Archiv der Kategorie: Soziales

Mit der „Lindenstraße“ geht deutsche Geschichte

Für mich war heute ein ganz normaler Sonntag, soweit das mit den Einschränkungen durch das Corona-Virus überhaupt möglich ist. Zu einem Sonntag gehört für mich die abendliche „Lindenstraße“ einfach dazu. Heute mittag, oh Schreck, fiel mir ein, dass die letzte Folge der „Lindenstraße“ am letzten Sonntag gelaufen ist. Die ARD hat die „Lindenstraße“ verabschiedet. Da wollte ich dann doch mal sehen, was die ARD denn heute, am Sonntag, zwischen 18:50 und 19:20 Uhr so anbietet. Bundesliga? Das soll wohl ein Witz sein, in Corona-Zeiten. – Ja, mit der „Lindenstraße“ geht ein Stück deutsche Kultur- und Familiengeschichte. Ich selbst habe die Serie von der ersten Folge an geschaut und ich kenne viele Menschen, für die gehören die Darsteller zur eigenen Familie. Als sie geboren wurden, lief die Serie schon ein paar Jahre.

Von mir nochmal ein Dank an das ganze „Lindenstraßen“-Team. Lasst Euch nicht unterkriegen.

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Tagebuch 05.04.2020

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Fernsehen bis zum Abwinken

Das Fernsehen, praktisch alle Sender, reagieren auf die Corona-Krise. Die laufende Berichterstattung ist fast bis zum Unerträglichen ausgeweitet. Aber das ist vermutlich nötig. Andererseits werden auch startbereite, neue Serien weit nach hinten verschoben. Die Sportschau zeigt „Klassiker“ aus dem Archiv, Sky nimmt Kindersendungen ins Programm und der Sport-Sender holt Jörg Vontorra wieder in den Dienst. Die Nachrichtensender bringen Endlosschleifen. Trotzdem aber verzeichnen fast alle Sender Zuschauerzuwachs, was allerdings auch kein Wunder ist. Man hat ja Zeit.

Videoschaltungen oder auch Video-Talkshows sind vielleicht mal ganz interessant, aber irgendwie fehlt ihnen das Leben. Es fehlt das Publikum, da können sich Schöneberger und Illner noch so sehr bemühen. Gut, dass es diese Technik gibt, aber Skype ist eben nicht HD-TV und der Ton hat allenfalls „Telefonqualität“.

Es hat auch sein Gutes. ARD und ZDF lüften mal ihre Archive und bringen fast vergessene Serien in ihre Programme One und Neo. „Bezaubernde Jeannie“ und das Krankenhaus im Schlottertal bis zum Abwinken.

Beliebte Wochenmärkte in der Region

In den Zeiten des Corona-Virus kostet es vielen Mitmenschen viel Überwindung einen Supermarkt oder einen Discounter aufzusuchen. Manchmal sind die notwendigen Abstände einfach nicht einzuhalten. Ganz anders bei den Wochenmärkten hier in der Region. Alles spielt sich unter freiem Himmel und in frischer Luft ab. Und die Bananen, Äpfel, Birnen, Butter und Blumen sind garantiert frisch. Auch viele Hofläden beschicken die Wochenmärkte mit ihren Waren. Man kommt ins Gespräch …. und trifft sich nächste Woche wieder.

Hier einige Wochenmärkte in der Region:

Wochenmarkt Grasberg

Jeden Donnerstag befindet sich in der Zeit von 08:00 – 12:00 Uhr auf dem Parkplatz vor der Seniorenwohnanlage der Grasberger Wochenmarkt. Der Wochenmarkt bietet Ihnen eine Auswahl an frischen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln wie z.B. Obst und Gemüse, Käsespezialitäten, Honig oder Backwaren.

Wochenmarkt Worpswede

Der Worpsweder Wochenmarkt findet immer samtags von 09.00-14.00 Uhr auf dem neuen Dorfplatz – direkt beim zentralen Parkplatz vor dem „Kaffee Worpswede“ (Lindenallee 1) – statt und ist zu einem beliebten Treffpunkt für viele Worpsweder und Touristen geworden.

Osterholz-Scharmbeck

Wochenmarkt Klosterplatz Osterholz in Osterholz-Scharmbeck, Klosterplatz, 27711 Osterholz-Scharmbeck, Öffnungszeiten:Do 08:00 – 13:00

Zeven

Wochenmarkt Vitus-Platz in Zeven, Vitus-Platz, 27404 Zeven, Öffnungszeiten: Fr 08:00 – 12:30

 Findorffer Wochenmarkt (Bremen)

Mein persönlicher Favorit ist der Wochenmarkt in Bremen-Findorff (di., do. und sa.). Das ist nicht nur meine alte Heimat, nein, es ist auch der schönste Wochenmarkt weit und breit. Er hat Flair und auch das größte Angebot! Erfahren Sie mehr …

   Wochenmarktsuche in Ihrer Umgebung

Das Virus wird nicht durch unsere Haustiere übertragen

 
 
Auf Grund der aktuellen Entwicklung rund um das Corona-Virus ist das Katzenhaus Lilienthal derzeit für den Publikumsverkehr leider geschlossen. Telefonisch und in Notfällen sind wir weiterhin für Sie erreichbar.
 
Aus gegebenem Anlass finden allerdings zur Zeit keine Vermittlungen im Katzenhaus statt.
Sollten Sie Interesse an einem der kleinen Schützlinge haben, melden Sie sich gerne telefonisch: Tel.: 04298 46 77 727
 
Es folgt dann ein erstes Vermittlungsgespräch mit Ihnen, sobald der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann.
 
Der Tierschutzverein weist darauf hin, dass Tiere (Haustiere) im normalen Kontakt das Corona-Virus NICHT auf Menschen übertragen können. 
 
Derzeit werden aus lauter Panik Haustiere ausgesetzt, in Tierheimen oder Tötungsstationen abgegeben. Es besteht kein Grund sich gegenüber den Tieren herzlos und grausam zu verhalten. Im Gegenteil: gerade in Zeiten der freiwilligen oder unfreiwilligen Isolation der Menschen sind es die Haustiere, die der Vereinsamung entgegenwirken. Und im übrigen sind unsere Haustiere auch ein Grund sich mal im Freien zu bewegen.
 

Jede Hand wird gebraucht

Die nachfolgenden Zeilen hat der größte Lebensmittelhändler in Weil am Rhein auf seiner Facebook Seite veröffentlicht:

An die FRIDAY FOR FUTURE Generation,

vor einigen Wochen habt Ihr noch fleißig demonstriert und beschwert, dass man Euch die Zukunft gestohlen hat.

Aktuell sind viele von Euch leider sehr unvernünftig, kaufen gruppenweise in unseren Märkten ein und machen kleine Privatpartys. Unsere Bundeskanzlerin hat die Lage durch Corona mit dem 2. Weltkrieg verglichen. Vielleicht nehmt ihr Eure Handys, Tabletts und Computer und schaut Euch diese Rede alle an und denkt darüber nach:

Link in Bio!

Eure Generation ist zum Glück anscheinend immun gegen den Corona Virus. Aber der wirtschaftliche Schaden der unserem Land und der Welt wiederfährt, den dürft Ihr, Eure Kinder und Enkel ausbaden. Denkt da mal darüber nach. 

Ihr wollt Verantwortung und Mitbestimmung?

Dann bleibt einfach Zuhause und helft mit, diese schwere Zeit zu überstehen.

Wenn Ihr Euch nützlich machen wollt, dann helft den Menschen in der Risikogruppe und geht für sie einkaufen. Helft Euren Eltern und den Menschen in Eurer Nachbarschaft. Haltet Euch an die Vorgaben vom Staat. Bleibt Zuhause!

Wer sich weiterhin nützlich machen will, kann den Landwirten helfen z.B. die Spargelernte einzufahren. Die Erntehelfer aus Polen, Rumänien und Co. können wahrscheinlich nicht ins Land einreisen.

Auch gibt es viele Tiere die versorgt werden müssen.

Wir werden bei uns in den Märkten an Jugendliche die nur Party-Utensilien kaufen wollen, wie REDBULL, Alkohol, Chips und Co. nichts mehr verkaufen.

Jetzt gilt es die Lebensmittelversorgung für die nächsten Woche aufrecht zu halten und nicht für Euren FUN zu sorgen.

Unsere Mitarbeiter gehen jeden Tag ein Risiko ein und machen Überstunden ohne Ende. Das machen Sie gerne und sie wissen, wie wichtig dies für die nächsten Wochen ist. Aber wir werden keine Waren mehr an Party-People verkaufen.

Ich hoffe die anderen Lebensmittel-Geschäfte schließen sich mir an.

Dieter Hieber

PS. Und ein Appell an alle Eltern, bitte sorgen Sie dafür, dass die Jugendlichen zuhause bleiben.

Ich denke aus den o.g. Zeilen spricht eine Menge Frust und auch Sorge um die eigenen Mitarbeiter. Diese Zeilen als Hetze gegen die Jugend zu verstehen, wäre grundfalsch. Es steht viel auf dem Spiel. Die Jugend hat das Recht und die Pflicht gegen Misstände und das, was falsch läuft mit diesem Planeten, aufzubegehren oder über die Stränge zu schlagen. Jetzt, in diesem Moment, zählt aber etwas anderes: Zusammenhalt und Rücksichtnahme. Wenn der Virus besiegt ist, kümmern wir uns gemeinsam um unseren Planeten! Und im übrigen sind doch richtig gute Ideen in dem o.g. Text enthalten. In der Landwirtschaft gibt es viel zu tun. Jede Hand wird gebraucht!

Die schönste Nebensache

Fußball wäre die schönste Nebensache, wenn es nicht so aufregend wäre und …. und der SV Werder endlich mal wieder spielen würde. Sie können spielen, aber sie tun es irgendwie nicht. Kein Mumm, kein Drang nach vorne, kein Zug zum Tor! Da kann Herr Kohlfeldt noch so sehr innerlich fluchen und nach außer stereotyp nach Entschuldigungen suchen. Vielleicht sollte man diesmal nicht den Trainer wechseln, sondern die Mannschaft.

Das kürzliche Versagen in der Liga steht im krassen Gegensatz zum letzten Pokalspiel. Das macht es um so trauriger. Im Fernsehen konnte man sehen, dass viele Stadionbesucher nicht erst gegen Ende der zweiten Halbzeit gegangen sind, sondern bereits mitten in der Halbzeit. Ja, und wenn die Fans den Verein verlassen, dann sieht es böse aus. Ein Relegationsspiel gegen den HSV ist in dieser Form eher ein Wunsch als Realität. Sollte Werder absteigen, – viele Fans blicken bereits in die 2. Liga – dann für lange Zeit. Das nächste Wunder von der Weser wird lange auf sich warten lassen.

Noch ist Zeit richtig Fussball zu spielen und die Fans wieder zu versöhnen!

Vertell doch mol

„Fief for twelve“ – „Fünf vor Zwölf“ – ist eine bekannte Redewendung, die viel Raum für Interpretationen lässt. Deshalb ist „Fief for twelve“ auch das Thema des diesjährigen plattdeutschen Schreibwettbewerbs „Vertell doch mal“, zu dem der NDR gemeinsam mit Radio Bremen und dem Hamburger Ohnsorg-Theater aufruft. Mitmachen lohnt sich: Auf die sieben Gewinnerinnen und Gewinner wartet Preisgeld von mehr als 5.000 Euro. Zudem werden die 25 schönsten Geschichten am 16. Juni als Buch erscheinen. Und auch in diesem Jahr gibt es wieder den „Ü 18“ Preis. Das „Ü“ ist ein „plattes Ü“ und steht für „ünner“, also unter 18 Jahren.  

Eingereicht werden kann eine niederdeutsch verfasste Kurzgeschichte zum Thema „Fief for twelve“, die bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Sie darf nicht länger als zwei DIN A4 Seiten sein (Schriftgröße 12 Punkt, 1,5-zeilig) und muss bis Ende Februar 2020 (Poststempel), geschickt werden an: 

  • Radio Bremen, Stichwort „Vertell doch mal!”, 28100 Bremen
  • NDR 1 Welle Nord, Stichwort „Vertell doch mal!“, Postfach 3480, 24033 Kiel;
  • NDR 1 Niedersachsen, Stichwort „Vertell doch mal!”, 30150 Hannover;
  • NDR 90,3, Stichwort „Vertelldoch mal!”, 20149 Hamburg;
  • NDR 1 Radio MV, Stichwort „Vertelldoch mal!”, Postfach 110144, 19001 Schwerin;

oder per Mail an

  • vertell@radiobremen.de bzw.
  • vertell@ndr.de.

Besondere Aktionen im Internet begleiten den Wettbewerb (www.radiobremen.de und www.NDR.de). 

Hier können Sie einige ältere Beiträge finden.

Einzelinteressen mit Gewalt durchgesetzt

Als hätten wir nicht schon genug Probleme. Hier genügt das Stichwort „Klimawandel“, obwohl ich fürchte die meisten Mitmenschen machen sich gar keine Vorstellungen davon, wie tief dieser Klimawandel in ihr eigenes Leben eingreifen wird. Insektensterben, Nitrate im Wasser und Mikroplastik im Essen, das sind nur einige „Begleiterscheinungen.

Fast schlimmer noch ist aber eine Sache, die (noch) weitgehend unbemerkt abläuft: Mandatsträger werden von Interessengruppen erpresst und bedroht. Sicher, werden Sie sagen, das läuft in Berlin so. Dafür gibt es die mächtigen Lobbys bzw. Industrieverbände. Seien wir ehrlich, auch das stellt die Demokratie in Frage.

Für gefährlicher aber halte ich, dass gewählte Vertreter bzw. Mandatsträger auf der kommunalen Ebene mit Gewalt, ja sogar Mord, bedroht werden. Hier versuchen Einzelne die Interessen ihrer Clique mit rabiater Gewalt durchzudrücken und durch Druck in Politik umzusetzen. Ich vermeide hier die Ausdrücke „links“ oder „rechts“, denn es sind Meinungen einzelner, die über die Allgemeinheit gestellt werden sollen. Und das ist keine Demokratie, abgesehen davon, dass es sich bei Morddrohungen, Waffengebrauch und Beleidigungen sowie Erpressung um strafrechtliche Tatbestände handelt. Unabhängige Legislative, Judikative und Exekutive sind die Säulen der Demokratie. Wenn eine dieser Säulen wackelt, erpressbar ist oder nur Einzelinteressen vertritt, ist die Demokratie am Ende. Nochmal 1000 Jahre?