Archiv der Kategorie: Soziales

Höhepunkte bei Karnevalssender: Das „Dschungelcamp“

Angeblich gibt es ganz viele Menschen, die angeblich nie bei den Privaten in die Ferne gucken. Bei den letzten „Dschungelcamps“ von RTL konnten diese Leute tags darauf aber alle mitreden. Hm, wie geht das? Ich persönlich schaue nie die Privaten, weil mir diese ständigen Werbeunterbrechungen einfach zu blöd und das Programm auf einem Niveau unter Zimmertemperatur liegt. Die einzige Sendung, auf die das o.g. zwar auch alles zutrifft, die ich mir „reinziehe“ ist das Dschnungelcamp. Und ich ertappe mich dabei, dass ich mich darauf freue.  Das Dschungelcamp ist eine interessante Möglichkeit C- und D-Promis zu beobachten, wie sich sich für Geld verbiegen (und ausziehen!). Mit anderen Worten: wie sich sich lächerlich machen. Oje, ein Gaffer steckt auch in mir.

Hier für alle, die TV nach Terminkalender schauen, hier einige Fakten:

  • Freitag, 13. Januar 2017: Start des Dschungelcamps mit dem Einzug aller Kandidaten
  • Samstag, 14. Januar bis Freitag, 27. Januar: RTL sendet täglich ab 22.15 Uhr mindestens eine Stunde lang live aus dem Dschungel
  • Samstag, 28. Januar: Das große „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“-Finale
  • Sonntag, 29. Januar: „Das große Wiedersehen“ live aus dem Baumhaus Die Teilnehmer bei „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“

Wen gibt es in der elften Staffel zu sehen. Ich habe mal die Teilnehmer mit einem * gekennzeichnet, die ich irgendwie kenne.

  • 1. Markus Majowski
  • 2. Nicole Mieth
  • 3. Alexander Keen
  • 4. Sarah Joelle Jahnel
  • 5. Marc Terenzi
  • 6. Gina-Lisa Lohfink
  • 7. Florian Wess
  • 8. Thomas Häßler*
  • 9. Kader Loth
  • 10. Jens Büchner
  • 11. Hanka Rackwitz
  • 12. Fräulein Menk*

Warum „Icke“ da mitmacht, wir mir ein Rätsel bleiben? Wahrscheinlich aus den gleichen Gründen wie Thorsten Legat im letzten Jahr ….. – die pure Angst vor der Altersarmut!!!!

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Mitten im Leben …

Rick Parfitt, George Michael, Greg Lake, Fidel Castro, Leon Russel, Alfred „Aki“ Schmidt, Leonard Cohen, Oleg Popow, Carlos Alberto, Manfred Krug, Tamme Hanken, Shimon Perres, Hans Korte, Klaus Wellershaus, Günter Peter Ploog, Hilmar Thate, Jutta Limbach, Gene Wilder, Henning Voscherau, Walter Scheel, Joao Havelange,  Jana Thiel, Michael Cimino, Scotty Moore, Bud Spencer, Götz George, Rudi Altig,  Muhammad Ali,  Rupert Neudeck, Erika Berger, Peter Behrens, Walter Leisler Kiep, Margot Honnecker, Uwe Friedrichsen,  Andreas Beurmann,  Prince,  Hans Koschnik, Karl-Heinz von Hassel, Hendrikje Fitz,  Merle Haggard, Hans-Dietrich Genscher, Roger Cicero, Johann Cruyff, Guido Westerwelle, Hugo Strasser, Frank Sinatra, Keith Emmerson, Sir George Martin, Nancy Reagan, Hannes Löhr, George Kennedy, Peter Lustig, Umberto Eco, Boutros Boutros-Ghali, Roger Willemsen, Wolfgang Rademann, Lord George Weidenfeld, Glenn Frey,  Dan Haggerty, Ruth Leuwerik, David Bowie, Achim Mentzel, Maja Maranow …..

Ich habe sicherlich eine ganze Reihe von Menschen, die unserem Leben viel gegeben haben und die in diesem Jahr 2016 verstorben sind, vergessen. Sie mögen es mir verzeihen und in Frieden ruhen.

Pflegestärkungsgesetz II

Mit dem Pflegestärkungsgesetz II wird ein Schritt getan in Richtung „Mehr Gerechtigkeit“, tendenziell stärkt es die Pflege zu Hause und belastet Heime. Allein die Kriterien, nach denen Pflegebedarf begutachtet wird, haben es in sich. Jedes Heim könnte so zum Pflegeheim werden, entweder dann als stationäres oder „ambulantes Heim“. Für einen großen Hilfeempfängerkreis ist es wahrscheinlich auch interessant, dass der Eigenbeitrag auf 580 EURO festgeschrieben wird, unabhängig vom Pflegebedarf. Wer zum Beispiel sein Einkommen komplett an die Sozialhilfe abtreten muss, um neben Unterkunft und Verpflegung, einen „Heimbarbetrag“ und Bekleidungshilfe zu bekommen, der steht sich in einem „Pflegeheim“ besser. Allerdings nur dann, wenn er mindestens eine Durchschnittsrente erhält.

Hier können Sie ein zusammenfassendes Infoblatt zum Pflegestärkungsgesetz herunterladen. (Info-Broschüren)

Etwa Lust auf freiwilliges Engagement?

Die Menschen haben Lust auf freiwilliges Engagement, schreibt der Weser Kurier in seiner Ausgabe vom 30. September 2016. Jeder dritte Deutsche (36 Prozent) engagiert sich ehrenamtlich. Diese Zahlen hat das Bundesfamilienministerium 2009 mit einem Freiwilligensurvey ermittelt. Freiwillig Engagierte helfen in den verschiedensten Einrichtungen und setzen sich gemeinsam mit den hauptamtlichen Mitarbeitenden für die Belange der Menschen ein, die ihnen anvertraut sind. Das Ehrenamt vermittelt zwischen Staat und privatem Bürger, soll jedoch nicht die professionellen Berufe ersetzen. Schöne Worte!

Grundsätzlich erfreulich

Die Erfahrungen und Befürchtungen der hauptamtlich Mitarbeitenden sollten allerdings auch mal gehört werden, denn gerade sie investieren viel Zeit in die Einführung und Anleitung der freiwilligen Helfer. Sie tun das allerdings mit einem zwiespältigen Verhältnis zu der Thematik.

Verschiebung in die Ehrenamtlichkeit

Viele Aufgaben konnten früher von Hauptamtlichen erledigt werden. Diese Tätigkeiten machten die Berufe interessant und vielfältig. Mitarbeitende konnten zufrieden in den Feierabend gehen. Das war möglich bis viele Stellen oder Mitarbeiterstunden einfach weggekürzt wurden. Kein Geld, kein Geld, hiess es immer wieder – gerade so als ob man die Wirkung sozialer Hilfen mit dem Rechenschieber messen könnte. Es gab und gibt eine Verschiebung raus aus der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hin zur „Ehrenamtlichkeit“. Wer aber kann von ehrenamtlicher Tätigkeit satt werden? Wer kann seine Familie ernähren? Das kann höchstens der „Kaiser“.

Auch Ehrenamt macht Arbeit

Es ist vieles dran an der Aussage, dass auch die Ehrenamtlichen Arbeit verursachen. Die bleibt wieder an den Hauptamtlichen hängen. Das ist umso ärgerlicher, wenn die Freiwilligen eigentlich keinerlei Bezug zu der Arbeit haben und nur ihre „soziale Kompetenz“ heraushängen wollen. Auch der durchaus berechtigte Frust der Freiwilligen kommt nie dort an, wo er hingehört, wenn die offiziellen Versprechungen auf die Wirklichkeit treffen.

Kontinuietät in der Planung

Es ist schwer mit der freiwilligen Hilfe zu planen. In den Niederungen des Alltags angekommen, stellen viele fest, dass ehrenamtliche Arbeit auch Arbeit ist. Es fehlt die gewisse Verbindlichkeit in der kontinuierlichen Arbeit. Es ist hier wie überall, am Ende zählt, was dabei herauskommt. Manche Ergebnisse oder Projekte, die in der Presse hochgejubelt werden, sind überflüssig, nicht alltagstauglich oder auf Show getrimmt, wenn sie auf die Realität treffen. Oder sie dienen als Portrait-Kulisse für den nächsten Wahlkampf.

Blick voraus

Diese Reihe liesse sich gewiss fortsetzen. Dennoch ist freiwilliges Engagement wertvoll für uns alle. Viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, sind dankbar für das Engagement der Freiwilligen und Ehrenamtlichen. Professionelle Hilfe für sie gibt es oft nicht oder wird nicht finanziert. Gerade für die vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben und Tätigkeiten im sozialen Bereich wird es irgendwann, vielleicht sehr bald schon, keine qualifizierten Mitarbeiter, mehr geben. Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Ansehen in der Gesellschaft sind einfach zu schlecht. Dann ist es gut, wenn die Gesellschaft wenigstens teilweise die Lücken mit freiwillig Engagierten füllen kann.

Keine Bundesliga mehr bei Energy

Als DAB+ vor fünf Jahren an den Sendestart ging, war die Live-Bundesliga im Programm 90elf die Attraktion des nationalen Multiplexes. Nachdem 90elf die Senderechte verloren hatte, konnte Energy ab der Saison 2013/14 in die Bresche springen und schaltete die Reportagen vom neuen Rechteinhaber Sport1 durch. Jedoch ist diese Kooperation jetzt beendet. Liveübertragungen und Konferenzen der 612 Spiele der 1. und 2. Liga gibt es in der Saison 2016/17 daher nur bei Sport1 Online, per App und Streaming.

„Wir haben den davor kaum wahrgenommenen Audio-Rechten erst einen Wert verliehen. Das nennt man wohl Ironie des Schicksals“, hatte 90elf zum Verlust der Senderechte erkärt. Nach Angaben des 90elf-Betreibers Regiocast hatten 2013 zehn Prozent der Hörer das Programm von 90elf über DAB+ gehört.

Ab der Saison 2017/18 werden die Karten ohnehin neu gemischt: Amazon hat die Konkurrenten um das Audio-Rechtepaket ausgestochen; Insider befürchten nun, dass der internationale Konzern UKW und DAB+ blockiert, um eigene Angebote in Vorteil zu bringen. Wegen des Verlustes der Live-Bundesliga als des wichtigsten Teils der Programms muss sich Sport1.fm dann neu orientieren.

Europa braucht mehr Herz

Nun sind sie raus, zumindest in nicht allzu ferner Zeit: die Briten. Schade! Aber das ist gelebte Demokratie, von der sich der Kontinent einiges abschneiden muss. Europa, also die verbliebenen Staaten brauchen mehr Demokratie, mehr Transparenz bei ihren Entscheidungen und weniger aufgeblähte Bürokratie.

Die Nationalisten, die zurück zur Kleinstaaterei wollen, wittern zwar Morgenluft, aber sie täuschen sich. Der Brexit hat gezeigt, dass gerade die jungen Menschen, nicht nur in Großbritannien, auf Europa bauen. Und genau da liegt die Zukunft. Die Generation „Rollator“ hat ihre Zeit gehabt. Wir alle sollten uns auf die Motive der Gründer und Initiatoren der Europäischen Gemeinschaft besinnen: Frieden! Frieden auf dem Kontinent Europa! Das bedeutet Freizügigkeit, Miteinander der Kulturen und Religionen, Meinungsfreiheit, Transparenz und Demokratie. Und es bedeutet, dass die Wirtschaft und der Handel funktionieren.

Es klingt komisch und vielleicht antiquiert, aber es ist so: auch wenn alle austreten, Deutschland bleibt in der EU und beim Euro. Mit Herz, Hand und Verstand!

Kleine private Nabelschau: Soziale Netze

Der Begriff Nabelschau ist eine Lehnübersetzung des griechischen Ausdrucks omphaloskepsis. Im modernen, übertragenen Sinn bezeichnet er eine übertriebene Beschäftigung mit sich selbst. Ja, und ich stehe dazu. Hier beschäftige ich mich mal kurz mit meiner eigenen Nutzung der sozialen Netze.

Facebook: ja, Google+: ja, Twitter: ja – so könnte man sagen. Aber das eigentliche Instrument, welches ich regelmässig nutze sind meine Blogs und – man höre – Buffer. Buffer ist ein Werkzeug, das Beiträge in die sozialen Netze pustet, bequem und simple. Bei einem kostenlosen Buffer-Account sind drei Soziale Netze möglich und das sind bei mir eben jene genannten. Konkret heisst das, ich treibe mich gar nicht auf den Webseiten dieser Netze herum, bin dort kaum erreichbar und verbringe fast keine Zeit dort. Selbst Facebook ist durchaus verzichtbar. Freundschaften online halte ich für einen Witz, denn ich mag’s lieber persönlich. Wenn ich etwas loswerden möchte, dann geschieht das über die Blogs und diese Beiträge werden dann einfach per Buffer in die weitere Welt hinausgeblasen – egal, ob sie dort gelesen werden oder nicht. Erstaunlich oft kommen aber gerade auf diesem Weg Rückmeldungen, während die eigentlichen Beiträge in den Blogs nur von einem harten Kern verfolgt bzw. abonniert werden. 

Smartphone: ja, Tablet: ja, aber das eine ist etwas schwächlich auf der Brust und fast nur zum Telefonieren geeignet, das andere ist mehr oder weniger ein Messinstrument oder zum TV-Anschauen. Eine Ausnahme ist WhatsApp, das ist eine durchaus alltagstaugliche Anwendung, die ich gerne nutze. Aber, wie bereits gesagt, mein Smartphone ist zum Leidwesen vieler nur selten eingeschaltet.

Ich bin ein Notebook-Nutzer, etwas altmodisch vielleicht, denn auch der gute, alte Desktop-Rechner lebt noch. Ich muss mir Dinge selbst einrichten und programmieren können, ich bin der Herrscher über das Gerät und ich bestimme was es macht. Ich muss auch nicht jedes Update mitmachen. Bei Smartphones der neuen Generation habe ich das Gefühl nur Gast auf meinem eigenen Gerät zu sein. Wenn ich ein Telefon erst rooten muss, um es in Besitz nehmen zu können, dann bleibt es eben in der Ecke liegen. Auch die Tatsache, dass sich alle Welt in die Hände von ein oder vielleicht zwei Anbietern begibt, macht mich vorsichtig.

KURZ GEFASST: ich glaube ich könnte locker auf Facebook und Co. verzichten. Das erscheint mir wie mit dem Rauchen. Weniger ist mehr. Zwei oder drei Zigaretten am Tag knallen dann aber auch richtig rein. Und meiner Meinung nach tragen die viel gelobten Sozialen Netze nur zur Niveau-Verflachung und vielleicht sogar zur Vernebelung der wirklich relevanten Themen dieser Zeit bei. Eine Sau wird durchs Dorf getrieben und dann ist wieder Ruhe, bis die nächste Sau kommt.

In der Fastenzeit habe ich früher immer auf die Farbe beim Fernsehen verzichtet – 7 Wochen lang. Jetzt weiss ich worauf ich als nächstes verzichte.

Getaggt mit ,

TTIP: Widerstand wird immer wichtiger

Erstmals sind Details über die Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen an die Öffentlichkeit gelangt. Das WAS, WIE und WARUM sind der reinste Horror für jeden denkenden Europäer. Das Abkommen, wenn es denn tatsächlich zustande kommen sollte, markiert das Ende der sozialen Marktwirtschaft. Kapitalistische Unternehmen treten gegen Staaten und deren gewählte Regierungen an. Jetzt sind Einzelheiten der geheimnisvollen Verhandlungen ans Licht der Öffentlichkeit gekommen. Es könnte das Ende der Geheimniskrämerei bei solchen Abkommen bedeuten – aber auch eine Gegenreaktion auslösen. Denn bisher haben vor allem die USA auf Geheimhaltung der Interna gepocht. Hier einige Punkte aus dem Inhalt. Und, bitte, denken Sie selbst einmal nach:

Investoren werden Staaten verklagen können. Das sogenannte Investor-State-Dispute-Settlement (ISDS, Schiedsgerichtsverfahren zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Investoren und Staaten) – selbst in seiner neuen Verpackung als „Investment Court System“ (ICS, Investitionsgerichtshof) – gesteht ausländischen Investoren das Recht zu, europäische Staaten zu verklagen, wenn sie der Ansicht sind, dass Gesetze oder sonstige Maßnahmen der EU oder einer ihrer Mitgliedsstaten ihre Investitionen geschädigt und ihren erwarteten Gewinn geschmälert haben. Dies wird auch Gesetze und Maßnahmen beeinflussen, die im Sinne des Gemeinwohls erlassen wurden, z.B. zum Umweltschutz und Verbraucherschutz.

Unternehmen werden eingeladen, an neuen Gesetzen mitzuschreiben. Die sogenannte „Regulatorische Kooperation“ wird es den Vertretern großer Firmen und Bürokraten von beiden Seiten des Atlantiks erlauben, auf Gesetzentwürfe in Expertengruppen Einfluss zu nehmen, schon bevor diese in gewählten Parlamenten diskutiert wurden. Dies untergräbt die Demokratie!

Großunternehmen haben übermäßigen Einfluss auf die Geheimverhandlungen zu CETA und TTIP. Bei 92% aller Treffen, die die EU-Kommission mit Interessenvertretern im Vorfeld der TTIP-Verhandlungen durchführte, wurden lediglich Firmenvertreter gehört. Nur in sehr wenigen Fällen wurden Verbraucherschützer und Gewerkschaftsvertreter eingeladen, um ihre Standpunkte vorzutragen. Der Einfluss der Unternehmen setzt sich in den Verhandlungen fort: Selbst einige Formulierungen in durchgesickerten Entwurfstexten stammen unmittelbar von Firmenlobbyisten.

Die Verhandlungen werden im Geheimen geführt. Unsere Volksvertreter wissen wenig über deren Fortgang, und der Öffentlichkeit ist es nicht gestattet, irgendwelche Texte der offiziellen Abkommen vor Ende der Verhandlungen einzusehen. Parlamentariern ist es lediglich erlaubt, diese langen juristischen Texte (das CETA-Abkommen beispielsweise umfasst etwa 1500 Seiten) in speziellen Leseräumen ohne Expertenunterstützung zu lesen, und es ist ihnen untersagt, die Öffentlichkeit über das zu informieren, was sie gelesen haben. Sind die Verhandlungen dann abgeschlossen, bleibt ihnen lediglich, die Vereinbarungen zu akzeptieren oder abzulehnen, ohne die Möglichkeit, Änderungen einzufordern.

Die Standards bezüglich der Qualität von Lebensmitteln und des Verbraucherschutzes könnten abgeschwächt werden. Durch die Angleichung der Vorschriften, auf die TTIP hinzielt, sind die europäischen Standards gefährdet, denn US-Standards sind oft wesentlich niedriger. Zudem möchte die US-Seite, dass die EU ihren Ansatz bei der Risikobewertung anerkennt, welcher es erlauben würde, ein jegliches Produkt in den Verkehr zu bringen, bis der Staat den Beweis erbringen kann, dass es schädlich ist. Bislang müssen in Europa Firmen die Unschädlichkeit ihrer Produkte belegen, bevor sie diese auf den Markt bringen dürfen.

Arbeitnehmerrechte und Arbeitsplätze sind in Gefahr. Die USA weigern sich nach wie vor, elementare Arbeitnehmerrechte anzuerkennen (sie haben nur zwei der acht Kernarbeitsnormen der ILO ratifiziert), und die durch TTIP hervorgerufene „Abwärtsspirale“ könnte auch zu einer Gefahr für die Rechte von Beschäftigten in der EU werden. Zudem könnte eine Verschärfung der Konkurrenz von außerhalb zu massiven Arbeitsplatzverlusten führen. Einer Studie der Tufts University (USA) zufolge könnten 600.000 Arbeitsplätze durch TTIP verloren gehen.

Europäische Länder kämen unter Druck, Hochrisiko-Technologien wie Fracking oder Gentechnik zuzulassen. Als Bestandteil von TTIP und/oder CETA könnten Firmen das Recht bekommen, Regierungen vor Schiedsgerichten zu verklagen, falls diese Hochrisikotechnologien einschränken oder verbieten. Im Jahr 2013 reichte die Öl- und Gasfirma Lone PIne eine 250-Millionen-Dollar-Klage gegen Kanada ein, nachdem der Staat Quebec ein Memorandum zum Fracking erlassen hatte. TTIP und CETA werden den Weg für eine stetig zunehmende Zahl solcher Klagen ebnen.

CETA und TTIP werden bestehende Ungleichheiten weiter vergrößern. Die bereits jetzt Wohlhabenden werden am meisten von CETA und TTIP profitieren. Transnationale Großkonzerne werden noch mehr Vorteile gegenüber kleinen und mittleren Unternehmen und den Bürgern gewinnen. Die Wirtschaftskrise in der EU könnte sich noch verschärfen, da die wettbewerbsfähigsten Staaten vom potentiellen BIP-Wachstum mit Abstand am meisten profitieren werden. Länder in der Peripherie der EU, die bereits jetzt sehr abhängig von ausländischem Kapital sind, werden weiter gute Jobs verlieren und weniger von nachhaltigen Investments profitieren. Global gesehen wird die Ungleichheit zwischen entwickelten Ländern und des Ländern des globalen Südens weiter zunehmen, was durch verschiedene Studien belegt wurde, die dramatische BIP-Verluste und Jobverluste für Drittstaaten prognostiziert haben.

Liberalisierung und Privatisierung werden zu Einbahnstraßen. CETA und TTIP werden es schwieriger machen – und vielleicht sogar unmöglich – Versorgungsbetriebe, Krankenhäuser oder die Müllabfuhr wieder in öffentlichen Besitz zurückzuführen, nachdem sie einmal privatisiert wurden.

Was uns blüht, kann man jetzt bereits erleben. Unseren gewählten Volksvertretern wird bereits der Mund verboten.

Wir sagen NEIN zu solch einem Abkommen. Das hat mit freiem Handeln und mit Demokratie nichts mehr zu tun.

In der Mitte Europas

Ich glaube nicht, dass es eine ungerechtfertigte Forderung ist in Kirchen, Synagogen und Moscheen Deutsch zu sprechen, zu predigen und zu lehren. Wir sind in Deutschland, dem Land der Deutschen. Warum sollten Menschen, die Deutsch sprechen, in Kirchen, Synagogen und Moscheen ausgegrenzt werden. Deutsch ist hier Staatssprache, und das ist gut so.

Dieses Land hat bittere Erfahrungen gemacht und sich die Aufklärung hart erkämpfen müssen. Der Dreissigjährige Krieg mit seinen entvölkerten Landstrichen und die Auswüchse des Absolutismus, des „GottesGnadentums“ und des braunen Herrenmenschentums haben uns beigebracht, dass Glaube und Staat sauber zu trennen sind. Die Regeln des Zusammenlebens sind der Vernunft folgend pragmatischer Natur. Sie regeln auch, dass jeder seinen Glauben leben darf, solange er das Recht des anderen respektiert. Dieser Tradition folgenden wird auch das Gastrecht hochgehalten.

Wer sich mit der Trennung von Kirche und Staat nicht anfreunden kann und andere Rechte über das Grundgesetz der Deutschen stellt, hat in Deutschland nichts zu suchen. Er ist nicht willkommen und hat das Gastrecht verwirkt. Wer aber ein geachtetes Mitglied der Gemeinschaft der Deutschen werden möchte, sich versucht zu integrieren, wer Deutsch sprechen, lesen und schreiben kann und auf eigenen Füssen steht, ist willkommen. Wer in Not ist, dem soll geholfen werden.

Es stellt sich also die Frage, warum sollten wir es nicht durchsetzen können in Kirchen, Synagogen und Moscheen Deutsch zu sprechen und den Koran auf Deutsch zu lehren? Auch die Ganzkörperverschleierung ist doch möglich, solange das Gesicht zu erkennen bleibt. In diesem Kulturkreis bedeutet ein offenes Gesicht, dass diese Person nichts zu verbergen hat oder im Schilde führt. Das mag woanders anders sein, aber wir sind in Deutschland, in der Mitte Europas.

Getaggt mit

Tante Emma ist gesünder

Dieser kleine Beitrag wird nicht viel verändern. Viel zu günstig sind die überregionalen Discounter. Trotzdem lohnt es sich einmal nachzudenken, denn die günstigen Preise sind teuer erkauft: die Hersteller und Produzenten werden im Preis gedrückt, bis sie selbst nicht mehr können (siehe Milcherzeugnisse). Was machen die Hersteller in ihrer Not? Sie drücken ihrerseits auf Löhne und Gehälter, oder machen dicht, was wiederum Arbeitsplätze kostet. Die Schraube dreht sich solange nach unten, bis nichts mehr geht. Die Discounter selbst drücken, trotz gegenteiliger Aussagen, auch auf die Löhne ihrer Angestellten. Manche Vollzeitstelle ist so schon pulverisiert worden – befristete Teilzeit- oder Minijobs, ausgelagert an Subunternehmen. Bei vielen Unternehmen blicken selbst Fachleute nicht mehr durch, Verschachtelungen, Auslagerungen, Sub-Sub-Sub-Unternehmen und, der Not gehorchend, Scheinselbstständigkeit. Mit anderen Worten: Wirtschaftskannibalismus, Dschungel, das gesetz des Stärkeren! Kapitalismus pur! Die Arbeitswelt ist in Unordnung geraten und das ist gefährlich, solange die Falschen die Briefkastenfirmen in Panama betreiben.

In kleinen Schritten etwas dagegen tun? In kleinen Schritten einfach mal anfangen? Qualität auf den Tisch? Ja, dann schauen Sie sich um in ihrer Nachbarschaft und kaufen Sie lokal, bei „Tante Emma“. Das mag ein paar Cent teurer sein, aber es ist nicht nur für Sie selbst, sondern auch für unser soziales Zusammenleben viel gesünder.

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