Selbsthilfe mal ganz einfach

In diesen dunklen Novembertagen kann man ins Grübeln kommen, nicht im negativen Sinne, sondern nachdenklich und lösungsorientiert.

Es gibt sicher viele alleinlebende Menschen, so wie ich, im leicht fortgeschrittenen Alter, die sich Gedanken machen oder auch machen sollten: Was passiert, wenn ich mal hilflos bin, mich nicht bewegen kann, irgendwo liege und auch nicht das Telefon erreiche. In meinem Fall würde man das erst bemerken, wenn die Brötchentüte aus der Vorwoche noch am Türgriff hängt oder ich beim Bundesliga-Tippspiel nichts eingetragen habe. Soziale Kontakte sind vorhanden, viele sogar, aber eben nicht täglich. Unter Nachbarn sieht man sich, man klönt und hilft sich und manchmal feiert man auch zusammen, aber auch das nicht täglich. Da können schon mal zwei, drei oder mehrere Tage vergehen. Und genau dann passiert das Unerwartete, das unverhoffte Unheil. Es möchte wohl niemand die Welt erst durch süßlichen Verwesungsgeruch auf sich aufmerksam machen.

Für genau diesen Fall gibt es telefonische Hilfsdienste oder auch Meldesysteme, die mit einer Notrufzentrale verbunden sind. Die sollte man in Anspruch nehmen, wenn man pflegebedürft ist oder sich tatsächlich hilfebedürftig fühlt. Aber auch in anderen Fällen sollten nicht Tage vergehen, bevor irgendjemand aufmerksam wird.

Whatsapp, aber auch alle anderen Messenger, bieten die Möglichkeit schnell eine Gruppe einzurichten. Alle Teilnehmer sollten sich verpflichten mindestens einmal am Tag ein Lebenszeichen von sich zu geben, d.h. etwas zu posten, mindestens aber ein Smiley zu senden. Alle anderen wissen dann, dass alles in Ordnung ist. Falls mal kein Lebenszeichen kommt, also ein Smiley ausbleibst, dann sollte alle hellhörig werden und vielleicht mal an der Tür klingeln oder nachforschen, was los ist. Alles kann harmlos sein, es kann aber auch um Leben oder Tod gehen.

Die Gruppen sollten eine überschaubare Zahl an Teilnehmern haben, die sich möglichst auch untereinander kennen. Alles weitere kann selbstverständlich abgesprochen werden.

Die Umsetzung dieser „Novembergedanken“ ist möglich und es gilt immer noch der alte Technikerspruch „Versuch macht klug“.

Und damit wünsche ich allen Lesern einen sonnigen Novembertag,

Axel Buddenbaum

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