Archiv des Autors: Axel Buddenbaum

Über Axel Buddenbaum

Lieb, nett, intelligent, höflich, erdverbunden, Raucher, Katzenliebhaber, Musikfreak, fast immer mit guter Laune und wenn der Tank leer ist, schalte ich auf Kondenzwasser um

Schwimmen nach Einkommen (der Eltern)

Der Bremer Senat erhöht die Eintrittspreise für öffentliche Schwimmbäder und nimmt sie nach Bürgerprotesten zurück. Jetzt ist man auf die Idee gekommen die Eintrittspreise einkommensabhängig zu staffeln. Für Kinder soll das Einkommen der Eltern gelten. Tolle Idee! Ein neuer Ausweis oder sollen die Kinder die Steuererklärung der Eltern ständig im Brustbeutel mitschleppen? Ich dachte das Schwimmenlernen sei wichtig.

Und überhaupt, was für die Schwimmbäder gilt, müsste dann ja auch für den Öffentlichen Nahverkehr gelten. Fahrkartenpreise nach dem Einkommen der Passagiere! Die armen Busfahrer, die das prüfen müssten – zusätzlich. Wenn man die „Einkommenslösung“ nicht als Witz verstehen soll, dann müssten eine ganze Reihe von Nutzern ja sogar noch Geld herausbekommen, wenn sie den ÖPNV nutzen. Oje, wenn sich das herumspricht, sind die Busse voll.

 

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Liebe Kaninchenzüchtende ….

Liebe Taschenrechnerinnen und liebe Taschenrechner,

Verzeihung, es muss „Taschenrechnenden“ heissen. Sie werden sich daran gewöhnen! Lehrer werden zu Lehrenden, Wähler zu Wählenden, Teilnehmer zu Personen – und aus dem Rednerpult wird das Redepult: Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover setzt in Zukunft stärker auf Gendergerechtigkeit. Der gesamte städtische Schriftverkehr, also E-Mails, Pressemitteilungen, Broschüren, Formulare, Flyer, Hausmitteilungen, Formulare, Rechtstexte und Briefe, werde von nun an in „geschlechtergerechter Verwaltungssprache“ formuliert sein, wie eine Sprecherin der Stadt auf SPIEGEL-Anfrage bestätigte. Halt! Stop! Müsste das dann nicht heissen „wie eine Sprechende dem SPIEGEL bestätigte“? Tja, bei der hannoverschen Stadtverwaltung kann man sprechen …

Oberbürgermeister Stefan Schostok sagte: „Vielfalt ist unsere Stärke – diesen Grundgedanken des städtischen Leitbilds auch in unsere Verwaltungssprache zu implementieren, ist ein wichtiges Signal und ein weiterer Schritt, alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht anzusprechen.“

Außerdem entspreche der Beschluss der aktuellen Gesetzgebung, nach der seit dem 1. Januar das dritte Geschlecht im Personenstandsregister geführt werden muss. Die wichtigste Grundregel sei, überall da, wo es möglich ist, „geschlechtsumfassende Formulierungen“ zu verwenden, sagte Schostok. Falls dies nicht möglich sei, dürfe auch das Gender-Sternchen zum Einsatz kommen – etwa bei Dezernent*innenkonferenz. Das Sternchen* zwischen der maskulinen und femininen Endung soll in der Schriftsprache als Darstellungsmittel aller sozialen Geschlechter und Geschlechtsidentitäten dienen. Damit soll es gezielt den Geschlechterdualismus aufheben, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt. (Geht es auch auf Deutsch?)

Das Gender-Sternchen ersetzt das bisher verwendete Binnen-I. Das war bereits 2003 im offiziellen Schriftverkehr der Stadtverwaltung eingeführt worden. Die Landeshauptstadt will mit den neuen Formulierungen, eine „diskriminierungsfreie und den Geschlechtern gerecht werdende Sprache“ umsetzen. Die Regeln sind laut der Pressemitteilung ab sofort gültig. „Sprache ist in Bewegung“, sagt die Sprecherin der Landeshauptstadt. Dies gelte auch für die aktuelle Neuregelung: Ein Einwohner hatte angeregt, das geplante „Wählendenverzeichnis“ in „Verzeichnis der Wahlberechtigten“ umzubenennen – ein Vorschlag, der sofort umgesetzt werden soll.

Alles in allem heisst das, dass man seine Jubiläumsrede im Kaninchenzüchter-Verein auch nicht mehr mit „Liebe Kaninchenzüchterinnen und – züchter“ beginnen darf. Man muss die Formulierung „Liebe Kaninchenzüchtenden“ wählen. Ist das nicht toll? Endlich werden die großen Probleme der Menschheit angepackt in Hannover!

Der SPIEGEL

VW unkaputtbar

Bei den vielen derzeit sehr beliebten Rankings im Netz und im TV sollte man sich ein wenig Skepsis bewahren. Bei dem Ranking der beliebtesten Autos in Deutschland, das der SPIEGEL jetzt veröffentlichte, ist aber eines völlig klar: VW unkaputtbar! Die Wolfsburger stecken enorme Schläge weg, siehe „Dieselskandal“, und verkaufen munter ihre Autos. Aber lassen wir mal das Drumherum weg, VW baut gute Autos und steht zur Recht da oben. Warum aber so viele Leute SUVs kaufen, um damit in Innenstädten umherzukurven, ist mir schleierhaft. 

Platz eins (eins): VW Golf

Der VW Golf hat es sich auf dem ersten Platz der Zulassungsstatistik nicht nur bequem gemacht, er hat ihn regelrecht vereinnahmt. Zuletzt wurden die Wolfsburger vom Mercedes W123 vom Thron gestoßen – im Jahr 1980. Danach wurde der Golf wieder das meistverkaufte Auto in Deutschland – und ist es bis heute geblieben.

Zulassungen: 211.512

Platz zwei (drei): VW Tiguan

Der Tiguan bestätigt die steigende Nachfrage im SUV-Segment – ist aber zugleich nur eines von zwei derartigen Modellen im Top-20-Ranking. 2016 in der aktuellen Generation eingeführt, kletterte der Tiguan von Platz sechs auf den dritten Platz im Jahr 2017 und schaffte es im vergangenen Jahr auf Platz zwei. Dass es noch weiter aufwärts geht, ist eher nicht zu erwarten – zu weit der Abstand zum obersten Platz auf dem Treppchen.

Zulassungen: 74.749

Platz drei (vier): VW Polo

Der VW Polo in der aktuellen sechsten Generation läuft seit 2017 im spanischen Pamplona vom Band und ist noch entsprechend frisch. Das erklärt vielleicht auch, warum der Kleinwagen zwei Plätze gutgemacht hat und die direkten Konkurrenten Opel Corsa und Ford Fiesta weit hinter sich lässt.

Zulassungen: 70.488

Dexit, Nexit, Frexit, Auxit, Belxit, Lexit

Irgendwie hat man sich sehr schnell angewöhnt das Wort „Brexit“ für Katastrophen – und das ist der Austritt Groß-Britanniens aus der EU – anzuwenden. Wir gehen nach einem ungeregelten Brexit wahrscheinlich ganz schnell zur Tagesordnung über. Auch andere Länder bringen ihren Exit ganz lässig in die Diskussion, sogar Deutschland.Was ist das für eine EU, in der plötzlich fast alle ihr eigenes Süppchen kochen wollen?

Eine EU der zwei Geschwindigkeiten hatten wir bereits: die EU in Brüssel schreitet voran und die Mitglieder kommen nicht mit. Es gibt, und das ist bekannt, ein Demokratie-Defizit in der EU. Viele Mitglieder müssen ihre eigene Demokratie erst einmal verdauen. Nur einen Wimpernschlag der Geschichte, vor etwa 100 Jahren, sah Europa noch ganz anders aus. Und was folgte ist bekannt.

Ich denke mit diesem Demokratie-Defizit können wir leben. Wir können auch mit den Empfindlichkeiten einiger Neumitglieder leben. Wir sollten stolz auf das Erreichte sein, Frieden in Europa. Frieden ist Voraussetzung für alle und alles, das andere findet sich.

Im äussersten „Notfall“ tritt auch Deutschland aus. Das wäre der Dexit und zugleich die schlechteste Lösung. Fini EU?

Computer-Club 2 in Zeiten der Cholera

Heute vormittag habe ich nach längerer Zeit einmal wieder den aktuellen Audiocast des cc2.tv mit Wolfgang Rudolph verfolgt. Gebannt habe ich gelauscht, denn Wolfgang Rudolph hat erzählt, wie immer sachlich und kompetent. Es ist schade, dass die alten Zeiten so zu Ende gehen mussten. Aber, und das ist erfreulich, es geht alle 14 Tage weiter. Ich bin einer derjenigen, die lieber den Audiocast verfolgen. Irgendwie ist das für mich intensiver.

Den CompterClub, damals mit Wolfgang Rudolph und Wolfgang Back, kenne ich seit der Ausgabe 0 und ich habe alle Folgen archiviert. Ich glaube bei Nr. 500 habe ich aufgehört. Ein wahrer Schatz ist da zusammengekommen. Die Zeiten als der Club noch beim WDR lief, habe ich nur am Rande mitbekommen, auch weil Computer damals für mich unerschwinglich waren.

Beim letzten Audiocast ertappte ich mich dabei, wie ich nicht nur zustimmend nickte, sondern auch laut vor mich hin sagte: „Das ist genau meine Meinung!“ – Es sollten sich viel mehr Menschen mal mit den (a)sozialen Medien und den wahren Interessen von Werbung auseinandersetzen. Werbung im Fernsehen, ohne Ton, ist tatsächlich zum totlachen, wenn es nicht so dramatisch traurig wäre. Und das angeblich sachliche Nachrichten tatsächlich nur auf Meinungen beruhen – und das auch bei unseren vielgerühmten öffentlich-rechtlichen Medien – ist nicht nur Wolfgang Rudolph aufgefallen.

Ab sofort höre ich wieder den Audiocast von cc2.tv mit Wolfgang Rudolph und freue mich auf viele informative und kritische Sendungen. Zu diesem Zweck habe ich mir eine Seite gebastelt, die die RSS-Feeds der Seite locker zusammenfasst. Aber die Seite des cc2.tv ist natürlich selbst eine echte Empfehlung!

Webseite von cc2.tv

Meine gebastelte Seite

Katzen und Geschichten

„Pünktchen“ (geb. 1998) in ihrer guten Zeit. Sie hat sich wie alle Katzen überhaupt, ans und ins Haus gearbeitet. Sie war „Vaddern’s Katze“ und folgte ihm überall hin. Sie hat zweimal Junge bekommen. Dazu gehörten „Knalloog“ und „Teddy“ (so hiessen alle Braunen).

Sie kannte ihr Revier und regelmässige Kontrollgänge gehörten zu ihren Gewohnheiten. Pünktchen ist 2011 im Sommer verstorben. Sie hatte vermutlich ein hohes Alter erreicht und schlief sanft und friedlich in ihrem Körbchen ein.

Und zwischendurch (2002) kam „Micky“, und wie! Sie hat sich ebenso herangearbeitet, d.h. ihre Jungen im Gartenzelt untergebracht. Da konnte Muddern nicht anders. „Mickey“ wurde Muddern’s Katze. Zwischen Pünktchen und Micky herrschte dauernd Kriegszustand. Die eine gönnte der anderen nichts, aber beide haben ihr Zuhause verteidigt. Lesen Sie mehr …..

Aktuelles in einfacher Ansicht

RSS (Rich Site Summary, später Really Simple Syndication) ist ein Dateiformat zur Zusammenfassung von Artikel- und Nachrichtenserien, im wesentlichen verwendet für Informationsabonnements und Nachrichtenticker. Mit diesen Feeds der großen Informationsanbieter lassen sich auf einfache Weise die wichtigen Meldungen des Tages in kurzer und knapper Form  – und auch Smartphone-tauglich  – darstellen. Legen Sie ein Lesezeichen auf diese Seite und Sie haben immer alles im Blick. Einen Link finden Sie auch von der Reporter-Ecke aus.

Noch mal kurz zu Silvester

In verschiedenen Katzen-Foren herrschte ja richtig Aufregung: Was machen Katzen, wenn es knallt und blitzt? Wie kann ich meine Katze schützen zu Silvester? So oder ähnlich lauteten die Chat-Themen. Irgendwie kann ich da gar nicht mitreden. Schmidtchen, mein Kater, legte sich bereits um 21 Uhr auf dem Küchentisch bereit, um das Feierwerk aus dem Küchenfenster heraus zu betrachten. Gaaaanz entspant. Um 0.45 Uhr murmelte er nur: „Letztes Jahr war mehr los!“

Pummel, meine Katzendame, setzte sich auf ihren Hocker, und blickte mich streng an. „Ja, was?“ – Ehe sie sich zu einer Erklärung herabliess, deutete sie mit ihrer Nase in Richtung Fressnapf. Aha, ich wusste Bescheid. Als sie sich nach der Mahlzeit ausgiebig das Fell leckte, kringelte sich ihr Schwanz. „Ihr Dosenöffner verpulvert da viel Dosenfutter in der Luft. Aber Ihr habt immer noch nicht gelernt, wie man das neue Jahr richtig begrüßt. Das macht man nämlich mit einem frischen Hering im Napf und ein paar knackigen Knabbersachen von dem Laden, wo Du immer hingehst – Du weisst schon!“

Tja, meine Katzen stört die Geräuschkulisse zu Silvester anscheinend gar nicht. Es ist ja auch ziemlich ruhig hier. Sie legen aber gesteigerten Wert auf eine „herausragende Katzenmahlzeit“. Etwas Besonderes eben, ganz wie meine beiden Fellnasen.