Archiv der Kategorie: Musik

Die UKW-Abschaltung kommt

Irgendwann wird sie kommen: die Abschaltung aller UKW-Sender in Deutschland. Nicht jetzt, nicht morgen, aber dann. Der Streit um die Bezahlung der UKW-Antennenmiete in einigen Regionen deutet darauf hin. Nach dem Verkauf der Antennenanlagen wollen die neuen Eigentümer rund 30 % mehr Miete haben. Wer nicht bezahlt, wird abgeschaltet. Eine Mietpreisbremse, die ohnehin nicht wirkungsvoll wäre, wie man an Wohnungsmieten sieht, gibt es da nicht.

DAB+ ist also die kommende Sendeform, verbunden mit einem kräftigen Auftragsschub für die Gerätehersteller. Erst ca. 20 % der Radiohörer haben mindestens ein Gerät, das DAB+ empfangen kann. Und das steht wahrscheinlich in der Küche.

DAB+ kommt also. Es bringt tatsächlich mehr Sender in bester Qualität, wenn man sich in einem Empfangsgebiet befindet, in dem eine einfache Zimmerantenne sicheren Empfang bietet. Wie bei digitalen Übertragungen üblich, hat man Empfang oder nicht. Dazwischen gibt es nichts oder man ist vom Wetter anhängig. Also sollte man sich erst einen Überblick über die DAB+Empfangsmöglichkeiten verschaffen (Empfangsprognose).

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Hier – ich gehe vom Raum Bremen/Unterweser aus – brauchen wir uns keine Gedanken machen. Eine Zimmerantenne reicht aus, sofern der Empfang der Bremer Sender eingestellt ist. Wer NDR1-Radio Niedersachsen hören möchte, muss sich allerdings mit dem Regionalprogramm aus Hannover begnügen, statt dem Studio Oldenburg. Das sollte schön längst vom NDR geändert sein. Selbstverständlich kann man auch die für Niedersachsen bestimmten Programme hören. In den Randgebieten muss man einfach mal hören, welcher Empfang besser ist. Das Programmangebot ist, neben den jeweiligen Programmen aus den Landesfunkhäusern, im wesentlichen identisch.

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Derzeit arbeitet man am Aufbau einer zweiten DAB+Senderkette, die dann auch regionale Programmanbieter berücksichtigen soll. Man könnte dann z.B. das in Bremen sehr beliebte „Radio Roland“ oder den „Bürgerfunk“ (radio weser.tv) im gesamten Unterweserraum hören, oder eben auch FFN oder Antenne Niedersachsen.

Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen DAB+Empfänger.

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Hooters und Status Quo: Da ist Party angesagt!

Das sind zwei Termine, die man sich unbedingt merken muss – zumindest wenn man in den stabilen 50ern geboren ist.

Die „Hooters“ spielen am 8. Juli ab 20 Uhr im Hamme-Forum. Ich habe sie Ende der 80er einmal in Bremen – ich glaube es war ein frühes Musikfest im Sommer – gesehen und gehört und war „von den Socken“. Ihre großen Erfolge „Johnny B.“, Satellite“ und „Day by Day“  werden auch heute noch rauf und runter gespielt im Radio. Auch bei den Sendern, die nicht nur für ältere Semester bestimmt sind, kann man sie gelegentlich noch hören. – Karten

Und zur nächsten Band muss man nich viel sagen. Sie waren einfach immer da: „Status Quo“. Bereits in den 60ern hatten sie ihre ersten Erfolge mit „Ice in the Sun“ und den Bildern von Streichholzmännchen. Typische 60er-Songs. Das änderte sich Anfang der 70er („Down the Dustpipe“) als sie den 12-Bar-Blues entdeckten und praktisch bis heute durchgehalten haben – again and again. Status Quo zeigen, dass sie nicht nur die obligatorischen drei Gitarrenakkorde kennen, sondern diese und viele andere mehr kreativ beherrschen und variieren können. Da ist Party angesagt!

Status Quo spielen am 11. August – einem Sonnabend (!) – ab 19:30 Uhr im Hamme-Forum. – Karten

Das Hamme-Forum hat aber noch viel mehr zu bieten ….

Bremen Zwei ist ein Gewinner

Die neue Hörerstudie der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (MA) verzeichnet leichte Zugewinne bei den 61 öffentlich-rechtlichen ARD-Stationen, die durchschnittlich 9,45 Millionen Hörer pro Stunde erreichen, ein Zuwachs von 0,7 Prozent. Dagegen verloren die 191 Privatsender 0,3 Prozent und liegen nun bei 11,06 Millionen Hörern. Insgesamt schalten 20,516 Millionen in Deutschland täglich das Radio ein, das ist ein minimales Plus von 0,1 Prozent. Der meistgehörte deutsche Radiosender laut MA ist das private Mantelfunkprogramm radio NRW, danach folgen SWR 3, WDR 4, Eins Live, Antenne Bayern, NDR 1, Bayern 1, WDR 2, Bayern 3 und Hit Radio FFH.

Radio Bremen hat seine Hörerzahlen erneut steigern können. Das ergab die Media-Analyse 2018 Audio I zur Radionutzung in Deutschland. Knapp 680.000 Hörerinnen und Hörer bundesweit schalten demnach täglich mindestens ein Radioprogramm von Radio Bremen ein. Ein großer Erfolg ist die Verdoppelung der Hörerinnen und Hörer bei Bremen Zwei. Die Media-Analyse 2018 Audio I ist die Leitwährung für die Radionutzung in Deutschland. Sie führt die beiden bisherigen Radio- und Online-Audio-Reichweitenerhebungen ma Radio und ma IP Audio in einer konvergenten Studie zusammen.

Herausragend ist der Erfolg von Bremen Zwei. Nach dem Wechsel von Programmnamen und Änderungen im Programm im Sommer 2017 hat Bremen Zwei die Hörerzahl in Bremen und Bremerhaven aus dem Stand verdoppeln können. Bei der Tagesreichweite montags bis freitags im Land Bremen kommt Bremen Zwei auf 5,2 Prozent, das heißt, rund 30.000 Menschen hören täglich in Bremen und Bremerhaven das Programm Bremen Zwei (ma 2017 Radio II: 2,4 Prozent, 14.000 Menschen).

Status Quo bei der Ritterhuder Torfnacht 2018

Zu der bemerkenswerten Reihe legendärer Kultbands und Musiker, die seit 2006 im Rahmen der Ritterhuder Torfnacht auf der Bühne standen, gesellt sich im nächsten Sommer eine weitere Formation, die internationale Musikgeschichte geschrieben hat: STATUS QUO.

Die britische Band, gegründet im Zeitraum1962/65, ist eine der bekanntesten, langlebigsten und erfolgreichsten Rockgruppen überhaupt. Zu ihren berühmtesten Stücken zählen „What You’re Proposing“, „Whatever You Want“ sowie „Rockin’ All Over the World“ und „In the Army Now“.

STATUS QUO haben in ihrer langen Karriere seit den 60er Jahren weit über 6.000 Live-Shows gespielt, sind kilometertechnisch mehrfach um den Globus getourt, haben damit rund 24 Millionen Fans glücklich gemacht und waren insgesamt bestimmt ein Vierteljahrhundert on the Road…

„Die Erzeuger von Feten- bis Welthits“ (Express.de) zeichnen sich dabei bis heute durch ihre außerordentliche Spielfreude und ihren großen Spaß an Live-Konzerten aus. Und die Fans können sich freuen: 2018 sind STATUS QUO wieder mit ihrem Trademark-Sound samt Telecaster-Gitarren und Marshall-Stacks live zu erleben.

2017 standen sie beim Wacken Open Air auf der Bühne, im Sommer 2018 werden STATUS QUO nur einige ausgewählte Shows  spielen, aber keine ausgiebige Europa-Tournee unternehmen wie in all den Jahren zuvor. Stattdessen gibt es Pläne, den neuen Schwung aus den Live-Shows in diesem Jahr ins Studio zu transportieren und ein neues Quo Rock-Album aufzunehmen! Sie können es also doch nicht sein lassen und spielen wieder Electric-Shows – eine davon am 11.8.2018 im Hamme Forum in Ritterhude!

Hamme-Forum

Freitag, 15.12.2017: Nazareth

Nazareth rockt die MusicHall! Sie zählen zur ersten Generation der Hard & Heavy Bands und prägten nach ihrer Gründung 1968 gemeinsam mit Bands wie Led Zeppelin, Deep Purple, Uriah Heep und Black Sabbath ganz maßgeblich die Stilrichtung des harten Rock. Mit über 60 Millionen verkauften Tonträgern,sind sie (neben den Simple Minds) die erfolgreichste Rockband Schottlands aller Zeiten. Mit anderen Worten: NAZARETH gehören zu den ganz Großen ihres Genres!

Wenn die Rock Dinosaurier im Spätherbst gleich auf über 20 europäische Städte zurollen, um Klassiker wie „This Flight Tonight“, „Turn on your receiver“, „Broken Down Angel“, „Freewheelin’“ oder „Love Hurts“ zu rocken, dann werden wir nicht nur in die  gute, alte Zeit der wilden 70er Jahre zurück entführt, sondern erleben eine Band hautnah, die nach 49 Jahren noch vor Spielfreude strotzt und bestens für die Zukunft gerüstet ist. Wer allerdings seinen Ohren im Verlaufe des Konzerts ein wenig Schonung angedeihen lassen möchte, sollte ein wenig Watte mit sich führen.

Ab November 2017 machen die Urväter des Rock auf ihrer mit Spannung und Vorfreude erwarteten Europa-Tournee auch in Deutschland und in der MusicHall, Worpswede, Station.

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Bremen Zwei könnte ständiger Begleiter werden

„Bremen Zwei ist das neugierige, inspirierende und anspruchsvolle Programm von Radio Bremen. Neugier ist der Kern dessen, was uns in unserer Arbeit antreibt: Egal ob Musik, Wort, Events – wir sind stets offen für Ungehörtes und Überraschendes. Neue Themen, neue Künstler, neue Musik – dafür stehen wir, das bekommen Sie bei uns.“

So beschreibt Radio Bremen sein zweites Hörfunkprogramm, welches im August d.J. aus dem NordwestRadio von RB und NDR hervorgegangen ist. Früher habe ich hin und wieder NordwestRadio gehört, jetzt läuft RB Zwei ständig bei mir. Ich mag ein unaufdringliches Kulturprogramm mit regionalem Bezug, was auch die aktuelle Information und die Nachrichten nicht vernachlässigt. Bremen Zwei ist nicht irgendwie abgehoben, sondern dicht bei den Hörern, und es hat bereits in den ersten Wochen bewiesen, dass Bremen mehr als nur Werder ist. Endlich mal wieder längere Features, Gespräche und andere Beiträge – einfach mal Zeit zum Zuhören.

Das Musikprogramm ist breit gefächert, weit ab vom Dudelfunk-Formatradio. Es spricht, wie in den guten alten Zeiten, auch die Klassik- und Jazz-Liebhaber an. Der Schwerpunkt liegt auf Singer/Songwriter. Da würde ich mir allerdings etwas mehr Mainstream und vielleicht auch mal ein paar deutschsprachige Titel wünschen. Es gibt auch in Deutschland gute Singer/Songwriter, die auf den bekannten Schlagerwellen keinen Platz finden. In fast regelmässigen Abständen muss ich Bremen Zwei verlassen und einfach mal wieder auf Bremen Eins oder NDR 2 zurück. Dann ist mir die Musik auf Bremen Zwei zu eintönig und einseitig. Zugegeben, man kann es nicht allen recht machen, denn Musik ist nun einmal Geschmackssache. Und es gibt mittlerweile tausend andere Wege für die „eigene“ Musik.

Wie dem auch sei, Bremen Zwei könnte mein ständiger Begleiter werden. Radio Bremen hat mit dem Macher- und Moderatorenteam einen guten Griff getan und die Wortbeiträge und Features sind „erste Sahne“.

Bremen Zwei im Netz

Bremen Eins – Party mit Roland Kloos

Bremen Eins lädt seine Hörerinnen und Hörer  am Samstag, 9. September 2017, zur großen Bremen Eins-Party ein. Los geht es um 22.00 Uhr in der Music Hall Worpswede. Einlass ist bereits um 21 Uhr!

Bremen Eins-Moderator Roland Kloos legt einen Abend lang die besten Discoscheiben der 70er, 80er und die größten Hits aller Zeiten auf. Also von ABBA bis ZAPPA. In den heiligen Hallen der ehrwürdigen Music Hall Worpswede wird bis in die Morgenstunden getanzt und gefeiert.

Ticket 8 Euro

DAB+ Update: Regional kommt noch

Aus technischen Gründen werden bisher in jedem Bundesland immer die Regionalversionen der jeweiligen Landeshauptstadt über DAB+ ausgestrahlt. In Niedersachsen nutzt man aber, um die Regionalisierung wie sie über UKW läuft, auch in DAB+ abbilden zu können, in jeder Region bereits jetzt unterschiedliche DAB+ Frequenzen. Wann die Regionalversionen über DAB+ ausgestrahlt werden können, ist derzeit leider noch nicht bekannt.

Das heisst konkret, bis auf weiteres bekommen wir hier regional über DAB+ die Informationen aus der Region Hannover. Aber der NDR arbeitet daran, dass wir bald möglichst auch die Regionalversion Bremen/Oldenburg, Elbe-Weser vom Sender Steinkimmen hören können.

Wer interessiert ist zu erfahren, was bereits jetzt schon über DAB+ in unserer Gegend zu empfangen ist, sogar mit einfacher Zimmerantenne, kann hier eine Liste als PDF herunterladen.

„Bremen 2“ wird ans Tageslicht gehievt

Radio Bremen hat sich entschlossen sein Profil zu schärfen. Darum heißt das Nordwestradio von Radio Bremen ab 12. August wieder Bremen Zwei. Obwohl das Nordwest-Radio eines der besten Radioprogramme in Deutschland ist, kennt es selbst in Bremen nur jeder Vierte. Im nicht-bremischen Sendegebiet von Radio Bremen – und das ist eine ganze Menge – kennt es noch nicht einmal jeder Vierte. War es ein Fehler ein Radioprogramm Nordwestradio zu nennen, was per UKW noch nicht einmal den ganzen Nordwesten incl. der Ostfriesischen Inseln erreicht? Sicherlich wurde hier eine Chance vertan. Insbesondere der Geldgeber NDR wollte natürlich keine Konkurrenz auf dem eigenen Territorium finanzieren.

Das soll sich nun durch den an die „Flottenstrategie“ anschließenden neuen Namen „Bremen 2“ und die Schärfung des Programmprofils – u.a. mit einem höheren Liveanteil und neuen Musiksendungen – ändern. Man darf gespannt sein, ob hier ein weiteres Formatradio der Marke „billig produziert“ aus der Redaktion agil, debil, senil ans Tageslicht gehievt wird.

Am Samstag und Sonntag sendet Bremen Zwei jetzt tagsüber (samstags von 07.00 – 18.00, sonntags von 08.00 – 18.00) live. Bisher waren die Sendungen am Wochenende weitgehend voraufgezeichnet. Nun wird Bremen Zwei auch am Wochenende in gewohnter Qualität aktuell, hintergründig und pointiert über das Welt- und Kulturgeschehen in Bremen, Bremerhaven und der Region berichten. Die journalistischen Programmflächen werden damit – im Vergleich zum alten Nordwestradio – deutlich ausgedehnt.

 

Bremen Zwei verspricht ein Programm für Neugierige, will überraschen und inspirieren. Dabei soll Altbewährtes mit Neuem verquickt werden. In einem „Podcast Lab“ (mittwochs, 21.00 – 22.00) wird versucht, die junge Podcastszene ins „alte“ Medium Radio zu bringen. Die Hörspielredaktion produziert erstmals serielle Hörspiele, die vorab als Podcasts angeboten werden. Auch in den sozialen Netzwerken wird Bremen Zwei verstärkt aktiv werden. So wurde mit „Stars on Radio“ ein Bewegtbildformat entwickelt, das die historischen Schätze des Radio Bremen Archivs als animierte Comicstrips wieder belebt.

Gut eingeführte Programmstrecken wie das Tagesprogramm von Montag bis Freitag bleiben unverändert. Bekannte Programmmarken des Nordwestradios wie Hörspiel und Feature, die Sendung „Mare“, das Talkformat „2nach1“ bleiben erhalten und werden weiter entwickelt. Allerdings wagt Bremen Zwei auch neue Wege: Der Sender verzichtet bewusst auf die Übertragung des Gottesdienstes am Sonntagmorgen. An gleicher Stelle (sonntags, 10.00 – 11.00) gibt es stattdessen eine innovative, mit der evangelischen und katholischen Kirche zusammen entwickelte Programmstrecke zu Glaubens- und Kirchenthemen.

 

Bremen Zwei hat sich einem modernen, offenen und lässigen Kulturbegriff verschrieben. Programmleiter Karsten Binder: „Kultur meint am Ende das, was den Menschen in ihrem Leben Sinn gibt. Wir haben den Kulturbegriff deshalb geweitet. Wir sprechen über die politische Kultur, ebenso wie über Esskultur oder die Spielkultur im Fußball. Wir haben in diesem Sinne bei jedem Thema die ‚Kulturbrille‘ auf und gucken mit dem zweiten oder dritten Blick auf die Ereignisse. Die Menschen verlangen ja nach Denkanstößen, nach Futter, auch nach Genuss für den Geist. Das kann mal ein spannendes Feature sein, das kann auch der fundierte Kulturtipp sein.“

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