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Welthits auf Platt

Vor einigen Jahren hat Radio Bremen es geschafft viel fürs Platt, also die niederdeutsche Sprache, zu tun. Allseits bekannte Welthits ins Plattdeutsche zu „transformieren“ erfordert Können und handwerkliches Geschick. Und genau das hatten „Die Plattmacher“ von BremenEins.

Wenn Sie mögen, dann können Sie sich die Playliste mit den Plattmacher-Hits hier anhören:

  Plattmacher

Pummel hat sich verabschiedet

Ist es nun eine Suchanzeige oder schon eine Traueranzeige? Pummel ist verschwunden. Katzen machen das ja, sie ziehen sich, wenn ihre Zeit gekommen ist, zurück. Vor einer Woche, nachmittags, habe ich sie zuletzt gesehen. Sie kam angesprungen und wollte – ein letztes Mal? – gekrauelt und verwöhnt werden. Sie wirkte irgendwie abwesend, ihr Fell war strubbelig oder strohig. Dann sprang sie plötzlich auf und verschwand zu ihrem Ausguck auf dem Carport-Dach. Sie hatte von dort alles Blick und es war zugleich das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe. Ich habe natürlich erwartet, dass sie abends zum Fressen kommt. Andererseits ist sie irgendwie ein Naturkind geblieben und schon öfter mal ein oder zwei Tage nicht sichtbar gewesen. Aber fast eine Woche?

Sie muss so um die 13, 14 Jahre alt sein und ist mir zuerst in etwa um 2010 aufgefallen, dünn und abgemagert, ständig schwanger. Sie hat ganze Katzengenerationen der Umgebung ausgetragen. Ich schätze sie war froh von dieser Bürde erlöst zu werden, als ich sie zum Tierarzt brachte. Danach hatte ich eine Freundin im Haus, die sich nach und nach zu einer intelligenten, unabhängigen Chefin entwickelte und die auf ihren morgendlichen Streicheleinheiten bestand. Ganz nebenbei entwickelte sich sie zu einer Feinschmeckerin, die an Feiertagen auf ihrer Extradose Hering oder Sardinen bestand. Aber, kein Problem, sie hat auch jede Menge Mäuse gefangen und als Dankeschön einige davon in die gute Stube mitgebracht. Ich konnte das Jahr einteilen: wenn sie draußen blieb, war Sommer. Kam sie rein und blieb, dann war Winter. Der Winter war bei ihr aber immer kurz.

Ach, Pummel, ich vermisse Dich. Vielleicht bist Du über die Regenbogenbrücke gegangen. Dann wirst Du es ganz sicher gut haben im Katzenhimmel. Aber ich weiß auch, wenn Du dieses lesen könntest, dann würdest Du zurückkommen. 

Gallerie: Erinnerungen an Pummel

Update: Pummel hat die Suchanzeige gelesen und ist wohlbehalten zurück!

Merkel geht und was kommt?

Merkel geht! Viele – vielleicht ein wenig irrgeleitet – rufen auf Demos aus: „Merkel muss weg!“ – Nun geht sie tatsächlich! Die Freude, wenn es denn tatsächlich ein freudiges Ereignis ist, ist ein wenig kurz gedacht.

Wenn ich mir anschaue, was danach kommen könnte, wird mir ein wenig schwummerig um die Tastaturfinger. Es ist nicht die bange Frage, was kommt danach? Wir wissen ja, was danach kommt. Und das lässt mich zum ersten Mal in meinem Leben überlegen, ob ich mich an der Bundestagswahl beteilige.

Ich finde es nicht gut, dass Frau Baerbock systematisch und häppchenweise mit Plagiatsvorwürfen überfahren wird. Das ist gewollter Schmutz. Ich finde es auch nicht gut, dass Herr Laschet immer wieder als Karnevalsclown dargestellt wird, aber irgendwie ist er es ja doch. Wenn er doch wenigstens eine Meinung hätte. Überhaupt, dass irgendeine Partei ein glaubwürdiges Programm hat, um die echten Probleme anzugehen, halte ich für einen Running Gag. Vor allem hält jeder etwas anderes für das echte Problem. Mal ist es der Klimawandel, mal die Corona-Folgelasten, mal die arme Wirtschaft und natürlich will niemand kommende Generationen belasten, und auch nicht die Rentner, und noch weniger die Arbeitnehmer. Und ganz gewiss nicht die Superreichen und internationalen Konzerne.

Heißt das also, dass wir lustig weitermachen und vielleicht bald schon ein Ticket für den nächsten Mars-Flug ergattern müssen? Heißt das, dass Straßen, Brücken, Bahnlinien und Schulen weiterverfallen müssen, um schön dekadente Fotomotive für Hochglanzpublikationen zu bekommen? Heißt das, dass die Kleinen gehängt werden, während die Großen für „systemimanent“ gehalten werden sollen? Sollen die Preise für Benzin, Tabak und andere Vergnügungen die Welt retten, während Grundrechte der Menschen, wie z.B. klares Wasser und erschwinglicher Wohnraum, privatisiert und den Großen in den Rachen geschoben werden. – Das sind Dinge, da gehe ich mit einem großen Pappschild auf die Straße und mache bei jeder Menschenkette mit. Aber dann haben wir Demos und Menschenketten … und ich weiß immer noch nicht weiter

Eines weiß ich, und das ist in der Natur nun einmal so: wer sich nicht anpassen kann, verschwindet! Vielleicht sollten wir uns hier im norddeutschen Tiefland schon mal vorsichtshalber ein Schlauchboot besorgen, damit wir wenigsten noch den nächsten Bio-Markt erreichen können, wenn der Pegel steigt.

Leseratten, aufgepaßt!

Neuen Lesestoff aller Gattungen (Romane, Thriller, Krimis, Jugendbücher, Sachbücher zu allerhand Gebieten wie z. B. Kochen, Reise, Geschichte, Tiere) gibt es am Samstag für wenig Geld im beim Bücher-Flohmarkt vor dem Gemeindehaus Grasberg. Hier kann man echte Schnäppchen finden: Historische Heimatlilteratur ebenso wie Geschenkbücherlein oder manchmal noch original verschweißte Bücher. Auch das gibt es! In jedem Fall ist der Sonnabend, 19.6.2021 von 11.00 bis 15:30 Uhr, ein ganz wichtiger Termin für alle kleinen und großen Leseratten!

Autofahrer:Innen aussteigen

Ist es eigentlich erlaubt, wenn ich hier deutlich sage, ich gendere nicht? Ich durchsetze meine Zeilen nicht mit irgendwelchen Sternchen, nur um auf einer Welle mit zuschwimmen, die angeblich die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sichtbar macht. 

Wenn ich von Lehrern spreche, dann sind weibliche und männliche Lehrer gemeint; wenn ich von Taschenrechnern spreche, dann sind sowohl weibliche als auch männliche Taschenrechner gemeint. Wenn ich von „Isenbahnpohlupundoldreiher“ spreche, dann sind, logisch, auch die Frauen, die diesen ehrenwerten Beruf ausüben, mit inbegriffen.

Eine Stellenanzeige wie z.B.: „Wir suchen einen Isenbahnpohlupundoldreiher w/m“ ist m.E. nach völlig in Ordnung. Da können sich auch die Menschen zwischen dem „w“ und dem „m“ angesprochen fühlen.  Bei „eine(n) Isenbahnpohlupundoldreiher*in“ sieht das eher nicht so aus. Diese Schriftsetzung mit Sternchen und Klammer auf/Klammer zu widerspricht meinem Sprachgefühl. Noch schlimmer hört es sich an, wenn ein Doppelpunkt mit gesprochen werden soll: Sehr geehrte Versicherungsvertreter:Innen.

Der Gleichberechtigung, der durchaus in weiten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens noch auf die Füße geholfen werden muss, ist sicherlich nicht dadurch gedient, dass die deutsche Sprache zu einem  gegenderten „*Gestammel“ gemacht wird und damit (weiter) verhunzt wird. Man kann es auch übertreiben. Mir gefällt, wenn es persönlich sein soll, die Anrede beider Geschlechter, z.B. „Liebe Taschenrechnerinnen und Liebe Taschenrechner“. Das zeugt von persönlichem Respekt und sollte auch zeigen, wer wem die Tür aufhält. Ziemlich „oldschool“, aber das war so und wird auch so bleiben. Ein drittes Geschlecht ist mir nicht bekannt, wenngleich Toleranz gegenüber den Unentschiedenen geübt werden sollte.

 

Dieses Schild, auch in der „nichtgegenderten“ Form sieht man tatsächlich oft. Ich sehe darin eine knallharte Nötigung und Diskriminierung seitens des Strassenverantwortlichen. Oder haben Sie schon einmal ein Schild mit der Aufschrift „Autofahrer aussteigen!“ gesehen?

Kein Grund unvorsichtig zu werden

Das sieht auf der Karte doch eigentlich sehr erfreulich aus. Dieser lästige und zugleich auch tödliche Virus ist auf dem Rückzug, das Leben kann sich normalisieren. Glauben wir! Aber es gibt absolut keinen Grund unvorsichtig zu werden.

Intensivmediziner sagen in den kommenden Wochen werde sich die gefährlichere Mutation B.1.617.2 in Deutschland weiter ausbreiten. Eine vierte Welle sei möglich. Der große Unsicherheitsfaktor ist gerade die neue Mutation B.1.617.2, die noch ansteckender als die derzeit dominierende Variante B.1.1.7 sein soll. Schrittweise wird sich deshalb auch in den nächsten Wochen diese neue Mutation durchsetzen. Intensivmediziner rechnen damit, dass sich die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus in Deutschland durchsetzen wird.

Das „Regal der Freude“ ist wieder offen

 

Es gibt tatsächlich erste Anzeigen, dass wir auf dem Weg zu einer gewissen „Normalität“ sind. So hat in Grasberg, am Gemeindehaus, das „Regal der Freude“ wieder seinen Platz gefunden. Hier ist der Ort, um anderen mit kleinen Dingen eine Freude zu machen oder auch selbst eine kleine Freude mitzunehmen. Bitte keine Bücher und keine Elektroartikel. Der Platz wird überwacht, da er in der Vergangenheit auch als Müllabladeplatz missbraucht wurde. „Abräumer“, also Zeitgenossen, die nur nehmen und nichts geben, sind auch nicht gern gesehen. Bitte, beachten Sie den Aushang – Maske und Abstand.

Allen Menschen, die den Sinn des Regals verstanden haben, viel Freude damit!

Da gibt es was umsonst

Es ist manchmal sehr nervig über den Facebook-Marketplace oder auch über die EBAY-Kleinanzeigen zu verkaufen oder zu verschenken, zumal man sich nicht auch noch den umständlichen Versand aufladen möchte. Man selbst hält sich penibel an die vereinbarten Abholtermine, aber die angeblichen Interessenten halten sich nicht daran. In aller Regel sagen die Interessenten noch nicht mal ab (bis auf wenige löbliche Ausnahmen). Ja, und dann hat man viel Zeit vergeudet

Falls Sie etwas verschenken oder verkaufen möchten und dabei an Grasberg, Worpswede, Lilienthal oder auch Tarmstedt denken, dann schicken Sie mir einfach eine EMail mit den nötigen Infos und vielleicht zwei, drei Fotos. Selbstverständlich können Sie Ihre „Anzeige“ auch direkt in der Whatsapp-Gruppe „Adolphsdorfer Runde“ veröffentlichen. Vielleicht treffen Sie dabei noch nette Leute

 

Einladung: Adolphsdorfer Runde (bei Whatsapp)

Aktion: Neues Leben für alte Rechner