Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung?

Niemand hält den Fortschritt auf. Das liegt in der Natur der Sache, denn Generation folgt auf Generation nach dem Kohortenprinzip. Aber ob der Fortschritt tatsächlich immer ein Fortschritt ist und Vorteile für die Menschen bringt, sei dahingestellt.

Überall wird zur Zeit über die Digitalisierung nachgedacht. OK., im Hinblick auf die schwächelnden Verbindungen, insbesondere auf dem Lande, muss man sich böse anstrengen. Schnelle Datenverbindungen sind ein Muss für jedes Unternehmen und mittlerweile auch für jeden Privatmenschen.

Die so erleuchtend angestrebte Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung halte ich für einen Fehler, zumindest die vollständige Umstellung auf EDV. Irgendwann, wenn irgendjemand den großen Stecker zieht, läuft doch nichts mehr. Bis der Öffentliche Dienst sich dann wieder auf Kugelschreiber, Papier und Kopfrechnen umgestellt hat, das wird dauern. Wenn es überhaupt möglich ist, da Lesen, Schreiben und Rechnen in den Schulen nur noch unter allerlei Verrenkungen den „Digital-Kids“ zu vermitteln ist. 

In den Amtsstuben und auch andernorts erleben wir seit Jahren eine Art Übergangszeit: EDV und digital, ja klar, aber zur Sicherheit wird alles und jedes noch auf Papier ausgedruckt. Da weiss man was man hat. Und wenn tatsächlich die EDV ausfällt, was bei den heute kursierend Viren, Trojaner und anderen Gemeinheiten, nicht unwahrscheinlich ist, gibt es eine gute Ausrede: Heute geschlossen, EDV streikt. Wer schon einmal die Stimmung auf den Fluren der KFZ-Zulassungsstellen geatmet hat, der weiss wie die Stimmung ist. Da Zeit eben auch Geld ist, werden durch solche Ausfälle die Pluspunkte der Digitalisierung schnell wieder eingesammelt. Spannend wird es dann, wenn KI (Künstliche Intelligenz) dahintersteckt. Zumindest sitzt dann niemand mehr auf den Fluren der KFZ-Zulassung und wartet sich einen Elch. Die Zulassung erledigen dann die Autos selber, selbstfahrend und selbstverständlich.

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