Pummel und die wohlige Wärme

Wir haben Anfang April und es ist ein scheußliches Wetter da draußen, nass, kalt und windig. Da ist es doch klar, dass sich meine beiden Hausgenossen im Haus eine warme Ecke suchen. Tello, der lässt sich nicht stören, liegt wieder mal auf der Fensterbank und Pummel, die Chefin, hat sich gleich neben dem alten Küchenherd einen Platz gesucht. Nicht nur ihr zu liebe habe ich den alten Herd mal wieder angeschmissen. Und siehe da, er brannte wie in den guten alten Zeiten. Sogleich breitete sich eine wohlige Wärme in der Küche und darüber hinaus aus. Ich habe für morgen schon eine Lage Brennholz in Haus geholt, denn Pummel meinte, das sollten wir wiederholen. Ich weiß, Kamine und alte „Feuerstellen“ sind nicht unbedingt mehr umweltfreundlich. Aber meine „Feuerstelle“ ist ganz offiziell genehmigt und Pummel meinte nur: „Pfeiff‘ drauf, wohlige Wärme ist wichtig!“ – Recht hat sie.

Pummel hat die besten Einfälle, wenn es so richtig gemütlich ist. Nach „Tatort“ im Fernsehen ist sie ganz verrückt und zu Jan Böhmermann’s Magazin Royal kommt sie immer pünktlich ins Haus. Heute meinte sie, ich solle doch mal wieder die Katzengalerie veröffentlichen. Sie hätte die schon lange nicht mehr gesehen. Und ich mache ja immer was meine vierbeinige Fellnasen-Chefin mir sagt. Hier geht es zu meiner kleinen Galerie namens „Katzenglück“.

Link: „Katzenglück“

Überflutung mit Petitionen

Solche Petitionen wie „Umbenennung der Straße Unter den Linden in Berlin nach Dina Pronitschewa“ u.v.a. halte ich für zu kurz gedachte, spontane Augenblickseinfälle. Außerdem ist mir nicht klar, wie der Erfolg einer Petition gewertet wird. Ausschließlich nach der Zahl der Unterschriften oder auch daran, ob die Petition tatsächlich in den angesprochenen Fällen die Politik zum Nach- und Umdenken bewegt? Wie und wo erfährt man ggf. vom Erfolg einer Petition? Vermutlich wollen auch viele der Petitionsersteller und der Unterschreibenden nur ihr Gewissen erleichtern mit dem Gefühl etwas bewegt zu haben. Hoffentlich trete ich denen, die es wirklich ehrlich meinen und sich für ein echtes Problem engagieren, nicht zu sehr auf die Füße.

Ich halte gut durchdachte Petitionen mit einer realen Chance auf Wirkung für sinnvoll und wichtig in einer Demokratie. In einem autoritären Staat, wie Russland z.B., führt schon der Gedanke an eine offene Willensbekundung oder eigene Meinung zu 15 Jahren Gulag. Aber dieses Trommelfeuer an Petitionen bei change.org lässt jedes Interesse erlahmen, zumindest bei mir. Die Behauptung, dass change.org ein Ableger der NSA ist, um „des Volkes Emotionen“ in diversen Ländern der Welt zu erkunden und Nachrichten entsprechend zu beeinflussen, lässt sich wohl nicht verifizieren. Sie ist aber in unseren Zeiten der „Info-Wars“ durchaus möglich.

Stolperstein Sprache

Ohne Verständnis keine Verständigung und auch keine Integration. Da kann es mit der „Willkommenskultur“ der ersten Tage noch so gut gemeint sein. Gerade jetzt, wo viele Menschen, die aus dem Grauen in der Ukraine flüchten mussten, zu uns kommen, ist Verständnis und Verstehen das A und O der Hilfe. Es wäre schön wenn sich ein paar Menschen, u.a. aus Grasberg und Worpswede, finden ließen, die Ukrainisch und Russisch in Wort und Schrift dolmetschen können und so bereit wären den Ankommenden erste Stolpersteine der Sprache aus dem Weg zu räumen. Ich denke in den Rathäusern, bei den Hilfsorganisationen und den Kirchgemeinden vor Ort wäre man froh auf einige Personen zurückgreifen zu können, die den neu Angekommenen ggf. zur Seite stehen.

Ich möchte hier im besonderen auf de Möglichkeiten der Webseite nebenan.de hinweisen, die den Raum für eine nachbarschaftliche Ukraine-Hilfe eingerichtet hat.

Fitness für die grauen Zellen: Lernt Ukrainisch

Wer die Schulzeit lange hinter sich hat, der hat nicht unbedingt Lust sich in eine Fremdsprache zu vertiefen. Dennoch ist es erwiesen, dass das Erlernen einer Fremdsprache gerade im fortgeschrittenen Alter die grauen Zellen im Oberstübchen munter hält. Also kann man das Erlernen und die Beschäftigung mit einer Fremdsprache durchaus als Fitness-Programm für Senioren bezeichnen. Wer seine Zeit im Unruhestand in Thailand oder in Spanien verbringen möchte, der sollte sich mit der jeweiligen Landessprache beschäftigen, um sich dort wenigstens verständlich machen zu können.

Aber auch wer nicht in die Ferne schweift, könnte etwas für die kleinen grauen Zellen tun. Zum Beispiel mal einen Blick auf die ukrainische Sprache werfen. Es könnte helfen und es könnte manches vereinfachen, wenn man wenigstens ein paar Brocken versteht. Viele Menschen kommen gerade jetzt aus dem kriegsgebeutelten Land zu uns, viele sind traumatisiert. Da ist es vielleicht eine Beruhigung, wenn die eigene Sprache mal völlig unerwartet zu hören ist.

Hier können Sie eine PDF-Datei zum Erlernen und zu Gebrauch der ukrainischen Sprache herunterladen. Lernen Sie so einfach und fast nebenbei das Land und die Menschen kennen.

Download Sprachbuch Ukraine (PDF, 2,6 MB)

Interessanter Sidekick

Auch wenn zur Zeit eine allgemeine Fassungslosigkeit wegen der Ereignisse in der Ukraine verständlich ist und tatkräftige Hilfen gefordert sind, möchte ich auf eine weitere Informations- und Diskussionsmöglichkeit dieser Webseite hinweisen: die Whatsapp-Gruppe „Seniorplus“. Das ist eine offene Gruppe, die gedacht ist zur freien Meinungsäußerung und zum Erfahrungsaustausch. Es gibt kein Tabu, alle Themen sind möglich. Noch bin ich allein dort vertreten und nutze die Gruppe im Grunde genommen als Notizbuch für all die Dinge, die durch die sozialen Medien geistern und mich interessieren. Aber das muss ja nicht so bleiben, denn es ist eine offene Gruppe und für alle zugänglich.

Hier der Einladungslink: Seniorplus Whatsapp-Gruppe