Archiv der Kategorie: Buchtipp

Leseratten, aufgepaßt!

Neuen Lesestoff aller Gattungen (Romane, Thriller, Krimis, Jugendbücher, Sachbücher zu allerhand Gebieten wie z. B. Kochen, Reise, Geschichte, Tiere) gibt es am Samstag für wenig Geld im beim Bücher-Flohmarkt vor dem Gemeindehaus Grasberg. Hier kann man echte Schnäppchen finden: Historische Heimatlilteratur ebenso wie Geschenkbücherlein oder manchmal noch original verschweißte Bücher. Auch das gibt es! In jedem Fall ist der Sonnabend, 19.6.2021 von 11.00 bis 15:30 Uhr, ein ganz wichtiger Termin für alle kleinen und großen Leseratten!

Mittlerweile fehlt etwas

Durch die vielen Meldungen über Corona stumpfen wir langsam ab. Wir merken nicht mehr was um uns herum passiert. Mittlerweile fehlt etwas Essentielles, und das nicht nur in Zeiten des Corona-Lockdowns.

Es fehlt das gemeinsame Lagerfeuer, das gelegentliche Zusammensitzen mit Freunden, Bekannten, Verwandten usw. – Früher bildete wenigstens das Fernsehen noch so eine Art Lagerfeuer, um das man sich versammeln und ganz nebenbei die Probleme dieser Welt lösen konnte. Der einfache soziale Austausch eben. Das Fernsehen bzw. die Medien sind in unseren Tagen so zerfasert, dass jeder etwas anderes sehen könnte und auch tut. Die Mediatheken, Prime und Netflix beißen ein großes Stück vom Kuchen ab. Das Fernsehen bietet kein gemeinsames Lagerfeuer und erst Recht kein Thema über das man sich später unterhalten könnte, mehr. „Haste den Tatort gestern gesehen?“ – „Nein, hab durch Prime gescrollt!“

Da leiden nicht nur die Printmedien, die guten alten Zeitungen und die „Weisheit dieser Welt“, die Bücher, sondern auch das menschliche Miteinander. Da gilt um so mehr, da auch andere Gelegenheit, wie Theater, Kino, Konzert, Restaurants und Kneipen, ausfallen. Das Leben wird härter und einsamer. Wir werden es in ein paar Jahren merken.

Die kleinen Krankenhäuser am Rande der Stadt, wo man laut Jochen Witt und seinem Song „Goldener Reiter“ noch verrückter gemacht wird, werden sich füllen.

Rascals: Auftritt in Hüttenbusch

Ihre Rock’n’Roll-Show präsentiert die Bremer Band The Rascals am Sonnabend, 22. August, ab 20 Uhr bei einem Open Air am Schützenhof in Hüttenbusch. Durch den Abend führt Jörg Sonntag, Urgestein des legendären Bremer Beat-Clubs. Nach dem ausverkauften Auftritt im vergangenen Jahr im Schützenhof spielt die zwölfköpfige Formation nun unter freiem Himmel und unter Beachtung der üblichen Abstands-und Hygieneregeln. Einlass ist am Konzertabend bereits ab 18 Uhr, sollte das Wetter nicht mitspielen, gibt es überdachte Sitzgelegenheiten. Karten zum Preis von 20 Euro sind direkt im Schützenhof erhältlich (Telefon 04794/ 950 41) oder beim Veranstalter unter 0176 23 45 44 34.

Mehr über die Rascals

Bremen bei Nacht – eine Bildersammlung

Eigentlich nutze ich Linux Mint zum Surfen und zum Abrufen der EMails. Aber ich nutze auch Windows und das hat viel damit zu tun, dass Microsoft seinen Clouddienst „OneDrive“ regelmäßig mit installiert. Manch einer mag das verfluchen. Ich finde es ganz praktisch, denn dort kann ich meine Bilder hinschaufeln. Ich habe aus der Anfangszeit des Dienstes immerhin 40 GB verdient. Auch kann ich problemlos Fotoalben zusammenstellen und veröffentlichen. Und so sieht das dann aus:

 Bremen bei Nacht – eine kleine Liebeserklärung an meine Heimatstadt.

Dickie Dick Dickens: Krimi und Satire Hand in Hand

Dickie Dick Dickens ist eine humoristische Hörspielserie von Rolf und Alexandra Becker, deren einzelne Folgen sich zur Zeit der Ausstrahlung zu so genannten Straßenfegern entwickelten. Die Kriminalsatire wurde vom Bayerischen Rundfunk und von Radio Bremen sowie vom Schweizer Rundfunk jeweils in eigenen Fassungen produziert. Nach der Hörspielserie entstanden die Bücher zu den einzelnen Staffeln. Radio Bremen hat 2008/2009 die ersten 12 Folgen neu produziert.

Die Geschichte spielt in den goldenen 1920er Jahren in Chicago. Dickie Dick Dickens, gelernter Taschendieb, gefährlichster Mann, den Chicago je hervorbrachte, mit goldenem Herzen und stählernen Augen, verbrachte 68 % seines Lebens in Freiheit und 32 % im Gefängnis. Die Abenteuer drehen sich um Dickie, seine Freundin Effi Marconi und Dickies ungewollten Aufstieg vom ehrlichen Taschendieb zum Gangsterboss von Chicago. Dabei bekommt er es mit dem bekannten Gangsterboss Jim Cooper zu tun, der in Fachkreisen auch „Jim der Dickköpfige“ genannt wird. Dieser ist lange Zeit der König der Unterwelt – solange, bis er Dickie Dick Dickens über den Weg läuft und ihm – von diesem mit einer Pistole bedroht – auf seinen Namen schwört, ihm das Bananenverkäufer-Viertel von Chicago zu überlassen. Dickie Dick Dickens schreibt die Geschichten 1939 im Gefängnis „Sing Sing“ in seinen Memoiren nieder, die in 14 Sprachen übersetzt werden. Darin beschreibt er jedes seiner Abenteuer mit einem besonderen Schlusskommentar.

Alexandra und Rolf Becker veröffentlichten neben den „Dickie Dick Dickens“-Romanen auch andere Krimi-Erfolge wie „Gestatten, mein Name ist Cox“ (als Hörspiel umgesetzt und zusätzlich noch verfilmt). Fernsehgeschichte schrieb das Autorengespann mit Drehbüchern zur ersten deutschen Familienserie „Familie Schölermann“ (1954–1960). Außerdem wirkten sie an den Drehbüchern der Krimiserie „Graf Yoster gibt sich die Ehre“ (1967–1976) mit.

M3U-Playliste für den MP3-Player

Mehr in der ….

„Kein Mucks!“ – der Krimi-Podcast mit Bastian Pastewka

Bastian Pastewka präsentiert Krimiklassiker

Bastian Pastewka, bekannt vor allem aus der TV-Serie „Pastewka“ und natürlich vielen anderen Auftritten im TV, hat ein echtes Faible für gute Krimi-Unterhaltung. In der ARD-Audiothek, wohl die beste Einrichtung seit der Erfindung des Testbildes, finden Sie neben Krimis beste Unterhaltung und sinnvolle Information.

Hier einige Beispiele für Pastewka’s Krimi-Auswahl:

POKER

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EIN HÖCHST GEFÄHRLICHER TOTER

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FAHRERFLUCHT

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Falls die Hörbeispiele hier nicht zu hören sein sollten, was leider bei WordPress der Fall sein kann, dann klicken Sie bitte hier.

Zur ARD-Audiothek

Achtung: Handy-Alarm

Kolumne von Hajo Schumacher (Netzwerker), Weser-Kurier vom 12.7.:

„Ist meine Nachricht angekommen?“

Früher als die Welt übersichtlich war hatte jede Wohnung einen Briefkasten. Bei uns kam die Post einmal am Tag gegen elf. In digitalen Zeiten trägt jeder Mensch mindestens ein Dutzend Briefkästen bei sich, die nach dem Überraschungsprinzip gefüllt werden und rund um die Uhr kontrolliert werden müssen. Wie Hütehunde auf Kokain kreisen wir unentwegt um die Apps. Mein hypernervöses Alarmsystem schreit: „Könnte etwas Wichtiges sein“, während die Lebenserfahrung seufzt: „Ist es aber nicht.“ Leider gewinnt meistens der Alarm.

„Stell doch auf Push“, rät das naseweise Kind, also jene Funktion, die mich benachrichtigt, sobald ich benachrichtigt worden bin. Kann man machen, denkt der datensensible Vater, aber das heißt, dass ich permanent alle Apps geöffnet halten muss, womit ich lückenlos überwacht und ausgesaugt werde. Andererseits: Wer sich nicht pushen lässt, hechelt der eigenen Verpassenspanik hinterher, auf zu vielen Kanälen. Dieses Internet, eigentlich erfunden, um mein Leben zu erleichtern, sorgt zuverlässig für Kommunikationschaos.Die Söhne kommunizieren über Whatsapp, der eine via Sprachnachricht, weil man da nicht schreiben muss. Wenn nun der Große nach einer schnellenAlgebra-Nachhilfe verlangt, während der Kleine das Nachhausekommen herauszögern will, bin ich schon auf zwei Kanälen aktiv, in verschiedenen emotionalen Zuständen.

Algebra-Nachhilfe ist von Ernst und Präzision geprägt, während Verhandlungen übers Nachhausekommen vom Kind absichtsvoll im Unklar-Spaßigen gehalten werden.

Gleichzeitig fragt die Gattin, die sich vor Jahren an das Medium E-Mail gewöhnt hat, was sie zum Abendbrot mitbringen soll. Und dann ist da noch der Kollege, der über den Facebook-Messenger pausenlos mittelkomische Filme schickt, während ich denke, es sei was Berufliches. Derweil meldet mein Laufkumpel über seinen bevorzugten Kanal SMS, dass sich unsere Verabredung um eine halbe Stunde nach hinten verschiebt. Die Direct Messenger von Instagram und Twitter habe ich heute noch gar nicht gecheckt. Dafür aber schon die Anrufe erhalten, ob irgendwelche Mitteilungen angekommen seien.

Der moderne Tag besteht vor allem daraus, Postfächer zu checken. Und immer diese Unsicherheit: Habe ich was übersehen? Da rufen wir doch lieber noch einmal an. Weil zu viele Mitteilungen in zu vielen Kanälen jeweils eine Bestätigungs-, Erklärungs- oder Vermisstenmeldung brauchen, ist der Tag mit Nachrichtendienst schnell rum. Ich weiß aber immer noch nicht, was ich heute Abend kochen soll.

Die Wiedereinführung der Wehrpflicht ist schon deswegen alternativlos, weil junge Menschen jene wunderbare Fertigkeit namens „Funkdisziplin“ lernen. Motto: Fasse dich kurz, und wenn du nichts zu sagen hast, halt einfach die Klappe. Denn zu viel Gebrabbel ist nicht modern, sondern lästig. Während der Mangel diszipliniert, führt Überfluss zu kommunikativem Verlottern. In jenen märchenhaften Zeiten, als es drei Fernsehprogramme gab, war Telefonieren teuer und das Fax in privaten Haushalten wenig verbreitet. Also fand sich die Familie beim Frühstück zusammen, um die Aufgaben des Tages unwiderruflich zu verteilen, weil kaum eine Möglichkeit bestand, sich über Tag zu korrigieren.

Gefragt waren Klarheit, Zuverlässigkeit, Planungsmut. Der moderne Kanalsalat führt unweigerlich zu Unklarheit, Unzuverlässigkeit und Planungsschwäche.„Kann man doch alles ändern“, lautet das Mantra unserer Kinder, jener Prinzen und Prinzessinnen der unverbindlichen Vorläufigkeit. Ja, kann man. Muss man aber nicht, weil ein kommunikativer Dominoeffekt in Gang gesetzt wird – ändert einer seine Pläne, müssen alle anderen mitändern, und die Mitteilungen vermehren sich virenartig. So verwandelt sich individualität in Rücksichtslosigkeit.

Und es bedeutet wirklich keinen Zivilisationsfortschritt, wenn die Startzeit des Abendbrots jeden Tag aufs Neue verhandelt wird.

Kolumne von Hajo Schumacher (Netzwerker), Weser-Kurier vom 12.7.

Funkkolleg ALTERN


Das Funkkolleg ALTERN wurde als 20-teilige Folge vor gut 25 Jahren von den Sendeanstalten der ARD, meistens in den dritten Programmen, ausgestrahlt. Ich denke nach wie vor, dass dieser „Podcast“ unbedingt zum Unterrichtsstoff in der Altenpflege-Ausbildung gehört. Vieles von dem, was damals als neue Erkenntnis dargestellt wurde, ist mittlerweile Realität geworden. 

Funkolleg ALTERN Titel

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Die Farben des Herbstes

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Vor Greisengrau steh auf

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Lebenserfahrung und Lebenssinn

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Von der Pyramide zum Pilz

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Reife Leistung

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Warum altern wir

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Der Zahn der Zeit

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Vergessen und Traurigkeit

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Grenzsituationen

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Das Alter ist weiblich

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Leistung und Erfahrung

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Früh beginnen

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Armut und Reichtum

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Intimität auf Abstand

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Die Kreise werden enger

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Hält der Generationenvertrag

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Hauptsache gesund

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Von Mensch zu Mensch

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Altern schafft Bedarf

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Krieg der Generationen
Sollte die Darstellung der einzelnen Folgen nicht vorhanden sein, dann klicken Sie bitte hier.

  Funkkolleg als M3U-Playliste

  Das Funkkolleg als gepackte ZIP-Datei

  Alternative Downloadseite

Im Jahre 1995 habe ich bei einem Aufsatzwettbewerb zum Thema „Wie stelle ich mir das Altenheim der Zukunft vor?“ den nachfolgenden Beitrag eingereicht – und ganz nebenbei den vierten Platz erreicht. Rückschauend ist der Beitrag ein wenig naiv und mit dem Elan eines Menschen geschrieben, der gerade das Altenpflege-Examen abgelegt hat. Dennoch: einige grundsätzliche Ideen haben auch heute noch ihre Berechtigung. Vielleicht haben Sie Spaß daran den Beitrag einmal zu lesen.

  Das Altenheim der Zukunft (1995, als PDF)