Alles für Kinder statt Kindergeld

Es gibt immer wieder Streit um die Betreuung von Kindern und vor allem um die Kosten. Grundsätzlich sind Kinder wichtig, nicht nur für die Eltern, sondern im besonderen für die Gesamtgesellschaft. Kinder sind die Zukunft. Vorrangig sind natürlich die Eltern für die Betreuung und Erziehung der eigenen Kinder zuständig und verantwortlich. Aber der Staat hat die Pflicht ein kinderfreundliches und zukunftsfähiges Land zu gestalten und ggf. die Eltern zu entlasten. Der Staat hat dafür Sorge zu tragen, dass die Kinder eine Lebenswelt vorfinden, in der sie sich zu eigenständigen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten entwickeln können.

Zur Zeit zieht sich der Staat gern aus vielen Bereichen der sozialen Arbeit und der Fürsorge für Kinder zurück, mit der Begründung es sei kein Geld da. Was, kann man da nur fragen, für Kinder soll kein Geld da sein? Was dabei herauskommt, kann man an den maroden und technisch rückständigen Schulen sehen. Und auch die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Kinder nur als „Verwaltungsobjekte“ gesehen werden, die mal so und mal so behandelt. Wie soll da das notwendige Urvertrauen in die Gesellschaft entstehen?

Ich möchte mal einen Vorschlag machen und ich höre jetzt schon den Aufschrei derer, die nicht zu Ende lesen. 

Schafft das Kindergeld ab! Es ist unsozial und wird vielfach zweckentfremdet! Statt dessen sollte für Kinder und Jugendliche bis zu einem bestimmten Alter alles frei und kostenlos gemacht werden. Das reicht von Kita-Gebühren, wirklich kostenlosen Lehrmitteln, Schulverkostung, Schulausflügen oder Klassenfahrten, ärztliche Versorgung über freien Eintritt in Schwimm- und Sporthallen, Vereinsmitgliedschaften bis hin zu den Unterhaltskosten bei Berufsausbildung oder Studium. Die Aufzählung ist sicherlich nicht abschließend. Zum Beispiel könnten auch Nachbarschaftsinitiativen für Kinder gefördert werden usw.

Die Kosten für diesen Vorschlag sind sicher durch das eingesparte Kindergeld – und den Bürokratieaufwand in diesem Zusammenhang – längst gedeckt. Deutschland würde ein sehr kinderfreundliches Land werden und – ganz nebenbei – das Geld würde im Lande bleiben. Ich bin sicher, dass sich auch die Einstellung gegenüber Kindern bzw. Eltern mit Kindern ändern würde. Schilder mit der Aufschrift „Spielen auf dem Rasen ist verboten!“ wird es in Deutschland nicht mehr geben und Eltern würden bei der Wohnungssuche nicht mehr schief angesehen.

Ich bin kein Fachmann und es gibt sicher sehr berechtigte Einwände, aber mir würde es schon reichen, wenn jeder mal ohne vorgefertigte Meinung über die Möglichkeiten dieses Vorschlags nachdenken würde. Vielleicht bewegt sich dann etwas und wir verspielen nicht weiter die Zukunft unserer Kinder.

Anm.: Vielleicht haben Sie Lust und diskutieren mit in der Facebook-Gruppe „WebExperten“. Sie sind herzlich willkommen!!!