Über Axel Buddenbaum

Lieb, nett, intelligent, höflich, erdverbunden, Raucher, Katzenliebhaber, Musikfreak, fast immer mit guter Laune und wenn der Tank leer ist, schalte ich auf Kondenzwasser um

Frieden ist machbar, aber …

Es ist wahrscheinlich sehr vermessen einen Friedensvorschlag über die Köpfe der vom Krieg betroffenen Menschen machen zu wollen. Aber ist es denkbar, dass die Ukraine auf die zwei Gebiete im Osten verzichtet? Wahrscheinlich ist das eher möglich als zum Beispiel den Zugang zum Schwarzen Meer zu verlieren, u.a. mit der bedeutenden Hafenstadt Odessa.

Alle Gebiets- und Heimatverluste sind sehr schmerzhaft. Wer wüsste das besser als wir Deutschen? Über 17 Millionen mussten aus ihrer Heimat in Ostpreussen, Pommern oder Schlesien flüchten oder wurden brutal vertrieben. Auch damals gingen die Russen in ihrer radikalen und brutalen Weise vor. Deutschland hatte die Sowjetunion überfallen und in Weißrussland, in Russland und in der Ukraine Verbrechen begangen. Aber war das die Schuld der jungen Mutter, die ihre kleine Tochter auf der Flucht im Schnee tot zurücklassen musste und deren Schwiegervater von betrunkenen Rotarmisten lebendig an ein Scheinentor genagelt wurde? Nein, ganz sicher nicht!

Bei uns Deutschen bleibt nach diesen tiefgehenden Erfahrungen eines totalen Zusammenbruchs der Zivilisation und der kompletten Zerstörung aller größeren Orte, nach Tod, Verzweiflung, Verlust der Heimat und auch der Scham über die eigenen Verfehlungen, nur eines: NIE WIEDER KRIEG! Und wenn das nicht möglich ist, dann darf dieser Krieg nie wieder vom deutschen Boden ausgehen. Genau dafür stehen unsere gewählten Vertreter in der Verantwortung. Genau dafür muss jeder Schritt genau überlegt werden, auch wenn alle Welt diese „Langsamkeit“ mit Kopfschütteln zur Kenntnis nimmt.

Ich weiß keinen Weg wieder zum Frieden zwischen Russen und Ukrainern zu kommen. Zu vieles wühlt die Seelen auf, zu viel ist passiert. Aber eines ist sicher: Irgendwann müssen sie miteinander und nicht nur über einander reden. Es gibt ein Russland nach Putin.

Pummel hat nachgedacht

Das Bild zeigt Pummel bei ihrem Denker-Schläfchen

Nach dem sich Pummel aufgerafft hat aus ihrem Denker-Schlaf, setzte sie sich vor mich hin und blickte mich mit ihren Kulleraugen treuherzig an: „Ich habe nachgedacht“ , legte sie los.

„Ihr Menschen im Allgemeinen seid doch primitive Wesen, nur mit geistig verkümmerten Einzellern zu vergleichen. Ihr führt Kriege, schlagt alles kurz und klein und bringt Euch auch noch gegenseitig um. Heimtückisch und brutal seid Ihr, wenn es um Eure sogenannte Ehre geht, oder um ein Stück Land oder um das, was Ihr verheizen wollt. Ihr seid nie zufrieden mit dem, was Ihr habt. Alles muss immer mehr, größer, schneller und bequemer sein. Aber dafür schlagt Ihr Euch tot und Ihr nehmt der Erde auch noch das letzte an Schätzen.“

„Eines kann ich Euch schon jetzt sagen: irgendwann müsst Ihr Euch einen neuen Planeten suchen, wenn Ihr das überhaupt noch schafft. Alles was auf diesem Planeten, den ihr Erde nennt, lebt, lacht und liebt, wird aufatmen, wenn Ihr verschwunden seid. Wir Katzen werden bis dahin auch gelernt haben Dosen zu öffnen. Und wenn nicht, leben wir eben wieder natürlich.“

„Ihr werft uns Katzen immer vor, dass wir uns zu schnell vermehren und zu viele Kinder kriegen. Aber schaut Euch merkwürdigen Zweibeiner an. Es gibt mittlerweile fast 9 Milliarden von Euch auf unserem Fleckchen Erde. Wie wollt Ihr weiterleben, wenn Ihr viele der Lebensmittel einfach wegwerft oder zu Futter für Eure fahrbaren Untersätze verarbeitet. Oder an Kühe und Schweine verfüttert, anstatt das Getreide zu Brot für alle zu verarbeiten. Ihr haltet Euch für so klug, und macht gleich alles wieder kaputt.“

„Ich habe ausführlich auch über Eure heutigen Sorgen und Nöte nachgedacht, ganz aktuell für Euren Rudelanführer in Berlin. Er soll doch mal die beiden Rudelanführer aus Russland und aus der Ukraine nach Berlin einladen. Und dann sollen alle drei sich für ein paar Tage zusammensetzen und das unsinnige Schießen sein lassen. Bei ein paar Dosen mit leckerem Futter und ein paar schwindelig machenden Wässerchen werden sich die drei bald in den Armen liegen und laut singend durch den schönen Park von „Ohne Sorgen“ wandern. Das Lied vom „Wind der Veränderung“ kennen sogar wir Katzen.“

„Und wenn der eine wieder an seinem langen Schreibtisch sitzt und der andere wieder mit dem Smartphone durch seine Stadt läuft, dann kommen sie zur Vernunft und bringen sich nicht mehr um. Der Himmel wird wieder blau und der Weizen wieder gelb. Eure Artgenossen in Afrika und anderswo müssen nicht mehr verhungern und Ihr müsst nicht mehr frieren. – Ich verstehe gar nicht, warum Ihr Zweibeiner nicht auf so gute Überlegungen kommt“.

Pummel ist für solch philosophische, aber guten Überlegungen bekannt. Aber manchmal träumt sie auch nur mit offenen Augen.

Pummel wartet vor ihrem Fressnapf. „Nachdenken strengt an!“

Bitte weitersagen

Liebe Freunde,

vor kurzem habe ich 5 ältere (und verstaubte) Notebooks gespendet bekommen. Diese lagen in Schubladen oder sogar im Keller und sollten entsorgt werden. Die Besitzer hielten sie einfach für zu alt, zu unmodern oder zu langsam. Dabei waren es Geräte, die teilweise sogar Windows 7 bewältigen konnten.

Kurz gesagt, nach dem ich sie etwas wieder aufgemöbelt, wo es passte auch mehr Arbeitsspeicher eingesetzt und entweder ein neues Windowssystem oder Linux Mint aufgespielt habe, wurden sie mir fast aus der Hand gerissen. Es gibt immer Menschen, die nur das Nötigste auf der Flucht mitnehmen konnten oder die mit wenig Taschengeld im Heim leben müssen und sich diese Dinge nie erlauben können.

Und tatsächlich, die einmal ausgemusterten und zu entsorgenden Geräte liefen wieder wunderbar und taten, was sie sollten. Zum Beispiel eine Verbindung in die Heimat herstellen oder, für Heimbewohner, ein Fenster in die Welt da draußen eröffnen. Oder auch nur durch Schach oder Moorhuhn spielen für Unterhaltung im manchmal tristen Alltag sorgen.

Falls Ihr, liebe Freunde des guten Geschmacks, noch irgendwo alte Schönheiten verstauben oder im Kellergerümpel verschwinden lasst, dann könnt Ihr damit noch Gutes tun und bewirken. Meldet Euch einfach bei mir.

Mehr könnt Ihr auf der Webseite erfahren: https://www.seniorplus.de/hilfen-und-spenden/
Kontakt auch über….
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DANKE, IHR TUT GUTES! Und bitte weitersagen!

Seid gut zu Dosenöffnern

Pummel, die Chefin des Hauses, stürmt durch die Katzenklappe herein und baut sich auf dem Schreibtisch, gleich neben meinem liebsten Schreibgerät, auf und schaut mich an: „Komm‘ her, setze Dich, hier kannste was lernen!“

Nun lässt sie wieder die universell gebildete Katzendame heraushängen, denke ich mir. Aber ich setze mich und schaue sie an. „Preisfrage! Warum legen meine klugen Artgenossen Euch zweibeinigen und halbwissenden Dosenöffnern hin und wieder mal eine Maus vor die Tür oder bringen sie sogar mit ins Haus?“, legt meine universell gebildete Katzendame los. „Vielleicht weil ihr dankbar seid für gutes Futter?“, wage ich zu antworten. „Quatsch!“, sie verschluckt sich fast. „Oder weil ihr den Hausmenschen zum Spielen animieren wollt?“ – „Schon besser!“

Pummel reckt sich und nimmt eine fast oberlehrerhafte Position neben meinem Schreibgerät ein: „Ich will es mal in Dir verständlichen Worten erklären. Wir Katzen sind sozial denkende und intelligente Wesen und wir glauben an unseren Katzenoberen auf der anderen Seite des Regenbogens. Der hat uns einige Gebote geschenkt. Das erste Gebot lautet SEID GUT ZU DOSENÖFFNERN UND BRINGT IHNEN ETWAS BEI!“

Ich überdenke gerade noch diese neuen Erkenntnisse über Katzen und ihr Denken, da herrscht mich Pummel lautstark an: „Hörst Du zu!?“ – „Na, klar, ich höre Dir zu!“

„Gut! Wir Katzen bemitleiden Euch, weil Ihr keine Mäuse mit eigener Hand fangen könnt oder auf diese Schnappgeräte angewiesen seid. Darum legen wir Euch hin und wieder mal Übungsmaterial vor die Haustür oder ins Haus. Wir möchten Euch animieren mehr für Euch selbst zu tun, damit Ihr selbstständiger werdet. Ihr sollt üben und nochmal üben – spielerisch natürlich, weil sonst lernt Ihr ja nichts. Ihr müsst Euch irgendwann einmal selbst ernähren können und nicht immer meinen Stuhl in der Küche besetzen“.

So ist das also, denke ich mir. „Liebe Pummel, ich danke Dir für diese Belehrung. Das habe ich alles nicht gewusst“, nicke ich ihr zu. Mit einem leicht hochnäsigen „Sienst Du, wieder was gelernt!“ stolziert sie Richtung Katzenklappe.

Wenn Pummel wüsste, dass ich meinen anderen Fellnasen hin und wieder mal eine mit der Falle gefangene Maus zum Spielen vor die Pfoten lege, dann wäre sie gewiss beleidigt. Und sie würde mich auch so schnell nicht wieder an ihrer Sicht der Welt teilhaben lassen – psychologisch hochstehend, versteht sich.

P.S.: Das zweite Gebot des Katzenoberen lautet übrigens „Lass Dich vom Dosenöffner kraulen, wann immer DU willst!“

Fensterputz fällt erst einmal aus

Pummel ist begeistert

„Was klopft denn da ständig an die Fenster?“, fragt Pummel und macht sich sofort auf die Pirsch. Ich wollte es nicht glauben, was die Ursache dieses Klopfgeräusches an allen Fenstern des Hauses war. Es waren Meisen, diese kleinen flinken Gartenvögel. Sie flogen – und fliegen noch immer – nicht etwa irrtümlich an die Fenster. Das wäre ein tragischer Unfall. Nein, sie fliegen an die Fenster heran, halten sich ein paar Sekunden in der Luft und schnappen nach irgendetwas. Das ist mal etwas Neues. Auf die Dauer aber, wenn es an allen Fenstern auf diese Art ständig klopft und flattert, kann das nerven. Pummel ist ständig auf dem Sprung von einem Fenster zu anderen. „Die sind verrückt geworden!“, murmelt sie vergnügt, denn für sie ist das eine interessante Beschäftigung. – An Fensterputzen ist jedenfalls noch nicht zu denken.