Archiv der Kategorie: Software

Ja, wollen Sie denn nicht umsteigen?

Das Supportende für Windows 7 naht. Wie von Microsoft angekündigt, werden Benachrichtigungen als Popup über das Supportende eingeblendet. Dafür zuständig ist die KB4493132, die gestern über Windows Update verteilt wurde. Es ist (derzeit) zwar nur informativ, kann aber nerven. Wer es noch nicht installiert hat, kann es einfach ausblenden. Sollte es schon installiert sein, kann man über die Systemsteuerung unter Installierte Updates dieses wieder deinstallieren. Danach wird es über Windows Update wieder angeboten. Nun kann man es dann ausblenden und man hat seine Ruhe. Die Beschreibung des Updates KB 4493132: „Nach 10 Jahren Service ist der 14. Januar 2020 der letzte Tag, an dem Microsoft Sicherheitsupdates für Computer mit Windows 7 SP1 anbietet. Dieses Update ermöglicht Erinnerungen an das Ende des Supports von Windows 7.“

Ob Microsoft in der nächsten Zeit dann aggressiver vorgehen wird ist fraglich. Man kennt es ja noch von Windows XP. Auch damals hatte Microsoft immer mal wieder an das Supportende „erinnert“. Natürlich kann man auch immer noch kostenlos auf Windows 10 umsteigen. Aber wer es bisher nicht getan hat, wird es wohl auch in der nächsten Zeit nicht machen, oder?

Wobei sichern kann man sich die kostenlose Windows 10 Version trotzdem. Einmal installiert und aktiviert. Danach wieder zurück zu Windows 7.

Am 2. April 2019 versinkt Google+ endgültig im Cyber-Nirwana

Bereits ab dem 4. Februar 2019 können Nutzer keine neuen Konten mehr auf Google+ anlegen, Anfang April werden die bestehenden Profile gelöscht. Die Betreiber des sozialen Netzwerks Google+ haben in ihrem Blog den Zeitplan für die endgültige Schließung des Dienstes bekanntgegeben. Der wichtigste Termin ist der 2. April 2019: Dann ist kein Zugriff mehr auf Nutzerprofile mitsamt den Fotos, Videos und andere Inhalte möglich – auch nicht für die Person, die das Profil angelegt hat. Google will gleichzeitig damit anfangen, die Daten nach und nach zu löschen. Wer seine Bilder und Filme vorher sichern möchte, kann das auf relativ einfache Art tun. Google hat eine entsprechende Anleitung auf seinen Hilfeseiten veröffentlicht. Daten, von denen es ein Backup auf Google Photos gibt, werden nach Unternehmensangaben nicht gelöscht.

Vorher bereits zieht Google die Daumenschrauben nach und nach an. Ab dem 4. Februar können Kunden keine neuen Profile, Gruppen oder Veranstaltungen mehr anlegen. Ein weiterer wichtiger Stichtag ist der 7. März 2019, ab dem es nicht mehr möglich sein wird, Kommentare auf Drittseiten mit Hilfe von Google+ zu veröffentlichen; auf Blogger steht diese Funktion bereits ab dem 4. Februar nicht mehr zur Verfügung. Das betrifft zum Beispiel die Adolphsdorfer Webseite. Kommentare werden parallel zu den Profilen ab dem 2. April gelöscht. Ab dem 7. März werden auch die meisten anderen Schnittstellen nach und nach heruntergefahren.

Adolphsdorf, das freundliche Dorf im Teufelsmoor, wird weiterhin auf Twitter und zum Teil auch auf Facebook vertreten sein. Mir ist klar das Nutzer sich bewusst gegen Mark Zuckerberg und seiner Werbeplattform entschieden haben. Man muss aber ehrlicherweise auch sagen, dass nichts einfacher ist als Facebook. Profile, Gruppen und ganze Webseiten sind mit ein paar Handgriffen erstellt. Allerdings sollte jeder im Hinterkopf behalten, dass bei Facebook, wie auch bei Instagram, Snapchat, Pinterest, Whatsapp, Twitter usw., nichts umsonst zu haben ist. Man bezahlt in jedem Fall mit den eigenen Daten. Im Netz ist nichts privat!

Ein letzter Blick:

Senior+  /  ADO+

Google+ ist tot

Das Ende von Google+ kam, da muss man ehrlich sein, nicht überraschend – aber dennoch unerwartet. Lange Zeit wurde gehofft, dass Google das Netzwerk „irgendwie online lässt“, nur das allernötigste weiterentwickelt und die Communitys eben zusammenbleiben können. Doch das ist bekanntlich nicht der Fall und nach anfänglichen Protesten der Nutzer haben sich die meisten damit abgefunden, ab Herbst 2019 andere Wege zu gehen. Doch selbst das wird ihnen nun nicht mehr gewährt.

Der öffentliche Zugriff auf Google+ wird für normale Nutzer nun abgeschaltet. Eigentlich hatte Google das Ende des Consumer-Betriebs von Google+  erst für den August 2019 angekündigt, doch nun soll der Sonnenuntergang des Dienstes beschleunigt werden. Es gehe dabei um den Schutz der Nutzer, begründete Googles Vice President für Product-Management David Thacker diese Entscheidung. 

Auch diese Webseite ist indirekt davon betroffen, denn es gab Senior+ und auch Ado+. Darunter wurde einiges veröffentlich, was unter der eigentlichen Adresse nicht immer sinnvoll Platz fand. Sie können sich die Seiten nach wie vor ansehen, aber sie werden von mir nicht mehr aktualisiert. Buffer, dieser großartige Verteiler für die sog. „Sozialen Medien“ hat Google+ bereits aus dem Programm genommen. Dafür sind übrigen Instagram und Pinterest dabei.

Ich kenne viele Gruppen, für die war Google+ eigentlich optimal und wurde darum intensiv genutzt. Eine funktionierende Gruppe aufzubauen ist nicht von heute auf morgen möglich. Darum trifft es diese Gruppen besonders hart, wenn sie sich eine neue Heimat suchen müssen. Man sieht es auch schon an den Google+ Seiten. Es herrscht dort eine gespannte Friedhofsruhe.

Senior+  / Ado+  /  Mehr zum Thema

Aktuelles in einfacher Ansicht

RSS (Rich Site Summary, später Really Simple Syndication) ist ein Dateiformat zur Zusammenfassung von Artikel- und Nachrichtenserien, im wesentlichen verwendet für Informationsabonnements und Nachrichtenticker. Mit diesen Feeds der großen Informationsanbieter lassen sich auf einfache Weise die wichtigen Meldungen des Tages in kurzer und knapper Form  – und auch Smartphone-tauglich  – darstellen. Legen Sie ein Lesezeichen auf diese Seite und Sie haben immer alles im Blick. Einen Link finden Sie auch von der Reporter-Ecke aus.

Tastenkombinationen können helfen

Die Tastatur kann manchmal helfen schneller mit dem Rechner zu arbeiten. Man muss sich nur an einige Tastenkombinationen gewöhnen. Das geht! Microsoft selbst gibt hierzu einige Tips:

Erstellen eines Ausschnitts des Bildschirminhalts

Drücken Sie Windows-Logo-Taste ? + UMSCHALT + S , um die Leiste zum Ausschneiden zu öffnen. Ziehen Sie dann den Cursor auf den Bereich, den Sie erfassen möchten. Der ausgeschnittene Bereich wird in der Zwischenablage gespeichert.

Schnelles Öffnen des Datei-Explorers

Drücken Sie die Windows-Logo-Taste ? + E, und öffnen Sie dann den gewünschten Ordner im Datei-Explorer.

Schnelles Aufrufen des Desktops

Drücken Sie Windows-Logo-Taste ? + D, um alle geöffneten Fenster zu minimieren und direkt zum Desktop zu wechseln.

Schnelles Öffnen von Einstellungen

Drücken Sie Windows-Logo-Taste ? + I, und klicken Sie dann auf die zu ändernde Einstellung bzw. suchen Sie diese.

Kopieren von Dateien oder Text

Wählen Sie den zu kopierenden Inhalt aus, und drücken Sie STRG + C. Der Inhalt wird in der Zwischenablage gespeichert, damit Sie ihn durch Drücken von STRG + V an der gewünschten Stelle einfügen können.

Ausschneiden und Einfügen von Dateien oder Text

Wählen Sie den auszuschneidenden Inhalt aus, und drücken Sie STRG + X. Wechseln Sie zur gewünschten Stelle, und drücken Sie STRG + V, um den Inhalt dort einzufügen.

Wechseln zwischen geöffneten Fenstern

Halten Sie die ALT-TASTE gedrückt, drücken Sie wiederholt TAB, bis das gewünschte Fenster ausgewählt ist, und lassen Sie die ALT-TASTE wieder los.

Hinzufügen einer Schaltfläche für die Bildschirmtastatur auf der Taskleiste

Halten Sie die Taskleiste gedrückt (oder klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf), und wählen Sie dann Bildschirmtastatur anzeigen (Schaltfläche).

 

Weitere interessante Tips

Arbeitsbereich löschen

Bleiben Sie fokussiert, indem Sie alle geöffneten Apps ausblenden, mit Ausnahme derjenigen, mit der Sie gerade arbeiten. Wählen und halten Sie das Fenster, das geöffnet bleiben soll, und bewegen Sie es dann mit der Maus (oder Ihrem Finger) ein wenig hin und her. Alle anderen geöffneten Apps werden automatisch minimiert, um den Arbeitsbereich zu leeren.

Andocken von Apps nebeneinander

Wählen Sie ein geöffnetes Fenster, und ziehen Sie es gegen einen Bildschirmrand. Alle anderen geöffneten Fenster werden auf der entgegengesetzten Seite angezeigt. Wählen Sie ein Fenster, damit es den leeren Bereich ausfüllt.

Gibt es Win 10 also doch kostenlos?

Ja, so etwas gibt es auch. Ich habe eben für meinen alten Desktop-Rechner das sog. „Windows 10 – Update“ – Prüfungstool heruntergeladen, um zu erfahren, ob Win 10 überhaupt laufen würde. Vor 3 Jahren, als Win 10 für einige Zeit gratis zu haben war, sagte dieses Tool, dass mein Rechner zu alt  und die Grafik zu schlapp sei. Also mir fiel es nicht schwer weiterhin mit Win 7 zu fahren. Das lief gut.

Eben habe ich dieses Tool aus Lust und Laune heraus nochmal gestartet und es wurde angezeigt: Alles klar, läuft! Schön sagte ich mir und stellte fest, dass da nebenbei schon ein Win 10-Download läuft. Dann erschien die Meldung, dass die Updates verarbeitet werden und der Rechner ein paar Male neu gestartet werden würde. Zugegeben, ich war einigermaßen verdutzt. Das ging alles auffälligerweise sehr schnell. Als ich dann vom Kaffeeholen zurückkam, wurde ich schon gefragt, wie ich mich anmelden möchte: Lokal oder mit Microsoft-Konto. Also zunächst einmal nur lokal. Man weiss ja nie. Aber alles funktionierte. Aktiviert war das Win 10 auch schon.

Jetzt habe ich ein funktionierendes Win 10, die Version 1809, auf einem Desktop-Rechner, der eigentlich noch einige Jahre mit Win 7 laufen sollte. Und, etwas umständlich zwar, aber ich kann jederzeit alles zurückrollen auf Win 7. Gibt es Win 10 also doch kostenlos?

Chrome portable für Windows XP

Windows XP gibt es schon seit 2014 nicht mehr. Es wird zumindest nicht mehr gewartet und mit Updates versorgt. Tatsächlich aber gibt es Windows XP noch auf vielen Rechnern. Zum einen läuft es problemlos insbesondere auf älteren Desktop-Rechnern und Notebooks (ca. vor 2011) und zum anderen ist es einfach zu verstehen und zu handhaben – vielleicht bis auf die Treiberversorgung.

Passende Software allerdings ist fast komplett verschwunden. Hin und wieder laufen auch Win7 oder 10-Anwendungen (32bit) unter XP, aber das wird immer seltener. Ich habe lange gesucht nach einer XP-tauglichen Version des Chrome-Browsers, und da bei mir alle Programme portable laufen müssen, wurde das noch schwieriger. Aber ich habe eine Version gefunden und diese alltagstauglich zurechtgebogen.

Falls Sie also noch XP laufen haben und einen passenden Chrome-Browser suchen, dann können Sie sich die portable XP-Version hier herunterladen. Sie finden ihn im Archiv.

Europa’s verschwiegene Archillesferse

Da steigen große Unternehmen, freie Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen, Vereine und sogar ganze Bundesländer freiwillig und ohne Not auf das Betriebssystem Windows 10 um. Einige Kommunen bezeichnen sich sogar als Rückkehrer, da sie angeblich mit freien Betriebssystem wie Linux nicht zurecht kamen. Und alle betonen, dass sie großen Wert auf Datenschutz, insbesondere auf den Schutz der Daten ihrer Kunden oder der Versicherten, legen. Was für ein Witz! Oder was für eine Veralberung der Menschen, die gezwungenermaßen in diesen Unternehmen mit dem System arbeiten müssen.

Das US-Unternehmen Microsoft hat praktisch das Monopol auf den Schreibtischen und in den Büros dieser Welt. Bei Unternehmen und öffentlichen Diensten und Einrichtungen herrscht eine gefährliche Monokultur in Sachen IT. Bei Microsoft lauscht die NSA, jenes bekannt unbekannte amerikanische Abhör- und Lauschinstitut, mit. Es wäre politisch inkorrekt zu behaupten, wenn das Sozialamt in München oder Papenburg eine Entscheidung trifft, dann weiß es Microsoft und damit Washington schon lange. Das mag für Otto Normalverbraucher (oder John Doe) uninteressant sein, für Siemens, BASF, Bayer, BMW oder VW kann es das aber nicht sein.

Wenn der Mann, der zur Zeit amerikanischerer Präsident ist, Europa und insbesondere Deutschland als Feind sieht (anstatt bessere Autos zu bauen!), dann sollten sich deutsche Unternehmen und natürlich alle anderen Dienste, Behörden und Einrichtungen vorsehen. Alles, aber auch wirklich ALLES, was sie in die Tasten tippen oder vor und hinter dem Monitor treiben, ist bereits über den großen Teich gebeamt, bevor Sie Piep sagen können. Und die Konkurrenz schläft nicht.

Da lachen doch die Hühner, wenn man den Satz hört: „Abhören unter Freunden geht gar nicht!“ – Eine Abhängigkeit, so wie jetzt von amerikanischer Internetstruktur und -technik, geht nicht lange gut. Es wird Zeit, dass Europa etwas dagegen setzen kann!

Hier ist lediglich von dem Betriebssystem für Rechner die Rede. Aber die Gefahr der absoluten Abhängigkeit und des Datenmissbrauchs gilt genau so für Google, Apple, Amazon usw. Auch diese Unternehmen werden nicht zögern ihrer Regierung willig Auskunft zu geben.