Archiv der Kategorie: Tatort

Höhepunkte bei Karnevalssender: Das „Dschungelcamp“

Angeblich gibt es ganz viele Menschen, die angeblich nie bei den Privaten in die Ferne gucken. Bei den letzten „Dschungelcamps“ von RTL konnten diese Leute tags darauf aber alle mitreden. Hm, wie geht das? Ich persönlich schaue nie die Privaten, weil mir diese ständigen Werbeunterbrechungen einfach zu blöd und das Programm auf einem Niveau unter Zimmertemperatur liegt. Die einzige Sendung, auf die das o.g. zwar auch alles zutrifft, die ich mir „reinziehe“ ist das Dschnungelcamp. Und ich ertappe mich dabei, dass ich mich darauf freue.  Das Dschungelcamp ist eine interessante Möglichkeit C- und D-Promis zu beobachten, wie sich sich für Geld verbiegen (und ausziehen!). Mit anderen Worten: wie sich sich lächerlich machen. Oje, ein Gaffer steckt auch in mir.

Hier für alle, die TV nach Terminkalender schauen, hier einige Fakten:

  • Freitag, 13. Januar 2017: Start des Dschungelcamps mit dem Einzug aller Kandidaten
  • Samstag, 14. Januar bis Freitag, 27. Januar: RTL sendet täglich ab 22.15 Uhr mindestens eine Stunde lang live aus dem Dschungel
  • Samstag, 28. Januar: Das große „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“-Finale
  • Sonntag, 29. Januar: „Das große Wiedersehen“ live aus dem Baumhaus Die Teilnehmer bei „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“

Wen gibt es in der elften Staffel zu sehen. Ich habe mal die Teilnehmer mit einem * gekennzeichnet, die ich irgendwie kenne.

  • 1. Markus Majowski
  • 2. Nicole Mieth
  • 3. Alexander Keen
  • 4. Sarah Joelle Jahnel
  • 5. Marc Terenzi
  • 6. Gina-Lisa Lohfink
  • 7. Florian Wess
  • 8. Thomas Häßler*
  • 9. Kader Loth
  • 10. Jens Büchner
  • 11. Hanka Rackwitz
  • 12. Fräulein Menk*

Warum „Icke“ da mitmacht, wir mir ein Rätsel bleiben? Wahrscheinlich aus den gleichen Gründen wie Thorsten Legat im letzten Jahr ….. – die pure Angst vor der Altersarmut!!!!

Lindenstrasse jetzt im Doppelpack

Laut Ankündigung sollte die „Lindenstraße“ am Sonntag eigentlich nur verschoben werden – von 18.50 auf 19.30 Uhr. Um Viertel vor Acht verkündete die Facebook-Seite der Serie schließlich, die heutige Folge entfalle wegen der Live-Übertragung aus Frankreich vollständig. 

Wer die Episode dennoch sehen wollte, musste entweder in die Mediathek ausweichen oder bis 23.15 Uhr warten: Zu dieser späten Stunde war die Folge auch im TV zu sehen – auf „Eins Festival“.

Viele Fans fieberten der Folge entgegen. Als man sie dann nur unter erschwerten Bedingungen zu sehen bekam, machten die Enttäuschten ihrem Ärger bei Facebook Luft. „Ich fasse es nicht, was sich der Sender erlaubt. Jeder Pups, der irgendwo fällt, wird unten eingeblendet, aber dass Listr. einfach mal so ausfällt – nicht nötig. Sind ja nur die paar Doofen, die drauf warten“, wetterte eine Userin.

Viele fanden auch derbe Worte: „Es geht mir mittlerweile einfach nur tierisch auf den Sack. Jede Woche ist irgendetwas, warum die Lindenstraße entweder zu einer anderen Zeit gesendet wird, mal 14 Tage gar nicht kommt, oder wegen ‚wichtigeren‘ Dingen ausfällt.“

Einen Schuldigen haben die Soap-Anhänger auch bereits ausgemacht: den Sport. „Ich muss GEZ-Gebühren für diese ewigen Sportübertragungen bezahlen, die mich absolut nicht interessieren, aber die einzige Sendung in der ARD, die mich wirklich interessiert, die fällt ständig wegen so einem Schei…. aus.“

Werder – lebenslang

Was waren das doch für Zeiten mit Werder. Manche Tage waren einfach nur wunderbar, voller Begeisterung. Werder war mein Verein fürs Herz und die Seele. Das ist auch heute noch so, und gerade heute, wo es um (fast) alles geht. Um den Klassenerhalt. Logisch, die Liebe zum SVW bleibt auch in der 2. Liga, wenn es denn ganz dicke kommen sollte. Aber, aber, das darf bitte nicht passieren.

Die Zeiten, als wir unsere Fahrräder am Osterdeich in die Büsche warfen und die Kartenhäuschen enterten sind vorbei. Auch die Stehplatzkarten für nen Heiermann in der Ostkurve mit den parktischen Stehgittern und dem Regenschirm des Vordermanns gibt es nicht mehr. Und hinterher schnell nach Hause, Sportschau gucken. Merkwürdig, da sahen die Spiele oft ganz anders auch. Live im Stadion, das ist doch etwas ganz anderes, diese Stadionatmosphäre, herrlich! Ich erinnere mich noch an Spiele in den 70ern, z.B. Kickers Offenbach, total im Nebel. Das Spiel konnte man tatsächlich nur akkustisch verfolgen und ahnen, wo der Ball gerade war. Dann die 80er, Abstieg und gleich Wiederaufstieg Dank Otto Rehagel, der später wirklich König Otto wurde. Die Zeit der Wunder von der Weser, ich sage nur Moskau, Dynamo, Neapel und der Stationumbau. SAT1 bekam in Bremen sogar eine vorzeitige Extra-Sendelizenz, um Neapel zu übertragen. Klangvolle Namen und dann Kutzop, auf der Großbildleinwand auf dem Domshof große Bestürzung. 86 wars, aber es zeigte sich schon was in Werder steckte. 88 dann ….. Meister! Und dann ging es richtig los. Es gibt keinen schöneren Ort für eine Meisterfeier als den Marktplatz in Bremen. Unser Gott: Otto im Cafe Knigge! Meister, Meister! Rasant in die 2000er mit dem Double 2004, Thomas Schaaf schwenkt die Fahne aus dem Flieger heraus. – Ja, und dann klappt es nicht mehr so richtig. Aber die Mannschaft lieferte immer noch tolle Spiele ab, allerdings auch einige Totalflopps. Ich sage nur Heidenheim, Preussen Münster usw., um nur einige Pokalschlappen zu nennen. Das führte dahin, wo der Verein jetzt steht bzw. kämpft. Und das ist wichtig, Werder kämpft, nicht nur um die Bundesliga, sondern auch um die Herzen der Fans. Und die werden es dem Verein danken.

Die Fans sind die Besten der Liga. In den letzten zwei Jahren als der große HSV, der Bruder im Geiste, ums Überleben in der Liga kämpfen musste, gab es kein gehässiges Wort aus Bremen. Nein, Bremer stehen hinter dem Fussballsport und ihrem Verein, dem SV Werder in Grün-Weiss, lebenslang.

Darum, Jungs, macht’s nochmal. Ihr bleibt in der Ersten Liga!

TTIP: Widerstand wird immer wichtiger

Erstmals sind Details über die Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen an die Öffentlichkeit gelangt. Das WAS, WIE und WARUM sind der reinste Horror für jeden denkenden Europäer. Das Abkommen, wenn es denn tatsächlich zustande kommen sollte, markiert das Ende der sozialen Marktwirtschaft. Kapitalistische Unternehmen treten gegen Staaten und deren gewählte Regierungen an. Jetzt sind Einzelheiten der geheimnisvollen Verhandlungen ans Licht der Öffentlichkeit gekommen. Es könnte das Ende der Geheimniskrämerei bei solchen Abkommen bedeuten – aber auch eine Gegenreaktion auslösen. Denn bisher haben vor allem die USA auf Geheimhaltung der Interna gepocht. Hier einige Punkte aus dem Inhalt. Und, bitte, denken Sie selbst einmal nach:

Investoren werden Staaten verklagen können. Das sogenannte Investor-State-Dispute-Settlement (ISDS, Schiedsgerichtsverfahren zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Investoren und Staaten) – selbst in seiner neuen Verpackung als „Investment Court System“ (ICS, Investitionsgerichtshof) – gesteht ausländischen Investoren das Recht zu, europäische Staaten zu verklagen, wenn sie der Ansicht sind, dass Gesetze oder sonstige Maßnahmen der EU oder einer ihrer Mitgliedsstaten ihre Investitionen geschädigt und ihren erwarteten Gewinn geschmälert haben. Dies wird auch Gesetze und Maßnahmen beeinflussen, die im Sinne des Gemeinwohls erlassen wurden, z.B. zum Umweltschutz und Verbraucherschutz.

Unternehmen werden eingeladen, an neuen Gesetzen mitzuschreiben. Die sogenannte „Regulatorische Kooperation“ wird es den Vertretern großer Firmen und Bürokraten von beiden Seiten des Atlantiks erlauben, auf Gesetzentwürfe in Expertengruppen Einfluss zu nehmen, schon bevor diese in gewählten Parlamenten diskutiert wurden. Dies untergräbt die Demokratie!

Großunternehmen haben übermäßigen Einfluss auf die Geheimverhandlungen zu CETA und TTIP. Bei 92% aller Treffen, die die EU-Kommission mit Interessenvertretern im Vorfeld der TTIP-Verhandlungen durchführte, wurden lediglich Firmenvertreter gehört. Nur in sehr wenigen Fällen wurden Verbraucherschützer und Gewerkschaftsvertreter eingeladen, um ihre Standpunkte vorzutragen. Der Einfluss der Unternehmen setzt sich in den Verhandlungen fort: Selbst einige Formulierungen in durchgesickerten Entwurfstexten stammen unmittelbar von Firmenlobbyisten.

Die Verhandlungen werden im Geheimen geführt. Unsere Volksvertreter wissen wenig über deren Fortgang, und der Öffentlichkeit ist es nicht gestattet, irgendwelche Texte der offiziellen Abkommen vor Ende der Verhandlungen einzusehen. Parlamentariern ist es lediglich erlaubt, diese langen juristischen Texte (das CETA-Abkommen beispielsweise umfasst etwa 1500 Seiten) in speziellen Leseräumen ohne Expertenunterstützung zu lesen, und es ist ihnen untersagt, die Öffentlichkeit über das zu informieren, was sie gelesen haben. Sind die Verhandlungen dann abgeschlossen, bleibt ihnen lediglich, die Vereinbarungen zu akzeptieren oder abzulehnen, ohne die Möglichkeit, Änderungen einzufordern.

Die Standards bezüglich der Qualität von Lebensmitteln und des Verbraucherschutzes könnten abgeschwächt werden. Durch die Angleichung der Vorschriften, auf die TTIP hinzielt, sind die europäischen Standards gefährdet, denn US-Standards sind oft wesentlich niedriger. Zudem möchte die US-Seite, dass die EU ihren Ansatz bei der Risikobewertung anerkennt, welcher es erlauben würde, ein jegliches Produkt in den Verkehr zu bringen, bis der Staat den Beweis erbringen kann, dass es schädlich ist. Bislang müssen in Europa Firmen die Unschädlichkeit ihrer Produkte belegen, bevor sie diese auf den Markt bringen dürfen.

Arbeitnehmerrechte und Arbeitsplätze sind in Gefahr. Die USA weigern sich nach wie vor, elementare Arbeitnehmerrechte anzuerkennen (sie haben nur zwei der acht Kernarbeitsnormen der ILO ratifiziert), und die durch TTIP hervorgerufene „Abwärtsspirale“ könnte auch zu einer Gefahr für die Rechte von Beschäftigten in der EU werden. Zudem könnte eine Verschärfung der Konkurrenz von außerhalb zu massiven Arbeitsplatzverlusten führen. Einer Studie der Tufts University (USA) zufolge könnten 600.000 Arbeitsplätze durch TTIP verloren gehen.

Europäische Länder kämen unter Druck, Hochrisiko-Technologien wie Fracking oder Gentechnik zuzulassen. Als Bestandteil von TTIP und/oder CETA könnten Firmen das Recht bekommen, Regierungen vor Schiedsgerichten zu verklagen, falls diese Hochrisikotechnologien einschränken oder verbieten. Im Jahr 2013 reichte die Öl- und Gasfirma Lone PIne eine 250-Millionen-Dollar-Klage gegen Kanada ein, nachdem der Staat Quebec ein Memorandum zum Fracking erlassen hatte. TTIP und CETA werden den Weg für eine stetig zunehmende Zahl solcher Klagen ebnen.

CETA und TTIP werden bestehende Ungleichheiten weiter vergrößern. Die bereits jetzt Wohlhabenden werden am meisten von CETA und TTIP profitieren. Transnationale Großkonzerne werden noch mehr Vorteile gegenüber kleinen und mittleren Unternehmen und den Bürgern gewinnen. Die Wirtschaftskrise in der EU könnte sich noch verschärfen, da die wettbewerbsfähigsten Staaten vom potentiellen BIP-Wachstum mit Abstand am meisten profitieren werden. Länder in der Peripherie der EU, die bereits jetzt sehr abhängig von ausländischem Kapital sind, werden weiter gute Jobs verlieren und weniger von nachhaltigen Investments profitieren. Global gesehen wird die Ungleichheit zwischen entwickelten Ländern und des Ländern des globalen Südens weiter zunehmen, was durch verschiedene Studien belegt wurde, die dramatische BIP-Verluste und Jobverluste für Drittstaaten prognostiziert haben.

Liberalisierung und Privatisierung werden zu Einbahnstraßen. CETA und TTIP werden es schwieriger machen – und vielleicht sogar unmöglich – Versorgungsbetriebe, Krankenhäuser oder die Müllabfuhr wieder in öffentlichen Besitz zurückzuführen, nachdem sie einmal privatisiert wurden.

Was uns blüht, kann man jetzt bereits erleben. Unseren gewählten Volksvertretern wird bereits der Mund verboten.

Wir sagen NEIN zu solch einem Abkommen. Das hat mit freiem Handeln und mit Demokratie nichts mehr zu tun.

Die Privaten verspekulieren sich gewaltig

Parallel zum kompletten DVB-T Angebot werden „in ausgewiesenen Pilotregionen“ ab 31.5.2016 DasErste, das ZDF-Hauptprogramm und je zwei Programme der Senderfamilien Pro7Sat1 und RTL in einem DVB-T2 HD Multiplex ausgestrahlt. Die Privatprogramme werden bereits grundverschlüsselt (Kostet Geld!) . Dafür benötigt man ein geeignetes Empfangsgerät (d.h. mit CI+) und ein Conditional Access-Modul samt Zugangskarte (Kostet Geld!). Diese Vorstufe der Programmplattform wird laut dem Anbieter Media Broadcast zunächst „im Rahmen einer Promotion-Aktion kostenfrei“ verbreitet. Toll!

Bisher war davon auszugehen gewesen, dass der zum Beginn der Fußball-WM angekündigte Pilotkanal für DVB-T2 HD komplett frei empfangbar sein würde. Jetzt zitiert digitalfernsehen.de einen Sprecher des Plattformbetreibers Media Broadcast mit folgender Bemerkung: „Die Privatsender auf der Endkundenplattform der Media Broadcast werden mit einem Signalschutz versehen ausgestrahlt … Dieser ist ab Beginn der Ausstrahlung aktiv, also auch in der Einführungsphase.“ Damit dennoch ein Werbeeffekt für DVB-T2 HD insgesamt und die später kostenpflichtigen privaten Programmen eintritt, will Plattformbetreiber Media Broadcast die Zuschauer mit einer Gratisphase locken. „In der Einführungsphase kann das Programmangebot der Endkundenplattform im Rahmen einer Promotion-Aktion kostenfrei empfangen werden.“ Das bedeutet aber auch, dass diese Programme dennoch nicht mit Free To Air Settopboxen zu empfangen sind.

Der Sprecher wiederholte frühere Äußerungen, wonach das Paket ab Anfang 2017 im „mittleren einstelligen Euro-Bereich pro Monat“ bepreist wird. Genauere Angaben wurden nicht gemacht. Spekulationen gehen davon aus, dass die Konditionen denen der Satellitenplattform HD+ ähneln werden. 

Tröstlich: per DVB-T2 HD werden alle Programme der ARD-Anstalten und des ZDF weiterhin frei empfangbar sein. Ob die Privaten sich da vielleicht verschätzt haben. Nicht jeder ist bereit für die Privaten mit ihrem weitestgehend obsoleten Programmangebot auch noch Geld zu bezahlen. „Ich bezahle doch kein Geld, um mir auch noch Werbung ansehen zu müssen“, denken viele.

EU reduced – ein Alptraum

Das ist mal ein Gedanke, zugegeben, ein etwas sehr abwegiger Gedanke. Wenn sich aber jetzt alle EU-Mitgliedsländer daran aufgeilen die EU zum Scheitern zu bringen, dann ist der Gedanke doch nicht so abwegig. Die Nationalisten in den Ländern lachen sich ins Fäustchen und finden es gut, dass Europa in längst vergessen geglaubte Handlungsschemata zurückfällt. Kriege um winzige Landflecken sind dann, wie im 19. Jahrhundert an der Tagesordnung.

Aber mal anders herum gedacht: alle EU-Länder, auch Frankreich, Holland, Belgien und Italien springen ab und treten aus der EU aus. Was bleibt dann übrig? Richtig: Deutschland und Österreich. Dann haben wir das, was die Alliierten nach dem 1. WK verboten haben und nach dem 2. WK nicht zu denken war. Die Ostmark ist heim ins Reich geholt, wie schon 1938. Für ein neues Großdeutschland fehlen zwar noch einige Landesteile, aber Deutschland ist dann schon ganz schön groß wieder. Dieses neue Deutschland übernimmt einfach alle bisherigen EU-Gesetze und Regeln 1:1 – die anderen haben ja nichts mehr zu sagen – und schon ist die Suppe gelöffelt. Ob das deutsche Geld dann Euro heisst oder Mark, ist letztlich egal. Man kann ja wieder D-Mark draufschreiben.

Ein unmöglicher, aber denkbarer Treppenwitz der Geschichte. Nicht zum Lachen ist allerdings dann die isolierte Sonderrolle Deutschlands, die alte Reflexe aufkommen lässt. Und genau das wollen die Ewiggestrigen …..Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgelächelt!

Abgabe auf Benzin: Die Krise wird zu einer echten Krise

Die Kosten der Flüchtlingskrise einer kleinen Teilmenge der Steuerzahler aufzubürden, ist ja wohl eine dreiste Unverfrorenheit. Auch wenn die EU dieses natürlich wiedermal toll findet!  Im Endeffekt bezahlen nur die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen, die zum Broterwerb aufs Auto angewiesen sind, die Zeche. Großverdiener interessiert es ohnehin nicht und der große Rest der Deutschen bleibt aussen vor. Herr Schäuble muss sich überlegen, ob er der CDU nach dem problematischen „Wir schaffen das“ seiner Chefin Merkel einen Gefallen tut.

Dass Unterhalt und Integration von Millionen von Flüchtlingen Geld kosten, das weis selbst Dr. Lieschen Müller. Getan würde nichts, bis jetzt diese glorreichen Ideen auf den Tisch kommen. Der angedachte „Bezin-Zuschlag“, auch wenn der Treibstoff im Augenblick günstig ist, ist geeignet die Krise zu einer echten Krise in Deutschland zu machen.

Maja Maranow: „Geplatzte Träume“

Wenige Tage nach dem Tod von Maja Maranow zeigt das ZDF den letzten Film der Reihe „Ein starkes Team“, in dem sie mitspielt. Der Krimi holt mit Abstand den Quotensieg am Samstagabend. Im Schnitt 8,18 Millionen Menschen haben den letzten Krimi aus der ZDF-Reihe „Ein starkes Team“ mit der verstorbenen Maja Maranow gesehen.

Das entsprach für die Episode „Geplatzte Träume“ am Samstag ab 20.15 Uhr einem Marktanteil von 24,8 Prozent. Die vorangegangene „Starkes Team“-Folge Mitte Oktober hatten etwa zwei Millionen Zuschauer weniger verfolgt. 

Auf Platz zwei am Samstagabend zur besten Sendezeit kam die ARD mit der mehr als dreistündigen MDR-Show „Das große Fest der Besten“ mit Florian Silbereisen und Gästen wie Helene Fischer oder Andrea Berg. Im Schnitt 5,64 Millionen (18,2 Prozent) schalteten das Erste ein. RTL erreichte mit der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ diesmal 4,24 Millionen Zuschauer (13,0 Prozent), Sat.1 mit dem Fantasyfilm „Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen“ durchschnittlich 2,25 Millionen (6,9 Prozent).  Die ProSieben-Show „Mein bester Feind“ mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf kam auf 1,70 Millionen Zuschauer (5,6 Prozent bei fast vier Stunden Dauer) und das Katastrophendrama „Deep Impact“ bei Vox auf 1,24 Millionen (3,8 Prozent). Kabel eins („Navy CIS“) und RTL II („Der Dummschwätzer“) blieben ab 20.15 Uhr unter einer Million Zuschauer.

Maranow als Kommissarin Verena Berthold

Mehr als 20 Jahre verkörperte Maranow die Kommissarin Verena Berthold in der ZDF-Reihe „Ein starkes Team“. Die Schauspielerin hatte im vergangenen Sommer ihren Ausstieg aus der Serie angekündigt und damals noch gesagt, sie wolle sich mehr anderen Filmen widmen. Ihre Nachfolgerin wird Stefanie Stappenbeck.

Machwerk „Mein Kampf

Gelesen habe ich das Buch des GröFaZ nicht. Mir reichen die Folgen. „Der Herr Reichskanzler“ Hitler hat mit seinen abstrusen Ideen Deutschland und halb Europa in Schutt und Asche gelegt und Millionen Menschen auf dem Gewissen. Man muss das Geschehen aus der Zeit heraus bewerten. Dabei kann man nicht auf das heutige Wissen zugreifen, wie es die heutigen Medien gerne mit dem pädagogisch erhobenen Zeigefinger tun. Ich werfe den Braunen den Mord am Geist vor, den sie zuerst mit ihren Bücherverbrennungen begangen haben. Der Mord an Meinungen ist der erste Schritt in die Diktatur.

Das Machwerk „Mein Kampf“ aber werde ich nicht mal mit Sicherheitshandschuhen anfassen, egal ob original oder kommentiert!

Nanu, Norweger in Dresden?

Schwarz-Rot-Gold dominiert in letzter Zeit die Dresdner Innenstadt. Doch neben dem offiziellen Banner der Bundesrepublik Deutschland, den schwarz-rot-goldenen Blockstreifen, tauchen auch immer wieder Banner auf, die an die norwegische Fahne erinnern. Allerdings nur in der Form, nicht in den Farben.

Das liegende „Philippuskreuz“ ist schwarz, gold umrandet auf rotem Grund. Woher stammt es?

Entworfen wurde das Kreuz in Schwarz-Rot-Gold von Josef Wirmer. Der katholische Jurist und Zentrumspolitiker gehörte zu dem engeren Kreis der Unterstützer des Attentats auf Adolf Hitler durch Claus Graf Schenk von Stauffenberg am 20. Juli 1944.

Im Jahre 1944 entwickelte er die Fahne mit den deutschen Nationalfarben. Er wählte eine andere Form, denn die drei waagerechten Blockstreifen standen für viele Deutsche für die gescheiterte Weimarer Republik. Das Kreuz wählte Wirmer, um seiner religiösen Überzeugung Ausdruck zu verleihen. Die Fahne sollte das neue vorläufige Nachkriegs-Nationalsymbol werden – ein Zeichen eines erhofften Neustarts. Doch nach dem missglückten Stauffenberg-Attentat wurde Wirmer am 4. August festgenommen und im Konzentrationslager Ravensbrück gefangen gehalten. Am 8. September 1944 wurde er zum Tode verurteilt. Wirmer wurde nur zwei Stunden nach der Urteilsverkündung hingerichtet.

Wirmers Entwurf wurde noch einmal von seinem jüngeren Bruder Ernst nach dem Zweiten Weltkrieg aufgegriffen. Die neu entstandene Partei CDU wollte eine Flagge für Westdeutschland einführen – als Abgrenzung zu dem Schwarz-Rot-Gold, das die SED in der sowjetischen Besatzungszone – damals noch ohne Staatswappen – als Fahne verwendete. Doch ein auf den Ideen der Wirmer-Brüder basierender Entwurf konnte sich im Grundsatzausschuss des Parlamentarischen Rates am 3. November 1948 nicht durchsetzen.

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