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Nicht nach Aprilscherzen zu Mute

Gerne hätte ich Sie, liebe Besucher dieser Webseite, durch kleine Scherzchen in den April geschickt. Aber auch in diesem Jahr sieht es nicht so aus, als ob es Grund gäbe jemanden in den April zu schicken. Wir leben bereits seit Monaten in einem schlechten Aprilscherz. Auch das HickHack um die diversen Impfstoffe scheint ein ziemlich verunglückter und noch dazu verfrühter Aprilscherz sein. Mit einem Kommentar auf unsere Oberste Heeresleitung halte ich mich zurück. Der würde garantiert nicht als Scherz verstanden werden. Die Stimmung ist nicht frühlingshaft, wie man an der schweren Arbeit der Ordnungshüter sehen kann, auch noch die letzten Ignoranten in die Schranken zu weisen.

Es ist kein Witz: die Einschläge kommen näher. Mein Bekanntenkreis ist betroffen. Mit schwerem Lungenversagen auf einer Intensivstation zu liegen, ist kein Vergnügen, genau so wie die nicht enden wollenden Symptome danach.

Vielen Menschen ist nicht nach Witzen zu Mute, erst Recht nicht an diesem 1. April.

Geiz ist geil macht die Umwelt kaputt … und uns!

Elektrische Geräte haben mittlerweile ein eingebautes Verfalldatum, und das liegt oft gleich nach dem Ablauf der Garantiezeit. Das ist bei Flachbildfernsehern, Waschmaschinen, Geschirrspülern und bei vielen anderen Geräten so. Oft ist nur ein einziges kleines Billigteil eingebaut, z.B. ein Plastikzahnrad, eine verstaubte oder „nikotinbedampfte“ Platine oder ein abgenutzter Verschlußhaken, und das komplette Gerät ist sofort außer Gefecht gesetzt. Bei Flachbild-TVs einer bestimmten Marke liegt die geplante Haltbarkeitsdauer sogar noch unter zwei Jahren. Das ist der Preis für Geiz ist geil! Die Rache folgt!

Dieser massenhaft anfallende Elektroschrott, der eigentlich kein Schrott ist, stellt eine enorme Rohstoffverschwendung und eine ebensolche Umweltbelastung dar. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass das sog. „Recycling“ auf Kosten der Gesundheit von jungen Menschen in Afrika geht, die versuchen sich unter unmenschlichen Bedingungen durch das Ausschlachten dieser deutschen Exportgüter ein paar Cent zum Überleben zu verdienen. In Ghanas Hauptstadt Accra liegt eine der größten Elektroschrott-Müllkippen Afrikas. Hier verbrennen Kinder und Jugendliche ausgediente Altgeräte aus Europa, um an verwertbares Metall zu kommen. Sie verdienen damit etwas Geld, doch zahlen dafür mit ihrer Gesundheit.

Also, warum alles gleich in die Tonne kloppen? Nur weil man sich als „Online-Kunde“ keine Gedanken machen will? 

Vor Ort gibt es gute Fachgeschäfte, die auch heute noch fachgerecht und preiswert reparieren können. Eine gut ausgeführte Reparatur gibt es natürlich nicht ganz umsonst. Sie ist aber allemal günstiger als der übereilte Neukauf.

Und es gibt das Repair-Café in Lilienthal, wo ehrenamtliche Mitarbeiter sich um das Gerät kümmern. Und, wenn sie es reparieren können, dann funktioniert es auch bald wieder wie neu. Probieren Sie es mal im Repair-Café, auch wenn Neu nur einen Klick entfernt ist! Bitte denken Sie daran alles mitzubringen, was zum Gerät gehört und noch vorhanden ist, z.B. Kabel, Stecker, Schrauben und evtl. die Gebrauchsanweisung oder das Handbuch. Das Angebot des Repair-Cafés können Sie hier als PDF herunterladen. Zur Zeit ist es corona-bedingt ein wenig eingeschränkt.

Wenn Sie alte Notebooks oder Smartphones, die noch funktionieren, und Sie selbst aber schon ein neues Gerät nutzen, dann denken Sie bitte an die Aktion „Neues Leben für alte Rechner“ und spenden Sie das Gerät – Mehr dazu hier.

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19 Uhr Fellnasen-Kino

 

In den letzten Tagen hatten wir wirklich kalte Nächte, teilweise bis -12 oder sogar 17 Grad Celsius. Bemerkenswert fand ich, daß meine diversen Fellnasen bei Kälte ganz schnell ihren Bildungsbedarf entdecken und tatsächlich pünktlich zur „heute“-Sendung im ZDF sämtlich Sessel vor dem Fernseher besetzen. Pummel, die Chefin, führt natürlich das Wort: „Nun, mach hin, es ist gleich 19 Uhr!“

Auch Tello, der Kater, der eigentlich immer nur auf Durchreise ist, findet sich ein und besetzt seine Fensterbank. Rieke liegt schon länger in eine Decke eingekuschelt auf dem Sofa und zwinkert nur „Nun?“ – Ja, dann können die Nachrichten kommen …

Den Wetterbericht warten alle Drei nicht ab. Pummel bemerkt: „Ich weiss selbst, wie das Wetter wird!“ – Tello und Rieke sind schon wieder draussen, nur mal frische Luft schnappen, wie sie sagen. Dann bleiben sie aber doch oft gleich in der freien Natur. Da ist es trotz Kälte wohl auch viel interessanter. Nur Pummel blickt mich bei Rausgehen fragend an, ob ich denn auch YouTube hätte. „Da gibt es doch immer diese Filme, wenn Katzen Unsinn machen. Das sehe ich gerne! Ich bringe Dir auch wieder eine Maus mit“.

Ja, meine Fellnasen sind wohl klüger als ich dachte. Und auch besser informiert. Ich will nicht unhöflich sein, aber die Maus lehne ich dankend ab.

Das Superwahljahr 2021

Oh, ja, wir dürfen mal wieder wählen und das ist gut so! Aber haben wir eine Wahl? Um das herauszufinden zum jetzigen Zeitpunkt, schaue ich mir das Angebot mal genauer an. Dabei orientiere ich mich an meiner eigenen Einstellung zum gesellschaftlichen und politischen Leben in diesem Land. Diese Einstellung möchte ich auf dem Spielfeld mal links von der Mittellinie verorten. Oberstes Gebot ist, wenn es allen gut geht, dann darf es auch Millionäre in einem demokratischen Land geben.

Bei der CDU ist nach 16 Merkeljahren die Luft raus. Die Partei verliert sich im Klein-Klein, Mitreißendes und Fortschrittliches ist da nicht zu erwarten. Der Maskenskandal und die Merz-Anbiederungen sind nur ein Symptom des Niedergangs. Rettung nur durch die CSU möglich? Vielleicht, wenn Herr Söder noch ein paar Bäume umarmt.

Die SPD, wo ist die denn geblieben? Die älteste Partei Deutschland hat ihre Wählerschaft verloren und schrumpft mit „Wummms“. Wie heißen die Vorsitzenden nochmal?

Die FDP ist Lindner und Lindner ist FDP und die möchte gern irgendwo und irgendwie an die Futtertröge. Auch nichts Neues!

Die Grünen sind die echten Konservativen und zugleich neigen sie zu Bevormundung. Law and Oder? Der wahre Erfolg der Grünen ist, dass grünes Gedankengut bei allen anderen angekommen ist. Mittlerweile sind sie in der östlichen Vorstadt (Bremen) etabliert.

Die LINKE ist immer noch da, wo sie herkommt. Warum gibt eigentlich keine soziale und demokratische Linke in Deutschland, die auch mal laut wird? Weil die SPD immer noch in der Denkweise der Kleingartenrepublik BRD zu Hause ist? Oder die Linke immer noch den Stallgeruch der SED vor sich herschiebt?

Die Alternative für Deutschland war mal eine echte Alternative für Deutschland, bis sie von den Ultrarechten und anderes Verschwörungsfans gekapert wurde. Trotzdem sollten alle anderen Parteien sie nicht stereotyp als Nazis über einen Kamm scheren, denn das Wählerpotenzial ist groß, sehr groß sogar. Die anderen sollten mal hinhören.

Andere Parteien lohnt es sich nicht zu erwähnen.

Mein Eindruck ist, alle Parteien machen sich klein und ducken sich weg. Die Probleme, die angegangen werden müssten, sind zu groß für Provinzpolitiker: Klimawandel und die Folgen, Schuldenberg durch Corona, Bildungsmisere, fehlende oder sanierungsbedürfige Infrastruktur, Vetternwirtschaft und nicht zuletzt Lobbyismus auf allen Ebenen nebst Korruption. Ein echter Staatsmann oder eine echte Staatsfrau, wie wir sie vor langer Zeit mit Konrad Adenauer, Willi Brandt, Helmut Kohl oder Gerhard Schröder hatten, ist nicht in Sicht. Eher schon Nüssleins und Löbels.

Ich werde zur Wahl gehen bzw. Briefwahl beantragen. Aber ich habe wenig Hoffnung, dass sich irgendetwas ändert oder verbessert.


Taschenspieler*innen-Tricks

Früher begann eine Rede, z.B. zur Eröffnung der XII. Taschenrechner-Olympiade an die versammelten Mannschaften, mit den Worten: „Liebe Taschenrechner, heute ist es uns gelungen den Kartoffel-Pilz zu besiegen!“ – Heutzutage haben wir ein Problem damit die politisch korrekte weibliche Form auszudrücken und in motivierenden Ansprachen zu verwenden. Gleichheit der Geschlechter ist – richtigerweise – oberstes Gebot und das nicht nur im Hinblick auf Berufschancen und Bezahlung. Aber drückt sich Respekt und Würdigung tatsächlich in nahezu unaussprechlichen und überlangen Worten und Anreden aus? Billardspielerhauptverbandsvorstehende….

Noch vor kurzem hätte eine solche Rede mit den Worten begonnen: „Liebe Taschenrechnerinnen und Taschenrechner, der Kartoffelpilz hat wieder zugeschlagen!“ – Um es mir persönlich einfach zu machen, und um niemanden zu benachteiligen, habe ich zuletzt immer die Formel benutzt: „Liebe TaschenrechnerInnen!“ – Schriftlich passt das, aber in gesprochener Form fühlt sich die andere Hälfte der Menschheit ausgegrenzt und nicht gewürdigt.

Der Duden, die Denkstube der deutschen Sprache, bemüht sich stets politisch korrekt zu agieren und im Trend der Zeit zu liegen. Er schlägt nun folgende Formel vor : „Liebe Taschenrechner*innen“, oder, noch besser: „Liebe Taschenrechnende“. Irgendwie gehen diese völlig vergeistigten Konstrukte am Sprachgefühl vorbei und bilden keineswegs die gesprochene Realität ab. Das ist die Gentrifizierung der deutschen Sprache und viele Behörden, Dienste und Unternehmen fühlen sich bemüßigt dabei mitzumachen.

Ich bleibe bei „Liebe Taschenrechnerinnen und Taschenrechner!“ – Das macht zwar etwas mehr Denk- und ggf. Schreibarbeit, aber als Kavalier der alten Schule halte ich den Damen ja auch die Tür auf und lasse ihnen den Vortritt. Gleichberechtigung ist eben kein Buchstabensalat!

28 cm Kassenbon

Das ist der Kassenbon für eine Stange Zigaretten in einem Tabakladen. Er sieht übrigens genau so aus, wenn nur ein Kaugummi, eine Briefmarke oder ein Brötchen gekauft wurde. Ein Kassenbon ist normalerweise ein kleiner Nachweis, dass der Händler den Kaufbetrag erhalten und der Kunde den Kaufbetrag bezahlt hat. Aber was ist schon normal in diesen Zeiten, denn dazu hätte in diesem Fall ein Kassenbon in der Länge von 8 cm ausgereicht, incl. Name, Anschrift und Telefon des Händlers. Aber nein, es müssen neuerdings jede Menge kryptische Daten wie Process Data, Signaturzähler und Signatur, Time-Format und ein Public Key ausgedruckt werden. Vieles davon in endlos langen Zahlenreihen sowie einem QR-Code, damit auch die dümmste Maschine das versteht. Nur der Mensch versteht es nicht, und fragt sich, was diese Papierverschwendung soll? Auch müssen die Händler viele, viele Extra-Papierrollen anschaffen und das für nichts und wieder nichts.

Die Händler würden, wenn es denn sein muss, etwas Gutes tun, wenn sie gleich neben der Kasse Papierkörbe aufstellen würden, damit dieses viele Kassenrollen-Papier nicht gleich in die Umwelt gelangt.

Auf Entdeckerpfaden

Man ist ja zur Zeit geradezu gezwungen nur online zu verreisen ….Ich fand dazu kürzlich einen schönen Tipp bei Facebook und gebe den der Einfachheit halber hier ungekürzt wieder:

„Moin zusammen,
ich bin neu in der Gruppe und möchte mich kurz vorstellen. Reiselustig, neugierig, kreativ, verrückt und wahnsinnig trifft es wohl ganz gut… Vor rund 2,5 Jahren reifte eine Idee heran und nun starten wir ausgerechnet jetzt im Tourismus durch.

Neben Köln, Berlin, Bremen und Hasbruch ist jetzt auch unser digitaler Entdeckerpfad in Worpswede online gegangen. 200 weitere Städte, Dörfer und Naturlandschaften folgen in den nächsten Monaten – wahnsinnig, ich weiß…

Touristen und Neugierige können mit www.stadt-land-erleben.de Worpswede nun vor Ort digital entdecken. Das Smartphone wird zum Guide und navigiert nicht nur, sondern bietet an jeder Station Informationen zur Stadtgeschichte, Architektur und Kunst.

Wir möchten die Vielfalt in Deutschland zeigen und ein nutzerfreundliches Erlebnis schaffen. Daher sind die Entdeckerpfade kostenfrei, werbefrei und ohne Anmeldung nutzbar. Natürlich freuen wir uns, wenn jemand unser Projekt unterstützt.“

Tanja Huppertz

Link: www.stadt-land-erleben.de

Experiment Impfportal

Wenn Sie viel Zeit und große Lust haben, dann können Sie mal versuchen über das niedersächsische Impfportal einen Termin für Ihre Impfung zu buchen. Am besten Sie nehmen Verpflegung und warme Getränke mind. für 24 Stunden mit. Zur Zeit erscheint dort folgender Hinweis:

Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Impfstoffen kann es leider sein, dass Ihr Impfzentrum im Moment keine Termine anbieten kann oder bereits keine Termine mehr zur Verfügung stehen.

Wenn Sie 80 Jahre und älter sind, möchten wir Ihnen so schnell und einfach wie möglich einen Impftermin anbieten. Sie können sich über unsere Impf-Hotline unter 0800 9988665 für Ihr Impfzentrum vormerken lassen, gerne reservieren wir Ihnen dort einen Wartelistenplatz. Eine Warteliste im Internetportal wird im Laufe der kommenden Woche ebenfalls freigeschaltet.

Sobald neue Impfstoffkapazitäten zur Verfügung stehen, erfolgt eine automatische Buchung Ihrer Impftermine in Ihrem Impfzentrum und Sie erhalten eine Terminbestätigung mit allen wichtigen Informationen zum Impftermin.

Wir bitten Sie um Verständnis, dass aufgrund der starken Nachfrage in der Hotline nicht alle Anrufe sofort von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angenommen werden können. Wir wissen, dass es in dieser Situation schwer fällt, bitten Sie aber dennoch herzlich um Geduld.

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