Archiv der Kategorie: Geschichte

Vorschlag: Gemeinsame Europäische Hilfs- und Rettungsflotte

Warum gibt es eigentlich noch keine europäische SAR-Flotte, eine gemeinsame europäische Küstenwache, die für humanitäre Hilfs- und Rettungseinsätze voll ausgestattet ist. Zum Beispiel mit Löschhubschraubern – und flugzeugen, mit mobilen Sanitätseinrichtungen und – krankenstationen, mit Wasseraufbereitungsanlagen und Suchhundestaffeln, mit Lebensmittel- und Kleidungsvorräten. Diese Flotte sollte in allen möglichen Katastrophenfällen ohne große Umstände schnell vor Ort sein und humanitäre Hilfe leisten können. Das sollte eine moderne Flotte sein, die um ein größeres Transport- und Versorgungsschiff oder einen Flugzeugträger herum gruppiert ist, von dem aus die Einsätze koordiniert werden. Die Flotte sollte dort stationiert werden, von wo aus sie jeden europäischen Küstenpunkt schnellst möglich ansteuern kann. Vielleicht ist sogar eine Zweiteilung mit größeren Stützpunkten in Nord und Süd (z.B. in Dänemark und auf Sizilien) erforderlich.

Solche eine ständige Einsatzflotte wären bei den Bränden rund um Mittelmeer, bei Flutkatastrophen im Norden oder bei der Ölbekämpfung schnell vor Ort und könnte sofort humanitäre Hilfe leisten. Ich denke dieses Jahr hat uns allen gezeigt, dass eine solche Einrichtung sinnvoll wäre. Ich würde mir wünschen, dass Frankreich, als größte europäische Seemacht, das Kommando und die Führung übernimmt. Deutschland wird sicherlich vieles dazu beisteuern können. Man denke zum Beispiel an die hervorragende Arbeit des Technischen Hilfswerkes.

Proposition : Flotte européenne commune d’aide et de sauvetage

Pourquoi n’y a-t-il en fait toujours pas de flotte SAR européenne, une garde-côte européenne commune entièrement équipée pour les opérations d’aide humanitaire et de sauvetage ? Par exemple, avec des hélicoptères et des avions de lutte contre l’incendie, avec des installations médicales mobiles et des postes de santé, avec des systèmes de traitement de l’eau et des équipes de chiens de recherche, avec des fournitures de nourriture et de vêtements. Cette flotte doit pouvoir être sur place rapidement et apporter une aide humanitaire dans toutes les catastrophes possibles sans inconvénient majeur. Il doit s’agir d’une flotte moderne regroupée autour d’un navire de transport et de ravitaillement plus important ou d’un porte-avions à partir duquel les opérations sont coordonnées. La flotte doit être stationnée là où elle peut se diriger vers n’importe quel point côtier européen le plus rapidement possible. Peut-être qu’une scission avec de plus grandes bases au nord et au sud (par exemple au Danemark et en Sicile) est nécessaire.

Une telle flotte permanente serait rapidement sur place en cas d’incendies autour de la Méditerranée, d’inondations catastrophiques dans le nord ou dans la lutte contre le pétrole, et pourrait apporter une aide humanitaire immédiate. Je pense que cette année nous a montré à tous qu’un tel établissement serait utile. Je souhaite que la France, première puissance maritime européenne, en prenne le commandement et le leadership. L’Allemagne pourra certainement apporter beaucoup. On pense par exemple à l’excellent travail accompli par l’organisation de secours technique.

Proposal: Joint European Aid and Rescue Fleet

Why is there still no European SAR fleet, a joint European coast guard that is fully equipped for humanitarian aid and rescue operations? For example with fire-fighting helicopters and airplanes, with mobile medical facilities and health stations, with water treatment systems and search dog teams, with food and clothing supplies. This fleet should be able to be on site quickly and provide humanitarian aid in all possible disasters without any major inconvenience. It should be a modern fleet grouped around a larger transport and supply ship or aircraft carrier from which operations are coordinated. The fleet should be stationed where it can head for any European coastal point as quickly as possible. Perhaps a split with larger bases in north and south (e.g. in Denmark and in Sicily) is necessary.

Such a permanent fleet would be quickly on the spot in the case of fires around the Mediterranean, flood disasters in the north or in the fight against oil, and could provide immediate humanitarian aid. I think this year has shown us all that such an establishment would be useful. I would like France, as the largest European sea power, to take command and leadership. Germany will certainly be able to contribute a lot to this. Think, for example, of the excellent work done by the technical relief organization.

Voorstel: Gezamenlijke Europese hulp- en reddingsvloot

Waarom is er eigenlijk nog geen Europese SAR-vloot, een gezamenlijke Europese kustwacht die volledig is toegerust voor humanitaire hulp- en reddingsoperaties? Bijvoorbeeld met blushelikopters en vliegtuigen, met mobiele medische voorzieningen en gezondheidsposten, met waterbehandelingssystemen en speurhondenteams, met voedsel- en kledingvoorraden. Deze vloot moet snel ter plaatse kunnen zijn en zonder grote overlast humanitaire hulp kunnen bieden bij alle mogelijke rampen. Het moet een moderne vloot zijn, gegroepeerd rond een groter transport- en bevoorradingsschip of vliegdekschip van waaruit de operaties worden gecoördineerd. De vloot moet zo snel mogelijk worden gestationeerd op een plek aan de Europese kust. Misschien is een splitsing met grotere bases in noord en zuid (bijvoorbeeld in Denemarken en op Sicilië) nodig.

Zo’n permanente vloot zou snel ter plaatse zijn bij branden rond de Middellandse Zee, overstromingen in het noorden of in de strijd tegen olie en zou onmiddellijke humanitaire hulp kunnen bieden. Ik denk dat dit jaar ons allemaal heeft laten zien dat zo’n instelling nuttig zou zijn. Ik zou graag willen dat Frankrijk, als de grootste Europese zeemacht, het commando en leiderschap op zich neemt. Duitsland zal zeker veel kunnen bijdragen. Men denkt bijvoorbeeld aan het uitstekende werk van de technische hulpverleningsorganisatie.

 

Mir persönlich erscheint diese Sache einfach zu wichtig. Die Übersetzungen stammen von Google Translate

Abwegig und morbide?

Der folgende Satz mag auf den ersten Blick abwegig, ja sogar morbide erscheinen. Er ist es aber nicht:

„Ich möchte im Alter von 100 Jahren beim Äpfel pflücken von der Leiter fallen und mir das Genick brechen!“

Übersetzt heißt das, ich möchte bis 100 körperlich und geistig fit und gesund bleiben, noch auf Leitern krabbeln und Äpfel genießen können und noch wissen, was ich dort oben auf der Leiter eigentlich wollte. Ja, und dann ist es gut und alles ist geregelt, kurz und schmerzlos. Es steckt eben doch viel Sinn in ein paar dürren Worten.

Ganz nebenbei hätte ich damit erreicht, dass ich nicht unserem Gesundheitssystem anheim falle und selbst entscheide, ab wann ich meinen Führerschein in der Schublade lasse. Ob ich mir wohl noch ein E-Auto anschaffe? Glücklicherweise hätte ich damit auch erreicht, dass ich meine über lange Jahre eingezahlten Rentenbeiträge wieder heraus bekäme. Aber das ist unwichtig. Wichtig ist nicht das ICH, sondern das WIR. Mit WIR sind alle Lebewesen auf diesem Materieklumpen gemeint, der durch die Unendlichkeit dieses Universums rast.

Auf alle Fälle möchte ich noch erleben, dass wir alle den Wahnsinn begreifen, der uns mittlerweile so normal vorkommt. Ich möchte erleben, dass wenigstens irgendetwas getan wird, um die menschengemachte Klimakatastrophe zu vermeiden. Am sinnvollsten ist es wohl, jeder fängt bei sich an. Schritt für Schritt wird jeder die liebgewonnene Bequemlichkeit im Handeln und Denken aufgeben müssen, auch wenn das der Wirtschaft nicht passt. Wir wollen doch wohl nicht, dass das Anthropozän (1) mit einem Knall endet und nur ein überflüssiges Kapitel in der Geschichte dieses Planeten bleibt.  

Gott hat wohl gesagt, der Mensch solle sich die Erde Untertan machen. Er ging aber wohl davon aus, dass er den Menschen nach seinem eigenen Ebenbild geschaffen habe, also göttlich und vernunftbegabt. Das war wohl ein Irrtum – zumindest bislang.  Noch ist ein wenig Zeit zu erkennen, dass der Mensch mit der Natur leben soll und nicht gegen sie.

Trotz alledem, das Leben ist eines der schönsten!

(1) Der Begriff „Anthropozän“ bezeichnet ein neues geologisches Zeitalter, in dem die Menschheit den dominanten geophysikalischen Einfluss auf das Erdsystem hat und daraus die Verantwortung des Menschen für die Zukunft des Planeten abgeleitet wird.

Muss ich ein Wischtelefon besitzen?

An dieser Stelle möchte ich einmal eine ganz simple Frage stellen: Muss ich eigentlich als erwachsener Bundesbürger ein Wischtelefon besitzen und nutzen, um mich krankenversichern  oder mein Auto an- oder ummelden zu können? Muss ich die sehr ausführlichen, englischsprachigen Geschäftsbedingungen eines amerikanischen Privatunternehmens akzeptieren, um mit dem Arzt meines Vertrauens an meinem Wohnort in Kontakt zu kommen?

Im Internet ist nichts, aber auch wirklich gar nichts privat, egal was die Interessenvertreter der totalen Digitalisierung behaupten. Wer die Daten hat, hat die Macht. Die Bequemlichkeit, die mit der Digitalisierung einhergeht und mit der sogar Behörden werben, ist teuer erkauft. Meiner Meinung nach ist sie zu teuer erkauft, denn wir merken gar nicht mehr, dass der Aufbau einer globalen Überwachung Einzelner rasant voranschreitet. Aber die „dumpfe Masse“ freut sich über TikTok und lässt sich von „Beeinflussern“ auf Instagram bequatschen und ruhig halten.

Ich bin bestimmt kein Impfgegner in dieser gewärtigen Pandemiesituation, aber langsam verstehe ich die Menschen, die ein tiefes Misstrauen gegen die „Obrigkeit“, gegen diesen Staat, die Regierung und die übergeordneten Intuitionen auch der EU hegen. Ich verstehe, dass Menschen aufgrund eines mehr oder weniger bestimmten Unbehagens auf die Straße gehen und mehr und mehr verfliegt die Wirkung der medialen Diffamierung als Rechts- oder Linksradikale, als Querdenker oder als Idioten.

Ganz nebenbei stelle ich mir immer wieder die Frage: Was passiert, wenn jemand den Stecker zieht und der Strom fällt großflächig ausfällt – sei dies durch eine Flutkatastrophe oder durch Hacker, die von einem anderen Staat aus gesteuert werden. Dann heißt es „Digital adieu!“ und es gut, wenn man noch mit Bleistift und Papier umgehen oder mit dem eigenen Kopf rechnen und denken kann. Befürchten muss man allerdings, dass dann in diesem Staate nichts mehr funktioniert und das auch, weil hoch bezahlte Verwaltungen nicht mehr bis drei zählen können.

  Smartphone ohne Google

Die schleichende Enteignung durch Null-Zins

Das Zinsniveau für Spareinlagen geht nicht erst seit gestern gegen Null. Vielfach müssen Sparer sogar dafür bezahlen, dass Banken und Sparkassen ihr Geld „verwahren“. Die Institute nennen die Gebühren für diese obskure Dienstleistung auch „Verwahrentgelt“. Es sind sogar immer mehr Banken und Sparkassen, die sich bezahlen lassen. Mal liegt die Grenze bei 100.000 Euro, mal bei 50.000 Euro und die Tendenz geht weiter nach unten. Experten jubeln sogar darüber, denn so würden die Deutschen von ihrem Sparwahn befreit und endlich zu Investoren. Die Deutschen sollen in Aktien investieren. Wiedermal! Ich erinnere hier nur an das Desaster mit der T-Aktie, die damals Manfred Krug der breiten Masse im Auftrag der Telekom schmackhaft gemacht hat und die viele Leute um ihr Erspartes gebracht hat.

Fazit: Wer sich mit Aktien auskennt, selbst handelt und auch mal eben 100.000 oder mehr Verlust vertragen kann, der soll gerne „investieren“. Für Otto-Normalverbraucher sind Aktien aber wohl kaum eine Lösung, denn 1. ist er nach wie vor auf die Institute und auf deren Händler an der Börse angewiesen – das kostet – und 2. dauert es immer einige Zeit bis er das Geld bei einem Verkauf dann in Händen hält. Ich vermute, dass auch die einfach gestrickten Aktienhandels-Apps für das Wischtelefon die Deutschen nicht zu Aktien-Freaks machen werden.

Der Nullzinslogik folgend müsste ich ja bezahlt werden, wenn ich mir bei der Sparkasse Geld leihe, um es in meiner Brottrommel zu „verwahren“. Aber dem ist nicht so. Was bleibt also übrig, wenn man etwas mehr als den Notgroschen auf der hohen Kante hat? Klar doch: Oma’s Sparstrumpf. Es sind mittlerweile auch schon viele Leute beobachtet worden, die nachts in ihrem Garten irgendwelche Metallschacheln vergraben. Da sich diese Beobachtungen in letzter Zeit häufen, steht zu vermuten, dass es sich beim Inhalt dieser Schachteln nicht um Familienfotos oder Opas Pin-Up-Girls handelt.

Wenn man Geld als den Versuch annimmt den Wert von Arbeit und Leistung über längere Zeit als akzeptiertes Tauschmittel zu konservieren oder zu erhalten, dann bedeutet die gegenwärtige Situation schlicht und einfach eine Enteignung der Bürger bzw. der arbeitenden Bevölkerung.

Der Moorexpress fährt wieder!

Es ist schon erstaunlich, wie ganz normale Alltagsgeräusche ein Gefühl von Normalität herstellen. Bei mir ist solch ein Geräusch der Moorexpress, der alle paar Stunden in einigen Kilometern Entfernung „vorbeirauscht“ und das Signalhorn ertönen lässt. Endlich fährt er wieder!

Immer samstags, sonntags und an Feiertagen bis voraussichtlich zum 3. Oktober 2021 wird er auf der Schiene durch das Teufelsmoor rollen. Und das zwischen Bremen und Stade. Eine touristische Attraktion. Es dürfen auch gerne Fahrräder mitgenommen werden. 

Allerdings: Für die Mitfahrt im Moorexpress ist in dieser Saison eine vorab getätigte Reservierung zwingend notwendig. Entweder per Mail: reise-har@evb-elbe-weser.de oder telefonisch (04164 4992). Im Moorexpress selber ist es nicht möglich. Ganz ist die Normalität noch nicht zurückgekehrt, denn während der Fahrt mit dem Moorexpress ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Infos zu Kosten, Haltestellenplan und was an der Strecke liegt finden Sie im Flyer. Es lohnt sich in jedem Fall den Fotoapparat oder das entsprechende Wischtelefon mitzunehmen.

Flyer (PDF)

Webseite: evb Moorexpress

Ein Blick in die Kinderstube

Turmfalken haben es sich im Ostgiebel der Lilienthaler Klosterkirche gemütlich gemacht und ihre ersten Eier gelegt. Wer wissen will, wie Turmfalken aufwachsen, kann es sich in Ruhe anschauen. Wie die Nestpflege gemeistert wird, wie die Küken kuscheln, wenn die Alten auf Jagd sind und wie sie zu frechen Jungvögeln heranwachsen: das alles wird wieder live per Kamera übertragen. Und zwar so lange, bis der Nachwuchs flügge wird und das Nest verlässt. 

Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie direkt zur Kinderstube der Turmfalken. Diese Kamera gibt es schon seit vielen Jahren und ist immer wieder sehr spannend.

Der Anfang wird im Freien gemacht

Das Corona-Virus kommt zu uns durch die Atemwege, Mund, Nase, und gedeiht prächtig in den oberen Atemwegen. Das kann mit einer Triefnase oder einem Schnupfen abgehen, gefährlicher wird es wenn es weiter gelangt und die Lunge malträtiert.

Wir wissen, dass das Virus über die Luft zu uns kommt, als Aerosol, flüchtig zwar, aber hartnäckig. Von daher müsste also jedem klar sein, dass das Tragen einer sicheren Atemschutzmaske wichtig ist. Da das Virus sich in geschlossenen Räumen prächtig halten und stundenlang, ja tagelang mit den Aerosolen im Raum schweben kann, ist ständige Frischluftzufuhr wichtig und der Aufenthalt im Freien tausendmal besser bzw. gesünder.

Mit ein wenig Nachdenken erleichtert dieses Wissen die Entscheidung über die Maßnahmen, die zu treffen sind. Warum also Aufenthalt und Bewegung sowie Sport im Freien verbieten? Kinder können im Freien spielen, Mannschaftssport kann im Freien stattfinden – und das auch vor Publikum, wenn Masken getragen und der Abstand eingehalten wird. In diesem Sinne ist vieles möglich, d.h. eigentlich wieder möglich. Es darf doch nicht sein, dass Kinder nicht schwimmen lernen oder mit 6 Jahren immer noch nicht geradeaus laufen können. 

Wind und Wetter ermöglichen auch Open-Air-Konzerte und -Festivals, Ausstellungen, Freizeitparks und auch Jahrmärkte. Der Name sagt es ja schon: Open Air. Wo die Möglichkeit besteht Abstand zu halten, muss das soziale und kulturelle Leben im Freien, an der frischen Luft wieder starten – sofort!

Viele Betriebe, der Einzelhandel und insbesondere die Gastronomie haben Konzepte erstellt und Vorkehrungen getroffen die Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren – manchmal gewöhnungsbedürftig, manchmal mit großem Aufwand verbunden, aber es läuft. Warum also diese Panikpolitik des Bundes und der Länder mit Ausgangssperren, totalem Lockdown und dazu auch noch „Bußgelder“? Die Inzidenzwerte interessieren ohnehin niemanden mehr und vor allem blickt niemand mehr durch bei den vielen lokalen und regionalen Vorschriften. Wichtig ist allein, dass die Intensivstationen der Krankenhäuser nicht „volllaufen“, deutlicher gesagt, nicht absaufen und das alleingelassene Personal irgendwann zu Hause bleibt.

Ich habe kein Verständnis für Leute, die sich weigern eine Maske zu tragen und Abstand zu halten. Die verhalten sich asozial, wenn sie keinen wichtigen Grund haben auf die Maske zu verzichten. Aber ich habe auch kein Verständnis für die ideenlose, zerfaserte und noch dazu unprofessionelle Verordnungspolitik der Länder und des Bundes. Sorge bereiten mir, und das nicht nur in finanzieller Hinsicht, die Folgen dieser Politik für Kinder und Jugendliche und junge Leute, die mal eine Familie gründen wollen.

Man wird nicht umhinkommen, die Leute mit den breiten, finanzstarken Schultern stärker zu belasten. In vielen Fällen muss das heißen, dass diese überhaupt erst einmal belastet werden. Steuerbetrug und Steuerflucht müssen ebenso geahndet werden wie Schwarzarbeit. Um im Bild zu bleiben: auch die Großen müssen gehängt werden, nicht nur der kleine, brave Steuerzahler. Und natürlich müssen die großen, internationalen Konzerne Steuern zahlen bzw. nachzahlen. Wer eine Million im Jahr verdient, der kann auch mit 500.000 gut und luxuriös leben. Der normale, steuerzahlende oder abhängig Beschäftigte kann schon jetzt auf keinen Euro verzichten.

Taschenspieler*innen-Tricks

Früher begann eine Rede, z.B. zur Eröffnung der XII. Taschenrechner-Olympiade an die versammelten Mannschaften, mit den Worten: „Liebe Taschenrechner, heute ist es uns gelungen den Kartoffel-Pilz zu besiegen!“ – Heutzutage haben wir ein Problem damit die politisch korrekte weibliche Form auszudrücken und in motivierenden Ansprachen zu verwenden. Gleichheit der Geschlechter ist – richtigerweise – oberstes Gebot und das nicht nur im Hinblick auf Berufschancen und Bezahlung. Aber drückt sich Respekt und Würdigung tatsächlich in nahezu unaussprechlichen und überlangen Worten und Anreden aus? Billardspielerhauptverbandsvorstehende….

Noch vor kurzem hätte eine solche Rede mit den Worten begonnen: „Liebe Taschenrechnerinnen und Taschenrechner, der Kartoffelpilz hat wieder zugeschlagen!“ – Um es mir persönlich einfach zu machen, und um niemanden zu benachteiligen, habe ich zuletzt immer die Formel benutzt: „Liebe TaschenrechnerInnen!“ – Schriftlich passt das, aber in gesprochener Form fühlt sich die andere Hälfte der Menschheit ausgegrenzt und nicht gewürdigt.

Der Duden, die Denkstube der deutschen Sprache, bemüht sich stets politisch korrekt zu agieren und im Trend der Zeit zu liegen. Er schlägt nun folgende Formel vor : „Liebe Taschenrechner*innen“, oder, noch besser: „Liebe Taschenrechnende“. Irgendwie gehen diese völlig vergeistigten Konstrukte am Sprachgefühl vorbei und bilden keineswegs die gesprochene Realität ab. Das ist die Gentrifizierung der deutschen Sprache und viele Behörden, Dienste und Unternehmen fühlen sich bemüßigt dabei mitzumachen.

Ich bleibe bei „Liebe Taschenrechnerinnen und Taschenrechner!“ – Das macht zwar etwas mehr Denk- und ggf. Schreibarbeit, aber als Kavalier der alten Schule halte ich den Damen ja auch die Tür auf und lasse ihnen den Vortritt. Gleichberechtigung ist eben kein Buchstabensalat!