Archiv der Kategorie: Buchtipp

Es ist sozusagen ein Selbstversuch

Es ist sozusagen ein Selbstversuch. Auch sind mir die sog. „Sozialen Medien“ ein wenig suspekt: Zuviel Gewürge um nichts, und das mit viel verschwendeter Zeit. Sogar Google, obwohl kein Beweis für die Überflüssigkeit von Sozialen Netzen, schaltet sein Google Plus demnächst komplett ab. Facebook verliert Kunden und lebt irgendwann nur noch als Archiv. Es wird einfach zuviel Mist verbreitet und jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Mir ist das zu oberflächlich. Wie damals „MySpace“. Leute! Es gibt ein Leben ausserhalb des Netzes!

Keine Bange! Ich deaktiviere Facebook nur. Ein Selbstversuch, vermutlich mit Entzugserscheinungen. Wenn irgendetwas von Wert zu berichten ist, dann gibt es immer noch die gute alte EMail und meine Webseite unter www.seniorplus.de.

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Knoblauch hilft nicht nur gegen Vampire

Plötzlich waren sie da: WÜHLMÄUSE! Diese tierische Spezies verabredet sich bekanntlich, um sich zu einer bestimmten Zeit an ein bestimmten Ort zu versammeln und alles, aber auch alles, zu untergraben. Endlose Gänge und immer wieder frisch aufgeworfene Erdhaufen zieren bei mir die ohnehin schon ausgetrockneten Grasflächen. Verdorrte Halme auf der ganzen Fläche. Und dazu noch diese fleissigen, aber bei komplett unbeliebten Wühlmäuse. Nebenbei, meine drei Katzen verstehen die ganze Aufregung nicht. Sie mögen die Wühlmäuse auch nicht, aber sie jagen sie daher auch nicht, sondern blinzeln lieber in die Sonne.

Den Wühlmäusen scheint es völlig egal zu sein, wo sie sich treffen. Es kann der gepflegteste Vorgartenrasen sein, aber auch irgendeine Stoppelwiese. Immerhin haben diese Wühlmaustreffen, genau wie die der Maulwürfe, ein Gutes: der Boden ist gesund! Aber ein gesunder Boden, der nur noch aus Erdhaufen und ein paar Grasbüscheln besteht, ist auch nicht im Sinne des Erfinders.

Tja, aber wozu gibt es die guten alten Hausmittel. KNOBLAUCH vertreibt nicht nur Vampire, sondern auch diese lästigen Nager. Ich habe mir ein paar frische Knoblauch-Zehen besorgt und fein sorgsam mit dem Kartoffelmesser geschählt. Was dann zum Vorschein kam, hatte es in sich. Wäre ich auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen, dann ich eine ganze Woche lang viele freie Plätze neben, hinter und vor mir. KNOFI pur! Hilft aber nicht, die Stücke müssen nun noch klein geschnitten werden, ähnlich wie Zwiebeln. Ja, und dann los.

Den spitzen Zeigefinger in die Wühlmaus-Gänge gebohrt und dann mit einem hämischen Grinsen ein paar Stücke Knoblauch hineingeworfen…

Ich habe mit der Knofi-Schwemme so eine Art „Berliner Mauer“ durch die Wühlmaus-Gänge gezogen, alle 30 cm ein paar Stücke. Ich hoffte, dass die Wühlmäuse wirklich einen großen Bogen darum machen.

Und wirklich! Am nächsten Morgen bewegten sich alle Wühlmäuse, zumindest deuteten ihre frisch aufgeworfenen Gänge darauf hin, vom Knoblauch weg. Sie müssen fast panikartig die Flucht vor dem Knofi ergriffen haben. Ich werde also die Mauer etwas nachziehen, so um einige Meter ….. zum Nachbarn hin. Wenn es wie geplant läuft bin ich morgen meine Wühlmäuse los. Und vielleicht kann ich meinem Nachbar mit einem guten Tip behilflich sein?

Knoblauch für ein gesundes Herz!

Von Cloud zu Cloud

Toll! Ich werfe das Schlepptop an und gleichzeitig starten drei Clouds – Google’s Backup &, Microsofts‘ OneDrive und Dropbox. Bis auf die gute alte Dropbox habe ich nie eine Cloud (Datenwolke) gebraucht. Heute aber hätte ich sie gebraucht, denn ich wollte ein Verzeichnis freigeben und es sollte schnell gehen.

Google’s Backup & Sync brachte mich zur Verzweifelung. Mal waren die Daten da, dann wieder weg, dann wieder nur mit der App, dann wieder ohne. Resultat: Nicht zu gebrauchen. Ich hab’s rausgeworfen und auf allen Rechnern gekillt.

Der nächste Versuch galt OneDrive, das bekanntlich von MS gleich mitgeliefert wird. Und es gibt Neuerungen: Files on Demand, also Dateien, die erst heruntergeladen werden, wenn man sie braucht. ANGEBLICH! Im Grunde das gleiche wie bei Google’s. Mal Daten da, mal nicht. Ich habe mich zwar durch die Einstellungen gewühlt und halte mich auch nicht für blöd. Passende Einstellungen auf mehreren Rechnern vorzunehmen, ist eine Herausforderung, wenn man nur eben schnell ein Verzeichnis freigeben will. Es hat einige Zeit gedauert bis ich merkte, dass OneDrive ein wenig träge arbeitet. Bis alle Daten synchronisiert sind, das dauert schon eine Weile. Und in der Zwischenzeit staunt man, was bereits da ist, was nicht und was plötzlich wieder weg ist. OneDrive ist nicht unbedingt etwas für den schnellen Gebrauch.

Um Dateien zu sichern oder für andere schnell zugänglich zu machen, bleibe ich bei der guten alten Dropbox. Falls Sie die Dropbox noch nicht kennen, dann sollten Sie mal einen Blick riskieren. Mit der Dropbox können Sie den USB-Stick tatsächlich vergessen.

Da liegt noch so einiges im Bürgerpark

Kürzlich fanden Kinder beim Spielen im Bremer Bürgerpark einige Gewehrgranaten aus dem Krieg. Diese waren noch scharf. Zum Glück reagierten die Kinder richtig und haben die Finger davon gelassen und die Polizei informiert.

Der Bürgerpark hat im Frühjahr 1945, in den letzten April-Tagen, turbulente Stunden erlebt. In einem Bunker an der Parkallee war der letzte Gefechtsstand des Bremer Kampfkommandanten. Auf der anderen Seite des Bürgerparks spielte sich ein tragisches Drama vor einem der Bunker an der Neukirchstrasse ab. In den letzten Stunden vor der Kapitulation Bremens und der Übergabe an die Engländer traf ein Tieffliegerangriff viele Frauen und Kinder, die vor dem Bunker auf die Ausgabe von Milch warteten. Es gab im letzten Moment noch viele Opfer. Den Findorffern signalisierte ein paar Stunden später eine große weisse Fahne, die aus dem Klohäusen am Eingang zum Bürgerpark hing, das Ende der Kämpfe. Auch auf der anderen Seite des Bürgerparks endeten die Kämpfe. Der Kampfkommandant gab auf – endlich! Die letzten Soldaten hatten es geschafft. Sie kamen in englische Kriegsgefangenschaft. Die Engländer zogen weiter und standen schon in den ersten Maitagen vor Hamburg. Das schwer zerstörte Hamburg musste als „Offene Stadt“ nicht, wie Bremen, noch sinnlose Kämpfe in allerletzter Minute erleben.

In dem Trubel dieser Tage, gleich nach der Kapitulation, haben Findorffer Jungs ihre „Werkzeuge“ wie Fanfaren, Standarten, Trommeln und einige nun nicht mehr gebrauchten Bilder des Führers im nördlichen Bürgerpark vergraben. Es wird auch der eine oder andere „Ehrendolch“ dabei gewesen sein. Diese Buddelaktion ist von mehreren jugendlichen Zeitzeugen bestätigt. Die einzige Ortsangabe lautetete allerdings: beim „Judentempel“. Damit wird heute kaum jemand etwas anfangen können, aber die Waldbühne soll nicht weit entfernt gewesen sein. Einige Schilderungen sind der Hektik der Situation geschuldet und einiges ist sicherlich auch übertrieben oder frei erfunden. Alle sind sich aber einig in der Schilderung der plötzlichen Ruhe, nachdem die Kämpfe vorbei waren, und in dem Gefühl WIR HABEN ÜBERLEBT.

Buchtip: Kriegsende in Bremen – Erinnerungen, Berichte, Dokumente – 6,49 Euro

Fernsehen muss öffentlich-rechtlich bleiben

Es gibt immer noch viele Menschen, die glauben sie sehen besser fern, wenn das Programm privat ist. Sie lassen sich lieber von RTL, SAT1, PRO7, VOX oder SIXX usw. einlullen. Viele haben schon tagsüber Zeit sich die schreienden Doku-Soaps reinzuziehen.

Für mich ist es ausschlaggebend, ob ich Einfluss auf das Programm habe oder lediglich als Zielgruppe für Werbung interessant bin. Ich bin nicht damit einverstanden, dass die Politik Einfluss auf die Öffentlich-Rechtlichen Sender nimmt, aber wenigstens sind diese Politiker demokratisch gewählt. Evtl. sogar von mir. Bei den Privaten regiert nur das Geld. Um dort Einfluss zu haben, müsste ich ein dickes Aktienpaket kaufen. Wer von uns Normalbürgern kann das schon? 

Für die öffentlich-rechtlichen Programme, wie es sie fast nur in Deutschland gibt, zahle ich gern meinen Beitrag. Ob dieser in der Höhe korrekt ist oder als Zwangsabgabe pro Haushalt daherkommen muss, darüber lässt sich diskutieren. Nicht aber darüber, dass das Fernsehen in Deutschland demokratisch ist und einen breiteren Auftrag hat, als die Privaten. Diese sind ausschliesslich „kapitalgesteuert“ oder von der Wall Street gelenkt. Da zählt nicht die Qualität, sondern der „Shareholder Value“. Das würde einen Aufstand geben.

Ich verzichte nicht auf PHOENIX, ZDFinfo, tagesschau24, das Erste, das Zweite und das regionale Dritte. Und auf arte und 3sat auch nicht!

Kernsatz des Kapitals: NACH UNS DIE SINTFLUT

Das, was derzeit rund um die KITAS in Bremen passiert, passiert auch in anderen sozialen Einrichtungen. Nur, in der Betreuung von Kindern schlägt der Personalmangel sofort zur Öffentlichkeit durch, dank der berechtigterweise besorgten Eltern. Die anderen sozialen Einrichtungen leiden im Verborgenen und die Öffentlichkeit nimmt kaum Notiz. Auch in Einrichtungen der Behindertenhilfe, der Obdachlosenhilfe, der Pflege und der psychiatrischen Betreuung gilt: Bewohner bringen Geld, Mitarbeiter kosten Geld. Dr. Lieschen Müller weiss dann sofort, wo gespart werden soll.

Die Rechnung ist simpel und leider ohne den Wirt gemacht. Die Rechenkünste der Betriebswirtschaft sind in der sozialen Arbeit fehl am Platz, auch wenn gewisse Managementschulen da anderer Meinung sind. Volkswirtschaftlich gesehen schafft der Qualitätsverlust durch Personalabbau und Personalmangel einen immensen Schaden. Dieser Schaden ist leider nicht sofort in Euro und Cent auszudrücken oder in Quartalsberichte zu pressen. Wie hoch sind z.B. die Kosten des Vertauensverlustes von Eltern in die Öffentliche Hand? Wie hoch sind die Gesundheitsfolgekosten durch ständige Überlastung der Mitarbeiter? Was kostet ein Mensch, der nicht ordentlich gepflegt wird? Ethik und Moral hin oder her, das Geld regiert und damit das kurzfristige Denken. 

Mit anderen Worten: Wir werden schon sehen, was wir davon haben. Oder, nein, richtiger gesagt: die Nächsten werden mit dem umgehen müssen, was wir ihnen hinterlasssen. Ein Kernsatz des Kapitals: NACH UNS DIE SINTFLUT!

Das Boot hat Schlagseite

Wenn man sich das, was zur Zeit durch die Medien geistert oder durch die sozialen Medien getrieben wird, so anschaut, dann kann man nur Schlimmes befürchten. Schlimmes für unser Land und unser Zusammenleben!

Die, denen es schlecht geht, treffen auf die, denen es woanders schlecht geht und die sich hier Besserung erwarten. Es ist unbestritten, dass eine Zuwanderung in die sozialen Hilfen dieses Landes stattfindet. Tröstlich, dass die Wirtschaft brummt, aber sie brummt nicht immer, und dann wird es eng. Die Wirtschaft braucht nicht Arbeitskräfte, sie braucht billige Arbeitskräfte.

Gefährlich wird die Gemengelage dadurch, dass unsere Politikerkaste mittlerweile völlig die Bodenhaftung verloren hat, und so tun als seien sie nicht verantwortlich für das, was sich da zusammenbraut. Es hilft nichts, alles, was einem nicht passt oder nicht „politisch korrekt“ ist, mit brauner Sauce zu übergiessen. Auch die 100. Talkschau bei Illner oder Will mit den immer gleichen Akteuren zu den immer gleichen Themen wirkt da nur lästig, weil sie den Blick verstellt.

Das Boot „Deutschland“ hat Schlagseite. Wir sollten es erst einmal reparieren! Dazu müssen wir das Betreten der Baustelle für Unbefugte verbieten.

Eine Katze belauscht

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bei meinen Kontrollgängen durch mein Revier stellte ich immer wieder fest, dass auch Dosenöffner Fortschritte machen und lernfähig sind. Neulichs konnte ich zusammen mit meinem Dosenöffner mal zu einem Wohnheim für Kolleginnen und Kollegen rollen, die zur Zeit keinen Dosenöffner haben. Ich konnte mich hinten ausstrecken und alles auf dem Weg betrachten. Manchmal musste ich den Kopf schütteln, denn die Dosenöffner bauen sich ganz merkwürdige Nester, eins neben dem anderen, dicht an dicht und auch noch übereinander. Unser einer hat da gar keinen Platz zum Toben, Schnüffeln und Mäusefangen. Aber als ich und mein Dosenöffner bei dem Wohnheim ankamen, sah ich gleich: Das ist fluffig, da ist Platz und ein älterer Kollege, der dort schon lange Zeit wohnt, erzählte mir gleich es gebe auch Ausgang und Mäuse und Gutes aus dem Napf.

Die Dosenöffner, die das Wohnheim wohl leiten, sind mit Herz bei der Sache. Sie sorgen für das regelmäßige Futter, für saubere Wolldecken und Knuddeltücher für die Kleinen, für Spielzeug und alles, was zu einem gute geführten Wohnheim dazu gehört. Auch die kleinen Zipperlein, die unser einer manchmal hat, werden von einem Dosenöffner, der Ahnung hat, kuriert. Ja, tatsächlich die Dosenöffner sind lernfähig. Ich war mal in Hamburg kurz in einem Nest für Dosenöffner auf Besuch, das war längst nicht so gemütlich. Nicht einmal in die Küche durfte ich. Aber das Nest nannte sich irgendwie nach einem Ozean und lag an einem Wasser, dass die Dosenöffner Alster nannten. Naja, die Dosenöffner mögen Wasser und das Nest war ja auch nur für Dosenöffner gedacht, die viel Futter bezahlen konnten.

Die Kolleginnen und Kollegen ohne eigenen Dosenöffner in dem Wohnheim, wo ich und mein Dosenöffner gerade waren, hatten es richtig gut. Alle konnten frei wählen, ob sie drinnen oder draussen dösen wollten. So eine Klappe in der Tür ist eine tolle und vor allem demokratische Sache. Die Dosenöffner haben das bislang völlig übersehen und dem Erfinder der Katzenklappe noch kein Denkmal gesetzt. Das sollten sie nachholen, meint auch mein Freund, der Professor!

Ich werde langsam müde. Pummel, die nette Dame, mit der ich hier wohne, sagt immer das komme von Maunzen und Reden …. Darum nur kurz noch: Kolleginnen und Kollegen, wenn Ihr einmal in Not seid, dann macht Euch auf den Weg nach …, mein Dosenöffner sagt „Lilienthal“. Dort habt Ihr es gut, regelmäßig einen vollen Fressnapf, gute Luft, saubere Decken und viel Platz. Und eine gesellige Runde zum Klönen und zum Dösen findet sich auch schnell zusammen. Mein Dösenöffner hat mit dem Wischtelefon einige Abbildungen angefertigt. Die zeige ich Euch hier noch. 

Also, bleibt auf den vier Beinen und besucht mal diese Webseite!

Maxi“