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„Schmidtchen“ ist gegangen – Mach’s gut, alter Freund

Vor drei Jahren hat sich ein schüchternes, aber sehr munteres Katzenkerlchen hier seßhaft gemacht. Nach einer kurzen Inspektion aller Räumlichkeiten hat er sich für die Küchenfensterbank entschieden – natürlich mit bester Aussicht auf die Futterstelle für die Gartenvögel. Nach kurzer Zeit war er Bestandteil der Familie und der „Entscheider“ im Garten. Alle anderen hörten auf ihn. Pummel natürlich nicht.

Heute musste ich ihn zum Tierarzt bringen und ich hatte ihm versprochen ihn wieder mitzubringen. Irgendwann in den letzten Wintertagen wurde er krank, sehr krank, wie sich herausstellte. Die Sprechstundenhilfe fragte nach seinem Namen. Ich sagte: „Schmidtchen“. „Mit tt, dt oder einfachem t“, fragte sie. Ich sagte: „Er legt Wert auf dt!“ und so steht es jetzt im Register.

Der Doktor stellte dann eine niederschmetternde Diagnose, so daß ich ihm nur noch eine lange Leidenszeit ersparen konnte. Gefressen hatte er ohnehin schon fast 14 Tage nicht, er konnte es auch nicht mehr. Nun ist er über die Regenbogenbrücke gegangen, wieder munter, jung und wahrscheinlich auch der alte Scherzbold.

Mein Versprechen habe ich gehalten. Ich habe ihn wieder mitgebracht. Aber so wollte ich es nicht.

Mach’s gut, alter Freund!

Die Zeiten ändern sich …

… wenn es manchmal auch schwerfällt. Ich muss das mal erklären:

Vor ein paar Jahren ist „Schmidtchen“, ein älterer Kater, mir zugelaufen. Vielmehr hat er sich, wie überhaupt alle anderen Katzen hier im Haus, angeschlichen und dann eingeschmeichelt. Er war damals der Dritte im Bunde.

Nun ist „Schmidtchen“ alt, fast blind mit Husten. Das Alter wird zur Qual und selbst die Leckerlies locken ihn nicht mehr. Kurz gesagt: er zieht sich zurück und hat nur noch selten Appetit. Erfahrungsgemäss weilt er nicht mehr lange auf dieser Welt. Es passiert jetzt genau das gleiche, wie vor der Zeit. Ein anderer Kater schleicht sich heran, ich nenne ihn mal „Dino“. Wie jeder weiss, je länger man eine Katze um sich hat, um so weniger möchte man sie vermissen oder wieder loslassen. Und dieser „Dino“ ist wirklich ein drolliger Vogel, er spricht und gibt zu allen Dingen seines Alltags seinen Kommentar ab. Man könnte denken, er meint auch was er sagt.

Pummel, die Katzendame des Hauses, sitzt wiedermal auf meinem Schoß und diktiert in die Tasten: „Den behalten wir!“ – Ich sage: „Na, das müssen wir doch erstmal abwarten. Vielleicht wird er irgendwo vermisst!“. „Quatsch!“, mauzt Pummel, „der will hier her, der ist nett. Und wo zwei satt werden, werden auch drei satt“. 

Pummel springt auf. Sie hat irgendwo etwas gehört und dreht sich kurz um: „Schreib das!!!“ und weg ist sie. Mache ich eigentlich immer, was Pummel sagt?