Archiv der Kategorie: Geschichte

Statisten für Europa?

Was sagen Ihnen diese Namen?

  • Udo Bullmann
  • Ska Keller und
  • Sven Giegold
  • Margot Müller
  • Manfred Weber
  • Özlem Demirel und
  • Martin Schirdewan
  • Jörg Meuthen
  • Nicola Beer
  • Ulrike Müller
  • Patrick Breyer
  • Katarina Barley
  • Martin Buschmann
  • Ulrich Wlecke
  • Martin Sonneborn und
  • Nico Semsrott
  • Olaf Harms
  • und viele, viele andere

Nein, das ist nicht die Belegschaft des Discounters im Nachbardorf. Das sind die Leute, die ganz oben auf den Listen der Parteien stehen, die zur Europawahl antreten. Eigentlich sind wir jetzt genau so schlau wie vorher, denn für was stehen diese Kandidaten? Muss ich als notorischer Protestwähler jetzt die Ökologische Linke, die  Partei der Humanisten, die Partei für die Tiere Deutschland, die  Partei für Gesundheitsforschung oder gar Volt Deutschland mit meinem Kreuz beglücken. Und wenn ich das tue, habe ich dann meine Stimme verschenkt, weil, na weil die wählt ohnehin keiner? Ausser vielleicht der Gesangsverein „Olle Kehle“ am Prenzelberg.

Das ist die Krux mit Europa bzw. mit der Europawahl. Es gibt kein Gesicht, es gibt keine Partei, die überall vertreten ist und die ein Programm hat, was auch nach der Wahl Bestand hat.

Übrigens, einen aus der Liste kenne ich. Der trifft sich immer mit dem Ungarn und dem Italiener und dann schimpfen sie auf Europa und wollen es abschaffen. Schön blöd, denn dann hätten sie ja nichts mehr zu schimpfen und würden sich andere Opfer suchen. Hatten wir das nicht schon mal?

Mehr zur kommenden Europawahl …..

Die Eisheiligen kommen

Die Eisheiligen 2019 finden regional unterschiedlich an drei bis fünf Tagen Mitte Mai statt. Die Bezeichnung „Eisheilige“ geht auf jahrhundertelange Erfahrung und Wetterbeobachtung zurück und treten laut Kalender zwischen 11. Mai bis zum 15. Mai auf.  Sie sind unter dem Namen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia von Rom bekannt. Das Wetterphänomen “Eisheilige” hat in den letzten Jahrzehnten etwas an Bedeutung verloren. Es gibt aber immer wieder Jahre in denen bis Mitte Mai noch sehr tiefe Temperaturen auftreten können. Wetterstatistisch gesehen ist eher der Zeitraum vom 21. Mai bis 23. Mai anfällig für Frost, also neun Tage später. Die Entstehung der Wetterregel kann man also auf eine Zeit um ca 2-3 Jahrhunderte vor der gregorianischen Kalenderreform datieren. Die Eisheiligen sind eine Mitteleuropa auftretende meteorologische Singularität, ähnlich der Schafskälte im Juni und dem Altweibersommer im September. Laut altem Volksglaube wird das milde Frühlingswetter erst mit Ablauf der „kalten Sophie“, also dem 15. Mai stabil bzw. sollte kein Frost mehr auftreten, der den Pflanzen gefährlich werden könnte.

Ja, und wer waren nun diese „Eisheiligen“?

Mamertus – 11. Mai

Mamertus war ein katholischer Bischof, der um 400 nach Christus in Lyon geboren wurde und am 11. 05. 477 in Gallien starb. Er galt als umfassend gebildet. Um 461 wurde er Erzbischof von Vienne, das nahe Lyon liegt. Nach erheblichen Zerstörungen in seinem Erzbistum führte Mamertus die drei Bittgänge ein, die auch heute noch vor dem Fest Christi Himmelfahrt durchgeführt werden. Der Überlieferung nach soll der Erzbischof auch öfters Wunder vollbracht haben, wie zum Beispiel eine Feuerbrunst zu stoppen. Er wird bei Fiebererkrankungen, großen Dürren und Erkrankungen der Brust um Beistand angerufen. Seine Attribute sind die Mitra, der Bischofsstab und eine brennende Kerze.

Pankratius – 12. Mai

Der heilige Pankratius wurde um 290 in Phrygien geboren, was in der heutigen Türkei liegt. Er starb um 304 als junger römischer Märtyrer der frühen Kirche in Rom. Sein Name bedeutet „Der Alles Besiegende“. Auf Darstellungen ist er des Öfteren in feinen Kleidern oder auch in einer Ritterrüstung zu sehen. Des Weiteren trägt er ein Schwert, eine Märtyrerkrone und einen Palmwedel.

Servatius – 13. Mai

Den Legenden nach war Servatius Bischof des in dem heutigen Belgien gelegenen Bistums Tongern. Servatius lebte demnach von 340 bis 384 nach Christus. Er soll den Hunneneinfall in Europa vorhergesagt haben, der tatsächlich um 450 stattfand. Angeblich wurde er mit einem Holzschuh erschlagen. Er wurde schließlich in Maastricht begraben. Üblicherweise wird bei Fußkrankheiten, Frostschäden und Rattenplagen um seinen Beistand gebeten. Seine Attribute sind der Holzschuh, ein Schlüssel, ein Drache und ein Adler.

Bonifatius von Tarsus – 14. Mai

Überlieferungen nach wurde Bonifatius in Rom geboren und starb wohl um 306 in der heutigen Türkei. Angeblich war er anfangs kein Christ, sollte aber christliche Reliquien aus Tarsus in der heutigen Türkei nach Rom überbringen. Dort erlebte er mit, wie Christen verfolgt werden und ließ sich aus Empathie ebenfalls taufen. Er stand zu seinem Glauben und wurde schließlich dafür durch siedendes Pech hingerichtet. Nach seinem Tod wurde sein Leichnam nach Rom zurückgebracht. Sein Name bedeutet so viel wie „der gutes Geschick verheißende“. Auf Darstellungen sieht man ihn meist als Jüngling oder Greis, der in siedendem Pech gemartert wird.

Sophia von Rom – 15. Mai

Auch als „kalte Sophie“ bekannt, ist Sophia von Rom die letzte der fünf Heiligen. Sie starb um 304 nach Christus als frühchristliche jungfräuliche Märtyrerin. Teile ihrer Reliquien wurde nach Straßburg gebracht. Andere liegen unter der Kirche Santi Silvestro e Martino ai Monti in Rom vergraben. Die heilige Sophia von Rom wird oftmals gegen Spätfröste angerufen und um eine gute Ernte zu erbitten. Sie ist oftmals mit Trog und Schwert, aber auch mit einem Palmwedel und einem Buch auf Darstellungen zu sehen.

Der Mai-Feiertag hat seine Berechtigung

Der Mai-Feiertag hat seine Berechtigung, zumal gerade heute wieder zu beobachten ist, dass Arbeitnehmerrechte willkürlich beschnitten oder ganz ausgehebelt werden.

Der 1. Mai  (Tag der Arbeit) wurde 1946 durch den Alliierten Kontrollrat bestätigt. Der Tag hat eine lange und auch leidvolle Vorgeschichte, wie man bei Wikipedia nachlesen kann.

Der 1. Mai ist in der Bundesrepublik Deutschland nach den Feiertagsgesetzen der Länder ein gesetzlicher Feiertag. Die amtliche Bezeichnung in Deutschland ist durch Gesetze der einzelnen Länder geregelt. In Nordrhein-Westfalen wird der erste Mai staatlicherseits als Tag des Friedens und der Völkerversöhnung bzw. Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde[9] begangen.

In der DDR und weiteren sozialistischen Ländern wurde der 1. Mai als „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“ mit aufwändigen Mai-Paraden begangen und auf die Traditionen der internationalen Arbeiterbewegung verwiesen. Symbol des 1. Mai ist die rote Mainelke.

Seit den 1980er Jahren gab es neben den politischen organisierten Demonstrationen auch regelmäßig Ausschreitungen in der Bundesrepublik, vor allem im Zusammenhang mit der Demonstration zum 1. Mai in Kreuzberg (Berlin).

Darüber hinaus gibt es seit 2001 den internationalen EuroMayDay, dessen zentrales Anliegen ist, den verschiedenartigsten Formen von Prekarisierung in Arbeit und Leben einen Ausdruck zu geben, die nach Ansicht der Organisatoren durch die klassischen Institutionen der Arbeiterbewegung und der Linken nicht (mehr) organisiert werden.

Mit AKK und Volldampf zurück?

Ein allein auf Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen ausgerichtete Ansatz schafft keine europäische Identität, er zielt lediglich auf die Kooperation von Nationalstaaten. Kramp-Karrenbauer hat keine Idee von Europa, zumindest keine, die man akzeptieren könnte. Es ist manchmal unverständlich, wenn sie spricht. Daher muss man fast dankbar sein, dass sie sich jetzt schriftlich geäußert hat. Am Wochenende antwortete die Fast-schon- oder Möchtegern-Kanzlerin in der „Welt am Sonntag“ auf den europäischen Appell des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

1. Macron schlägt ein gemeinsames Sozialsystem vor, in dem alle Menschen in Europa Anspruch auf soziale Grundsicherung haben, auf gleiche Bezahlung am gleichen Arbeitsplatz und einen an jedes Land angepassten Mindestlohn. Kramp-Karrenbauer bürstet diese Ansinnen ohne viel Federlesens ab, sie wären „der falsche Weg“.

2. Macron will die Reduzierung der CO2-Emissionen auf Null bis 2050 und 50 Prozent weniger Pestizide bis 2025 festschreiben. Annegret Kramp-Karrenbauer hält davon wenig: „Mit ambitionierten Festlegungen europäischer Ziele und Grenzwerte ist allerdings noch nichts erreicht.“ Tja, aber wie denn sonst? Während Macron alle politischen Anstrengungen, alle EU-Institutionen dem Ziel des Klimaschutzes unterordnen möchte, hat Kramp-Karrenbauer vor allem den Schutz der Wirtschaft im Sinn. Macron hat begriffen, dass es ohne ernsthaften Klimaschutz bald keine Grundlage mehr für erfolgreiches Wirtschaften geben wird. Kramp-Karrenbauer offenbar nicht.

3. Wenn Macron die Idee eines Europäischen Sicherheitsrates betont, in dem gemeinsam die Verteidigung Europas organisiert werden soll, fällt Kramp-Karrenbauer sogleich ein, dass übrigens auch ein „Nationaler Sicherheitsrat“ in Deutschland eine „sehr bedenkenswerte Idee“ sei.

4. Der Franzose will mehr Gemeinsamkeiten, AKK meint, dass ohne die Nationalstaaten“ nichts geht. Macron arbeitet auf eine tatsächliche europäische Integration hin. Kramp-Karrenbauer möchte zurückgehen, hin zu einer vor allem wirtschaftlich ausgerichteten Zusammenarbeit mit gemeinsamer, strikter Grenzsicherung. Zurück zu einer EWG mit gemeinsamer Verteidigung, aber ohne dabei, wie noch Helmut Kohl, das große europäische Aussöhnungs- und Friedensprojekt im Auge zu haben, und ohne die Bereitschaft, den deutschen Wohlstand zu teilen.

5. Das Wort „Solidarität“ findet sich in ihrer Antwort an keiner Stelle, sie fordert lieber einen „Binnenmarkt für Banken“.

 

Bei all diesen Quergedanken sollte man nicht vergessen: Die Wähler haben es in der Hand. Soll es mit Europa vorangehen oder zurück.

Der Support für Windows 7 endet am 14. Januar 2020

Nur keine Panik!

Microsoft hat sich verpflichtet, 10 Jahre Produktsupport für Windows 7 bereitzustellen, das am 22. Oktober 2009 veröffentlicht wurde. Nach Ablauf dieser 10 Jahre wird Microsoft den Support für Windows 7 einstellen, sodass wir unsere Investitionen auf die Unterstützung neuerer Technologien und großartiger neuer Erfahrungen konzentrieren können. Der Support für Windows 7 endet am 14. Januar 2020. Anschließend sind weder technische Unterstützung noch Softwareupdates über Windows Update zum Schutz des PCs verfügbar. Microsoft empfiehlt dringend, vor Januar 2020 zu Windows 10 wechseln, um Situationen zu vermeiden, in denen Sie Service oder Support benötigen, der nicht mehr verfügbar ist.

Windows wird weiterhin funktionieren, aber Sie erhalten keine weiteren Softwareupdates von Microsoft, auch keine Sicherheitsupdates. Windows 7 kann nach Ablauf des Supports weiterhin installiert und aktiviert werden. Die Lebenszyklusdaten von Windows für eingebettete Geräte wie Geldautomaten oder Pumpen können sich von Windows-Versionen für PCs unterscheiden. 

Windows 7 geht den Weg von Windows XP … und läuft und läuft!

Windows 7 pro / 32/64bit für 7 Euro

Buddy Holly: Flugzeugabsturz vor 60 Jahren

Am 3. Februar 1959 starb Buddy Holly bei einem Flugzeugabsturz. Und damit starb ein ganz Großer der populären Musik, dessen Einfluss bis weit in unsere Tage reicht. Hollys Einfluss auf die Entwicklung der Rockmusik war beträchtlich. Er war der erste erfolgreiche Musiker, der die Standard-Formation einer Rockband mit Leadgitarre, Rhythmusgitarre, Bass und Schlagzeug etablierte, was die Beatles so übernahmen. Paul McCartney erwarb alle Verlagsrechte an Hollys Kompositionen, und bei der Welt-Tournee 1994/1995 eröffneten die Rolling Stones jedes Konzert mit dem Holly-Stück Not Fade Away, das sie 1964 schon als Single veröffentlicht hatten. Die Beatles – damals noch unter dem Namen The Quarrymen – nahmen 1958 für eine selbstproduzierte Single Buddy Hollys größten Hit, That’ll be the Day (veröffentlicht auf der Beatles Anthology), auf. Sie erklärten, dass die ersten 40 Titel, die sie komponiert hatten, unter dem direkten Einfluss von Buddy Hollys Musik geschrieben wurden.

Buddy Hollys professionelle Karriere begann Ende 1955. Am 7. Dezember 1955 wurden Demo-Aufnahmen gemacht, die zu Decca Records geschickt wurden. Seine ersten Aufnahmen für Decca Records sang Holly am 26. Januar 1956 ein. Es begleiteten ihn Sonny Curtis an der E-Gitarre, der Studiomusiker Grady Martin an der Gitarre, Don Guess am Kontrabass und Jerry Allison am Schlagzeug. Aus dieser Session wurden das von Holly und Sue Parrish komponierte Love Me sowie Ben Halls Blue Days – Black Nights veröffentlicht. Trotz der vielversprechenden Voraussagen von Billboard erreichte die Single nicht die Charts.

Kuriositäten

1956 spielten Holly und seine Band zahlreiche weitere Songs ein, darunter die erste Version von dem späteren Hit That’ll Be the Day. Diese Version, die deutlicher dem Rockabilly entsprach, wurde von Decca jedoch zurückgehalten, da man aufgrund von Hollys heiserer Stimme und einem zu dominanten Echo-Effekt mit der Aufnahme unzufrieden war. Ende 1956 veröffentlichte Decca Hollys zweite Single Modern Don Juan zusammen mit You Are My One Desire. Aufgrund des fehlenden Erfolges verlor Decca im weiteren Verlauf des Jahres das Interesse an einer Zusammenarbeit und verlängerte den Vertrag nicht.

Holly suchte daraufhin nach einem für seine musikalischen Ideen geeigneten Produzenten. Seit dem Frühjahr hatten er und seine Band zahlreiche Demobänder aufgenommen. Am 25. Februar 1957 spielten Holly und seine Band erneut das Stück That’ll Be the Day ein. Die Titelzeile entnahm Holly dem im Vorjahr erschienenen sehr erfolgreichen John-Ford-Western The Searchers (deutsch: Der Schwarze Falke), in welchem Hauptdarsteller John Wayne diesen Ausspruch mehrmals tätigt (deutsch: „Der Tag wird kommen“). Als B-Seite wurde Hollys Eigenkomposition I’m Looking for Someone to Love aufgenommen. Diese Aufnahmen waren zunächst nicht zur Veröffentlichung gedacht, gelangten aber dennoch in die Produktion und auf den Markt, da man sie für Master-Bänder hielt. Manchmal spielen Zufälle eine große Rolle in der Pop-Geschichte.

Die Bänder gelangten zu einem leitenden Angestellten von Coral Records, der ebenfalls Potenzial in den Aufnahmen sah. Jedoch gab es vor der Veröffentlichung einige Hürden: Hollys Decca-Vertrag erlaubte es ihm nicht, Stücke einzuspielen, die er bereits für Decca aufgenommen hatte. Zudem war Coral ein Tochterunternehmen von Decca, so dass die Veröffentlichung der Single schnell hätte gestoppt werden können. Trotz alledem konnte Coral Records sich durchsetzen und That’ll Be the Day mit I’m Looking for Someone to Love im Mai 1957 auf Brunswick Records erscheinen, einem weiteren Tochterlabel von Decca, das sich eher auf Jazz und Rhythm and Blues konzentrierte. Die Platte wurde unter dem Bandnamen The Crickets veröffentlicht, um Hollys Mitarbeit zu verschleiern und Decca zu täuschen.

Auf den Namen für die Band sollen alle gemeinsam gekommen sein, weil über den Aufnahmen von leisen Musikpassagen in Pettys kleinem Studio immer das Zirpen von Grillen (engl. crickets) zu hören war. Trotz der Namensänderung wurde Decca darauf aufmerksam, so dass sich ein Rechtsstreit anbahnte.

Hit auf Hit

Im Sommer 1957 zeigte sich, dass der Mitarbeiter von  Coral Records recht behalten sollte und That’ll Be the Day zu einem Hit wurde. Nach einer guten Bewertung von Billboard im Juni erreichte der Song Platz eins der Billboard Hot 100. Zu diesem Zeitpunkt wusste Decca bereits, dass Holly der Sänger war, konnte sich jedoch von Coral Records überzeugen lassen, ihn aus seinem Vertrag zu entlassen. Gleichzeitig veröffentlichte man nun auch die ältere, 1956 eingespielte Version von That’ll Be the Day, um vom Erfolg Hollys zu profitieren.Holly bekam einen separaten Plattenvertrag mit Coral Records, so dass nun folglich Aufnahmen bei Brunswick unter dem Namen The Crickets und bei Coral unter Hollys Namen veröffentlicht wurden. Holly arbeitete zum Beispiel gerne mit der Technik des Overdubbing oder ersetzte, wie auf Everyday zu hören ist, das Schlagzeug durch das Schlagen der Hände auf die Oberschenkel und ein Glockenspiel.

Die nächste erfolgreiche Produktion folgte am 29. Juni 1957 mit Peggy Sue. Veröffentlicht im späten Sommer desselben Jahres, erschien der Song zusammen mit Everyday nun unter Hollys Namen auf dem Coral-Label und erreichte im Anschluss Platz drei der Billboard-Charts. Fast auf Anhieb waren That’ll Be the Day und Peggy Sue im Sommer 1957 weltweite Erfolge geworden. Es folgten erfolgreiche Tourneen und mehrere Fernsehauftritte in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien.

1958 heiratete Buddy Holly Maria Elena Santiago (* 1935), der er schon zur ersten Verabredung einen Heiratsantrag gemacht hatte. 1958 erschienen mit It’s So Easy und Think It Over noch zwei Crickets-Singles mit Buddy Holly. Als Solokünstler veröffentlichte Holly im selben Jahr Rave On, Early in the Morning und Well… All Right. Im Sommer 1958 erwarb Holly eine eigene Bandmaschine und produzierte seine Musik-Demos fortan selbst. Er plante, Schauspielunterricht zu nehmen, ein eigenes Musikstudio zu bauen, und begann als unabhängiger Produzent andere Künstler zu fördern. Im Oktober 1958 nahm Holly in New York vier Stücke mit Orchesterbegleitung auf: True Love Ways, Moondreams, Raining in My Heart und It Doesn’t Matter Anymore

Im Dezember 1958 und Januar 1959 bereitete sich Holly auf ein neues Album vor und komponierte eine Reihe von Liedern, von denen er Demoversionen aufnahm, so die Stücke Peggy Sue Got Married, That’s What They Say, Crying Waiting Hoping und Learning the Game. Im Januar 1959 begann er mit seiner neuen Band (zu der auch der Bassist Waylon Jennings gehörte) eine US-Tournee mit anderen bekannten Künstlern, darunter Ritchie Valens, The Big Bopper (Künstlername von Jiles Perry Richardson) und Frankie Sardo. Sein letztes Konzert spielt er am Abend vor seinem Tod im „Surf Ballroom“ in Clear Lake (Iowa).

Der 3. Februar

Am 3. Februar 1959 kamen Holly, Valens und The Big Bopper auf dem Weg zu ihrem nächsten Auftritt in Moorhead bei einem Flugzeugabsturz – vermutlich verursacht durch einen Instrumentenablesefehler des Piloten – in der Nähe von Mason City ums Leben. 1971 setzte Don McLean diesem Unglück in seinem Lied American Pie ein Denkmal, als er diesen Tag mit der Textzeile „The Day the Music Died“ den Tag nannte, „an dem die Musik starb“.

Die beim Absturz verstreuten Habseligkeiten, darunter Hollys blutige Brille, wurden von der Bundespolizei sichergestellt, um die Absturzursache klären zu können. Sie gerieten in Vergessenheit und wurden den Familien der Absturzopfer erst Jahre später übergeben. Die laufende Tournee wurde von Jimmy Clanton und Frankie Avalon beendet. Holly wurde vier Tage später in seiner Heimatstadt beigesetzt. Am 24. April 1959 erreichte sein Song It Doesn’t Matter Anymore die Spitze der britischen Charts und blieb dort drei Wochen lang. 1986 wurde Holly posthum in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen.

Seine Arbeitsweise war neu

Buddy Holly schrieb fast alle seine Stücke selbst, von denen viele musikalisch anspruchsvoller waren als andere Titel dieser Zeit. Seine Stücke wurden auch von anderen Musikern nachgespielt. Einer der ersten war Bobby Vee, der beim Konzert am Tag des Unglücks für Buddy Holly einsprang und dessen Titel sang. Erfolgreich war auch Linda Ronstadt mit ihrer Fassung von That’ll Be the Day. Das Lied Peggy Sue Got Married lieferte den Titel für den gleichnamigen Film Peggy Sue hat geheiratet mit Kathleen Turner.

Im Studio griff Holly oft auf die Technik des Overdubbings zurück, das heißt, er fügte eine oder mehrere Tonaufnahmen über eine bereits bestehende Tonaufnahme hinzu. Damit konnte Holly mit sich selbst im Duett singen; beispielhaft für diese Aufnahmetechnik ist der Titel Words of Love. Zudem war Holly nach der Trennung von den Crickets und Norman Petty der erste erfolgreiche Independent-Musiker, der seine Stücke unabhängig von Plattenfirmen selbst produzierte.

Viele machten es nach

Buddy Holly war ein sehr produktiver Künstler, was das Schreiben und Aufnehmen betraf, wenn meist auch nur in Form von Demoaufnahmen. So nahm er zwischen 1953 und 1959 zahlreiche Stücke privat, (Good Rockin’ Tonight, Rip It Up, Blue Suede Shoes, Two Timin’ Woman, Wait Till the Sun Shines Nellie, Smokey Joe’s Cafe), im Studio (Love’s Made a Fool of You, Baby Won’t You Come Out Tonight, Because I Love You, Bo Diddley, Brown Eyed Handsome Man) oder auch nicht verwendete Master (Reminiscing, Come Back Baby, That’s My Desire) auf, was viel Raum für jahrelange Veröffentlichungen, überarbeitet und in der Rohfassung, gab. So wurden 1959/1960 sechs Eigenkompositionen, die Holly als Demos aufgenommen hatte, überarbeitet und veröffentlicht. Seit 1962 erschienen regelmäßig Alben von Holly mit Aufnahmen, die Norman Petty nachträglich mit mehr oder weniger Erfolg kommerzialisierte. Diese Aufnahmen erschienen auf den Alben Showcase, Giant, Holly in the Hills, It Doesn’t Matter Anymore und Reminiscing. Ab den 1980ern erschienen immer mehr Bootlegs mit den Originalfassungen der Stücke. Außerdem hatte Buddy Holly ab 1953 immer wieder als Gastmusiker bei Aufnahmen anderer Künstler mitgewirkt.

Best of Buddy Holly

True Love Ways

Remastered

Was Gauland eigentlich sagen wollte ….

Eberhardt Alexander Gauland ist ein deutscher Jurist, Publizist und Politiker. Er ist einer von zwei Bundessprechern seiner Partei und einer von zwei Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktion seiner Partei und Oppositionsführer im Bundestag. Und er hat es nicht so gemeint die Sache mit dem „Vogelschiss“. Er bedauert die Äusserung. Ach, was?

Eigentlich meinte er, dass die deutsche Geschichte tausend Jahre lang, seit dem Jahr 933, bis zum „Vogelschiss“ ganz ok. gewesen ist, abgesehen von kleinen Streitereien mit den vielen Nachbarn. Und er meinte der „Vogelschiss“ überschattet zu Unrecht die nächsten 1000 Jahre. Zu Unrecht? Die Dimension dieses „Vogelschisses“ ist einfach ungeheuerlich, nie dagewesen. Und überhaupt, den Holocaust mit einem Vogelschiss zu vergleichen…Gauland hätte es sich schenken sollen!

Es sind im Grunde vier Dinge, die die deutsche Geschichte und das Verhalten, auch in Zukunft prägen werden.  Erstens: der Föderalismus, dem man abschätzig auch als Kleinstaaterei und Kleingeistigkeit bezeichnen kann, Zweitens: der Dreissigjährige Krieg, der sich als Horror tief in die deutsche Seele (gibt es die?) eingebrannt hat und immer noch Phobien erzeugt, Drittens: die preussische Übernahme Deutschlands 1871, die auch ihr Gutes hatte, aber auch die Grundlage für alles Folgende schuf. Und VIERTENS: der „Vogelschiss“, der mit der Verdrängung der Wahrheit, gekränktem Stolz und Bücherverbrennungen begann. 

Geschichtliche Betrachtungen, die sich vom heutigen Standpunkt und mit dem heutigen Wissen herablassen Geschichte und das Verhalten von Menschen zu bewerten, sind reine Polemik oder Propaganda. Herr Gauland ist ein deutscher Jurist, Publizist und Politiker, der mal eben so beiläufig wieder provozieren wollte, verspritzt nur Vogelscheiße!

Erstaunlich: Wir machen eine ganz neue Erfahrung: Demokratie und die freiheitliche Grundordnung muss von jedem einzelnen und jeden Tag neu erkämpft werden. Aber bitte mit der Wahrheit!

Breitband ist wie Wasser und Strom

Wie steht es denn um die Straßen in Grasberg? Der Zustand des Strassenbelags ist an sich nicht schlecht, aber Sorgen machen die vielen Bodenabsenkungen. Oft sind sog. Moorlinsen die Ursache. Sehr oft ist es auch so, dass die Ränder der Strassen absacken und es in der Fahrtbahn selbst zu relativ gefährlichen Brüchen kommt. Die Adolphsdorfer Strasse ist allerdings eine Kreisstrasse. Die Gemeinde Grasberg ist nicht für die Erhaltung der Strasse zuständig, sondern der Landkreis.

Nach der Sanierung der Ottersteiner Straße ist im kommenden Jahr nichts im investiven Bereich für Strassen geplant. Lediglich Maßnahmen zur laufenden Unterhaltung der Straßen sind möglich. Vorrang hat zur Zeit der verstärkte Breitbandausbau im eher ländlich strukturierten Grasberg. „Breitband ist wie Wasser und Strom“, sagt Bürgermeisterin Schorfmann. „Die Mittel sind eben begrenzt“, so Schorfmann. Wenn die digitalen Autobahnen gebaut werden, muss an den echten Straßen gespart werden.

Das weckt bei Autofahrern nicht eben großes Verständnis, aber fast alle Autofahrer sind auch Nutzer des Internets. Von einer schnellen Internetverbindung im ländlichen Grasberg hängen Unternehmen und damit auch Arbeitsplätze ab. Die schnelle und sichere, digitale Erreichbarkeit ist für fast alle Unternehmen lebenswichtig und damit eben auch ein gewichtiges Kriterium bei der Standortentscheidung. „Good old Grasberg“ kann und darf da nicht zurückstehen.