jedoch mit einer Botschaft am Halsband: „Er heißt Hajo und er lebt in einem Haus mit fünf Kindern, zwei davon unter drei Jahren. Der alte Knabe versucht offenbar nur, ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Darf ich ihn morgen begleiten?“

– Diese kleine Geschichte ist eine Fundsache aus dem Netz der Netze. –

Geiz ist geil macht die Umwelt kaputt … und uns!

Elektrische Geräte haben mittlerweile ein eingebautes Verfalldatum, und das liegt oft gleich nach dem Ablauf der Garantiezeit. Das ist bei Flachbildfernsehern, Waschmaschinen, Geschirrspülern und bei vielen anderen Geräten so. Oft ist nur ein einziges kleines Billigteil eingebaut, z.B. ein Plastikzahnrad, eine verstaubte oder „nikotinbedampfte“ Platine oder ein abgenutzter Verschlußhaken, und das komplette Gerät ist sofort außer Gefecht gesetzt. Bei Flachbild-TVs einer bestimmten Marke liegt die geplante Haltbarkeitsdauer sogar noch unter zwei Jahren. Das ist der Preis für Geiz ist geil! Die Rache folgt!

Dieser massenhaft anfallende Elektroschrott, der eigentlich kein Schrott ist, stellt eine enorme Rohstoffverschwendung und eine ebensolche Umweltbelastung dar. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass das sog. „Recycling“ auf Kosten der Gesundheit von jungen Menschen in Afrika geht, die versuchen sich unter unmenschlichen Bedingungen durch das Ausschlachten dieser deutschen Exportgüter ein paar Cent zum Überleben zu verdienen. In Ghanas Hauptstadt Accra liegt eine der größten Elektroschrott-Müllkippen Afrikas. Hier verbrennen Kinder und Jugendliche ausgediente Altgeräte aus Europa, um an verwertbares Metall zu kommen. Sie verdienen damit etwas Geld, doch zahlen dafür mit ihrer Gesundheit.

Also, warum alles gleich in die Tonne kloppen? Nur weil man sich als „Online-Kunde“ keine Gedanken machen will? 

Vor Ort gibt es gute Fachgeschäfte, die auch heute noch fachgerecht und preiswert reparieren können. Eine gut ausgeführte Reparatur gibt es natürlich nicht ganz umsonst. Sie ist aber allemal günstiger als der übereilte Neukauf.

Und es gibt das Repair-Café in Lilienthal, wo ehrenamtliche Mitarbeiter sich um das Gerät kümmern. Und, wenn sie es reparieren können, dann funktioniert es auch bald wieder wie neu. Probieren Sie es mal im Repair-Café, auch wenn Neu nur einen Klick entfernt ist! Bitte denken Sie daran alles mitzubringen, was zum Gerät gehört und noch vorhanden ist, z.B. Kabel, Stecker, Schrauben und evtl. die Gebrauchsanweisung oder das Handbuch. Das Angebot des Repair-Cafés können Sie hier als PDF herunterladen. Zur Zeit ist es corona-bedingt ein wenig eingeschränkt.

Wenn Sie alte Notebooks oder Smartphones, die noch funktionieren, und Sie selbst aber schon ein neues Gerät nutzen, dann denken Sie bitte an die Aktion „Neues Leben für alte Rechner“ und spenden Sie das Gerät – Mehr dazu hier.

Den Newsletter „Vogelsang Direkt“ gibt es bei Whatsapp:

Der chinesische Weg, europäisch verkleidet

Der Euro ist in Deutschland gesetzliches Zahlungsmittel. Ich kann also überall meine Rechnungen auch in bar bezahlen. Es wäre ja noch schöner, wenn ich für den Vorgang des Bezahlens noch eine Gebühr zu zahlen hätte, so wie es bei Kartenzahlung der Fall ist. Hier kassiert nicht etwa der Verkäufer, – er bezahlt eher noch sogar einen kleinen Eigenanteil – sondern das Kartenunternehmen.

Das Bezahlen mit Bargeld ist also nicht nur die klassische Methode Geld zu transferieren, sondern auch die modernste. Sie ist noch dazu unabhängig und frei von staatlicher oder sonstiges Überwachung, die bei Kartenzahlung oder Zahlung mit dem Wischtelefon jederzeit möglich ist. 

Der europäische Gerichtshof (EuGH) scheint aber in einer digitalisierten Cloud zu leben. Sein letztes Urteil ist wenig bekannt. Er wiederholt zwar, dass der Euro gesetzliches Zahlungsmittel ist, auch in bar, und dass alle Stellen Barzahlung akzeptieren müssen. Er schränkt aber ein, dass jedes Land, jeder Staat, seine Verwaltung anweisen kann Barzahlungen abzulehnen und bargeldlose Zahlungen einzufordern – notfalls mit Mahnbescheiden. In Endeffekt müsste ich also für den Vorgang des Bezahlens selbst noch mal bezahlen, in dem ich z.B. ein Konto einrichte. Damit hätten wir dann wieder die totale Überwachung.

Der nächste Schritt wäre dann die Einführung von Bonuspunkten für soziales und finanzielles Wohlverhalten der Bürger. Wer jährlich nur weniges Bonuspunkte sammelt, darf bei Rot über Ampeln gehen. Das ist der chinesische Weg, nur europäisch verkleidet.

Wir treffen uns um 12 Uhr nach der Pandemie

Vor einem Jahr etwa brach Corona über uns herein. Unser Leben musste sich total verändern. Die AHA-Regeln haben wir mittlerweile (fast) alle verinnerlicht – Abstand, Hygiene, Atemschutz. Menschen ohne Maske wirken fast schon irgendwie fremd. Und trotzdem: Verdammt, es ist nicht normal! Es zeigen sich die Fehler der Vergangenheit, wie z.B. Vernachlässigung des Katastrophenschutzes und des öffentlichen Gesundheitswesens, die Schwachstellen des Föderalismus und auch komplette Fehlbesetzungen in der Ministerriege. Von der ach so hoch gelobten Digitalisierung wollen wir erst gar nicht reden. Deutschland ist (und bleibt noch lange Zeit) ein Funkloch.

Mit den Symptomen des Virus hatte ich bereits im März des vergangenen Jahres Bekanntschaft gemacht und bis auf den zeitweisen Geruchs- und Geschmacksverlust ist nicht zurückgeblieben – bis jetzt, Toi, Toi, Toi!  Ich halte mich an die diversen Regeln, wenn ich da noch durchblicke, aber ansonsten lebe ich mein Leben so wie gewohnt. Wenn ich einen Impftermin bekomme (Jahrgang 1955) bzw. wenn ich eingeladen werde, dann werde ich die Impfung wahrnehmen, so wie ich in jedem Jahr die Grippeschutz-Impfung wahrnehme. Der Impfstoff ist mir dabei ziemlich egal. Aber um alles andere kümmere ich mich nicht mehr, Masken habe ich genug. Die unendlichen Corona-Extra-Sendungen im Fernsehen verfolge ich nicht mehr und auch nicht die endlosen Talkshows.

Mir ist aber klar, wer in der Stadt, in beengten Wohnverhältnissen und ohne die Möglichkeit auszuweichen oder mal rauszukommen, lebt, muss langsam verrückt werden. Und auch wer durch die Corona-Maßnahmen arbeitslos ist oder als selbstständiger Kleinunternehmer um seine Existenz bangen muss, hat mein Verständnis und meine volle Unterstützung. Der Ton wird rauer und manche der unverständlichen und auch unlogischen Vorschriften und Anordnungen tragen dazu bei. Das kann man sich für später merken: wir brauchen kompetente Leute in den diversen Regierungen und im Bund. Was ist das für eine Verwaltung, die sich freut bekanntgeben zu können, dass ab jetzt die für Oktober und November des letzten Jahres vorgesehenen Hilfen „ausgezahlt“ werden können. Da krachen Existenzen zusammen. Andererseits höre ich immer nur: hier ein paar Milliarden, dort mal 10 Milliarden oder mehr. Geld muss verdient werden. Man scheint sich darauf zu verlassen, dass die nächsten Generationen das tun – zusätzlich zu den Kosten des Klimawandels in einer völlig veränderten Welt. Gegen das, was in Sachen Klima auf uns zu kommt, ist das Corona-Desaster wohl nur ein Kinderspiel. Nichts gegen Kinder und das Spielen, denn Spielen ist genau so lebenswichtig wie das Atmen und das Zähneputzen.

Martin Luther hat treffend bemerkt: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, dann würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Recht hat er.

Also: Wir treffen uns um 12 Uhr nach der Pandemie! Bleibt munter!


Verirrungen der Pannendemie

Merkwürdig, diese Diskussion gibt es immer noch. Da soll für geimpfte Mitbürger, die dieses mit einem Ausweis nachweisen können, das normale Leben wieder möglich sein. Sie sollen alle Geschäfte betreten, Kultur-, Sport- und andere Veranstaltungen sowie Museen, Konzerte und Theater besuchen können. Mit anderen Worten: Corona wäre für diesen Personenkreis vorbei.

Der Haken daran ist, dass nicht jeder, der geimpft werden möchte, auch geimpft werden kann – zumindest nicht so schnell. Und diese Impferei kann lange dauern. Solange hätten wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft! … „Zutritt nur für Weisse“ oder Extra-Parkbänke für noch nicht Geimpfte! Für meinen Geschmack ist das unvorstellbar. Solidarität ist etwas anderes.

Da unsere Pandemie-Gurus immer wieder versprechen, dass es mit den Impfungen jetzt endlich vorangeht, ist es wohl nicht zu viel verlangt so lange zu warten, bis alle geimpft wird – zumindest diejenigen, die geimpft werden wollen.

Mir wird es immer klarer, dass viele Menschen den Glauben an unsere Regierung, die Landesfürsten oder selbsternannte Kenner der Materie verlieren, wenn jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. Was ist z.B., wenn mein in der Apotheke gekaufter Selbst-Schnelltest positiv ausschlägt, werde ich dann sofort mit einem professionellen Test getestet und gleich geimpft? Nach den bisherigen Erfahrungen wird das wohl kaum der Fall sein. Und bis ich als Mitglied der „Gruppe 3“ aus der Telefon-Warteschleife des Impfzentrums heraus bin und vielleicht mal einen Termin bekomme, dann rollt schon längst die 5. oder 6. Pandemiewelle über uns hinweg.

Also, abwarten, nicht aufregen und nur in die eigene Armbeuge niesen.

Der Föderalismus überlebt – wieder mal

Der Föderalismus in Deutschland hat seine Wurzeln in der mittelalterlichen Welt der regionalen Herrschaften, der Kurfürsten und der Erzbischöfe. Und schon damals hatte der Föderalismus Vor- und Nachteile. Jedes kleine „Ländle“ war auf seine Rechte und seine Unabhängigkeit bedacht, lokale Kriege waren an der Tageordnung, insbesondere wenn der Bundespräsident, damals natürlich der Kaiser, sich mal wieder in Italien herumtrieb. Diese Kleinteiligkeit und dieser Wettbewerb untereinander hatte auch Vorteile: jedes kleine „Residenzstädtchen“ hatte sein fürstliches Theater und Orchester. Das belebte die Kultur- und Denkerszene ungemein. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ging bald jeder zweite Nobelpreis nach Deutschland und noch heute ist Deutschland das Land mit den meisten Patentanmeldungen pro Mio. Einwohner. Deutschland, nicht mehr das Land der Dichter und Denker (oder der Richter und Henker), sondern das Land der Tüftler und Erfinder? Mag sein.

Der Föderalismus hatte und hat aber auch gravierende Nachteile: die ewige Zwietracht untereinander, der Neid. Der Dreißigjährige Krieg 1618 bis 1648 hat sich tief in die deutsche Seele eingegraben, auch wenn das vielleicht niemand wahrhaben will. Ausländische Mächte haben sich in Deutschland ausgetobt und die Menschen „fremdbestimmt“, sofern sie noch lebten. Ganze Landstriche waren entvölkert, Städte zerstört – sozusagen wieder mal ein Zusammenbruch des Lebens. Diese Erfahrungen finden sich noch lange in den Erzählungen der nächsten Generationen, während Musik, Literatur und überhaupt die „Aufklärung“ zur Blüte gelangten.

Die nächste Schockerfahrung war, dass die Französische Revolution durch Napoleon gleich wieder zunichte gemacht wurde. Napoleon weckte den Nationalismus in Deutschland. Die Gegenreaktion gegen die Fremdbestimmung wurde sogleich „Befreiungskriege“ genannt, führte aber letztlich in eine tiefe Frustration durch die Restauration – nur beschönigt durch das Biedermeier und die Romantik. Viele vergessen gern, dass Napoleon Deutschland wirklich vorangebracht hat, wenn auch unter vielen Opfern. Selbst die Deutsche Revolution von 1848 scheiterte und es begann die „Blut und Eisenzeit“, die durch die Aufrechterhaltung einer völlig überholten Monarchie direkt in die Katastrophen und die Verblendung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts führte. Versailles gab dem 1919 nur eine noch radikalere Richtung.

Der Föderalismus überlebte.

Nicht nur das, er zeigt, neben seinen guten Eigenschaften, auch nach dem erneuten Zusammenbruch der Zivilisation, 1945, immer noch seine Schwächen. Die Diskussion, ob es vor 45 zivilisiert zuging, möchte ich hier nicht lostreten. Aber statt Zusammenbruch kann man auch „Befreiung“ setzen.

In Sachen Föderalismus-Folgen möchte ich insbesondere das mitunter fatale und wirre Handeln in der gegenwärtigen Pandemie nennen. Warum haben immer noch die „Landesfürsten“ das Sagen? Durch das Medienrauschen in der Pandemie wurde eine weitere Katastrophe in den Hintergrund gedrängt, nämlich die Bildungskatastrophe. Jedes „Ländle“ werkelt an seinen Bildungsinstitutionen in seinen engen Grenzen. Über den Tellerrand blicken nur wenige. Schulen werden „dauerreformiert“. Ein Experiment reiht sich an das nächste. Was das für den einzigen wichtigen Rohstoff, den Deutschland hat, nämlich eine gute und solide Allgemeinbildung, bedeutet, kann sich jeder selbst ausrechnen und an manchen Stellen bereits erleben. Hier wäre eine „Fridays for Future“-Bewegung hilfreich, vielleicht sogar bitter nötig.

Viele Folgen werden durch den gegenwärtigen Wohlstand (noch) aufgefangen. Das kann sich aber in einigen Generationen schon ändern. Niemand sollte vergessen: ein Welt-Arbeitsamt gibt es nicht und ein Welt-Sozialamt erst Recht nicht. Als Deutschland noch ein nicht-industrialisiertes, ländliches, agrarisches und von einer rauhbeinigen Aristokratie regiertes Konglomerat war, musste regelmäßig die Hälfte der Bevölkerung auswandern und irgendwo in der Welt sein Auskommen suchen. Noch heute hat fast jeder dritte US-Amerikaner Vorfahren, die Deutschland irgendwann verlassen haben. Und das nicht immer freiwillig oder aus Abenteuerlust.


Ein Zettel hängt noch am Wunschbaum

Der „Wunschbaum“ im Futterhaus Lilienthal hatte für den Tierschutzverein Lilienthal in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Wegen des Ausfalls von Veranstaltungen, Patentreffen und der Tierweihnacht gab es in diesem Jahr kaum Gelegenheiten, auf die Arbeit des Vereins hinzuweisen und Spenden einzuwerben. Auch Spontanbesuche des Katzenhauses mussten aufgrund der Coronabedingungen ausfallen. So durften Besuche nur nach Anmeldung und unter Einhaltung sämtlicher Hygienemaßnahmen stattfinden. Vermittlungen sind noch bis zum 5. Januar ausgesetzt. Und das hat seinen Grund! Tiere sind eigenständige Lebewesen, die eine Seele haben. Sie sind keine Sachen, die man zu Weihnachten unter den Tannenbaum legt und, bei nicht gefallen, nach Weihnachten wieder „entsorgt“ wie eine zu laute Kaffeemaschine oder eine Krawatte, die man doppelt hat. Im juristischen Sinne werden z.B. Katzen immer noch als Sache behandelt. Dieser Sachverhalt passt nicht mehr in die Zeit und es wäre zu wünschen, dass sich die Parteien diesen Sachverhalt endlich einmal gründlich vornehmen. Dieser Zettel hängt schon länger und leider wenig beachtet am Wunschbaum von Tierliebhabern in ganz Deutschland.

Trotzdem hat der Lilienthaler Tierschutzverein annähernd so viele Katzen vermittelt wie in den Vorjahren. Auffällig war allerdings, so die Beobachtung des Tierschutzvereins, dass viele gepflegte, offensichtlich von ihren Besitzern ausgesetzte Katzen in diesem Jahr im Katzenhaus aufgenommen werden mussten. Es hat sich vermutlich noch nicht herumgesprochen: niemand muss ein Tier einfach – ich würde es herzlos nennen -aussetzen oder an einer Autobahn-Raststätte anbinden und dann feige wegfahren. Der Tierschutzverein berät auch in kniffeligen Fällen und nimmt das Tier ggf. in seine Obhut. Es wäre doch ein guter Vorsatz für das kommende Jahr: ein wenig mehr Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, aber auch gegenüber den Vierbeinern, die uns vertrauen.

  Tierschutzverein Lilienthal, Grasberg und Worpswede