Haifischbecken 4.0

Heute hatte ich gegen Mittag einen seltsamen Anruf. „This ist the Microsoft Corp., Seatle, USA. You have a highly dangerous trojan on your computers harware“, tönte es mir auf Englisch mit starken indisch-pakistanischem Akzent entgegen. „We have to clean your computer. Please turn on your pc and tell me what you see!“

Als ich der Stimme sagte, dass ich meinen Rechner nicht angeschaltet hätte und ihm auch nicht sagen würde, was ich auf meinem Desktop sehe, wurde die Stimme streng: „Your operating system is under US-lincense and we have to take legal action. We will abonadon your internet and you will never enter the net again. Your computer is violation millions of other computers!“

Ich sagte, tun Sie einfach, was Sie meinen tun zu müssen. Und geben Sie’s mir schriftlich! Die Stimme aus dem geheuerten Callcenter in Indien flüsterte „Have a nice day!“ – Und das war’s

Der Trick dahinter ist wahrscheinlich folgender: ich habe einen Trojaner auf dem Rechner. Der ist soweit harmlos. Aber die oninöse Microsoft Corp. will mich als Admin dazu bringen einen mir nicht bekannten Befehl auf meinem Rechner auszulösen und so den Trojaner zu aktivieren. OK., mache ich natürlich nicht. Allgemein frage ich mich jedoch, warum um alles in der Welt verlagert sich alles ins Netz, web 4.0 und Internet der Dinge, wenn das ganze System doch ein Haifischbecken von Gaunern ist? So das die neue Freiheit sein?

[Nach]Gedanken

Wir haben in Deutschland die beste Gesellschaftsform, die wir jemals hatten. Deutschland ist ein relativ wohlhabendes und gut organisiertes Land. Wir müssen nur aufpassen, dass alle am Wohlstand teilhaben und die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen Ungebildet und Gebildet, nicht weiter auseinanderklafft. Wenn auch nicht alle Menschen gleich sind, muss gleiches Recht für alle gelten.

Wer gegen unser Grundgesetz arbeitet, kann nicht gleichzeitig den Schutz dieses Grundgesetzes einfordern, wenngleich wir die Zeiten der religiösen Intoleranz und der Rassenhetze längst hinter uns gelassen haben. Wir müssen in der Lage sein uns zu wehren, und zwar wirkungsvoll zu wehren.

Amerika, bitte erspare uns das

Als Angehöriger des Jahrgangs 1955 ist mein Bild von den USA geprägt durch Erzählungen über Care-Pakete, die Berliner Luftbrücke, scheussliche Bombennächte in Bunkern, Flipper, Bonanza, aber auch durch den Vietnam-Krieg, Woodstock und die populäre amerikanische Musik. Geheilt von der deutschen Überheblichkeit, erlaube ich mir eine eigene Meinung über Amerika, und die war bislang positiv. Wenn nichts mehr ging, Amerika ging immer, zumindest als Ideengeber oder Anregung. Man sollte auch nie unterschätzen, dass es den USA gelungen ist, bei all dem Kriegswahnsinn vor und nach ’45, Deutschland aus der isolierten, ohnmächtig-wütenden Mitte eines Europas der nationalistischen Staaten herauszuholen, in eine westlich geprägte „Wertegemeinschaft“. Natürlich liegt Deutschland immer noch in der Mitte Europas, aber niemand kommt mehr auf die Idee deutscher Alleingänge. Es bleibt zu hoffen, dass auch niemand mehr von rassischer Verblendung befallen wird. Aber da bin ich zuversichtlich.

Frei nach Stalin kann ich meine Gedankenlage wie folgt zusammenfassen: Die Trumps kommen und gehen, aber das amerikanische Volk – wenn es das denn gibt – bleibt bestehen. Trotzdem beschleicht mich das Gefühl, dass schon ein Trump ausreicht die Welt zu verändern. Auch der GröFaZ ist am Anfang seiner 1000 Jahre ganz demokratisch zum Kanzler gewählt worden. Und hinter ihm stand auch eine Bewegung aus Menschen, die sich als Verlierer empfanden und für abstruse Ideologien empfänglich waren.

Amerika, bitte erspare uns das!

So nicht!

So geht es nicht! So etwas möchte niemand jemals am eigenen Leib erleben müssen.

Es werden ganz normale Menschen im Alter aus einem fast heilen sozialen, bürgerlichen Umfeld herausgerissen und in das recht vielschichtige und schwierige Milieu der langjährig Wohnungslosen, mit all ihren speziellen Problemen und Erkrankungen, transferiert.„Klassische“ Pflegeeinrichtungen machen pflegebedürftige, ältere Menschen wohnungslos, mitunter nur weil sie in ihrem Zimmer rauchen oder ein Bierchen trinken. Oder weil sie eine andere Meinung vertreten als die Leitung der Einrichtung? Genau dieses passiert und wird weiter passieren. Pflegeheime entlasten sich z.B. über niederschwellige Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, die darauf nicht eingestellt sind.

Die Situation ist nicht nur für die Betroffenen menschenunwürdig, sie stellt auch die Mitarbeitenden vor echte Gewissenskonflikte. Und, das darf man auch nicht vergessen, es ist viel teuerer für den Steuerzahler. Eine Einrichtung der Wohnungslosenhilfe kann im Regelfall keine Kosten mit der Pflegeversicherung abrechnen. Es ist auch auffällig, dass nicht die kleinen, privaten Pflegeheime dieses Abschieben praktizieren. Menschliches und Allzumenschliches wird dort durch ein eher familiäres Umfeld aufgefangen. Nein es sind die Pflegeheimkonzerne, für die Bewohner nur Belegungszahlen und Mitarbeitende nur Kostenfaktoren sind.

 

Als interessierter Beobachter der oben geschilderten Praxis muss man sich fragen, was verstehen Einrichtungen eigentlich unter einer ganzheitlichen Hilfe, wenn schon bei kleinen menschlichen Schwächen der Wohn- und Betreuungsvertrag gekündigt wird?

Muss ich mir Sorgen machen?

Woher weiss Google, dass ich mir hin und wieder die RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ anschaue? Warum bekomme ich immer Textvorschläge über dieses Dschungelcamp, wenn ich etwas in die Suche eingeben? Ich habe weder im Tablet, noch im Smartphone jemals nach den Dschungelcampern gesucht, nur einen kleinen Artikel darüber in diesem Blog verfasst. Mehr nicht! Aber soll das etwa heissen, dass ich mich tagelang mit den Psychosen dieser C-Promis befasse oder mehr über das Camp wissen möchte? Nein! Also wie geht das? Sitzt Google jetzt auch im Fernsehen? Wenn ich nicht so dickfellig wäre, würde ich jetzt Verfolgungswahn bekommen! Erfreulicherweise ist das alles ja noch harmlos und im Grunde nett und freundlich von Google. Aber irgendwie muss ich mich schon wundern …. warum und wieso.

Was passiert eigentlich, wenn ich mir mal „Rote Rosen“ anschaue? Oder gar „Brisant“? Bewirft man mich dann mit roten Rosen oder bekomme ich ein Abonnement von einer Gärtnerei? Oder erfahre ich per Smartphone nur noch ganz brisante Promi-Geheimnisse (die mich absolut nicht interessieren)?

Ein treuer Begleiter

Seit 1999 habe ich eine Internetdomain mit meinem eigenen Namen …. gehabt. Diese Domain hat nun keine lange Lebensdauer mehr. Sie wird gelöscht und verschwindet im Nirwana der Geschichte.

1999 gab es noch kein Facebook, Whatsapp, Instagram usw. und auch Google steckte noch in den allerersten Anfängen als Suchmaschine. Es gab tolle Dinge wie Napster, Kazaa, Altavista, Netscape usw. – Ich nutze heute noch Software, die eigentlich für Windows 95 oder frühere Versionen geschrieben wurde. Der Grund ist einfach: es gibt nichts besseres. Man konnte viele Dinge machen, die man heute auch machen kann. Aber das lief alles über eine Domain, und das musste eine sein, auf die man vollen Zugriff hatte. Der Code musste selber geschrieben und die Software zum Laufen gebracht werden. Mühseelig, nächtelang und dann … irgendwann klappte es. Wer braucht heutzutage noch eine eigene Internetdomain als Experimentierfeld? Selbst gute EMailadressen sind gratis.

Merkwürdig ist es schon, der Abschied von der Domain www.axel-buddenbaum.de – es ist, als ob man einen treuen Begleiter verliert.

Höhepunkte bei Karnevalssender: Das „Dschungelcamp“

Angeblich gibt es ganz viele Menschen, die angeblich nie bei den Privaten in die Ferne gucken. Bei den letzten „Dschungelcamps“ von RTL konnten diese Leute tags darauf aber alle mitreden. Hm, wie geht das? Ich persönlich schaue nie die Privaten, weil mir diese ständigen Werbeunterbrechungen einfach zu blöd und das Programm auf einem Niveau unter Zimmertemperatur liegt. Die einzige Sendung, auf die das o.g. zwar auch alles zutrifft, die ich mir „reinziehe“ ist das Dschnungelcamp. Und ich ertappe mich dabei, dass ich mich darauf freue.  Das Dschungelcamp ist eine interessante Möglichkeit C- und D-Promis zu beobachten, wie sich sich für Geld verbiegen (und ausziehen!). Mit anderen Worten: wie sich sich lächerlich machen. Oje, ein Gaffer steckt auch in mir.

Hier für alle, die TV nach Terminkalender schauen, hier einige Fakten:

  • Freitag, 13. Januar 2017: Start des Dschungelcamps mit dem Einzug aller Kandidaten
  • Samstag, 14. Januar bis Freitag, 27. Januar: RTL sendet täglich ab 22.15 Uhr mindestens eine Stunde lang live aus dem Dschungel
  • Samstag, 28. Januar: Das große „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“-Finale
  • Sonntag, 29. Januar: „Das große Wiedersehen“ live aus dem Baumhaus Die Teilnehmer bei „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“

Wen gibt es in der elften Staffel zu sehen. Ich habe mal die Teilnehmer mit einem * gekennzeichnet, die ich irgendwie kenne.

  • 1. Markus Majowski
  • 2. Nicole Mieth
  • 3. Alexander Keen
  • 4. Sarah Joelle Jahnel
  • 5. Marc Terenzi
  • 6. Gina-Lisa Lohfink
  • 7. Florian Wess
  • 8. Thomas Häßler*
  • 9. Kader Loth
  • 10. Jens Büchner
  • 11. Hanka Rackwitz
  • 12. Fräulein Menk*

Warum „Icke“ da mitmacht, wir mir ein Rätsel bleiben? Wahrscheinlich aus den gleichen Gründen wie Thorsten Legat im letzten Jahr ….. – die pure Angst vor der Altersarmut!!!!

Mitten im Leben …

Rick Parfitt, George Michael, Greg Lake, Fidel Castro, Leon Russel, Alfred „Aki“ Schmidt, Leonard Cohen, Oleg Popow, Carlos Alberto, Manfred Krug, Tamme Hanken, Shimon Perres, Hans Korte, Klaus Wellershaus, Günter Peter Ploog, Hilmar Thate, Jutta Limbach, Gene Wilder, Henning Voscherau, Walter Scheel, Joao Havelange,  Jana Thiel, Michael Cimino, Scotty Moore, Bud Spencer, Götz George, Rudi Altig,  Muhammad Ali,  Rupert Neudeck, Erika Berger, Peter Behrens, Walter Leisler Kiep, Margot Honnecker, Uwe Friedrichsen,  Andreas Beurmann,  Prince,  Hans Koschnik, Karl-Heinz von Hassel, Hendrikje Fitz,  Merle Haggard, Hans-Dietrich Genscher, Roger Cicero, Johann Cruyff, Guido Westerwelle, Hugo Strasser, Frank Sinatra, Keith Emmerson, Sir George Martin, Nancy Reagan, Hannes Löhr, George Kennedy, Peter Lustig, Umberto Eco, Boutros Boutros-Ghali, Roger Willemsen, Wolfgang Rademann, Lord George Weidenfeld, Glenn Frey,  Dan Haggerty, Ruth Leuwerik, David Bowie, Achim Mentzel, Maja Maranow …..

Ich habe sicherlich eine ganze Reihe von Menschen, die unserem Leben viel gegeben haben und die in diesem Jahr 2016 verstorben sind, vergessen. Sie mögen es mir verzeihen und in Frieden ruhen.

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