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Buddy Holly: Flugzeugabsturz vor 60 Jahren

Am 3. Februar 1959 starb Buddy Holly bei einem Flugzeugabsturz. Und damit starb ein ganz Großer der populären Musik, dessen Einfluss bis weit in unsere Tage reicht. Hollys Einfluss auf die Entwicklung der Rockmusik war beträchtlich. Er war der erste erfolgreiche Musiker, der die Standard-Formation einer Rockband mit Leadgitarre, Rhythmusgitarre, Bass und Schlagzeug etablierte, was die Beatles so übernahmen. Paul McCartney erwarb alle Verlagsrechte an Hollys Kompositionen, und bei der Welt-Tournee 1994/1995 eröffneten die Rolling Stones jedes Konzert mit dem Holly-Stück Not Fade Away, das sie 1964 schon als Single veröffentlicht hatten. Die Beatles – damals noch unter dem Namen The Quarrymen – nahmen 1958 für eine selbstproduzierte Single Buddy Hollys größten Hit, That’ll be the Day (veröffentlicht auf der Beatles Anthology), auf. Sie erklärten, dass die ersten 40 Titel, die sie komponiert hatten, unter dem direkten Einfluss von Buddy Hollys Musik geschrieben wurden.

Buddy Hollys professionelle Karriere begann Ende 1955. Am 7. Dezember 1955 wurden Demo-Aufnahmen gemacht, die zu Decca Records geschickt wurden. Seine ersten Aufnahmen für Decca Records sang Holly am 26. Januar 1956 ein. Es begleiteten ihn Sonny Curtis an der E-Gitarre, der Studiomusiker Grady Martin an der Gitarre, Don Guess am Kontrabass und Jerry Allison am Schlagzeug. Aus dieser Session wurden das von Holly und Sue Parrish komponierte Love Me sowie Ben Halls Blue Days – Black Nights veröffentlicht. Trotz der vielversprechenden Voraussagen von Billboard erreichte die Single nicht die Charts.

Kuriositäten

1956 spielten Holly und seine Band zahlreiche weitere Songs ein, darunter die erste Version von dem späteren Hit That’ll Be the Day. Diese Version, die deutlicher dem Rockabilly entsprach, wurde von Decca jedoch zurückgehalten, da man aufgrund von Hollys heiserer Stimme und einem zu dominanten Echo-Effekt mit der Aufnahme unzufrieden war. Ende 1956 veröffentlichte Decca Hollys zweite Single Modern Don Juan zusammen mit You Are My One Desire. Aufgrund des fehlenden Erfolges verlor Decca im weiteren Verlauf des Jahres das Interesse an einer Zusammenarbeit und verlängerte den Vertrag nicht.

Holly suchte daraufhin nach einem für seine musikalischen Ideen geeigneten Produzenten. Seit dem Frühjahr hatten er und seine Band zahlreiche Demobänder aufgenommen. Am 25. Februar 1957 spielten Holly und seine Band erneut das Stück That’ll Be the Day ein. Die Titelzeile entnahm Holly dem im Vorjahr erschienenen sehr erfolgreichen John-Ford-Western The Searchers (deutsch: Der Schwarze Falke), in welchem Hauptdarsteller John Wayne diesen Ausspruch mehrmals tätigt (deutsch: „Der Tag wird kommen“). Als B-Seite wurde Hollys Eigenkomposition I’m Looking for Someone to Love aufgenommen. Diese Aufnahmen waren zunächst nicht zur Veröffentlichung gedacht, gelangten aber dennoch in die Produktion und auf den Markt, da man sie für Master-Bänder hielt. Manchmal spielen Zufälle eine große Rolle in der Pop-Geschichte.

Die Bänder gelangten zu einem leitenden Angestellten von Coral Records, der ebenfalls Potenzial in den Aufnahmen sah. Jedoch gab es vor der Veröffentlichung einige Hürden: Hollys Decca-Vertrag erlaubte es ihm nicht, Stücke einzuspielen, die er bereits für Decca aufgenommen hatte. Zudem war Coral ein Tochterunternehmen von Decca, so dass die Veröffentlichung der Single schnell hätte gestoppt werden können. Trotz alledem konnte Coral Records sich durchsetzen und That’ll Be the Day mit I’m Looking for Someone to Love im Mai 1957 auf Brunswick Records erscheinen, einem weiteren Tochterlabel von Decca, das sich eher auf Jazz und Rhythm and Blues konzentrierte. Die Platte wurde unter dem Bandnamen The Crickets veröffentlicht, um Hollys Mitarbeit zu verschleiern und Decca zu täuschen.

Auf den Namen für die Band sollen alle gemeinsam gekommen sein, weil über den Aufnahmen von leisen Musikpassagen in Pettys kleinem Studio immer das Zirpen von Grillen (engl. crickets) zu hören war. Trotz der Namensänderung wurde Decca darauf aufmerksam, so dass sich ein Rechtsstreit anbahnte.

Hit auf Hit

Im Sommer 1957 zeigte sich, dass der Mitarbeiter von  Coral Records recht behalten sollte und That’ll Be the Day zu einem Hit wurde. Nach einer guten Bewertung von Billboard im Juni erreichte der Song Platz eins der Billboard Hot 100. Zu diesem Zeitpunkt wusste Decca bereits, dass Holly der Sänger war, konnte sich jedoch von Coral Records überzeugen lassen, ihn aus seinem Vertrag zu entlassen. Gleichzeitig veröffentlichte man nun auch die ältere, 1956 eingespielte Version von That’ll Be the Day, um vom Erfolg Hollys zu profitieren.Holly bekam einen separaten Plattenvertrag mit Coral Records, so dass nun folglich Aufnahmen bei Brunswick unter dem Namen The Crickets und bei Coral unter Hollys Namen veröffentlicht wurden. Holly arbeitete zum Beispiel gerne mit der Technik des Overdubbing oder ersetzte, wie auf Everyday zu hören ist, das Schlagzeug durch das Schlagen der Hände auf die Oberschenkel und ein Glockenspiel.

Die nächste erfolgreiche Produktion folgte am 29. Juni 1957 mit Peggy Sue. Veröffentlicht im späten Sommer desselben Jahres, erschien der Song zusammen mit Everyday nun unter Hollys Namen auf dem Coral-Label und erreichte im Anschluss Platz drei der Billboard-Charts. Fast auf Anhieb waren That’ll Be the Day und Peggy Sue im Sommer 1957 weltweite Erfolge geworden. Es folgten erfolgreiche Tourneen und mehrere Fernsehauftritte in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien.

1958 heiratete Buddy Holly Maria Elena Santiago (* 1935), der er schon zur ersten Verabredung einen Heiratsantrag gemacht hatte. 1958 erschienen mit It’s So Easy und Think It Over noch zwei Crickets-Singles mit Buddy Holly. Als Solokünstler veröffentlichte Holly im selben Jahr Rave On, Early in the Morning und Well… All Right. Im Sommer 1958 erwarb Holly eine eigene Bandmaschine und produzierte seine Musik-Demos fortan selbst. Er plante, Schauspielunterricht zu nehmen, ein eigenes Musikstudio zu bauen, und begann als unabhängiger Produzent andere Künstler zu fördern. Im Oktober 1958 nahm Holly in New York vier Stücke mit Orchesterbegleitung auf: True Love Ways, Moondreams, Raining in My Heart und It Doesn’t Matter Anymore

Im Dezember 1958 und Januar 1959 bereitete sich Holly auf ein neues Album vor und komponierte eine Reihe von Liedern, von denen er Demoversionen aufnahm, so die Stücke Peggy Sue Got Married, That’s What They Say, Crying Waiting Hoping und Learning the Game. Im Januar 1959 begann er mit seiner neuen Band (zu der auch der Bassist Waylon Jennings gehörte) eine US-Tournee mit anderen bekannten Künstlern, darunter Ritchie Valens, The Big Bopper (Künstlername von Jiles Perry Richardson) und Frankie Sardo. Sein letztes Konzert spielt er am Abend vor seinem Tod im „Surf Ballroom“ in Clear Lake (Iowa).

Der 3. Februar

Am 3. Februar 1959 kamen Holly, Valens und The Big Bopper auf dem Weg zu ihrem nächsten Auftritt in Moorhead bei einem Flugzeugabsturz – vermutlich verursacht durch einen Instrumentenablesefehler des Piloten – in der Nähe von Mason City ums Leben. 1971 setzte Don McLean diesem Unglück in seinem Lied American Pie ein Denkmal, als er diesen Tag mit der Textzeile „The Day the Music Died“ den Tag nannte, „an dem die Musik starb“.

Die beim Absturz verstreuten Habseligkeiten, darunter Hollys blutige Brille, wurden von der Bundespolizei sichergestellt, um die Absturzursache klären zu können. Sie gerieten in Vergessenheit und wurden den Familien der Absturzopfer erst Jahre später übergeben. Die laufende Tournee wurde von Jimmy Clanton und Frankie Avalon beendet. Holly wurde vier Tage später in seiner Heimatstadt beigesetzt. Am 24. April 1959 erreichte sein Song It Doesn’t Matter Anymore die Spitze der britischen Charts und blieb dort drei Wochen lang. 1986 wurde Holly posthum in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen.

Seine Arbeitsweise war neu

Buddy Holly schrieb fast alle seine Stücke selbst, von denen viele musikalisch anspruchsvoller waren als andere Titel dieser Zeit. Seine Stücke wurden auch von anderen Musikern nachgespielt. Einer der ersten war Bobby Vee, der beim Konzert am Tag des Unglücks für Buddy Holly einsprang und dessen Titel sang. Erfolgreich war auch Linda Ronstadt mit ihrer Fassung von That’ll Be the Day. Das Lied Peggy Sue Got Married lieferte den Titel für den gleichnamigen Film Peggy Sue hat geheiratet mit Kathleen Turner.

Im Studio griff Holly oft auf die Technik des Overdubbings zurück, das heißt, er fügte eine oder mehrere Tonaufnahmen über eine bereits bestehende Tonaufnahme hinzu. Damit konnte Holly mit sich selbst im Duett singen; beispielhaft für diese Aufnahmetechnik ist der Titel Words of Love. Zudem war Holly nach der Trennung von den Crickets und Norman Petty der erste erfolgreiche Independent-Musiker, der seine Stücke unabhängig von Plattenfirmen selbst produzierte.

Viele machten es nach

Buddy Holly war ein sehr produktiver Künstler, was das Schreiben und Aufnehmen betraf, wenn meist auch nur in Form von Demoaufnahmen. So nahm er zwischen 1953 und 1959 zahlreiche Stücke privat, (Good Rockin’ Tonight, Rip It Up, Blue Suede Shoes, Two Timin’ Woman, Wait Till the Sun Shines Nellie, Smokey Joe’s Cafe), im Studio (Love’s Made a Fool of You, Baby Won’t You Come Out Tonight, Because I Love You, Bo Diddley, Brown Eyed Handsome Man) oder auch nicht verwendete Master (Reminiscing, Come Back Baby, That’s My Desire) auf, was viel Raum für jahrelange Veröffentlichungen, überarbeitet und in der Rohfassung, gab. So wurden 1959/1960 sechs Eigenkompositionen, die Holly als Demos aufgenommen hatte, überarbeitet und veröffentlicht. Seit 1962 erschienen regelmäßig Alben von Holly mit Aufnahmen, die Norman Petty nachträglich mit mehr oder weniger Erfolg kommerzialisierte. Diese Aufnahmen erschienen auf den Alben Showcase, Giant, Holly in the Hills, It Doesn’t Matter Anymore und Reminiscing. Ab den 1980ern erschienen immer mehr Bootlegs mit den Originalfassungen der Stücke. Außerdem hatte Buddy Holly ab 1953 immer wieder als Gastmusiker bei Aufnahmen anderer Künstler mitgewirkt.

Best of Buddy Holly

True Love Ways

Remastered

Famous Last Gigs

The Beatles

30. Januar 1969 – guck mal, wer da spielt: Dreieinhalb Jahre und fünf elaborierte Alben nach ihrem letzten Konzert betraten die Beatles erstmals wieder eine Bühne, und was für eine: Auf dem Dach des Apple-Gebäudes in der Londoner Savile Row raufte sich die zerstrittene Band noch einmal zusammen, um neues Songmaterial für eine Filmdoku einzuspielen, allen voran das programmatische „Get Back“. Das „Rooftop Concert“ sollte der letzte gemeinsame Liveauftritt der „Fab Four“ werden. Wenige Monate später trennten sich die Wege von John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr endgültig. „Es war schon ein seltsamer Auftrittsort“, sagte McCartney später. „Wir hatten dort oben kaum Publikum, nur ein paar Leute. So spielten wir buchstäblich das Nichts an. Vor uns war nur der Himmel. Es war schön.“ Auf der Straße wunderten sich Passanten, was für eine Musik da zu ihnen herunterwehte – bis sie den Klang der Beatles erkannten. Einige kletterten auf umliegende Häuserdächer, Menschentrauben bildeten sich, die Polizei hatte alle Mühe, ein Verkehrschaos zu verhindern. Ein letztes Mal Beatlemania! … Mehr

Queen

Offiziell waren es etwa 120.000 Besucher – andere Zählungen gingen von 200.000 Queen-Fans aus, die am 9. August 1986 das Abschlusskonzert der Magic-Tournee verfolgten. Nicht ahnend, zum letzten Mal die komplette Band live zu erleben. Fünf Jahre später starb Freddie Mercury an den Folgen seiner Aids-Erkrankung. An diesem Abend im Knebworth Park warf sich der Sänger noch einmal in die Brust – und als am Ende „God save the Queen“ angestimmt wurde, verabschiedete sich Mercury standesgemäß mit Krone und Königsmantel von der Bühne.  … Mehr ….

Elvis Presley

Der weiß-goldene Jumpsuit spannte um die Hüfte, davon abgesehen präsentierte sich Elvis Presley am 26. Juni 1977 in der Market Square Arena in Indianapolis noch einmal in guter Form – zumindest phasenweise. „Jailhouse Rock“, „Now Or Never“, „Hound Dog“, die Fans waren begeistert. Und sahen darüber hinweg, wie der „King“ von Schmerztabletten benebelt über die Bühne taumelte. Am Ende hieß es traditionell „Elvis has left the Building“, diesmal für immer: Am 16. August 1977 starb der 42-Jährige auf seinem Anwesen Graceland in Memphis, Tennessee an Herzversagen. … Mehr

Michael Jackson

Noch einmal den „King of Pop“ live erleben! 2009 versuchten Millionen Michael-Jackson-Fans, an Tickets für eines der 50 Konzerte in der Londoner O2-Arena zu kommen. Der Starttermin im Juli wurde plötzlich verschoben, Gerüchte um den Gesundheitszustand des von Schönheitsoperationen und Schicksalsschlägen gezeichneten Ausnahmekünstlers machten die Runde. Am 25. Juni, 18 Tage vor der ersten Show verstarb der 50-Jährige an einer Vergiftung durch das Narkosemittel Propofol. … Mehr

Buddy Holly

Zwei Jahre zuvor hatte Buddy Holly mit „Peggy Sue“ einen Welthit gelandet – seither war der Andrang auf seine Konzerte gewaltig. 1959 tourte der 22-Jährige erneut durch die USA. Sein letztes Konzert spielte Buddy Holly (r.) am 2. Februar in Clear Lake, Iowa. Einen Tag später kam er auf dem Weg zu seinem nächsten Auftritt bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.  … Mehr

Jimi Hendrix

Ein Gedenkstein auf der Ostseeinsel Fehmarn erinnert an den letzten Auftritt von Jimi Hendrix. Das Konzert auf dem „Love and Peace“-Festival am 6. September 1970 geriet zum Desaster, zwölf Tage später starb der Gitarrengott in London – er war nach einem Alkohol-Schlaftabletten-Cocktail an seinem Erbrochenen erstickt.

The Doors

The Doors waren berüchtigt für ihre Exzesse auf der Bühne – doch das, was Sänger Jim Morrison am 12. Dezember 1970 im Warehouse in New Orleans ablieferte, war nurmehr eine Karikatur seiner selbst. Lethargisch, zauselbärtig, von seiner Alkoholsucht gezeichnet, musste sich Morrison während der epischen Songs mehrfach setzen, er vergaß ganze Textpassagen und verpasste seinen Einsatz beim Finale zu „Light My Fire“. Schließlich zertrümmerte er den Mikrofonständer und verließ vorzeitig die Bühne. Am 3. Juli 1971 starb Morrison in Paris an einer Überdosis Heroin.

Janis Joplin

40.000 Menschen kamen am 12. August 1970 ins Football-Stadion der Harvard-Universität, um Janis Joplin zu sehen. Die Bluesrock-Sängerin war bekannt für ihre exzentrischen Shows – und auch an diesem Abend durfte die Flasche Southern Comfort auf der Bühne nicht fehlen. „Sie war in ihrer eigenen Welt“, beschrieb es ein Zuschauer später. Joplin starb am 4. Oktober 1970 an einer Überdosis Heroin. Wie Hendrix und Morrison wurde auch sie nur 27 Jahre alt, ein Umstand, der den ominösen Mythos des „Club 27“ begründete. … Mehr

Prince

Zu Beginn der Show im Fox Theatre in Atlanta am 14. April 2016 gab es eine Entschuldigung: „Ich war ein bisschen angeschlagen“, erklärte Prince eine frühere Konzertabsage – und spielte dann noch einmal groß auf. Es sollte sein letzter Liveauftritt werden: Eine Woche später starb die Popikone an einer Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl, das er sich offenbar versehentlich selbst verabreicht hatte. 

The Eagles

31. Juli 1980, eine warme Sommernacht in Long Beach, Kalifornien – und auf der Bühne erhitzte Gemüter: Die Spannungen zwischen den Bandleadern der Eagles, Glenn Frey und Don Felder, entluden sich an jenem Abend. „Als wir auf die Bühne gingen, brodelte es in mir. Ich wollte Felder umbringen“, sagte Frey später in einer Band-Doku. Drohungen wurden ausgesprochen, eine Gitarre zerschmettert, dann verließ Felder die Bühne und eine der größten Rockbands der Siebziger war vorerst Geschichte. … Mehr

Led Zeppelin

Led Zeppelins Europatournee 1980 stand unter keinem guten Stern. Das Konzert in Wien wurde unterbrochen, nachdem Gitarrist Jimmy Page von einem Feuerwerkskörper getroffen worden war. Der Auftritt in der Nürnberger Messehalle wurde nach nur drei Songs abgebrochen, Schlagzeuger John Bonham war infolge exzessiven Alkoholkonsums zusammengebrochen. Am 7. Juli in der Berliner Eissporthalle standen die Begründer des Hard Rock zum vorerst letzten Mal auf der Bühne – Ende September 1980 wurde Bonham tot in seinem Bett aufgefunden. Er war im Schlaf an seinem Erbrochenen erstickt.

AC/DC

Mit ihrem Album „Highway to Hell“ hatten sich AC/DC (hier bei einem Konzert in New York) 1979 endgültig in der Rockwelt etabliert. Anfang des Folgejahres gingen sie in Frankreich auf Promo-Tour, am 27. Januar legten sie einen fulminanten Auftritt im englischen Southampton hin. Es folgten Einladungen zu „Top of the Pops“ und in die spanische TV-Show „Aplauso“ – Hard Rock aus der Dose, Bon Scott sang Playback. Es war der letzte Auftritt des Sängers: Am 19. Februar 1980 starb er nach einer durchzechten Nacht an Alkoholvergiftung im Auto eines Freundes.  … Mehr

Nirvana

Am 1. März 1994 gaben Nirvana ein Konzert im Terminal 1 des Münchener Flughafens – es sollte das letzte der Grunge-Ikonen werden. Die weiteren Tourauftritte wurden abgesagt, nachdem sich der Gesundheitszustand von Sänger Kurt Cobain (hier bei den Aufzeichnungen zum legendären MTV-Unplugged-Konzert 1993) dramatisch verschlechterte. Einen Monat später nahm sich Cobain in seinem Haus in Seattle das Leben. Er wurde 27 Jahre alt.

David Bowie

Hurricane Festival im niedersächsischen Scheeßel 2004: Bereits während des Auftritts soll David Bowie über Schmerzen in der Brust geklagt haben, durchsteht aber noch die Zugaben: „Life on Mars“, „Suffragette City“ und „Ziggy Stardust“. Nach der Show wird er ins Krankenhaus eingeliefert, wo ein Herzinfarkt diagnostiziert wird. Bowie wird bis zu seinem Tod 2016 noch zwei Alben veröffentlichen – aber nie wieder auf die Bühne zurückkehren. … Mehr

Amy Winehouse

Es sollte ein strahlendes Comeback werden – doch der Auftakt ihrer Europatournee in Belgrad geriet zum Desaster: Schwer alkoholisiert stakste Amy Winehouse am 18. Juni 2011 über die Bühne, lallte mehr als dass sie sang und wurde schließlich ausgebuht. Die Plattenfirma sagte daraufhin alle weiteren Tourauftritte ab. Am 23. Juli 2011 wurde Winehouse tot aufgefunden, sie starb an einer Alkoholvergiftung, 27-jährig.

Lynyrd Skynyrd

Denkwürdiger Abend im Greenville Memorial Auditorium South Carolina: Am 19. Oktober 1977 traten Lynyrd Skynyrd ein letztes Mal in Originalbesetzung auf. Zwei Tage zuvor hatten die Südstaaten-Rocker ihr Album „Street Survivors“ veröffentlicht. Einen Tag nach dem Konzert stürzte das Charterflugzeug ab, mit dem die Band zum nächsten Auftritt fliegen wollte. Sänger Ronnie Van Zant und Gitarrist Steve Gaines kamen ums Leben. Aus Respekt vor den Angehörigen wurde das Albumcover, das die Band inmitten von Flammen zeigte, gegen ein neutraleres ausgetauscht.  … Mehr

Motörhead

Herzschrittmacher, Diabetes. Exzessiver Whisky- und Zigarettenkonsum hatten bei Lemmy Kilmister Spuren hinterlassen. Doch am 11. Dezember 2015 wütete der Motörhead-Frontmann noch einmal durch die Berliner Max-Schmeling-Halle, „Ace Of Spades“, „Bomber“ und, als Finale des Abends, „Overkill“. Zwei Wochen später, kurz nach seinem 70. Geburtstag, erlag Lemmy einem Krebsleiden.

Ein „OyOyOy special“

 OyOyOy – Wer noch kein Weihnachtsgeschenk für Bekannte, Nachbarn oder Kollegen hat, der wird jetzt auch keines mehr finden. Es sei denn, er lädt sich jetzt ganz schnell die Titel dieser Extra-CD herunter, brennt das Ding auf einen Rohling, druckt das Cover aus und freut sich auf die leuchtenden Augen der Beschenkten am Abend. „OyOyOy special“ ist jedoch nicht nur zur Weihnachtszeit hörbar.

Da ist sie wieder

Da ist sie wieder, meine gute, alte Hopf, halbakkustik, aus 1963. Nein, die wird nicht verkauft, sondern wie ein lieber Mitbewohner, der gerade aus der Reha-Kur kommt, behandelt. Mit dieser Gitarre sind fast alle Demoaufnahmen aus den Jahren 1972-84 zustande gekommen. Nach harter Arbeit hatten wir viel Spaß als Band, und sogar zwei Auftritte. Gigs sagt man heute. Ich freue mich schon auf kreative Stunden, leise oder laut klimpernd, auf dem Sofa. Das gute Stück ist wieder jung.

Übrigens, wenn auch ihre Gitarre mal eine Reha-Kur oder Reparatur nötig hat, dann kann ich mit guten Gewissen die Werkstatt für Gitarrenbau, Gitarren und Zubehör „musik:konstruktiv“ in Hüttenbusch empfehlen. Besuchen Sie die Webseite.

  

Die UKW-Abschaltung kommt

Irgendwann wird sie kommen: die Abschaltung aller UKW-Sender in Deutschland. Nicht jetzt, nicht morgen, aber dann. Der Streit um die Bezahlung der UKW-Antennenmiete in einigen Regionen deutet darauf hin. Nach dem Verkauf der Antennenanlagen wollen die neuen Eigentümer rund 30 % mehr Miete haben. Wer nicht bezahlt, wird abgeschaltet. Eine Mietpreisbremse, die ohnehin nicht wirkungsvoll wäre, wie man an Wohnungsmieten sieht, gibt es da nicht.

DAB+ ist also die kommende Sendeform, verbunden mit einem kräftigen Auftragsschub für die Gerätehersteller. Erst ca. 20 % der Radiohörer haben mindestens ein Gerät, das DAB+ empfangen kann. Und das steht wahrscheinlich in der Küche.

DAB+ kommt also. Es bringt tatsächlich mehr Sender in bester Qualität, wenn man sich in einem Empfangsgebiet befindet, in dem eine einfache Zimmerantenne sicheren Empfang bietet. Wie bei digitalen Übertragungen üblich, hat man Empfang oder nicht. Dazwischen gibt es nichts oder man ist vom Wetter anhängig. Also sollte man sich erst einen Überblick über die DAB+Empfangsmöglichkeiten verschaffen (Empfangsprognose).

Mehr Programminfos

Hier – ich gehe vom Raum Bremen/Unterweser aus – brauchen wir uns keine Gedanken machen. Eine Zimmerantenne reicht aus, sofern der Empfang der Bremer Sender eingestellt ist. Wer NDR1-Radio Niedersachsen hören möchte, muss sich allerdings mit dem Regionalprogramm aus Hannover begnügen, statt dem Studio Oldenburg. Das sollte schön längst vom NDR geändert sein. Selbstverständlich kann man auch die für Niedersachsen bestimmten Programme hören. In den Randgebieten muss man einfach mal hören, welcher Empfang besser ist. Das Programmangebot ist, neben den jeweiligen Programmen aus den Landesfunkhäusern, im wesentlichen identisch.

Mehr Programminfos

Derzeit arbeitet man am Aufbau einer zweiten DAB+Senderkette, die dann auch regionale Programmanbieter berücksichtigen soll. Man könnte dann z.B. das in Bremen sehr beliebte „Radio Roland“ oder den „Bürgerfunk“ (radio weser.tv) im gesamten Unterweserraum hören, oder eben auch FFN oder Antenne Niedersachsen.

Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen DAB+Empfänger.

Hooters und Status Quo: Da ist Party angesagt!

Das sind zwei Termine, die man sich unbedingt merken muss – zumindest wenn man in den stabilen 50ern geboren ist.

Die „Hooters“ spielen am 8. Juli ab 20 Uhr im Hamme-Forum. Ich habe sie Ende der 80er einmal in Bremen – ich glaube es war ein frühes Musikfest im Sommer – gesehen und gehört und war „von den Socken“. Ihre großen Erfolge „Johnny B.“, Satellite“ und „Day by Day“  werden auch heute noch rauf und runter gespielt im Radio. Auch bei den Sendern, die nicht nur für ältere Semester bestimmt sind, kann man sie gelegentlich noch hören. – Karten

Und zur nächsten Band muss man nich viel sagen. Sie waren einfach immer da: „Status Quo“. Bereits in den 60ern hatten sie ihre ersten Erfolge mit „Ice in the Sun“ und den Bildern von Streichholzmännchen. Typische 60er-Songs. Das änderte sich Anfang der 70er („Down the Dustpipe“) als sie den 12-Bar-Blues entdeckten und praktisch bis heute durchgehalten haben – again and again. Status Quo zeigen, dass sie nicht nur die obligatorischen drei Gitarrenakkorde kennen, sondern diese und viele andere mehr kreativ beherrschen und variieren können. Da ist Party angesagt!

Status Quo spielen am 11. August – einem Sonnabend (!) – ab 19:30 Uhr im Hamme-Forum. – Karten

Das Hamme-Forum hat aber noch viel mehr zu bieten ….

Bremen Zwei ist ein Gewinner

Die neue Hörerstudie der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (MA) verzeichnet leichte Zugewinne bei den 61 öffentlich-rechtlichen ARD-Stationen, die durchschnittlich 9,45 Millionen Hörer pro Stunde erreichen, ein Zuwachs von 0,7 Prozent. Dagegen verloren die 191 Privatsender 0,3 Prozent und liegen nun bei 11,06 Millionen Hörern. Insgesamt schalten 20,516 Millionen in Deutschland täglich das Radio ein, das ist ein minimales Plus von 0,1 Prozent. Der meistgehörte deutsche Radiosender laut MA ist das private Mantelfunkprogramm radio NRW, danach folgen SWR 3, WDR 4, Eins Live, Antenne Bayern, NDR 1, Bayern 1, WDR 2, Bayern 3 und Hit Radio FFH.

Radio Bremen hat seine Hörerzahlen erneut steigern können. Das ergab die Media-Analyse 2018 Audio I zur Radionutzung in Deutschland. Knapp 680.000 Hörerinnen und Hörer bundesweit schalten demnach täglich mindestens ein Radioprogramm von Radio Bremen ein. Ein großer Erfolg ist die Verdoppelung der Hörerinnen und Hörer bei Bremen Zwei. Die Media-Analyse 2018 Audio I ist die Leitwährung für die Radionutzung in Deutschland. Sie führt die beiden bisherigen Radio- und Online-Audio-Reichweitenerhebungen ma Radio und ma IP Audio in einer konvergenten Studie zusammen.

Herausragend ist der Erfolg von Bremen Zwei. Nach dem Wechsel von Programmnamen und Änderungen im Programm im Sommer 2017 hat Bremen Zwei die Hörerzahl in Bremen und Bremerhaven aus dem Stand verdoppeln können. Bei der Tagesreichweite montags bis freitags im Land Bremen kommt Bremen Zwei auf 5,2 Prozent, das heißt, rund 30.000 Menschen hören täglich in Bremen und Bremerhaven das Programm Bremen Zwei (ma 2017 Radio II: 2,4 Prozent, 14.000 Menschen).

Status Quo bei der Ritterhuder Torfnacht 2018

Zu der bemerkenswerten Reihe legendärer Kultbands und Musiker, die seit 2006 im Rahmen der Ritterhuder Torfnacht auf der Bühne standen, gesellt sich im nächsten Sommer eine weitere Formation, die internationale Musikgeschichte geschrieben hat: STATUS QUO.

Die britische Band, gegründet im Zeitraum1962/65, ist eine der bekanntesten, langlebigsten und erfolgreichsten Rockgruppen überhaupt. Zu ihren berühmtesten Stücken zählen „What You’re Proposing“, „Whatever You Want“ sowie „Rockin’ All Over the World“ und „In the Army Now“.

STATUS QUO haben in ihrer langen Karriere seit den 60er Jahren weit über 6.000 Live-Shows gespielt, sind kilometertechnisch mehrfach um den Globus getourt, haben damit rund 24 Millionen Fans glücklich gemacht und waren insgesamt bestimmt ein Vierteljahrhundert on the Road…

„Die Erzeuger von Feten- bis Welthits“ (Express.de) zeichnen sich dabei bis heute durch ihre außerordentliche Spielfreude und ihren großen Spaß an Live-Konzerten aus. Und die Fans können sich freuen: 2018 sind STATUS QUO wieder mit ihrem Trademark-Sound samt Telecaster-Gitarren und Marshall-Stacks live zu erleben.

2017 standen sie beim Wacken Open Air auf der Bühne, im Sommer 2018 werden STATUS QUO nur einige ausgewählte Shows  spielen, aber keine ausgiebige Europa-Tournee unternehmen wie in all den Jahren zuvor. Stattdessen gibt es Pläne, den neuen Schwung aus den Live-Shows in diesem Jahr ins Studio zu transportieren und ein neues Quo Rock-Album aufzunehmen! Sie können es also doch nicht sein lassen und spielen wieder Electric-Shows – eine davon am 11.8.2018 im Hamme Forum in Ritterhude!

Hamme-Forum