Archiv des Autors: buddi2

Über buddi2

Lieb, nett, intelligent, höflich, erdverbunden, Raucher, Katzenliebhaber, Musikfreak, fast immer mit guter Laune und wenn der Tank leer ist, schalte ich auf Kondenzwasser um

Da ist sie wieder

Da ist sie wieder, meine gute, alte Hopf, halbakkustik, aus 1963. Nein, die wird nicht verkauft, sondern wie ein lieber Mitbewohner, der gerade aus der Reha-Kur kommt, behandelt. Mit dieser Gitarre sind fast alle Demoaufnahmen aus den Jahren 1972-84 zustande gekommen. Nach harter Arbeit hatten wir viel Spaß als Band, und sogar zwei Auftritte. Gigs sagt man heute. Ich freue mich schon auf kreative Stunden, leise oder laut klimpernd, auf dem Sofa. Das gute Stück ist wieder jung.

Übrigens, wenn auch ihre Gitarre mal eine Reha-Kur oder Reparatur nötig hat, dann kann ich mit guten Gewissen die Werkstatt für Gitarrenbau, Gitarren und Zubehör „musik:konstruktiv“ in Hüttenbusch empfehlen. Besuchen Sie die Webseite.

  

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Kein Freimarktsumzug im TV

Eigentlich wollte ich mir heute den Bremer Freimarktsumzug bequem vom Sessel aus anschauen. Aber, was muss ich sehen? Nichts!! Radio Bremen überträgt den Umzug nicht. Obwohl Radio Bremen das doch könnte …. und unbedingt sollte. Wozu haben wir rbTV, wenn solche Ereignisse nicht wahrgenommen werden. Gut, Radio Bremen bringt ein „Special“ heute in „Buten & Binnen“. Aber das ist so, als wenn der Mainzer und Kölner Rosenmontags-Zug für 30 Sekunden in der Tagesschau erwähnt wird. 

Liebes Radio Bremen, bitte schiesst nicht nochmal solch ein Eigentor!

Sieben Tage ohne

Ja, ganze sieben Tage ohne Facebook habe ich durchgehalten, allerdings fiel mir das nicht sonderlich schwer. Ich habe festgestellt, dass ich Facebook tatsächlich nur benötige, um einige Personen zu erreichen, die tatsächlich nur über Facebook erreichbar sind. Insofern ist eine umfangreiche „Freundesliste“ durchaus hilfreich. Ein Klick, und schon kann ich den Leute eine Persönliche Nachricht schreiben. Als Kommunikationsweg punktet Facebook.

Ich möchte hier kein Facebook-Bashing betreiben. Die Nachteile muss man aber auch sehen:

1. Zeitverschwendung

Sucht man bestimmte Informationen in der Welt von Facebook, dann gerät man immer wieder in Gefilde, die bekannt sind – gespickt mit Werbung natürlich. Der Nährwert der Informationen tendiert gegen Null. Wer von Spieltrieb geplagt ist und viel Zeit mitbringt, kann sich allerdings genüsslich bei Facebook austoben. Und wer bestimmte Einstellungen sucht, der findet sie in der Regel auch. Diese sind allerdings so gut versteckt, dass man auch hier Stunden benötigt. Klar, Facebook will die Besucher lange in der eigenen Facebook-Welt halten.

2. Informationsblase

Je mehr Daten man Facebook „übergibt“ – und das tut man mit jedem Klick im Netz der Netz  – umso mehr schickt Facebook dem Nutzer Dinge auf den Rechner (oder das Smartphone), von denen Facebook meint, dass sie dem Nutzer gefallen. Das klingt auf den ersten Blick schön. Es schafft aber eine Weltsichtblase, über deren Rand der Nutzer irgendwann nicht mehr hinausblicken kann – oder will (weil bequem). Der Nutzer wird immer wieder in seiner eigenen Meinung bestärkt, und glaubt am Ende die skurrilsten und radikalsten Informationen. Dieses System machen sich Propagandisten weltanschaulicher oder religiöser Art zu Nutzen. Im nächste Schritt werden dann Wahlen durch Meinungsmache manipuliert, das Wahlvolk geblendet …. und Demokratien an die Wand gefahren. Über Hassbotschaften, Fake-News und vermeintlich drollige Videos müssen wir hier nicht mehr reden.

3. Energie- und Ressourcenverschwendung

Ein Aspekt, über den auch mal nachgedacht werden sollte, ist die Energie- und Ressourcenverschwendung, die mit jedem Klick einhergeht. Diese Sicht ist noch nicht zu Ende gedacht, denn es geht nicht nur um seltene Rohstoffe, die unter unwürdigen Umständen gewonnen werden und irgendwann und meistens schnell auf dem Müll landen, sondern auch um die Energienutzung für riesige Serverparks der Internetgiganten. Kurz gesagt: Das Internet (und dann die „Künstliche Intelligenz“) nutzen die Ressourcen und Energien dieser Erde zur Gewinnmaximierung einiger Shareholder – natürlich immer mit freundlichem Blick auf das dumme Volk, dass es ja bequem haben will. „Geiz ist geil, aber haben will ich alles!“

Mein Fazit

Mein Fazit nach 7 Tagen ohne: Es geht ohne Facebook! Facebook ist ein tolles und einfaches Kommunikationsmedium und ein ernstzunehmender Kontrahent von anderen Portalen und Messengern. WhatsApp gehört ohnehin zu Facebook, man staune! Als Informationsmedium ist Facebook schlichtweg überflüssig, weil total untauglich. Auch wenn Facebook eine Million Leute auf FakeNews und Hassbotschaften ansetzt, um sie zu löschen, letztlich aber verdient Facebook daran. Wer die Musik bezahlt, bestimmt was gespielt wird. Das Kapital hat das Sagen, nicht der Mensch.

Facebook steht hier stellvertretend für alle anderen „Internetgiganten“, ob sie nun Google, Apple, Amazon usw. heissen. Meiner Meinung nach sollte die Begeisterung für das Internet und erst Recht für die Algorithmen der Künstlichen Intelligenz sehr viel gedämpfter ausfallen. Menschen, die Maschinen bedienen, aber nicht mehr bis 3 zählen und in ganzen Sätzen sprechen können, wird die Künstliche Intelligenz als erstes aussortieren – und verschrotten. Schöne neue Welt?

Es ist sozusagen ein Selbstversuch

Es ist sozusagen ein Selbstversuch. Auch sind mir die sog. „Sozialen Medien“ ein wenig suspekt: Zuviel Gewürge um nichts, und das mit viel verschwendeter Zeit. Sogar Google, obwohl kein Beweis für die Überflüssigkeit von Sozialen Netzen, schaltet sein Google Plus demnächst komplett ab. Facebook verliert Kunden und lebt irgendwann nur noch als Archiv. Es wird einfach zuviel Mist verbreitet und jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Mir ist das zu oberflächlich. Wie damals „MySpace“. Leute! Es gibt ein Leben ausserhalb des Netzes!

Keine Bange! Ich deaktiviere Facebook nur. Ein Selbstversuch, vermutlich mit Entzugserscheinungen. Wenn irgendetwas von Wert zu berichten ist, dann gibt es immer noch die gute alte EMail und meine Webseite unter www.seniorplus.de.

Echte Empfehlung: Krieg der Träume – 1918/1939

Eine meiner recht seltenen Fernsehempfehlungen:

2018 liegt das Ende des Ersten Weltkriegs 100 Jahre zurück. Das transnationale Projekt „Krieg der Träume“ vereint eine Vielzahl von künstlerischen Formaten und macht somit die gemeinsame Geschichte erlebbar.

Nach dem Erfolg von „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ produzieren LOOKSfilm und Les Films d’Ici für ARTE und die ARD die zweite Staffel der Fernsehserie über den Weg Europas im 20. Jahrhundert. Unter dem Titel „Krieg der Träume“ beschäftigt sich die achtteilige Serie von Jan Peter und Gunnar Dedio mit der Zeit zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 und dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939.

„Krieg der Träume“ folgt hierbei den Schicksalen von außergewöhnlichen Kindern, Frauen und Männern aus neun Nationen anhand ihrer Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Memoiren. Es sind Menschen, die mit ihren Träumen und Ängsten, ihren Entscheidungen und Lebenswegen die Geschichte Europas in all ihrer Widersprüchlichkeit erlebbar machen. Die Geschichten einiger Protagonisten aus „14 – Tagebücher des Ersten Weltkrieges“ werden weitererzählt. So gibt es ein Wiedersehen mit dem Kosakenmädchen Marina Yurlova, die als Kindersoldatin im Ersten Weltkrieg kämpfte und später in den USA Karriere als Tänzerin machte.

Diese hervorragende Serie wird zur Zeit bei „arte“ ausgestrahlt. Die ARD folgt mit folgenden Sendeterminen.

Mo, 17.09. | 22:45 Uhr (Das Erste)
Di, 18.09. | 22:45 Uhr (Das Erste)
Mo, 24.09. | 22:45 Uhr (Das Erste)

Mehr dazu ….

Ein Tipp für passionierte Demo-Gänger

Man hat es nicht leicht in diesen Tagen als Teil der schweigenden Mehrheit in Deutschland. Die Leute, die ständig auf Demonstrationen laufen und im Fernsehen Interviews geben stehen entweder links oder rechts. Das kommt immer gut an in der Glotze. Aber die meisten stehen soweit links oder rechts, dass sie sich rechts oder links gleichzeitig in den Allerwertesten treten können. Klar, die Kultursender wie RTL und SAT1 würden das sofort als „Breaking News“ in Endlosschleife verkaufen.

Hier ein kleiner Tipp für Leute, die auch gern mal auf Demos gehen wollen. Nehmen Sie ein Stück schwarzen Karton, etwa 80x80cm. Nehmen Sie eine eingefranzten Pinsel mit weißer Farbe und schreiben Sie ganz groß die Worte „SCHNAUZE VOLL!“ drauf. Das halten sie dann in die nächste Kamera und machen ein besorgtes Gesicht. Je nach dem, ob sie dann von ARD oder ZDF oder von RTL oder SAT1 angesprochen werden, lassen sie ihre Tränen links oder rechts laufen. Wenn sie dann noch etwas sagen wie „Ich kann nicht mehr ….Schn….voll“ dann können sie sich darauf verlassen, dass sie in den nächsten Wochen durch alle Talkshows in  Deutschland gereicht werden. Aber glauben Sie bitte nicht, dass sie die schweigende Mehrheit vertreten.

Es gibt keine Drosseln mehr

Eigentlich gibt es im Augenblick zwei Dinge, die mich beschäftigen. Zum einen sind das die sehr stark rechts-vereinnahmten Massendemonstrationen der Menschen in Sachsen. Es gibt durchaus berechtigte Gründe für diese Demonstrationen, aber ich möchte nicht in einem Land leben, in dem auf RTL2-Niveau („Schnauze voll!“) randaliert wird. Zum anderen ist das das Vogelsterben. In Städten hat man es vielleicht noch nicht so richtig bemerkt, aber hier, bei mir im Teufelsmoor, gibt es keine Drosseln mehr, kein abendliches Geflöte aus den Baumspitzen heraus und morgens herrscht auch Totenstille. Keine Drossel, keine Amsel weit und breit.

Wie es mit dem Vogelsterben in Deutschland aussieht, zeigt eine Auswertung von Daten aus der Zeit zwischen 1998 und 2009, die im Oktober 2017 veröffentlicht wurde. Das Ergebnis auch hier: Es gibt einen klaren Rückgang. In nur zwölf Jahren hat Deutschland 12,7 Millionen Vogelbrutpaare verloren. Ihre Zahl ging von 97,5 auf 84,8 Paare zurück. Das entspricht 15 Prozent des ursprünglichen Bestandes von 1998. Wie die Forscher feststellten, sind von diesem Vogelschwund Die Abnahme der Bestände trifft dabei nicht alle Vogelarten gleichermaßen. Mit Abstand am stärksten sind die Verluste beim Star. Der frisch gekürte Vogel des Jahres 2018 stellt 20 Prozent der seit 1998 verlorenen Brutpaare. Mit fast 2,6 Millionen Brutpaaren weniger ist diese einst bei uns extrem häufige Art besonders betroffen. Seine bevorzugten Lebensräume wie Weiden, Wiesen und Feldränder werden immer seltener und artenärmer. Auch die für das Brüten nötigen Baumhöhlen schwinden. Auf den nächsten Plätzen folgen die ebenfalls einst häufigen Arten Haussperling, Wintergoldhähnchen und Buchfink. Aber auch Feldlerche, Feldsperling und Goldammer sind unter den zahlenmäßig größten Verlierern. 

Infos zum Vogel- und Artensterben

Chrome portable für Windows XP

Windows XP gibt es schon seit 2014 nicht mehr. Es wird zumindest nicht mehr gewartet und mit Updates versorgt. Tatsächlich aber gibt es Windows XP noch auf vielen Rechnern. Zum einen läuft es problemlos insbesondere auf älteren Desktop-Rechnern und Notebooks (ca. vor 2011) und zum anderen ist es einfach zu verstehen und zu handhaben – vielleicht bis auf die Treiberversorgung.

Passende Software allerdings ist fast komplett verschwunden. Hin und wieder laufen auch Win7 oder 10-Anwendungen (32bit) unter XP, aber das wird immer seltener. Ich habe lange gesucht nach einer XP-tauglichen Version des Chrome-Browsers, und da bei mir alle Programme portable laufen müssen, wurde das noch schwieriger. Aber ich habe eine Version gefunden und diese alltagstauglich zurechtgebogen.

Falls Sie also noch XP laufen haben und einen passenden Chrome-Browser suchen, dann können Sie sich die portable XP-Version hier herunterladen. Sie finden ihn im Archiv.