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Newsletter-Abo des Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser e. V.

Die Touristikagentur Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser e. V. bietet einen eigenen Newsletter an! Der Newsletter richtet sich an ALLE Akteure, die sich für die touristische Entwicklung der Region interessieren: Hotels, Gastronomie, Ferienwohnungen, Gästeinformationen, touristische Dienstleistung, Kulturbetriebe, Museen etc.

Was steht im Newsletter?

Es wird über Themen aus der Region und Niedersachsen informiert, die für alle und deren Geschäfte relevant sein können: über Projekte und Neuigkeiten, Zertifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten und die neusten touristischen Trends und Entwicklungen. Es besteht sogar die Möglichkeit, eigene Informationen zu veröffentlichen oder sich auch vorzustellen.

Sie haben Interesse? Dann Klicken Sie dazu bitte auf den folgenden Link und geben Sie Ihre Kontaktdaten (E-Mail-Adresse reicht vollkommen) an: https://www.kulturland-teufelsmoor.de/b2b-bereich/ 

Wichtig! Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine E-Mail. Darin finden Sie erneut einen Link um Ihre Anmeldung zu bestätigen. Gerne können Sie diese Information weiterleiten!

Taschenspieler*innen-Tricks

Früher begann eine Rede, z.B. zur Eröffnung der XII. Taschenrechner-Olympiade an die versammelten Mannschaften, mit den Worten: „Liebe Taschenrechner, heute ist es uns gelungen den Kartoffel-Pilz zu besiegen!“ – Heutzutage haben wir ein Problem damit die politisch korrekte weibliche Form auszudrücken und in motivierenden Ansprachen zu verwenden. Gleichheit der Geschlechter ist – richtigerweise – oberstes Gebot und das nicht nur im Hinblick auf Berufschancen und Bezahlung. Aber drückt sich Respekt und Würdigung tatsächlich in nahezu unaussprechlichen und überlangen Worten und Anreden aus? Billardspielerhauptverbandsvorstehende….

Noch vor kurzem hätte eine solche Rede mit den Worten begonnen: „Liebe Taschenrechnerinnen und Taschenrechner, der Kartoffelpilz hat wieder zugeschlagen!“ – Um es mir persönlich einfach zu machen, und um niemanden zu benachteiligen, habe ich zuletzt immer die Formel benutzt: „Liebe TaschenrechnerInnen!“ – Schriftlich passt das, aber in gesprochener Form fühlt sich die andere Hälfte der Menschheit ausgegrenzt und nicht gewürdigt.

Der Duden, die Denkstube der deutschen Sprache, bemüht sich stets politisch korrekt zu agieren und im Trend der Zeit zu liegen. Er schlägt nun folgende Formel vor : „Liebe Taschenrechner*innen“, oder, noch besser: „Liebe Taschenrechnende“. Irgendwie gehen diese völlig vergeistigten Konstrukte am Sprachgefühl vorbei und bilden keineswegs die gesprochene Realität ab. Das ist die Gentrifizierung der deutschen Sprache und viele Behörden, Dienste und Unternehmen fühlen sich bemüßigt dabei mitzumachen.

Ich bleibe bei „Liebe Taschenrechnerinnen und Taschenrechner!“ – Das macht zwar etwas mehr Denk- und ggf. Schreibarbeit, aber als Kavalier der alten Schule halte ich den Damen ja auch die Tür auf und lasse ihnen den Vortritt. Gleichberechtigung ist eben kein Buchstabensalat!

28 cm Kassenbon

Das ist der Kassenbon für eine Stange Zigaretten in einem Tabakladen. Er sieht übrigens genau so aus, wenn nur ein Kaugummi, eine Briefmarke oder ein Brötchen gekauft wurde. Ein Kassenbon ist normalerweise ein kleiner Nachweis, dass der Händler den Kaufbetrag erhalten und der Kunde den Kaufbetrag bezahlt hat. Aber was ist schon normal in diesen Zeiten, denn dazu hätte in diesem Fall ein Kassenbon in der Länge von 8 cm ausgereicht, incl. Name, Anschrift und Telefon des Händlers. Aber nein, es müssen neuerdings jede Menge kryptische Daten wie Process Data, Signaturzähler und Signatur, Time-Format und ein Public Key ausgedruckt werden. Vieles davon in endlos langen Zahlenreihen sowie einem QR-Code, damit auch die dümmste Maschine das versteht. Nur der Mensch versteht es nicht, und fragt sich, was diese Papierverschwendung soll? Auch müssen die Händler viele, viele Extra-Papierrollen anschaffen und das für nichts und wieder nichts.

Die Händler würden, wenn es denn sein muss, etwas Gutes tun, wenn sie gleich neben der Kasse Papierkörbe aufstellen würden, damit dieses viele Kassenrollen-Papier nicht gleich in die Umwelt gelangt.

Auf Entdeckerpfaden

Man ist ja zur Zeit geradezu gezwungen nur online zu verreisen ….Ich fand dazu kürzlich einen schönen Tipp bei Facebook und gebe den der Einfachheit halber hier ungekürzt wieder:

„Moin zusammen,
ich bin neu in der Gruppe und möchte mich kurz vorstellen. Reiselustig, neugierig, kreativ, verrückt und wahnsinnig trifft es wohl ganz gut… Vor rund 2,5 Jahren reifte eine Idee heran und nun starten wir ausgerechnet jetzt im Tourismus durch.

Neben Köln, Berlin, Bremen und Hasbruch ist jetzt auch unser digitaler Entdeckerpfad in Worpswede online gegangen. 200 weitere Städte, Dörfer und Naturlandschaften folgen in den nächsten Monaten – wahnsinnig, ich weiß…

Touristen und Neugierige können mit www.stadt-land-erleben.de Worpswede nun vor Ort digital entdecken. Das Smartphone wird zum Guide und navigiert nicht nur, sondern bietet an jeder Station Informationen zur Stadtgeschichte, Architektur und Kunst.

Wir möchten die Vielfalt in Deutschland zeigen und ein nutzerfreundliches Erlebnis schaffen. Daher sind die Entdeckerpfade kostenfrei, werbefrei und ohne Anmeldung nutzbar. Natürlich freuen wir uns, wenn jemand unser Projekt unterstützt.“

Tanja Huppertz

Link: www.stadt-land-erleben.de

Weihnachten ist schon komisch

Weihnachten ist schon komisch und das nicht nur in diesem „besonderen“ Jahr. Bereits seit Wochen vor dem Fest berieseln uns die Radiostationen mit dicken Männern in roten Mänteln und langen Bärten, die im Rentierschlitten bei Glockenklang über die schneebedeckten Baumwipfel zur nächsten Reihenhaussiedlung gleiten. Das Bild hat viel mit einer Coca-Cola-Werbung aus den vierziger Jahren zu tun. In den Reihenhäusern selbst sitzen alle vor dem Kamin und warten darauf, dass das Popcorn endlich knallt. Und im Hintergrund teilt uns der verstorbene Elvis mit, dass ein gewisser Santa Claus in der Stadt war. Bing Crosby schreibt die nächsten Weihnachtskarten und träumt von einer weißen Weihnacht. Und immer zwischen durch „Jingle Bells“, weil ja bald Weihnachten ist.

Ich glaube jeder Mensch trägt ein Bild von Weihnachten aus seinen eigenen Kindertagen in sich. Dieses Gefühl oder besser dieses kindliche Erleben lässt sich als Erwachsener leider nie wieder zum Leben erwecken, auch wenn wir alle dieses gerne wollten. Bei diesen Restaurationsversuchen kommt leider nur zu oft Kitsch heraus, der sich an bestimmten Bilder, die zu Ikonen geworden sind, festmacht.

Erfreulicherweise kann und darf jeder Mensch Weihnachten so feiern, wie er oder sie es möchten. Oder eben auch nicht. Der christliche Gedanke, der mit Weihnachten verbunden ist, ist bereits sehr weit in den Hintergrund gedrängt worden. Er ist abgelöst worden von einer großen Verkaufsshow, in der die „Koofmichs“ nahezu die Hälfte ihres Jahresumsatzes machen, und machen müssen. Natürlich bekommen die Kunden alles schön weihnachtlich verpackt oder sogar durch einen Lieferdienst nach Hause gebracht. Schenken zu Weihnachten hat, bei näherer Betrachtung, viel mit einer Pflichterfüllung zu tun. Man kauft etwas und macht sich weiter keine Gedanken. Dabei sind es die kleinen, ganz persönlichen Dinge, die zeigen, dass ein Mensch an einen anderen denkt und sich wirkliche Gedanken gemacht hat. Nicht in Hochglanzpapier verpackt und einen materiellen Wert muss das kleine Geschenk nicht haben. Einfach mal zuhören, woran das Herz eines anderen hängt. Dafür ist sogar das ganze Jahr Zeit.

Für mich hat Weihnachten sehr viel mit der Ruhe zwischen den Jahren zu tun, mit dem Innehalten, mit dem Lauschen auf die innere Stimme und mit Gedanken, für die sonst in der Hektik des Alltags kein Platz ist. Diese Zeit löst bei mir immer eine Sehnsucht nach Licht und Helligkeit aus. Es muss kein Tannenbaum sein, aber Kerzen, viele Kerzen.

Pummel, meine Chef-Katze, sitzt schon wieder neben dem Schlepptop. „Denkst Du in diesem Jahr auch an die Herings-Filets?“ – Sie schaut mich erwartungsvoll mit ihren großen Augen an. Oja, natürlich! „Du könnest auch das Geld, was Du sonst an Silvester lautstark in CO2-Emmissionen aufgehen lässt, für leckere Leberwurst ausgeben.“ – Sie hat ja Recht! Auch für mich ist Weihnachten erst dann, wenn im Fernsehen „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann und zum Mitsprechen läuft und ich ohne Maske, aber mit Heringssalat und Bockwurst gemütlich davor sitze. Dann kann der Weihnachtssegen kommen und die Welt ist wieder – halbwegs – in Ordnung. „Feliz Navidad“, murmelt Pummel zu diesen schlauen Gedanken.

Sonnenwenden

Woanders in der Welt geht die Sonne jeden Tag am Morgen exakt um 6 Uhr auf und ebenso exakt abends um 18 Uhr wieder unter. Die Dämmerung dauert nur ein paar Minuten. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dann das Leben beginnt bzw. erst möglich wird, weil die Temperaturen angenehmer werden. Mit anderen Worten: auch darauf kann sich der Mensch einstellen.

In unseren Breiten mussten wir uns daran gewöhnen, dass die Tage im Sommer länger und im Winter kürzer sind. Die Unterschiede sind, je weiter man nach Norden kommt, beträchtlich. Es ist immer wieder gewöhnungsbedürftig, wenn es im Dezember bereits um 16 Uhr dunkel wird. Viele Menschen empfinden das als Belastung, viele auch unbewusst. Mitte Juni, die Umstellung auf Sommerzeit ist eingerechnet, ist es dafür um 23 Uhr noch hell und solange kann man sich bei angenehmen Temperaturen auch im Freien aufhalten. Ein typisches Sommerbild, was sich mir eingeprägt hat, sind schnell verdunstende Regenpfützen an heißen Nachmittagen. Jetzt haben wir manchmal wochen- oder sogar monatelang keinen Tropfen Regen. Ist das der Klimawandel?

Die Sonnenwenden im Dezember und im Juni haben also eine große Bedeutung, für viele verbunden mit dem Gefühl, es geht aufwärts, es geht abwärts. Das schlägt bei einigen Zeitgenossen mächtig auf die Laune durch. Der Winter hat natürlich auch seinen Reiz. Wer Wintersport betreibt, wird den Schnee genießen. Schnee ist hier allerdings selten und noch seltener bleibt er dann auch mal ein paar Tage. Ja, es gibt tatsächlich 6- oder 8-jährige Kinder, die haben noch nie Schnee gesehen. Man muss nicht alles gleich in einen Zusammenhang mit dem Klimawandel bringen, aber Mitte Februar laufen dann die ersten Leute erwartungsfroh in Sommerkleidung herum (und liegen im März mit Erkältung auf der Nase).

Ich persönlich mag den Herbst. Sonnige, klare Tage im Oktober oder November sind stimmungsvolle Tage zum Auftanken. Die Lichtverhältnisse wechseln dann in einem atemberaubenden Tempo. Die Künstler, die sich Ende des 19. Jahrhunderts im Teufelsmoor, genauer in Worpswede, niederließen, wussten genau warum. März und die folgenden Monate bringen dann das große Wiedererwachen der Natur. Das aber ist ein eigenes Kapitel oder einen neuen Blogbeitrag wert. Ich empfinde es als großes Glück das Jahr und den Wechsel der Jahreszeiten in der Natur bewusst und hautnah miterleben zu dürfen. Übrigens, meine vierbeinigen Samtpfoten haben ein sehr gutes Gefühl für die Jahreszeiten. Mitte Oktober zieht es sie ins Haus. Nach ihren Geschäften im Freien, kommen sie schnellstens zurück in die Wärme. Ab Ende Februar sind sie dann fast beleidigt, wenn sie zum Fressen ins Haus müssen. Draussen ist es dann viel interessanter.

Die Nacht zum 21. Dezember ist also die längste Nacht des Jahres. Der Countdown, den Sie auf der rechten Seite (oder unten) finden, wird Sie noch einige Zeit begleiten. Aber dann können Sie aufatmen.

Sinnvolle, lokale Whatsapp-Gruppen mit Potenzial

 

Ungefragt in einer Whatsapp-Gruppe gelandet? Das ist nicht die feine Art, auch wenn es gut gemeint sein sollte. Bei den folgenden Whatsapp-Gruppen entscheiden Sie! Sie können der Einladung folgen oder auch nicht, bleiben oder nicht.

Es ist ein durchaus problematisches Unterfangen eine gut gemeinte Whatsapp-Gruppe in Gang zu bringen. Nutzer einfach per Klick hinzuzufügen, das verbietet sich von selbst. Niemand ist begeistert, wenn er sich plötzlich ungefragt als Gruppenmitglied in einer ungewollten Whatsapp-Gruppe wiederfindet.

Sinnvolle, lokale Whatsapp-Gruppen mit Potenzial.
Dennoch sind Whatsapp-Gruppen eigentlich sehr sinnvoll, insbesondere dann, wenn es sich um einen überschaubaren Nutzerkreis handelt und die Gruppe selbst auf einen Ort oder eine Region ausgerichtet ist. Gerade in den schwierigen Zeiten, die jetzt noch kommen dürften, können Whatsapp-Gruppen für viele Menschen hilfreich sein. In den allermeisten Gruppen steckt Potenzial, was noch ausgeschöpft werden sollte. So könnte sich, mit Ihrer Mithilfe natürlich, die Gruppe „Hand in Hand“ zu einer echten Nachbarschaftshilfe oder einem Ersatz für ein Hausnotruf-System entwickeln, ohne diese ersetzen zu wollen. Auch in der Gruppe „Tauschen, schenken …“ steckt ein großes Entwicklungspotenzial, natürlich nicht als Ersatz für die Sperrmüll-Abfuhr, aber als Online-„Regal der Freude“, das vielen in Grasberg gut bekannt ist. Alle genannten Gruppen sprechen Nutzer aus Grasberg, Worpswede und „umzu“ an.

Es gibt bereits einige Gruppen hier in Grasberg. Um Ihnen den Start leichter zu machen, fasse ich die Gruppen hier kurz mit dem entsprechenden Einladungslink zusammen:

Eine ausführlichere Vorstellung der Gruppen finden Sie hier. Klicken Sie auf den Namen der Gruppe und folgen Sie, wenn Sie möchten, dem Einladungslinks. Es ist auch kein Drama, wenn Sie die Gruppe wieder verlassen. Aber es wäre prima, wenn sie den Gruppen zunächst eine Chance geben würden, und dann doch vielleicht dabei bleiben.

 Im übrigen lade ich Sie auch gern zu meiner Gruppe Denkbox ein. Sie finden hier Wichtiges und Unwichtiges, Quergedachtes und das gerade heraus. Diese Gruppe findet sich jedoch nicht bei Whatsapp, sondern bei Telegram (alternativer Messenger).

Links: Gruppen ausführlich / Download Whatsapp / Telegram

Wanderer, kommst du nach Worpswede …

Wenn Sie mal nach Worpswede kommen, ob als weitgereister Tourist oder als wissbegieriger Einheimischer, dann sollten Sie sich mal  abseits der ausgetrampelten Pfade halten. Ganz sicher steht der bekannte Barkenhof auf ihrem Programmzettel. Auf dem Fussmarsch dorthin, vorbei an der Tankstelle und ein oder zwei Lokalen, finden Sie auf der linken Seite in der Kurve den „Diederichshof“. Der denkmalgeschützte Diedrichshof liegt inmitten einer von dem Worpsweder Künstler Bernhard Hoetger in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts geschaffenen Parkanlage. Gästen werden auch Halb- und Vollpension sowie auf Wunsch auch vegetarische Küche angeboten. Die Bremer Heimstiftung nutzte den Diederichshof lange Zeit ausschliesslich als Tagungs- und Fortbildungsstätte. Nun aber teilt man sich das Kleinod mit der Behindertenhilfe-Stiftung Maribondo, die dort u.a. an Sonntagen, 14 bis 18 Uhr, ein Café betreibt. Sie können bei gutem Wetter auf der Terrasse sitzen und den Blick über die Garten-Parkanlage streifen lassen.

Und wenn es der leckere Kuchen und die zweite Tasse Kaffee zulassen, dann sollten Sie sich auf den Weg machen und den Park erkunden. Kunstkenner und Gartenfreunde werden echte Schätze entdecken. Viele Gäste bestätigten mir, als ich dort die gerade gekauften, leckeren selbstgebackenen Kekse in den Kaffee tunkte, dass der Park eine erholsame, ja sogar heilsame Wirkung auf den Betrachter habe.

Das will ich gerne glauben. Aber Sie sollten es selbst einmal probieren. Übrigens, die vielen Landesfahnen, die den Weg zum Café weisen, sind alle handgestrickt.

Weitere Infos auf der Webseite der Maribondo-Stiftung.