„Schmidtchen“ ist gegangen – Mach’s gut, alter Freund

Vor drei Jahren hat sich ein schüchternes, aber sehr munteres Katzenkerlchen hier seßhaft gemacht. Nach einer kurzen Inspektion aller Räumlichkeiten hat er sich für die Küchenfensterbank entschieden – natürlich mit bester Aussicht auf die Futterstelle für die Gartenvögel. Nach kurzer Zeit war er Bestandteil der Familie und der „Entscheider“ im Garten. Alle anderen hörten auf ihn. Pummel natürlich nicht.

Heute musste ich ihn zum Tierarzt bringen und ich hatte ihm versprochen ihn wieder mitzubringen. Irgendwann in den letzten Wintertagen wurde er krank, sehr krank, wie sich herausstellte. Die Sprechstundenhilfe fragte nach seinem Namen. Ich sagte: „Schmidtchen“. „Mit tt, dt oder einfachem t“, fragte sie. Ich sagte: „Er legt Wert auf dt!“ und so steht es jetzt im Register.

Der Doktor stellte dann eine niederschmetternde Diagnose, so daß ich ihm nur noch eine lange Leidenszeit ersparen konnte. Gefressen hatte er ohnehin schon fast 14 Tage nicht, er konnte es auch nicht mehr. Nun ist er über die Regenbogenbrücke gegangen, wieder munter, jung und wahrscheinlich auch der alte Scherzbold.

Mein Versprechen habe ich gehalten. Ich habe ihn wieder mitgebracht. Aber so wollte ich es nicht.

Mach’s gut, alter Freund!