Archiv der Kategorie: Gesundheit

Überlastungsanzeige ist praktisch verpflichtend

Im September 2016 sollte eine Pflegerin in der Asklepios Fachklinik in Göttingen als Vertretungskraft auf einer mit 24 Patienten belegten offenen Station eingesetzt werden. Neben ihr war dort lediglich noch eine Auszubildende im Einsatz. Die Klägerin hielt die personelle Besetzung für unzureichend, sie meldete sich bei dem Pflegedienstleiter. Die Station bekam eine weitere Auszubildende zugeteilt, die ebenfalls stationsfremd war. Außerdem wurde der Klägerin mitgeteilt, dass sie im Falle von unvorhersehbaren Arbeitsspitzen Unterstützung von der Nachbarstation bekommen könne.

Die Pflegefachkraft hielt die Personalsituation weiterhin für unzureichend und verfasste eine sogenannte Gefährdungsanzeige. Nach dem Arbeitsschutzgesetz sind Beschäftigte dazu verpflichtet, unverzüglich ihrem Arbeitgeber oder zuständigem Vorgesetzten jede von ihnen festgestellte unmittelbare erhebliche Gefahr für die Sicherheit und Gesundheit zu melden. Da sie normalerweise auf einer anderen Station arbeite, habe sie keinen der Patienten gekannt, berichtete sie in der Verhandlung. Gerade in einer psychiatrischen Klinik sei es aber wichtig, dass man die Patienten kenne, um mögliche Krisen schnell erkennen und darauf reagieren zu können. Deshalb hätte auf der Station noch eine zweite examinierte Fachkraft eingesetzt sein müssen. Ihr Arbeitgeber hielt die Gefährdungsanzeige für unberechtigt und sprach daraufhin eine Abmahnung aus.

Das Arbeitsgericht Göttingen hielt die Abmahnung für unberechtigt, da diese dem Sinn und Zweck des Arbeitsschutzgesetzes widerspreche. Dieses verpflichte Arbeitnehmer dazu, daran mitzuwirken, dass keine Gefährdungslagen entstehen. Dabei komme es nicht darauf an, ob eine objektive Gefährdung bestehe. Arbeitnehmer könnten auch aufgrund ihrer subjektiven Einschätzung eine Gefährdungsanzeige erstatten. Der Arbeitgeber könne gegebenenfalls mit einer Gegendarstellung reagieren, nicht aber mit einer Abmahnung. Der Arbeitgeber muss eine Abmahnung aus der Personalakte der Fachkraft löschen. Es gebe auch keine Anhaltspunkte dafür, dass die Gefährdungsanzeige missbräuchlich erstattet worden sei. Beschäftigte müssen Gefährdungen melden. Eine subjektive Einschätzung reicht für eine Gefährdungsanzeige.

Quelle: NDR

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So, meine Zukunft ist endlich geklärt

Ich gehe nicht ins Altersheim!

Wenn mich einmal niemand mehr persönlich braucht und mich hier nichts mehr hält, ziehe ich auf ein Kreuzfahrtschiff. Die Gründe dafür lieferte mir unsere Gesundheitsministerin: „Die durchschnittlichen Kosten für ein Altersheim betragen 200 € pro Tag.“ Hmmmm, ich habe daraufhin eine Reservierung für das Kreuzfahrtschiff „Aida“ geprüft und muss für eine Langzeitreise als Rentner oder Rentnerin „nur“ 135 € pro Tag zahlen. Nach Adam Riese bleiben mir dann noch 65 EUR pro Tag übrig!!!

1. Ich habe mindestens 10 freie Mahlzeiten, wenn ich in eines der Bordrestaurants wackele, oder mir das Essen vom Room-Service auf das Zimmer, also in die Kabine, bringen lasse. Das heißt in anderen Worten: Ich kann jeden Tag der Woche mein Frühstück im Bett einnehmen.

2. Die „Aida“ hat drei Swimmingpools, einen Fitnessraum, freie Benutzung von Waschmaschine und Trockner und sogar jeden Abend Shows.

3. Es gibt auf dem Schiff kostenlos Zahnpasta, Rasierer, Seife und Shampoo.

4. Das Personal behandelt mich wie einen Kunden, nicht wie einen Patienten. Für 15 € Trinkgeld extra pro Tag lesen mir die Stewards jeden Wunsch von den Augen ab.

5. Alle 8 bis 14 Tage lerne ich neue Leute kennen.

6. Fernseher defekt? Glühbirne kaputt? Die Bettmatratze ist zu hart oder zu weich? Kein Problem! Das Personal wechselt es kostenlos und bedankt sich für mein Verständnis.

7. Frische Bettwäsche und Handtücher jeden Tag sind selbstverständlich und ich muss nicht einmal danach fragen.

8. Wenn ich im Altersheim falle und mir eine Rippe breche, dann komme ich ins Krankenhaus und muss gemäß der neuen Krankenkassenreform täglich richtig draufzahlen. Auf der „Aida“ bekomme ich den Arzt kostenlos.

9. Ich habe noch von keinem Fall gehört, bei dem zahlende Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes vom Personal bedrängt oder gar misshandelt worden wären. Auf Pflegeheime trifft das nicht im gleichen Umfang zu!!!

10. Nun das Beste: Mit der „Aida“ kann ich nach Südamerika, Afrika, Australien, Japan, Asien… wohin auch immer ich will. Darum sucht mich in Zukunft nicht im Altersheim, sondern „just call shore to ship“. Auf der „Aida“ spare ich jeden Tag 50 € und muss nicht einmal mehr für meine Beerdigung ansparen. Mein letzter Wunsch ist dann nur: Werft mich einfach über die Reling. Das ist nämlich auch kostenlos!!!

PS.:  Wenn jemand mitmacht, dann kapern wir den ganzen Kahn!!!

Da sage noch einer Fernsehen bildet!

tvprogrammvielfalt

06:00 bis 09:00 Wie ich Deine Mutter kennenlernte (12 Folgen)

09:00 bis 12.00 Rubber Dup Dup –  Baden ohne Schaum (12 Folgen)

12:00 bis 15:00 Die Großknall-Theorie (mit Heinrich von der Wübbenloh) 12 Folgen

15:00 bis 18:00 Wie Deine Oma meine Mutter kennenlernte (12 Folgen)

18:00 bis 18:04 News of the World (aus dem Studio Quakenbrück)

18:04 bis 20:00 Dauerfernsehsendung (Koof mich!)

20:00 bis 22:00 TV-Klassiker: Derrick Folge 1 und 2

22:00 bis 24:00 Zwei und ein halbes Pferd (8 1/2 Folgen)

0:00 bis 03:00 Wiederholungen von 09:00 (vom Vortag)

03.00 bis 06:00 Wiederholungen von 06:00 (vom Vortag)

Helmut Schmidt hat in den 70ern den fernsehfreien Montag vorgeschlagen. Heute würde er wahrscheinlich die privatfernsehfreie Woche zur Diskussion stellen. Mit Recht!

Vielleicht ist Facebook ja nur noch peinlich?

anicat3Kürzlich erregte sich ein Bekannter über die “Posting-Gewohnheiten” der meisten Leute bei Facebook. Und tatsächlich, es wird jeder Furz gepostet. Selbstdarstellung um jeden Preis! Ich persönlich finde diese “nie gelebten” Sinnsprüche, mit denen die Leute ihre Seite verzieren und Freunde nerven, und noch meinen sie tun etwas Tolles, nur noch peinlich. Vielleicht ist Facebook ja nur noch peinlich?

Meine Statusmitteilung für heute: Ich gehe jetzt Pinkeln!

Wer kann die Krankenversicherung noch bezahlen?

Auf den ersten Blick sieht es nach einem klaren Erfolg aus: Immer mehr Menschen sind krankenversichert, seitdem die Versicherungspflicht in Deutschland besteht. Doch es gibt auch immer mehr Menschen, für die die Pflicht zur finanziellen Belastung wird. So sind die Außenstände der gesetzlichen Krankenversicherung durch säumige Beitragszahler binnen eines Jahres um 55 Prozent gestiegen. Dies habe der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bestätigt, schreibt der „Tagesspiegel“.

Demnach erhöhte sich die Summe der nicht gezahlten Beiträge von 1,08 Milliarden im August 2011 auf 1,67 Milliarden Euro im Juni dieses Jahres. Allein bei der größten Krankenkasse, der …….. Lesen Sie weiter bei SPIEGEL online

Sinnvolle Massnahmen gegen den Pflegekräftemangel

Die Bundesregierung will in Kürze ein Maßnahmenpaket im Kampf gegen den Pflegekräftemangel in Deutschland verabschieden. „Die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege steht kurz vor dem Abschluss“, sagte ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Derzeit befinde sich die Offensive in den abschließenden Beratungen mit den beteiligten Partnern wie etwa dem Gesundheitsministerium. Das entsprechende Gesetz solle noch in diesem Jahr in Kraft treten.

Einer der wichtigsten Punkte des Pakets: Die Bundesagentur für Arbeit wird von 2013 an die komplette dreijährige Umschulung von Arbeitslosen zu Alten- und Krankenpflegern finanzieren. Bislang darf die Arbeitsagentur nur die Kosten für zwei Jahre erstatten, für das letzte Jahr müssen zu Beispiel die Bundesländer aufkommen. Die meisten Länder zögern bislang jedoch mit verbindlichen Zusagen. Deshalb wird nun der Bund einspringen, wie er es schon im Rahmen des Konjunkturpakets II von 2009 bis 2010 tat. Zu den erwarteten Kosten für die Arbeitslosenversicherung machte der Ministeriumssprecher keine Angaben. Das Programm sei bewusst bis 2015 befristet. „Wir wollen auf Sicht fahren und auf aktuelle Bedürfnisse am Arbeitsmarkt reagieren können“, sagte der Sprecher.

Die Vergütung für ausgebildete Altenpflegekräfte (mit Examen) bzw. Pflegefachkräfte gem. SGB XI soll in den Einstiegsgruppen um etwa 300 EUR mtl. angehoben werden. Das hätte den Effekt, dass sich langjährig erfahrene PflegehelferInnen oftmals zur Fachkraft weiterbilden lassen würden und somit die Lücken schliessen könnten. In Verhandlungen zwischen den Kostenträgern und den Arbeitnehmervertretern der Altenpflege stehen die Signale auf Grün. Der Mangel an Pflegekräften in Deutschland besteht schon heute. Derzeit dauert es nach Angaben der Arbeitsagentur im Durchschnitt 115 Tage, um eine freie Stelle zu besetzen. Das ist deutlich länger als für die meisten anderen Berufe. Es wird erwartet, dass sich angesichts der alternden Gesellschaft die Lage in den kommenden Jahren noch deutlich zuspitzen wird, schreibt die FAZ.

Gefunden auf Facebook: Schlaganfall

Schlaganfall_21092011

Während gegrillt wurde, stolperte Ingrid und fiel hin. Man bot ihr an, einen Krankenwagen zu rufen, doch sie versicherte allen, dass sie OK war und sie nur wegen ihrer neuen Schuhe über einen Stein gestolpert sei. Weil sie ein wenig blass und zittrig wirkte, half man ihr, sich zu säubern und brachte ihr einen neuen Teller mit Essen. Ingrid verbrachte den Rest des Abends heiter und fröhlich. Ingrids Ehemann rief später an und ließ alle wissen, dass seine Frau ins Krankenhaus gebracht worden war. Um 23.00 Uhr verstarb Ingrid. Sie hatte beim Grillen einen Schlaganfall erlitten. Hätten ihre Freunde gewusst, wie man die Zeichen eines Schlaganfalls deuten kann, könnte Ingrid heute noch leben.

 

Manche Menschen sterben nicht sofort. Sie bleiben oft lange in einer auf Hilfe angewiesen, hoffnungslosen Situation. Es dauert nur 1 Minute, das Folgende zu lesen… Ein Neurologe sagte, dass wenn er innerhalb von 3 Stunden zu einem Schlaganfallopfer kommen kann, er die Auswirkung eines Schlaganfalls aufheben könne. Er sagte, der Trick wäre, einen Schlaganfall zu erkennen, zu diagnostizieren und den Patienten innerhalb von 3 Stunden zu behandeln, was allerdings nicht leicht ist.

 

Erkenne einen Schlaganfall: Es gibt 4 Schritte, an die man sich halten sollte, um einen Schlaganfall zu erkennen.

– Bitte die Person, zu lächeln (sie wird es nicht schaffen).
– Bitte die Person, einen ganz einfachen Satz zu sprechen (zum Beispiel: „Es ist heute sehr schön.“).
– Bitte die Person, beide Arme zu erheben (sie wird es nicht oder nur teilweise können).
– Bitte die Person, ihre Zunge heraus zu strecken (Wenn die Zunge gekrümmt ist, sich von einer Seite zur anderen windet, ist das ebenfalls ein Zeichen eines Schlaganfalls.)

Falls er oder sie Probleme mit einem dieser Schritte hat, rufe sofort den Notarzt und beschreibe die Symptome der Person am Telefon. Ein Kardiologe hat gesagt, wenn man dieses Wissen sovielen Personen wie möglich nahe bringt, kann man sicher sein, dass irgendein Leben ?- evtl. auch unseres ?- dadurch gerettet werden kann. Wir senden täglich so viel „Schrott“ durch die Gegend, da können wir doch auch die Leitungen mal mit etwas Sinnvollem verstopfen, findet Ihr nicht !??! Falls Ihr es ebenso für Wichtig empfindet,- … kopiert es einfach, damit es so viele evtl. betroffene Personen hoffentlich noch vor Eintreffen jenes Schicksal`s erreichen kann. [Gepostet von Mirco Lange auf Google+]

Lebensmittelverpackungen – ein echtes Hindernis für Senioren

Lebensmittelverpackungen

Früher war es üblich, dass Butter, Milch und andere Lebensmittel als lose Ware verkauft wurden. Gefäße, meist aus Porzellan, wurden mitgebracht, der Einkauf wurde umgefüllt. Heute dagegen machen es uns Plastikschalen und -flaschen leicht: Die Lebensmittel sind so abgepackt, dass sie bis zum Verzehr in der Packung bleiben können. Wenn, ja wenn man sie denn öffnen kann!

 

Genau das aber ist ein ständiges Ärgernis gerade für ältere Menschen, die mit nachlässenden Kräften zu kämpfen haben. Was für jüngere Menschen eine leichte Übung ist, z.B. bei einem Joghurtbecher die Silberfolie abzureissen, stellt für manch einen durchaus mobilen älteren Menschen ein schier unüberwindliches Hindernis dar. Von Folien-Mahlzeiten der Menuedienste ganz zu schweigen. Manch eine Brotauflage, z.B. Käsescheiben oder Beutelwurst, scheint für die Ewigkeit gemacht zu sein, aber nicht zum Verzehr durch ältere Menschen. Da kann es passieren, dass ein Mensch verhungert vor einem reich gedeckten Tisch sitzt. Nicht immer ist jemand da, der „mal eben die Dosen öffnet“. Ist es denn für die Industrie so schwer zu vermeiden, dass extra jemand da sein muss, um Brotaufstrich aufs Brot zu bringen? Man muss nicht pflegebrüftig sein, um ein echtes Problem mit diesem Teil der täglichen Ernährung zu haben.

 

Eine Kindersicherung, wie sie jetzt bei Einmalfeuerzeugen üblich zu sein scheint, bringt so manch einen älteren Raucher an den Rand der Verzweiflung. Es fehlt die Kraft in den Fingern das Feuerzeug zu zünden. Alles andere hat sich nicht geändert, auch der Hunger auf eine gute Zigarre vielleicht nicht. Aber durch diese „Kleinigkeit“ – die eigene Hilflosigkeit und Wut gibt niemand gern zu – bleibt die Zigarre kalt und im übertragenenen Sinne auch das Essen unberührt. Das hat Folgen, die vielleicht einmal gründlicher untersucht werden sollten.

 

Auch ältere Menschen sollten, so lange wie es nur irgendwie möglich ist, in die Lage versetzt werden selbstständig und eigenverantwortlich zu leben. Und dazu gehört eben auch das einfache Öffnen von Lebensmittelverpackungen. Eigentlich doch eine Selbstverständlichkeit, oder?

 

Um ein Gefühl für das Problem zu bekommen, sollten Sie im Winter einmal versuchen mit kalten, steifgefrorenen Fingern bei einer Zahnpastatube die Verschlussfolie abzureissen oder die Folie einer 10er-Packung Butterkäse abzutrennen, noch dazu an einer unscharf markierten Stelle. Auf jeden Fall sollten Sie es üben solange Sie jünger sind, denn später regelmässig chinesisch, italienisch oder griechisch essen zu gehen, mit Suschi oder Muschi, wird für Sie später nicht drin sein!

Eine weit verbreitete Annahme ….

Eine weit verbreitete Annahme ist, dass Deutsch beinahe die offizielle Sprache der USA geworden wäre. Immer wieder wird dabei auf eine Abstimmung im US-Kongress hingewiesen, bei der die deutsche Sprache angeblich mit einer Stimme Unterschied der englischen Sprache unterlag.   Diese Abstimmung gab es so nicht. Vielmehr wurde im Kongress am 13. Januar 1795 ein Gesetzesvorschlag eingebracht, der vorsah, alle Bundesgesetze auch in deutscher Sprache zu drucken. Während der Debatte gab es (wohl aus Zeitgründen) den Antrag, diese Angelegenheit zu einem späteren Zeitpunkt weiterzudiskutieren. Dieser Vorschlag unterlag mit einer Stimme. Damit war die Debatte zu diesem Entwurf beendet. Einen Monat später wurde der Gesetzesentwurf dann in der eigentlichen Abstimmung endgültig abgewiesen.

 

Die Eine-Stimme-Unterschied-Legende baut auf der oben genannten Abstimmung zur weiteren Behandlung des Themas auf. Besonders die zahlreichen deutschen Einwanderer, die sich sprachlich benachteiligt sahen, haben die Angelegenheit aufgebauscht und die Geschichte ein wenig anders wiedergegeben.

 

Es stimmt allerdings, dass das amerikanische Volk die Unabhängigkeitserklärung zuerst in deutscher Sprache lesen konnte. Am 4. Juli 1776 unterschrieb John Hancock, Präsident des in Philadelphia tagenden Kontinentalkongresses, die Declaration of Independence. Am 5. Juli war die deutschsprachige Zeitung Pennsylvanischer Staatsbote die erste amerikanische Zeitung, die davon berichtete. Auch der erste Abdruck der Erklärung für die Bevölkerung erfolgte auf Deutsch, denn obwohl John Dunlap die englische Originalfassung der Unabhängigkeitserklärung am Abend des 4. Juli für die Teilnehmer des Kongresses druckte, war der deutschsprachige Druck von Steiner und Cist am 5. oder 6. Juli in Philadelphia der erste Abdruck für die Bevölkerung. Die Zeitung Pennsylvania Evening Post veröffentlichte den englischen Originaltext erst später am 6. Juli, da es sich um eine Abendzeitung handelte.

 

Die USA haben übrigens bis heute keine gesetzlich festgelegte Amtssprache, obwohl in der Praxis natürlich Englisch diese Funktion einnimmt.

Grippeimpfung künftig länger wirksam?

Die Grippeimpfung musste bislang jedes Jahr erneuert werden. Nun haben Forscher eine Substanz entdeckt, die gegen mehrere Erreger schützt. Europäische Forscher haben eine Substanz entdeckt, die gegen mehrere verschiedene Grippeviren wirkt. Damit könnte die Grippeimpfung künftig länger als ein Jahr schützen. Im Versuch mit Mäusen und Frettchen habe der nun entdeckte Antikörper schon gegen Grippeviren geholfen, schreibt das Team aus der Schweiz, Großbritannien und den Niederlanden im Fachjournal „Science“.  

 

Beinahe jedes Jahr tauchen neue Grippeerreger auf. Weil sie sich jedoch ständig verändern, müssen immer neue Impfstoffe gegen sie entwickelt werden. Und was in diesem Jahr vor der Grippe schützt, kann im nächsten Herbst schon weniger wirken oder völlig nutzlos sein. Daher suchen Forscher schon seit Jahren eine Substanz, die eine Vielzahl von Influenza-Viren bekämpfen kann.

 

Auch hier gilt: Zu jedem Schlüssel gehört ein Schloss. Mit Hilfe des Proteins Hämagglutinin bindet das Virus an die entsprechenden Rezeptoren der Wirtszelle und dringt daraufhin in sie ein. Mutationen des Virusgenoms verändern hin und wieder die Struktur des Hämagglutinins. Doch genau daran docken auch die Antikörper des Immunsystems an. Die Wahrscheinlichkeit, einen Antikörper zu finden, der gegen alle Viren-Varianten wirkt, galt als äußerst gering.

 

Dem Wissenschaftlerteam ist dies nun gelungen: Mit einem neuen Verfahren konnten die Forscher um Davide Corti vom Institute for Research in Biomedicine im schweizerischen Bellinzona den extrem selten vorkommenden Antikörper F16 bei einem Influenza-Patienten identifizieren.

 

Seine hohe Wirksamkeit gegen beide großen Influenza-A-Stämme führen sie auf die besondere Struktur an der Virusbindungsstelle zurück. Der Antikörper bindet sich an eine Stelle der Grippeviren, die sich nur wenig verändert und macht die Erreger unschädlich. Influenza-A-Viren machen einen Großteil der gewöhnlichen Grippeviren aus. [Welt]

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