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Das Virus wird nicht durch unsere Haustiere übertragen

 
 
Auf Grund der aktuellen Entwicklung rund um das Corona-Virus ist das Katzenhaus Lilienthal derzeit für den Publikumsverkehr leider geschlossen. Telefonisch und in Notfällen sind wir weiterhin für Sie erreichbar.
 
Aus gegebenem Anlass finden allerdings zur Zeit keine Vermittlungen im Katzenhaus statt.
Sollten Sie Interesse an einem der kleinen Schützlinge haben, melden Sie sich gerne telefonisch: Tel.: 04298 46 77 727
 
Es folgt dann ein erstes Vermittlungsgespräch mit Ihnen, sobald der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann.
 
Der Tierschutzverein weist darauf hin, dass Tiere (Haustiere) im normalen Kontakt das Corona-Virus NICHT auf Menschen übertragen können. 
 
Derzeit werden aus lauter Panik Haustiere ausgesetzt, in Tierheimen oder Tötungsstationen abgegeben. Es besteht kein Grund sich gegenüber den Tieren herzlos und grausam zu verhalten. Im Gegenteil: gerade in Zeiten der freiwilligen oder unfreiwilligen Isolation der Menschen sind es die Haustiere, die der Vereinsamung entgegenwirken. Und im übrigen sind unsere Haustiere auch ein Grund sich mal im Freien zu bewegen.
 

Wer nicht hören will, …

Pummel, meine Chefin, lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Der Corona-Virus interessiert sie nicht. „Das geht alles vorbei“, sagt sie und nimmt ihren Kontrollposten am Monitor wieder ein.

Richtig wütend wurde sie als Rike bei mir am Notebook sass. „Das geht nicht. Diese Zugereiste ist erst vor kurzem hier aufgetaucht!“ – Sie setzte sich vor die ahnungslose Rike hin, schaute sie streng an, und als Rike nicht reagierte, haute sie ihr eine Ohrfeige, die sich gewaschen hat. Rike suchte sofort das Weite. „Ordnung muss sein“, maunzte Pummel und streckte sich. „Wo kommen wir denn da hin, wenn hier alles durcheinander geht?“ – Ja, die Chefin eben!

Übrigens, nach zwei Stunden kam Rike wieder. Es war schliesslich kalt und stürmisch draussen.

Und dann will sie ruhen

Ja, bei mir im Haus leben drei Katzen. Zwei Damen und ein Kater. Alle sind mehr oder weniger häuslich, wobei es auch vorkommt, dass ich sie tagelang nicht zu sehen bekommen. Wenn die Vierbeiner erst einmal den Vorteil einer Katzenklappe zu schätzen wissen, dann nutzen sie die Klappe auch reichlich und gern aus.

Katzen, sagt man, sind stolz, eigenwillig und unabhängig. Dem kann ich nur zustimmen. Aber was mich immer wieder beschäftigt, ist die Frage, nach welchen Kriterien suchen Katzen ihre Schlafplätze aus. Mal liegen sie stundenlang und regungslos auf einer schmalen Stuhllehne oder in einem engen Bücherregal. Mal liegen sie sehr ausdauernd vor oder neben oder direkt auf meinem Notebook. Sturm und Schnee scheint sie auch nicht von ihrer gewohnten Ruhe abzuhalten, denn auch mitten im Winter harren sie dösend auf oder unter Gartenstühlen oder auf Baumstümpfen aus. Oft auch bin ich in letzter Zeit morgens aufgewacht und fand gleich zwei Katzen in meinem Bett, eine am Kopfende, eine am Fussende. Neuerdings wollen sie mir auch vorschreiben, wann ich aufzustehen und Dosen zu öffnen hätte. Über Kartons, die irgendwo herumstehen, brauchen wir kein Wort zu verlieren. Alle Katzen meinen, dass Kartons nur für sie da seien.

Wenn meine Gesellinnen mal unterwegs sind, dann werden sie sicherlich auch mal ruhen – was oft nicht unter 18 – 20 Stunden abgeht. Aber wo?

Mir stellt sich immer wieder die Frage, nach welchen Gesichtspunkten suchen sich Katzen einen Platz zum Ruhen, Schlafen, Dösen und Träumen aus? Gibt es da wissenschaftliche Untersuchungen?

Pummel, die Chefin des Hauses, sitzt wieder mal vor den Tasten des Notebooks und maunzt, ich solle nicht so neugierig sein und endlich ein Leckerli rauslegen. Und dann will sie ruhen!

Kleiner Katzenkalender 2020

Ich habe lange nach einer Software gesucht, mit der das Gestalten und drucken von selbst gestalteten Kalendern am eigenen Rechner möglich ist. Bei TKexe in Dresden bin ich fündig geworden. Dort kann man sich auch online Bilder, Kalender, Fotobücher und so weiter gestalten lassen.

Sie mögen Katzen? Dann habe ich hier etwas für Sie. Es ist nur eine kleine Spielerei, ein Software-Test sozusagen. Aber ein kleiner Katzenkalender ist dabei herausgekommen, gestaltet mit der Software TKexe Kalender 1.1.0.3. – Einige Bilder kommen von Pinterest.

Katzenkalender 2020 (PDF)

Du solltest Dir keine Langspielplatte mehr kaufen

Ich sitze am Notebook und, wie es so zum Ritual gehört, Pummel springt ganz aufgeregt auf meine Knie.“Haste gelesen?“ fragt sie. „Was?“ Sie sieht mich mit großen grünen Augen an. „Was fragt er! Na den großen Artikel heute in der Wümme-Times. Wo es um die Frau geht, die gerne Katzen haben wollte. Und der man gesagt hat, dass sie für Katzen zu alt sei.“

Natürlich den Artikel hatte ich auch gelesen.“Der Tierschutzverein ist dafür da, dass es den Tieren gut geht. Wenn sie einmal eine Katze vermittelt haben, dann soll sie es dort im neuen Zuhause auch lange gut haben“, sage ich. Pummel verdreht ihre grünen Augen. „Was ist denn, wenn Du in einen Schallplattenladen gehst, eine Platte kaufen möchtest und man dir sagt ‚Sie sollten sich aber keine Langspielplatte mehr kaufen‘?“ – „Ich würde mir einen guten Rechtsanwalt suchen oder einfach einen anderen Plattenladen.“

„Siehst Du, Du wärst auch angefressen, wenn man Dir batsch vor den Kopf sagt, Du bist zu alt für eine Katze“. Pummel hatte ja Recht. Das hätte so nicht sein müssen. „Übrigens“, sagt Pummel, „ältere Menschen sind viel netter zu uns Katzen. Sie sind ruhiger und verbringen mehr Zeit mit uns. Und an das regelmäßige Fressen denken sie auch!“ – Pummel sieht zur Decke: „Sage mal, wie alt bis Du eigentlich? Und wo ist mein Fressen?“

„Schmidtchen“ ist gegangen – Mach’s gut, alter Freund

Vor drei Jahren hat sich ein schüchternes, aber sehr munteres Katzenkerlchen hier seßhaft gemacht. Nach einer kurzen Inspektion aller Räumlichkeiten hat er sich für die Küchenfensterbank entschieden – natürlich mit bester Aussicht auf die Futterstelle für die Gartenvögel. Nach kurzer Zeit war er Bestandteil der Familie und der „Entscheider“ im Garten. Alle anderen hörten auf ihn. Pummel natürlich nicht.

Heute musste ich ihn zum Tierarzt bringen und ich hatte ihm versprochen ihn wieder mitzubringen. Irgendwann in den letzten Wintertagen wurde er krank, sehr krank, wie sich herausstellte. Die Sprechstundenhilfe fragte nach seinem Namen. Ich sagte: „Schmidtchen“. „Mit tt, dt oder einfachem t“, fragte sie. Ich sagte: „Er legt Wert auf dt!“ und so steht es jetzt im Register.

Der Doktor stellte dann eine niederschmetternde Diagnose, so daß ich ihm nur noch eine lange Leidenszeit ersparen konnte. Gefressen hatte er ohnehin schon fast 14 Tage nicht, er konnte es auch nicht mehr. Nun ist er über die Regenbogenbrücke gegangen, wieder munter, jung und wahrscheinlich auch der alte Scherzbold.

Mein Versprechen habe ich gehalten. Ich habe ihn wieder mitgebracht. Aber so wollte ich es nicht.

Mach’s gut, alter Freund!

Die Zeiten ändern sich …

… wenn es manchmal auch schwerfällt. Ich muss das mal erklären:

Vor ein paar Jahren ist „Schmidtchen“, ein älterer Kater, mir zugelaufen. Vielmehr hat er sich, wie überhaupt alle anderen Katzen hier im Haus, angeschlichen und dann eingeschmeichelt. Er war damals der Dritte im Bunde.

Nun ist „Schmidtchen“ alt, fast blind mit Husten. Das Alter wird zur Qual und selbst die Leckerlies locken ihn nicht mehr. Kurz gesagt: er zieht sich zurück und hat nur noch selten Appetit. Erfahrungsgemäss weilt er nicht mehr lange auf dieser Welt. Es passiert jetzt genau das gleiche, wie vor der Zeit. Ein anderer Kater schleicht sich heran, ich nenne ihn mal „Dino“. Wie jeder weiss, je länger man eine Katze um sich hat, um so weniger möchte man sie vermissen oder wieder loslassen. Und dieser „Dino“ ist wirklich ein drolliger Vogel, er spricht und gibt zu allen Dingen seines Alltags seinen Kommentar ab. Man könnte denken, er meint auch was er sagt.

Pummel, die Katzendame des Hauses, sitzt wiedermal auf meinem Schoß und diktiert in die Tasten: „Den behalten wir!“ – Ich sage: „Na, das müssen wir doch erstmal abwarten. Vielleicht wird er irgendwo vermisst!“. „Quatsch!“, mauzt Pummel, „der will hier her, der ist nett. Und wo zwei satt werden, werden auch drei satt“. 

Pummel springt auf. Sie hat irgendwo etwas gehört und dreht sich kurz um: „Schreib das!!!“ und weg ist sie. Mache ich eigentlich immer, was Pummel sagt?

Mein Freund, der „Professor“, ist gegangen

Der Legende der Regenbogenbrücke nach gehen unsere Engel auf vier Pfoten (und jegliches andere Wesen, das wir geliebt haben) über den Regenbogen, nachdem sie sich von uns mit einem letzten Seufzer verabschieden. Auf der anderen Seite dieser Brücke finden sie Wiesen und Hügel, auf denen sie herumtollen und unbeschwert miteinander spielen können. Nach dieser Legende gibt es auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke genug Platz, Futter, Wasser und Sonnenschein, und unsere Freunde fühlen sich wohl. Außerdem sind alle Tiere, die krank und alt waren, die verletzt oder verstümmelt waren, wieder gesund und glücklich. …. Ach, es wäre zu schön!

Mein Freund, der „Professor“, ist heute über diese Brücke gegangen, friedlich und von seiner Krankheit erlöst. Er, der Naseweiss, der alles wissen wollte, alles ausprobieren musste, der verspielt und gesellig war, und trotzdem ein selbstbestimmtes Leben führte, der sich seinen Menschen selbst gesucht und schnurrend gefunden hat, ist gegangen. Es ist ein Trost, dass er auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke wieder gesund und glücklich ist und sich wieder bewegen kann, um auf Bäume zu springen. Sein Name steht für seine immer währende Neugier und ich bin sicher, es gibt dort viel zu erforschen.

Ich behalte Dich in Erinnerung, mein Freund, versprochen!

  

Mein Freund, der „Professor“