Archiv der Kategorie: Internet

Parteien-Gezwitscher

Die sozialen Medien haben es in sich, nämlich viel heisse Luft. Da wird manche Sau durchs Dorf gejagt, die zwei Klicks weiter schon wieder vergessen ist. Der Nutzer bewegt sich fast ständig in einer Wolke aus eigener Meinung und je mehr er „Likes“ verteilt, um so mehr wird er in seiner eigenen Meinung bestärkt. Irgendwann ist die Blase in sich geschlossen, das Weltbild fertig – und absolut subjektiv und einseitig! Na, und wie nennt man Menschen, die sich nur noch egoistisch und eindimensional verhalten und bestensfalls Smileys versenden können? Ich überlasse es Ihrer geschätzten Phantasie!

Man kann aber auch sich das Beste heraussuchen aus dem Hintergrundgeräusch der sozialen Medien und einfach einmal gegenüberstellen. Ich habe das mal mit den Twitter-Äusserungen der mittlerweile nicht mehr ganz so großen Parteien aus dem deutschen Bundestag gemacht. Nicht nur Donald Trump, sondern auch viele heimische Politiker fühlen sich bemüssigt (oder berechtigt) das Volk per Twitter anzusprechen. Sie, liebe Besucher dieser Webseite, können sich selbst ein Urteil bilden und das so objektiv, wie es in Zeiten der sozialen Medien möglich ist. Ich habe festgestellt, dass sich die „Mandatsträger“ im Bundestag nicht von anderen Twitter-Nutzern unterscheiden. Auch da viel heiße Luft, aber hier eben als Politik verkauft.

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Facebook hilft sich selbst zu löschen

Das eigene Facebook-Profil unwiderruflich ins Datennirwana zu schicken, wird einem nicht gerade leicht gemacht. War die Funktion für die vorübergehende Deaktivierung noch im Menü des Nutzers zu finden, wird es beim endgültigen Abschied schwieriger.

Öffnen Sie zunächst die „Hilfe“, in dem Sie in der Statusleiste oben rechts auf das Fragezeichen klicken. Tippen Sie dann“Konto löschen“ in die Suchzeile. Dort finden Sie den Punkt „Wie lösche ich mein Konto dauerhaft?“. Am Ende des ersten Absatzes sind die Wörter „teile es uns mit“ hervorgehoben. Klicken Sie darauf. 

Nach einem Klick auf den Button „Mein Konto löschen“ und der anschließenden Bestätigung ist das Profil ab sofort Geschichte – zumindest fast. Denn tatsächlich hofft Facebook im Stillen, man möge doch wieder zurückkommen. Erst wenn man sich 14 Tage nicht mehr einloggt, wird der Löschvorgang wirklich gestartet. Loggt man sich in der Zwischenzeit wieder ein, gilt die Löschung für Facebook als widerrufen. Nach der Zwei-Wochen-Frist dauert es noch einmal weitere 90 Tage, bis die Daten auch wirklich gelöscht sind. Zumindest öffentlich, denn ob tatsächlich alle Daten von Facebooks Servern verschwinden, weiß nur das Unternehmen selbst.

Wer sich nicht sicher ist, ob er seinen Facebook-Account wirklich für immer löschen will, kann zunächst den Ausstieg auf Probe wagen. Dabei wird das Profil stillgelegt (nicht gelöscht!) und alle Kontoinhalte wie Fotos oder Nutzerinformationen werden für andere Mitglieder unsichtbar. Auch Facebook-Freunde und Suchmaschinen können das eigene Konto dann nicht mehr finden. Die Funktion zum Deaktivieren des Facebook-Kontos finden Sie wie folgt in der Desktop-Ansicht: Klicken Sie auf den Pfeil in der Statusleiste oben rechts (neben dem Fragezeichen). Es erscheint ein Menü, dort wählen Sie den Reiter „Einstellungen“. Dort wählen Sie den Punkt „Konto verwalten“, dort gibt es die Option, das Konto zu deaktivieren.

Bevor man sich auf Zeit aus dem sozialen Netzwerk verabschieden darf, werden einem zunächst fünf beliebig ausgewählte Facebook-Freunde angezeigt, die den Nutzer angeblich sehr vermissen werden. Lässt man sich aber auch davon nicht beeindrucken, findet man darunter ein Formular, das nach dem Grund des Austritts fragt.  Empfehlenswert ist die Zustimmung beim Punkt „Ich möchte in Zukunft keine E-Mails von Facebook mehr erhalten“. So bekommt man keine E-Mails mit Veranstaltungseinladungen oder Fotomarkierungen mehr. Mit einem Klick auf „Deaktivieren“ wird das Konto stillgelegt. Überlegt man es sich später anders und will das Facebook-Profil wieder aktivieren, genügt eine erneute Anmeldung auf der Startseite – anschließend sind alle Informationen wieder verfügbar. 

Delete Facebook? Jetzt?

Peinlich, dieser Internet-Hype …… da wird wiedermal eine Sau durchs Dorf gejagt, alle sind empört, alle sind besorgt, aber alle nehmen die Bequemlichkeit gern in Kauf. Jetzt zeigen auch die, die selbst nicht die Schweigsamsten sind, mit dem ausgestreckten Finger auf Facebook. 

Es müsste sich doch längst herumgesprochen haben, dass es 1. im Internet nichts umsonst gibt und 2. im Internet nichts privat ist oder bleibt. Übrigens, auch nicht im versteckten Teil des Netzes, dem gerühmten Darknet. Sobald der Computer oder das Smartphone eingeschaltet wird und mit dem Internet verbunden ist, ist nichts mehr privat! Und das überall auf diesem Planeten!

Das Internet wird sogar zur Gefahr, wenn es kommerziellen Unternehmen überlassen wird die Regeln aufzustellen und selbst Länder, Staaten und demokratisch gewählte Regierungen nichts mehr zu melden haben.Soll Europa, soll Deutschland eine Kolonie der Internetriesen bleiben? Nein, selbst auf die Möglichkeit hin, dass wir einen großen Teil liebgewordener Gewohnheiten aufgeben müssen und in tristen Innenstädten oder Shopping-Malls einkaufen müssen. Oder wieder zum Telefonhörer greifen oder Briefe schreiben müssen! Lesen können ist ohnehin ein Vorteil auch in der nächsten Welt!

Breitband-Rückbau?

Breitbandausbau: Nun ist ein neuer Fall bekannt geworden, bei dem die Deutsche Telekom massenweise Kündigungen rausschickt, weil sie sich mit dem zuständigen Netzausbauer EWE nicht auf Mietkonditionen einigen konnte.

Von dem Fall im Nordwesten Niedersachsens hat jetzt der NDR berichtet, es ist nicht der erste Fall dieser Art. Demnach hat die Telekom vor, rund 30.000 Kunden ihre VDSL-Anschlüsse zu kündigen. Die Verträge könnten laut Telekom aktuell nicht mehr inhaltlich fortgeführt werden (nicht mit der vereinbarten Bandbreite) und müssten auf Verbindungen mit 16 MBit/s (ADSL) herabgestuft werden. Hintergrund sind im Prinzip Probleme bei den Zuständigkeiten – die Telekom ist in dem betreffenden Gebiet darauf angewiesen, sich in das Netz von EWE einzumieten. EWE treibt den Breitbandausbau voran.

Man hat sich aber bisher nicht auf entsprechende Rahmenbedingungen einigen können, heißt es aus Branchenkreisen. Wahrscheinlich scheitern die Verhandlungen am Preis, was nun auf dem Rücken der Kunden ausgetragen wird. Es ist aber nicht das erste Mal, dass Kunden nicht nur in Einzelfällen die Opfer der Unternehmenspolitik werden. Die Querelen beim Breitbandausbau nehmen zu, wobei die Unternehmen den schwarzen Peter klar immer jemand anderem zuweisen. 

Fernsehen muss öffentlich-rechtlich bleiben

Es gibt immer noch viele Menschen, die glauben sie sehen besser fern, wenn das Programm privat ist. Sie lassen sich lieber von RTL, SAT1, PRO7, VOX oder SIXX usw. einlullen. Viele haben schon tagsüber Zeit sich die schreienden Doku-Soaps reinzuziehen.

Für mich ist es ausschlaggebend, ob ich Einfluss auf das Programm habe oder lediglich als Zielgruppe für Werbung interessant bin. Ich bin nicht damit einverstanden, dass die Politik Einfluss auf die Öffentlich-Rechtlichen Sender nimmt, aber wenigstens sind diese Politiker demokratisch gewählt. Evtl. sogar von mir. Bei den Privaten regiert nur das Geld. Um dort Einfluss zu haben, müsste ich ein dickes Aktienpaket kaufen. Wer von uns Normalbürgern kann das schon? 

Für die öffentlich-rechtlichen Programme, wie es sie fast nur in Deutschland gibt, zahle ich gern meinen Beitrag. Ob dieser in der Höhe korrekt ist oder als Zwangsabgabe pro Haushalt daherkommen muss, darüber lässt sich diskutieren. Nicht aber darüber, dass das Fernsehen in Deutschland demokratisch ist und einen breiteren Auftrag hat, als die Privaten. Diese sind ausschliesslich „kapitalgesteuert“ oder von der Wall Street gelenkt. Da zählt nicht die Qualität, sondern der „Shareholder Value“. Das würde einen Aufstand geben.

Ich verzichte nicht auf PHOENIX, ZDFinfo, tagesschau24, das Erste, das Zweite und das regionale Dritte. Und auf arte und 3sat auch nicht!

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