Fernsehen muss öffentlich-rechtlich bleiben

Es gibt immer noch viele Menschen, die glauben sie sehen besser fern, wenn das Programm privat ist. Sie lassen sich lieber von RTL, SAT1, PRO7, VOX oder SIXX usw. einlullen. Viele haben schon tagsüber Zeit sich die schreienden Doku-Soaps reinzuziehen.

Für mich ist es ausschlaggebend, ob ich Einfluss auf das Programm habe oder lediglich als Zielgruppe für Werbung interessant bin. Ich bin nicht damit einverstanden, dass die Politik Einfluss auf die Öffentlich-Rechtlichen Sender nimmt, aber wenigstens sind diese Politiker demokratisch gewählt. Evtl. sogar von mir. Bei den Privaten regiert nur das Geld. Um dort Einfluss zu haben, müsste ich ein dickes Aktienpaket kaufen. Wer von uns Normalbürgern kann das schon? 

Für die öffentlich-rechtlichen Programme, wie es sie fast nur in Deutschland gibt, zahle ich gern meinen Beitrag. Ob dieser in der Höhe korrekt ist oder als Zwangsabgabe pro Haushalt daherkommen muss, darüber lässt sich diskutieren. Nicht aber darüber, dass das Fernsehen in Deutschland demokratisch ist und einen breiteren Auftrag hat, als die Privaten. Diese sind ausschliesslich „kapitalgesteuert“ oder von der Wall Street gelenkt. Da zählt nicht die Qualität, sondern der „Shareholder Value“. Das würde einen Aufstand geben.

Ich verzichte nicht auf PHOENIX, ZDFinfo, tagesschau24, das Erste, das Zweite und das regionale Dritte. Und auf arte und 3sat auch nicht!

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