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Frei empfangbares Fernsehen ist unser gutes Recht

Es geht um nichts weniger als die Zukunft des Antennenfernsehens. 

Nach zwei „Digitalen Dividenden“ (in Deutschland 2010 bzw. 2015 an den Mobilfunk versteigert) wollen die Mobilfunker nun auch den letzten Bereich des UHF-Bandes unter ihre Kontrolle bekommen. Bis 2025 wird entschieden, wie der Bereich zwischen 470 und 694 MHz in Europa nach dem Jahr 2030 genutzt wird. Mit anderen Worten, das einfache und über Antenne frei empfangbare Fernsehen, in Deutschland sind das alle Programme von ARD und ZDF, soll auch noch die letzten verbliebenen Frequenzen Kanal 22 bis 49 an Mobilfunkbetreiber abtreten, damit diese Geld verdienen können. Berichterstattung, freier Journalismus und Unterhaltung wären dann in der Hand von Kapitalgesellschaften, die bekanntlich bereits jetzt schon als Pay-TV-Anbieter breit aufgestellt sind und nochmal Gebühren verlangen.

Wir müssen als Marktteilnehmer, und das sind wir als Endverbraucher oder Kunden oder Gebührenzahler, unser Recht auf freies Antennenfernsehen einfordern – und zwar sehr deutlich!

Bob, der Streuner

Am kommenden Sonntag zeigt RTL2 einen meiner Lieblingsfilme: „Bob, der Streuner“ – Los geht es um 20:15 Uhr und der Film wird irgendwann nachts auch wiederholt. Für mich ist das ein Grund mal RTL2 zu schauen.

Kurz zum Inhalt:  Der Londoner Straßenmusiker James Bowen kann von seinem mageren Einkommen kaum leben. Eines Tages verirrt sich eine streunende Katze in seine Sozialwohnung. Und obwohl James selber kaum über die Runden kommt beschließt er, den Kater, der von seiner Nachbarin Betty den Namen Bob verpasst bekommen hat, bei sich aufzunehmen und gesundzupflegen. Als er wieder bei Kräften ist denkt Bob gar nicht daran, James zu verlassen. Die Katze folgt ihrem neuen Freund sogar zu seinen Auftritten auf den Straßen Londons, was die Aufmerksamkeit der Menschen auf das ungleiche Paar zieht. Nach und nach gelingt es James mit Bobs Hilfe, auch sein eigenes Leben wieder zu ordnen.

„Duales System“ aus gutem Grund

Einwurf: Die 87 Landtagsabgeordneten in Sachsen-Anhalt profitieren von einer jährlichen automatische Diätenerhöhung. Sie erhalten seit dem 1. Juli monatlich 7.131,02 Euro. Das sind 241,15 Euro mehr als die bis dahin 6.889,87 Euro. Dazu kommen noch eine steuerbefreite Pauschale von 1.906,73 Euro und weitere Gelder. Die Diätenerhöhung haben die Abgeordneten an einen Wirtschaftsindex gebunden. 

Da ist es nur merkwürdig, dass ausgerechnet diese Landtagsabgeordneten den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland eine „index-gebundene“ Erhöhung der Rundfunkabgabe verweigern. Eine solche Kopplung verweigern alle Landesparlamente den Sendeanstalten.

Über die Höhe der „Haushaltsabgabe“ müssen wir nicht streiten. Da kann man durchaus verschiedene Meinungen vertreten. Aber, dass die Rundfunkanstalten und die Landtagsparlamentarier – und im übrigen alle Bundesbürger – durch die Inflationsrate und die jährlich steigenden „Lebenshaltungskosten“ gleich betroffen sind, dürfte auch allen gelernten und ungelernten Seiteneinsteigern in den Parlamenten deutlich sein.

Wenn man mal diverse Meinungen und Äußerungen zusammenfasst, kann leicht der Eindruck entstehen: man will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zerstören oder zumindest sehr weit herunterfahren. Fernsehzuschauer, die behaupten, dass sie ohnehin nie ARD und ZDF schauen und diese darum auch nicht brauchen, werden irgendwann aufwachen. Auch denen werden Karnevalssender, tagelange Doku-Soups (aus dem echten Leben!) oder C-Promi-Container oder – Camps, und alles unterbrochen von ewig sich wiederholender Werbung, auf den Wecker fallen. 

Es hat schon seinen guten Grund, dass wir in Deutschland ein „duales“ System haben, das eine Gebühr rechtfertigt. Andernfalls hätte PISA längst durchgeschlagen …..

Werner Hansch: Sieger bei SAT1-„PromiBigBrother“

Werner Hansch stand bislang für exquisite Fussbal-Reportagen. Er ist und bleibt die Fussball-Seele des Ruhrpotts im Radio. Für die jüngeren TV-Zuschauer wird er vermutlich eher als Sieger des diesjährigen SAT1-„PromiBigBrother“ in Erinnerung bleiben. Wir gratulieren ihm in jedem Fall zu diesem hart erkämpften Titel und wünschen ihm auf auf diesem Wege alles Gute, beste Gesundheit und ein Ende der Sorgen!!!!

 

 

Die gute „Tante“ ARD

Wer sich ein wenig mit dem Rundunk und der Rundunkgeschichte in Deutschland beschäftigt, wird zu schätzen wissen, dass es die ARD. die Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten in Deutschland, gibt. Und wer über die „Haushaltsabgabe“ fürs Radio und Fernsehen flucht, der möge sich mal in Ländern umsehen, in denen die Menschen lediglich von Privatsendern (=Privatinteressen) informiert und unterhalten werden.

Am 9. Mai 1950 wurde die „Vereinbarung über die Errichtung einer Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ unterzeichnet. Daran wirkten die Intendanten der damals sechs Landesrundfunkanstalten mit: Der Bayerische Rundfunk (BR), der Hessische Rundfunk (HR), Radio Bremen, der Süddeutsche Rundfunk (SDR, Baden-Württemberg), der Südwestfunk (SWF, Rheinland-Pfalz) und der Nordwestdeutscher Rundfunk (NWDR, Hamburg, Niedersachsen, Berlin). Der von den USA finanzierte RIAS Berlin bekam eine beratende Stimme. Hintergrund dieser Struktur ist das im deutschen Grundgesetz niedergelegte Prinzip des Föderalismus, wonach die Rundfunkhoheit von den Bundesländern ausgeübt wird.

Das Konzept der Kontrolle durch Vertreter „relevanter“ Verbände in den Rundfunkräten resultiert aus der Erfahrung mit dem Nazirundfunk und orientiert sich am Vorbild der BBC: Die neuen Sender sollten keinesfalls Organ einer Regierung sein. Das schließt ein, dass eine Finanzierung aus Steuern nicht infrage kam. So entstand das Konzept der Rundfunkgebühr – seit 2013: Rundfunkbeitrag – dessen Höhe regelmässig von einer neutralen Spezialistenkommission, der KEF, vorgeschlagen wird.

Das Bundesverfassungsgericht stützte das Prinzip der Staatsunabhängigkeit mehrfach: 1961 wurde ein nationales Staatsfernsehen („Adenauer-Fernsehen“) verhindert; daraus entstand das öffentlich-rechtliche ZDF. Ein weiteres höchstrichterliches Urteil stellte 2014 eine verfassungswidrige Übermacht von Staatsvertretern in den ZDF-Gremien fest – mit Rückwirkungen auch auf einige ARD-Anstalten.

Die ARD (das Kürzel wurde erst 1954 eingeführt) sollte die Arbeit der Landesrundfunkanstalten unterstützen, ohne in deren Angelegenheiten einzugreifen. Die wichtigste gemeinsame Aktivität ist das Deutsche Fernsehen (heute: DasErste) mit der gemeinsam getragenen Redaktion ARD-Aktuell für Tagesschau und Tagesthemen.

Nach Trennungen und Zusammenschlüssen sowie infolge der Wiedervereinigung gibt es heute neun ARD-Landesrundfunkanstalten; zehntes Mitglied ist die Deutsche Welle, der vom Bund finanzierte Auslandssender.

Gemeinsame Einrichtungen sind u.a. der Kinderkanal (beim MDR in Erfurt), das Jugendangebot Funk beim SWR in Stuttgart, ARD Digital beim RBB in Potsdam und die Videotext-Redaktion beim RBB in Berlin. Wichtig ist der Sternpunkt beim Hessischen Rundfunk, über den der gesamte – auch interne – Programmaustausch abgewickelt wird. 23.000 festangestellte Beschäftigte produzieren Sendungen für elf Fernseh- und 55 Radioprogramme; rund 100 Korrespondenten berichten dort aus aller Welt. Gemeinsam mit dem ZDF wird auch das Deutschlandradio betrieben. Die Anstalten betreiben 16 Orchester und acht Chöre. Jüngstes gemeínsames Projekt (jedoch ohne den BR) ist eine gemeinsame Plattform für kulturelle Inhalte, die 2021 starten soll.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht natürlich das Programm. Allerdings ist die Finanzierung nicht immer ausreichend: So haben die Bundesliga-Vereine und internationale Sportverbände die Preise für Sportrechte dermaßen in die Höhe getrieben, dass sie für ARD und ZDF nicht mehr bezahlbar sind. Die Folge ist, dass die Fans dafür zusätzlich bezahlen müssen. Nicht zuletzt wird auch die 2021 geplante erste Erhöhung des Rundfunkbeitrages seit 2009 die Anstalten nicht sanieren: Der NDR hat bereits ein Sparprogramm von 300 Mio. Euro angekündigt, „weil die für den NDR zu erwartenden Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag die allgemeinen Kostensteigerungen nicht auffangen können.“ Von Kürzungen betroffen sind Shows und Fernsehfilme wie die „Tatort“-Reihe.

Im Laufe der Zeit war die ARD an technischen Innovationen beteiligt. Dazu gehörte u.a. der Umstieg des Radios von Mittel- und Langwelle auf UKW, der 1949 beim Bayerischen Rundfunk begann. An der Entwicklung von Stereo- und Kunstkopfradio und Vorarbeiten für den Videotext war der SFB führend beteiligt. Für Entwicklungen des analogen wie digitalen Verkehrsfunk ist der WDR federführend. In Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wurden die Entwicklungen der TV- und Radio-Digitalisierung (DAB/DAB+, DVB-T, DVB-T2 u.a.) vom Institut für Rundfunktechnik in München begleitet; die gemeinsame Forschungs-GmbH von ARD, ZDF, ORF und SRG soll Ende 2020 aufgelöst werden.

Trotz aller Modernität ist die ARD nicht vor Fehlentscheidungen gefeit. Ein Beispiel hierfür war die spektakuläre Absetzung der „Lindenstrasse“, der viele treue ARD-Zuschauer heute noch nachtrauern.

Bis auf einige Anmerkungen ist der Text von dehnmedia übernommen.

Münchhausen-Siegel für Trump

Man stelle sich vor, ein Postbote klebt auf alle Briefe, die ihm persönlich suspekt erscheinen, weil der Inhalt möglicherweise oder offensichtlich unwahr ist, einen blauen Aufkleber mit einem Ausrufezeichen. Der Empfänger ist gewarnt, er möge doch bitte nicht alles glauben, was der Absender des Briefes ihm mitteilen will. Der Empfänger wird sich bedanken und den Brief evtl. ungeöffnet in den Papierkorb werfen. Oder auch nicht.

Schöne neue Medienwelt. Genau das, was oben der Postbote vormachte, praktiziert heutzutage der bekannte Kurznachrichtendienst Twitter. Die meisten Empfänger dieser Kurznachrichten sind dankbar für den Hinweis oder sehen großzügig darüber hinweg. Die Absender dieser, von Twitter gekennzeichneten Kurznachrichten, allerdings toben. Der amerikanische Präsident Trump, der sehr häufig von Twitter’s Kennzeichnung betroffen ist, ruft laut „Zensur“ und „Wahlmanipulation“. Meiner Meinung nach trifft es den Richtigen. Trump aber wird weitertwittern. Jetzt allerdings mit dem „Münchhausen“-Siegel versehen. Hoffentlich bemerken es auch seine Anhänger, um Amerika wieder groß zu machen.

Endlich verständliche Corona-Verhaltensregeln

Endlich sind hier einmal alle Regeln, die wir im Zusammenhang mit der Corona-Krise zu beachten haben, verständlich und ausführlich erklärt. Sie sind so formuliert, dass sie wirklich jeder verstehen und danach handeln kann:

1.Im Prinzip dürfen Sie das Haus nicht verlassen, aber wenn Sie es möchten, dann dürfen Sie es schon.

2.Masken sind nutzlos, aber Sie sollten unbedingt eine tragen, denn sie kann Leben retten.

3.Alle Läden sind geschlossen, ausser die, die geöffnet sind.

4.Dieses Virus ist tödlich, aber dennoch nicht allzu beängstigend, außer dass es eventuell zu einer globalen Katastrophe führt, bei der dann sehr viele sterben.

5.Jeder muss ZUHAUSE bleiben, aber es ist wichtig auch RAUSZUGEHEN, besonders bei Sonnenschein, aber es ist besser, nicht rauszugehen, außer natürlich für Sport, aber eigentlich NEIN …

6.Es gibt keinen Mangel an Lebensmitteln im Supermarkt, aber es gibt viele Dinge, die fehlen und andere sind zur Zeit nicht da.

7.Das Virus hat keine Auswirkungen auf Kinder, außer auf diejenigen, auf die es sich auswirkt..

8.Tiere sind nicht betroffen, aber es gibt immer noch eine Katze, die im Februar in Belgien positiv getestet wurde, als sonst noch niemand getestet wurde, plus ein paar Tiger hier und da und selten Hunde, eigentlich keine Hunde, aber manchmal doch auch schon … Jegliche Oberflächen, ausser das Fell ihres Haustieres, können die Krankheit natürlich übertragen.

9.Sie werden viele Symptome haben, wenn Sie krank sind, aber Sie können auch ohne Symptome krank werden, Symptome haben, ohne krank zu sein, oder ansteckend sein, ohne Symptome zu haben, sowie visa versa.

10.Man kann nicht in Altersheime gehen oder seine Grosseltern besuchen, aber man muss sich um die Alten kümmern und am besten Lebensmittel und Medikamente mitbringen.

11.Das Virus bleibt auf verschiedenen Oberflächen zwei Stunden lang aktiv, nein vier, nein sechs, nein, habe ich Stunden gesagt, vielleicht Tage? Aber es braucht eine feuchte Umgebung. Aber eigentlich nicht unbedingt. Das Virus bleibt eigentlich nicht in der Luft, aber öfter mal schon. Vor allem in einem geschlossenen Raum. Es handelt sich hier grundsätzlich nicht um Schmierviren aber eine Schmierinfektion wäre möglich.

12.Wir sollten so lange eingesperrt bleiben, bis das Virus verschwindet, aber es wird nur verschwinden, wenn wir eine kollektive Immunität erreichen, also wenn es zirkuliert. Dafür dürfen wir nicht zuviel eingesperrt sein, deswegen bleiben sie besser die meiste Zeit über Zuhause.

13.Sollten Sie erkrankt gewesen sein, werden Sie möglicherweise später wieder erkranken, dazwischen sind Sie aber immun.

14.Goldene Regel: Benutzen Sie ihr Gehirn und wenn nicht, halten sie einen enorm großen Vorrat an Mehl, Hefe, Nudel und Toilettenpapier bereit – das wird helfen.

Wir kommen nicht umhin: Masken sind Pflicht. Erfreulicherweise gibt es dabei einige modische Variationen. Das folgende Beispiel können Sie z.B. auch zu Halloween tragen. Sollten sie es jetzt schon tragen wollen, könnte es sein, dass sie damit auffallen und an Ladenkassen der Alarmknopf gedrückt wird.

Sollten Sie weiteren Erklärungsbedarf haben, dann finden Sie hier weitere Informationen.

Ein Retter: TV-Aufnahmen aus der Vor-Corona-Zeit

Es geht wahrscheinlich vielen Menschen so. Ganz langsam kriecht eine Stimmung hoch und nistet sich in den Gehirnwindungen ein. Und diese Stimmung sagt: „Es reicht! Ich mag das Wort C-O-R-O-N-A nicht mehr hören!“

Das Wort Corona-Virus ist in aller Munde. Es begegnet einem auf allen Rundfunk- und Fernsehkanälen, in jeder Sendung. In jeden sozialen Kontakt schleicht es sich ein, auch in den Plausch mit dem Nachbarn über den Gartenzaun. Auch das Netz ist voll, Facebook, Whatsapp …. nur noch Corona. Und diese mitleidigen Aufrufe „Bitte teilen“. Es reicht! Leute, denkt mal wieder an etwas anderes. Auch das trägt zur Gesundheit bei!

Ich habe zum Glück noch einige USB-Sticks herumliegen, voll mit TV-Sendungen aus besseren Tagen, aus einer Zeit, als Corona höchsten der Name eines Wildpferdes war. Sonst bin ich nie dazu gekommen, das, was ich aufgenommen hatte, auch mal anzuschauen. Es waren ja nur Konserven. Aber jetzt freue ich mich, dass ich schier endlos den Fernsehfilm der Woche oder den Freitags-Krimi schauen kann. Und alles ohne auch nur ein Wort oder einen Gedanken an Corona. Virenfreie Zeit! Go ahead!

Ein Dank an diejenigen, die TV-Aufnahmen per USB-Stick möglich gemacht haben. 

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