Archiv für das Jahr 2020

Ein Zettel hängt noch am Wunschbaum

Der „Wunschbaum“ im Futterhaus Lilienthal hatte für den Tierschutzverein Lilienthal in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Wegen des Ausfalls von Veranstaltungen, Patentreffen und der Tierweihnacht gab es in diesem Jahr kaum Gelegenheiten, auf die Arbeit des Vereins hinzuweisen und Spenden einzuwerben. Auch Spontanbesuche des Katzenhauses mussten aufgrund der Coronabedingungen ausfallen. So durften Besuche nur nach Anmeldung und unter Einhaltung sämtlicher Hygienemaßnahmen stattfinden. Vermittlungen sind noch bis zum 5. Januar ausgesetzt. Und das hat seinen Grund! Tiere sind eigenständige Lebewesen, die eine Seele haben. Sie sind keine Sachen, die man zu Weihnachten unter den Tannenbaum legt und, bei nicht gefallen, nach Weihnachten wieder „entsorgt“ wie eine zu laute Kaffeemaschine oder eine Krawatte, die man doppelt hat. Im juristischen Sinne werden z.B. Katzen immer noch als Sache behandelt. Dieser Sachverhalt passt nicht mehr in die Zeit und es wäre zu wünschen, dass sich die Parteien diesen Sachverhalt endlich einmal gründlich vornehmen. Dieser Zettel hängt schon länger und leider wenig beachtet am Wunschbaum von Tierliebhabern in ganz Deutschland.

Trotzdem hat der Lilienthaler Tierschutzverein annähernd so viele Katzen vermittelt wie in den Vorjahren. Auffällig war allerdings, so die Beobachtung des Tierschutzvereins, dass viele gepflegte, offensichtlich von ihren Besitzern ausgesetzte Katzen in diesem Jahr im Katzenhaus aufgenommen werden mussten. Es hat sich vermutlich noch nicht herumgesprochen: niemand muss ein Tier einfach – ich würde es herzlos nennen -aussetzen oder an einer Autobahn-Raststätte anbinden und dann feige wegfahren. Der Tierschutzverein berät auch in kniffeligen Fällen und nimmt das Tier ggf. in seine Obhut. Es wäre doch ein guter Vorsatz für das kommende Jahr: ein wenig mehr Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, aber auch gegenüber den Vierbeinern, die uns vertrauen.

  Tierschutzverein Lilienthal, Grasberg und Worpswede

Neues aus der bunten DAB+Welt

Am 1. Januar will dpd – Driver’s Radio im zweiten DAB+-Bundesmux auf Sendung gehen. Das moderierte Programm „soll die Kraftfahrer begleiten, unterhalten und informieren“. Das Kürzel dpd stehe für Driver’s Pop Delivery.

Am 4. Januar soll mit Nostalgie der dritte Oldiekanal im 2. Bundesmux auf Sendung gehen. Es handelt sich um Marke und Konzept des internationalen Radiokonzerns NRJ, die bereits im Ausland genutzt werden.

Im 1. Quartal 2021 soll Klassik Radio Movie auf Sendung gehen. Der Ableger von Klassik-Radio (das seit 2011 im 1. Bundesmux sendet) gliedert – auch mit Blick auf den aktuellen Boom des Film- und Serienstreamings – dessen Filmmusikangebote in einen eigenen Spartenkanal aus.

Mitte 2021 will die Neugründung Sportradio Deutschland GmbH ein Sportradio starten. Avisiert sind Spitzen- und Amateursport, Freizeit-, Fitness- und Gesundheitsthemen sowie eSports.

Es bleibt also noch 1 Platz, den Absolut Digital im 2. Bundes-Mux für sich reserviert hat. Man darf gespannt sein, welche Hörergeneration nun mit welcher Musikfarbe angesprochen werden soll. Vielleicht die Briefmarkensammler unter 45, aber mit Eigentumswohnung.

Krix.FM-Nachfolger: Mit aktuellen Informationen meldete sich die Funkstar Medien UG, Castrop Rauxel, zu Wort. Dieses Unternehmen benutzt das Krix-Logo, sei aber nur an der Abwicklung dieses Senders beteiligt gewesen. Funkstar plant nach eigenen Angaben unter neuem Namen „ein völlig neues Hörfunkprogramm, welches (sich) an die Zielgruppe 25-49+ richtet“.

Weihnachten ist schon komisch

Weihnachten ist schon komisch und das nicht nur in diesem „besonderen“ Jahr. Bereits seit Wochen vor dem Fest berieseln uns die Radiostationen mit dicken Männern in roten Mänteln und langen Bärten, die im Rentierschlitten bei Glockenklang über die schneebedeckten Baumwipfel zur nächsten Reihenhaussiedlung gleiten. Das Bild hat viel mit einer Coca-Cola-Werbung aus den vierziger Jahren zu tun. In den Reihenhäusern selbst sitzen alle vor dem Kamin und warten darauf, dass das Popcorn endlich knallt. Und im Hintergrund teilt uns der verstorbene Elvis mit, dass ein gewisser Santa Claus in der Stadt war. Bing Crosby schreibt die nächsten Weihnachtskarten und träumt von einer weißen Weihnacht. Und immer zwischen durch „Jingle Bells“, weil ja bald Weihnachten ist.

Ich glaube jeder Mensch trägt ein Bild von Weihnachten aus seinen eigenen Kindertagen in sich. Dieses Gefühl oder besser dieses kindliche Erleben lässt sich als Erwachsener leider nie wieder zum Leben erwecken, auch wenn wir alle dieses gerne wollten. Bei diesen Restaurationsversuchen kommt leider nur zu oft Kitsch heraus, der sich an bestimmten Bilder, die zu Ikonen geworden sind, festmacht.

Erfreulicherweise kann und darf jeder Mensch Weihnachten so feiern, wie er oder sie es möchten. Oder eben auch nicht. Der christliche Gedanke, der mit Weihnachten verbunden ist, ist bereits sehr weit in den Hintergrund gedrängt worden. Er ist abgelöst worden von einer großen Verkaufsshow, in der die „Koofmichs“ nahezu die Hälfte ihres Jahresumsatzes machen, und machen müssen. Natürlich bekommen die Kunden alles schön weihnachtlich verpackt oder sogar durch einen Lieferdienst nach Hause gebracht. Schenken zu Weihnachten hat, bei näherer Betrachtung, viel mit einer Pflichterfüllung zu tun. Man kauft etwas und macht sich weiter keine Gedanken. Dabei sind es die kleinen, ganz persönlichen Dinge, die zeigen, dass ein Mensch an einen anderen denkt und sich wirkliche Gedanken gemacht hat. Nicht in Hochglanzpapier verpackt und einen materiellen Wert muss das kleine Geschenk nicht haben. Einfach mal zuhören, woran das Herz eines anderen hängt. Dafür ist sogar das ganze Jahr Zeit.

Für mich hat Weihnachten sehr viel mit der Ruhe zwischen den Jahren zu tun, mit dem Innehalten, mit dem Lauschen auf die innere Stimme und mit Gedanken, für die sonst in der Hektik des Alltags kein Platz ist. Diese Zeit löst bei mir immer eine Sehnsucht nach Licht und Helligkeit aus. Es muss kein Tannenbaum sein, aber Kerzen, viele Kerzen.

Pummel, meine Chef-Katze, sitzt schon wieder neben dem Schlepptop. „Denkst Du in diesem Jahr auch an die Herings-Filets?“ – Sie schaut mich erwartungsvoll mit ihren großen Augen an. Oja, natürlich! „Du könnest auch das Geld, was Du sonst an Silvester lautstark in CO2-Emmissionen aufgehen lässt, für leckere Leberwurst ausgeben.“ – Sie hat ja Recht! Auch für mich ist Weihnachten erst dann, wenn im Fernsehen „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann und zum Mitsprechen läuft und ich ohne Maske, aber mit Heringssalat und Bockwurst gemütlich davor sitze. Dann kann der Weihnachtssegen kommen und die Welt ist wieder – halbwegs – in Ordnung. „Feliz Navidad“, murmelt Pummel zu diesen schlauen Gedanken.

Bob, der Streuner

Am kommenden Sonntag zeigt RTL2 einen meiner Lieblingsfilme: „Bob, der Streuner“ – Los geht es um 20:15 Uhr und der Film wird irgendwann nachts auch wiederholt. Für mich ist das ein Grund mal RTL2 zu schauen.

Kurz zum Inhalt:  Der Londoner Straßenmusiker James Bowen kann von seinem mageren Einkommen kaum leben. Eines Tages verirrt sich eine streunende Katze in seine Sozialwohnung. Und obwohl James selber kaum über die Runden kommt beschließt er, den Kater, der von seiner Nachbarin Betty den Namen Bob verpasst bekommen hat, bei sich aufzunehmen und gesundzupflegen. Als er wieder bei Kräften ist denkt Bob gar nicht daran, James zu verlassen. Die Katze folgt ihrem neuen Freund sogar zu seinen Auftritten auf den Straßen Londons, was die Aufmerksamkeit der Menschen auf das ungleiche Paar zieht. Nach und nach gelingt es James mit Bobs Hilfe, auch sein eigenes Leben wieder zu ordnen.

Sieben Schneeflocken

Was hätten wir nur ohne Computer gemacht in einer Zeit wie dieser? Der Corona-Lockdown muss, dank sei dem Schlepptop, nicht gleich mit Langeweile zu tun haben. Hier eine kleine Spielerei mit der Software PhotoFilmStrip (portable) und einigen kostenlosen Fotos des Portals Pixabay. Bei Pixabay finden Sie freie und kostenlose Bilder für viele Gelegenheiten.

Dieser kleine Filmstreifen heisst „Sieben Schneeflocken“. Ich habe mir erlaubt meinen eigenen Titel „Sieben Schneeflocken“ in bewegte Bilder umzusetzen. Vielleicht gefällt’s Ihnen?

Podcasts liegen im Trend

Podcasts liegen im Trend der Zeit. Alles, was auch nur irgendwie im Trend der Zeit liegt, entwickelt sich im Netz zum Hype. Aber in Sachen „Podcasts“ ist es wirklich eine Empfehlung mal reinzuhören. Es gibt die sehr gut gemachte ARD-Audiothek und es gibt hier eine kleine Auswahl als „Geschmacksprobe“.

Mehr Podcasts finden Sie hier.

Mensch Merkel, setze Dich endlich durch!

Man sollte nicht unseren Politikern unterstellen, dass sie es nicht ehrlich meinen bei der Pandemiebekämpfung. Sie tun ihr Bestes. Das reicht aber nicht. Unsere Politiker sind gefangen in den föderalen Strukturen unserer Bundesrepublik. Jeder kämpft für sich, jeder entscheidet für sich und so sieht das Land wie ein Flickenteppich der Corona- oder Lockdown-Maßnahmen aus. Der einfache Bürger, der sich nun mal nicht den ganzen Tag mit den neusten Corona Regeln beschäftigen kann, blickt da nicht mehr durch. Fast an jeder Kreisgrenze gelten wieder andere Bedingungen. Und jeder Landesfürst regelt die Sache im besten Sinne für sein Bundesland anders.

Wann begreifen unsere gewählten Vertreter endlich, dass wir eine bedrohlich Ausnahmesituation haben. Wir müssen auf die föderalen Strukturen und einen trägen Gang der Dinge verzichten. Wir brauchen klare, eindeutige und verbindliche Regeln und Verhaltensweisen und einen harten Lockdown sofort. Vier Wochen wir werden wir wohl noch durchhalten. Die in einigen Ländern immer noch geplanten Lockerungen zu Weihnachten werden sich rächen, denn dann folgt spätestens im Januar der Shutdown der Krankenhäuser und der ärztlichen Versorgung. Und die Sterbezahlen schnellen in die Höhe.

Es soll nicht unhöflich oder unfreundlich klingen, aber: Mensch Merkel, setzt Dich durch, und die anderen halten mal die Klappe!

Desinfektionsmittel riecht wieder nach Desinfektionsmittel

Ach, ist das herrlich! Endlich riecht Desinfektionsmittel wieder nach Desinfektionsmittel und nicht nach abgestandenem, alten Bratfett an einem Nebenstraßen-Imbiss. Erbsensuppe riecht und schmeckt wieder nach Erbsensuppe, und nicht nach dreimal ausgekochten Seealgen in Schweröl. Aus Erfahrung weiß ich, dass das nicht lange anhalten muss. Ich habe schon oft erlebt, dass der Geruchs- und Geschmackssinn einfach wieder wegklappt für ein paar Tage.

Das ist zwar ein harmloses Symptom einer Corona-Infektion vom März, und erfreulicherweise bin ich glimpflich davon gekommen, wenn es so bleibt, aber es ist sehr nervig. Selbst eine Douglas-Filiale kann mich nicht aus der geruchslosen Ruhe bringen. Und das will was heißen.

Ich merke aber daran, wieviel Lebensqualität mit dem Geruchs- und dem Geschmackssinn zusammenhängen. Geruch und Geschmack sind zwei wichtige Farben, die unsere Lebenspalette nicht nur bereichern, sondern sogar lebenswichtig sein können. Eigentlich würde mich mal interessieren, ob es viele Menschen gibt, die unter diesen, im Vergleich recht harmlosen Symptomen leiden und wie sie damit umgehen. Wer Lust hat kann hier kommentieren….oder in der Gruppe „WebExperten“ bei Facebook.