Schlagwort-Archive: Bremen

Gut geruht?

Ein alter, müde aussehender Hund kam neulich in meinen Garten. An seinem Halsband und dem wohlgenährten Bauch konnte ich erkennen, dass er ein Zuhause hat und man sich dort gut um ihn kümmerte.

Er kam gemütlich zu mir herübergetrottet. Ich habe ihm ein wenig den Kopf getätschelt und dann folgte er mir ins Haus,
ging langsam den Flur hinunter, legte sich in eine Ecke und schlief ein. Eine Stunde später ging er zur Tür und ich ließ ihn raus.

Am nächsten Tag kam er wieder, begrüßte mich im Garten, ging wie selbstverständlich ins Haus, legte sich an dieselbe Stelle wie am Vortag und schlief eine Stunde lang. Das ganze Ritual wiederholte sich einige Wochen lang.

Irgendwann siegte bei mir die Neugier. Also heftete ich eines Tages einen Zettel an sein Halsband, auf dem stand: „Ich würde gern wissen, wer der Besitzer dieses wundervollen Hundes ist. Wissen Sie, dass er jeden Nachmittag zu mir kommt und ein Nickerchen hält?“

Am nächsten Tag kam der Hund wie gewohnt zum Schlafen vorbei – diesmal jedoch mit einer Botschaft am Halsband: „Er heißt Hajo und er lebt in einem Haus mit fünf Kindern, zwei davon unter drei Jahren. Der alte Knabe versucht offenbar nur, ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Darf ich ihn morgen begleiten?“

– Diese kleine Geschichte ist eine Fundsache aus dem Netz der Netze. –

Auf Entdeckerpfaden

Man ist ja zur Zeit geradezu gezwungen nur online zu verreisen ….Ich fand dazu kürzlich einen schönen Tipp bei Facebook und gebe den der Einfachheit halber hier ungekürzt wieder:

„Moin zusammen,
ich bin neu in der Gruppe und möchte mich kurz vorstellen. Reiselustig, neugierig, kreativ, verrückt und wahnsinnig trifft es wohl ganz gut… Vor rund 2,5 Jahren reifte eine Idee heran und nun starten wir ausgerechnet jetzt im Tourismus durch.

Neben Köln, Berlin, Bremen und Hasbruch ist jetzt auch unser digitaler Entdeckerpfad in Worpswede online gegangen. 200 weitere Städte, Dörfer und Naturlandschaften folgen in den nächsten Monaten – wahnsinnig, ich weiß…

Touristen und Neugierige können mit www.stadt-land-erleben.de Worpswede nun vor Ort digital entdecken. Das Smartphone wird zum Guide und navigiert nicht nur, sondern bietet an jeder Station Informationen zur Stadtgeschichte, Architektur und Kunst.

Wir möchten die Vielfalt in Deutschland zeigen und ein nutzerfreundliches Erlebnis schaffen. Daher sind die Entdeckerpfade kostenfrei, werbefrei und ohne Anmeldung nutzbar. Natürlich freuen wir uns, wenn jemand unser Projekt unterstützt.“

Tanja Huppertz

Link: www.stadt-land-erleben.de

Dramatischer Appel der Bundeskanzlerin

In Sachen Corona wird viel geredet. Oft ist es so, dass sich widersprechende Aussagen veröffentlicht werden und in den sozialen Medien die abstrusesten Theorien verbreitet werden. Die Bundeskanzlerin macht der Verwirrung mit ihrem dramatischen Appell – hoffentlich – ein Ende. Bundeskanzlerin Merkel richtete ihren Video-Podcast an alle Deutschen. Sie sagte wörtlich:

  • „Treffen Sie sich mit deutlich weniger Menschen, ob außerhalb oder zu Hause.“
  • „Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist.“
  • „Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort.“
  • „Ich weiß, das klingt nicht nur hart, das ist im Einzelfall auch ein schwerer Verzicht.“ 
  • „Für die eigene Gesundheit und die all derer, denen wir eine Erkrankung ersparen können. Dafür, dass unser Gesundheitswesen nicht überfordert wird, dass die Schulen und Kitas unserer Kinder geöffnet bleiben. Für unsere Wirtschaft und unsere Arbeitsplätze.“

Deutschland sei „in einer sehr ernsten Phase der Corona-Pandemie“. Diese breite sich schneller als zu Beginn vor gut einem halben Jahr aus.

  • „Der vergleichsweise entspannte Sommer ist vorbei, jetzt stehen uns schwierige Monate bevor. Wie der Winter wird, wie unser Weihnachten wird, das entscheidet sich in diesen kommenden Tagen und Wochen.“
  • „Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet.“ Dabei zähle jeder Tag. Jede und jeder Einzelne könne mit der Einhaltung des Mindestabstands und der Hygieneregeln sowie durch Mund-Nasen-Schutz dazu beitragen, dass die Zahlen wieder heruntergehen.
  • „Aber wir müssen jetzt noch weiter gehen. Die Wissenschaft sagt uns klar: Die Ausbreitung des Virus hängt direkt an der Zahl der Kontakte, der Begegnungen, die jeder von uns hat.“ 

Den Podcast „Bundeskanzlerin Merkel aktuell“ finden Sie über diesen Link, er ist unter anderem via Spotify, iTunes und Deezer abrufbar.

Freipark noch bis 1. November

Der Freipark ist abgesagt bzw. geschlossen. Bremen ist zur Zeit Corona-Risikogebiet!

Was wäre Bremen ohne den „Freimaak“? Der Freimarkt ist immerhin das älteste, traditionsreichste und größte „Kirmes“-Vergnügen in Norddeutschland. Nun, man kann es jetzt erleben, denn es gibt in diesem Jahr den abgespeckten „Freipark“ – bremisch mit einem doppelten „a“ geschrieben und ebenso ausgesprochen….

Der „Freipaak“ läuft von Freitag, 2. Oktober, bis Sonntag, 1. November. 100 Schausteller sind dabei (normal sind auf dem Freimarkt mehr als 300) und belegen gut 60.000 Quadratmeter Fläche (üblich sind 100.000) auf der Bürgerweide. 6000 Besucher dürfen sich zeitgleich im Freizeitpark aufhalten. „Es ist wichtig, die Schausteller wieder an den Stecker zu bekommen“, sagte Susanne Keuneke, Vorsitzende des Vereins der Schausteller. Der Freimarktsumzug und die Freimarktspartys in  Halle 7 sind längst abgesagt worden. Alles findet natürlich unter Beachtung der Hygiene und Abstandregeln statt. Bussgelder für das Nichtbeachten dieser Regeln gibt es auch in Bremen.

  • Zeitraum: 2. Oktober bis 1. November
  • Öffnungszeiten: Montags bis sonnabends von 13 bis 22 Uhr; Sonntags von 12 bis 21 Uhr
  • Eintritt: 1 Euro 

Viel Spaß im „Freipark“!

Ab 5. Oktober gibt es den 2. Bundes-Mux (DAB+)

Jetzt macht es Antenne Deutschland offiziell mit dem 2. nationalen DAB+-Multiplex: Die „Plattform geht am 5. Oktober on air“. Das Konsortium nutzt diese Bekanntgabe, um die schon bekannten vier Programme des Plattformpartners Absolut Radio zu bestätigen.

Dort ist neben dem durch DAB+ in Bayern und Hessen bekannten Programm Absolut Hot auch Absolut Top enthalten, das als „komplett neues“ und „einzigartiges“ Programm mit „Hits des neuen Jahrtausends“ bezeichnet wird. Von den Drittanbieterprogrammen werden „einige bereits am 5. Oktober über die Plattform verbreitet“, wird der für mehrere Drittanbieter- und zwei Absolut-Wellen bekannt gewordene spätere Start umschrieben. Keine Äußerung gibt es zu den noch fehlenden Programmen von „namhaften Bewerbern“, mit denen man im Juli Gespräche gemeldet hatte.

Die Eigenprogramme kommen zunächst von Absolut aus Regensburg. Anfang 2021 will man nach Garching bei München umziehen, wo die Firma NextCast derzeit ein neues Sendezentrum für Antenne Deutschland baut.

Empfangstabelle Bremen (Stand: 23.09.2020)

Dem Roland die Knie streicheln

Als Bremer, oder anders gesagt als jetziger „Butenbremer“, muss ich mindestens einmal im Jahr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus stehen, dem Roland die spitzen Knie kraulen (das bringt Glück!) und die gute Stadtluft tief einatmen. Am besten gelingt das um die Vorweihnachtszeit, wenn der weithin bekannte Weihnachtsmarkt seine Düfte verbreitet und seine Leckereien anbietet. Für mich gehört auch immer eine Bratwurst aus der Hand bei Stockinger zu einem Marktplatzbesuch. Die guten Kohlrouladen am Stand direkt vor dem Dom gibt es leider während der Zeit des Weihnachtsmarktes nicht. Also, Tip merken für später.

Bremen verändert sich. Ob ich nun die Bebauung des Bahnhofsvorplatzes schön oder praktisch finde, kann ich nicht sagen. Aus dem Bus heraus konnte ich nicht viel erkennen, nur Hoteleingänge und Geschäfte, wie man sie neuerdings wieder häufig findet. Die Sögestrasse ist die alte geblieben, immer noch voll mit Menschen die entweder flanieren oder ihre Einkäufe erledigen. Das „Söge-Ensemble“ jedenfalls scheint bei Touristen als Fotomotiv sehr beliebt zu sein. Das Top-Motiv sind aber immer noch die „Bremer Stadtmusikanten“. Überraschenderweise muss man den vielen Touristen gar nicht erst erzählen, dass das Streicheln der Knöchel des Esels dafür sorgt, dass sie wiederkommen können. Sie wissen das. Aber, dass Bambi mit der ganzen Familie in den Wall-Anlagen bei der Mühle steht, das wissen die wenigsten. Und in der Mühle kann man auch noch gut bremisch essen.

Wie gesagt, einmal im Jahr muss ich die Luft auf dem Marktplatz schnuppern und dem Roland die Knie streicheln. Das verspricht die Freiheit (und im nächsten Jahr wiederkommen zu können!)

Keine Verbesserungen in Bremen

Für Heime, die Pflegeeinrichtungen gleichgestellt sind, gilt lt. Brem. Beschlussprotokoll vom 7.12.2017 eine Fachkraftquote von 3 auf angefangene 30 Bewohner. Die Fachkraftquote für den Nachtdienst ist von eins zu 50 auf eins zu 40 erhöht worden. Für alle anderen Heime, die nicht Pflegeeinrichtungen oder gleichgestellt sind, gilt eine für die Tätigkeit angemessene und den Leistungsvereinbarungen entsprechende Personalpräsenz.

Bemerkenswert ist aber, dass die Berufsgenossenschaft Sozial & Gesundheit die Möglichkeit zur Eigensicherung der Mitarbeitenden, u.a. mindestens durch jeweils einen zweiten Mitarbeitenden, für erforderlich erachtet. Sicherlich spielt die vorhandene Personalpräsenz auch bei der Personalgewinnung eine bedeutende (oder abschreckende) Rolle.

NEU: Personen, die den Bundesfreiwilligendienst oder ein FSJ absolvieren oder Azubis sind, dürfen generell auf den Personalschlüssel angerechnet werden, aber nicht alle Tätigkeiten ausführen.

Ein Weg zur Aufl??sung Bremens

Bis zum Ende der kommenden Legislaturperiode, also bis 2015, muss Bremen sein j??hrliches Haushaltsdefizit halbieren – von 1,2 Milliarden auf 600 Millionen Euro. Um dieses ehrgeizige und notwendige Ziel zu erreichen, wollen die alten und neuen Koalitionspartner SPD und Gr??ne keine M??glichkeit ausschlie??en, neben Sparma??nahmen auch Mehreinnahmen zu generieren. Dazu sollen etwa alle Geb??hren ??berpr??ft und m??glicherweise angehoben werden. Ein Katalog der aktuellen Verhandlungsentw??rfe der Koalition sieht auch einen j??hrlichen Vergleich des Gewerbesteuerhebesatzes mit anderen Gro??st??dten vor – inklusive m??glicher Anhebung. Alle Ressorts wurden aufgefordert, bis Ende des Jahres zu pr??fen, wo in ihrer Zust??ndigkeit Abgaben verteuert werden k??nnen.   Mehr Einnahmen generieren heisst auf deutsch: h??here Geb??hren und Abgaben kommen auf den B??rger zu. Die „Dienstleistungen“, die steuerfinanzierte ??mter und Beh??rden erbringen, sollen praktisch vom B??rger noch einmal mitfinanziert werden. Das trifft nicht nur die Gewerbesteuer oder auch die Grunderwerbsteuer, sondern z.B. alle Dienstleistungen der Standes-, Veterin??r-, Eich- und Strassenverkehrs??mter und so weiter. Praktisch alles, was tief und direkt in das t??gliche Leben der B??rger eingreift, – und damit sofort am Geldbeutel zu merken ist – soll teuer werden. Anlieger sollen die maroden und lange vernachl??ssigten Strassen vor ihrer Haust??r zum gro??en Teil „mitfinanzieren“, was praktisch bedeutet, dass manches kleine Erbteil fl??ten geht und sich die Banken freuen.  

 

Es ist zwar nicht richtig, dass mancher Stadtteil durch den Wegfall eines „Staatsrats-Sal??rs“ allein grundsaniert werden k??nnte, aber wir kommen der Sache n??her. Auch das Bild „Wasserk??pfe in die Produktion“ hinkt ein wenig, aber Bremen beweist immer wieder die Richtigkeit dieser plakativen Forderung

 

Die Aufl??sung des Bundeslandes Bremen ist bekanntlich nur durch die B??rger des Bundeslandes selbst zu betreiben. Genau das aber scheint die Regeierungskoalition vorzuhaben, denn sie verteuert das Leben in Bremen derart, dass die B??rger es nicht mehr finanzieren k??nnen und wollen. Es versteht sich, dass die B??rger irgendwann das Bundesland abschaffen m??ssen. Bremen wird aufgel??st, weil das Leben in Bremen f??r die Bremer zu teuer wird.

 

Ein Detail der Koalitionspapiere zeigt, womit sich die B??rgerschaftler noch besch??ftigen.  Die Gr??nen wollen, dass das Nichtraucherschutzgesetz ??berarbeitet wird mit dem Ziel, die bisherigen Ausnahmeregelungen zu streichen. Provinztheater! Nebelkerzen!

 

Ginge es im ??brigen nach der Wahlbeteiligung, dann h??tte das Bremer Parlament nach der letzten B??rgerschaftswahl nur noch knapp 42 gut gepolsterte „Parlamentarier-Pl??tze“, nebst weniger B??romieten und Cateringkosten. Das ist vergleichbar mit einem etwas vergr??sserten Gemeinderat incl. B??rgermeister und, w??rde es nach dem durch Nichtw??hler gezeigten B??rgerwillen gehen, viel billiger!