In der Mitte Europas

Ich glaube nicht, dass es eine ungerechtfertigte Forderung ist in Kirchen, Synagogen und Moscheen Deutsch zu sprechen, zu predigen und zu lehren. Wir sind in Deutschland, dem Land der Deutschen. Warum sollten Menschen, die Deutsch sprechen, in Kirchen, Synagogen und Moscheen ausgegrenzt werden. Deutsch ist hier Staatssprache, und das ist gut so.

Dieses Land hat bittere Erfahrungen gemacht und sich die Aufklärung hart erkämpfen müssen. Der Dreissigjährige Krieg mit seinen entvölkerten Landstrichen und die Auswüchse des Absolutismus, des „GottesGnadentums“ und des braunen Herrenmenschentums haben uns beigebracht, dass Glaube und Staat sauber zu trennen sind. Die Regeln des Zusammenlebens sind der Vernunft folgend pragmatischer Natur. Sie regeln auch, dass jeder seinen Glauben leben darf, solange er das Recht des anderen respektiert. Dieser Tradition folgenden wird auch das Gastrecht hochgehalten.

Wer sich mit der Trennung von Kirche und Staat nicht anfreunden kann und andere Rechte über das Grundgesetz der Deutschen stellt, hat in Deutschland nichts zu suchen. Er ist nicht willkommen und hat das Gastrecht verwirkt. Wer aber ein geachtetes Mitglied der Gemeinschaft der Deutschen werden möchte, sich versucht zu integrieren, wer Deutsch sprechen, lesen und schreiben kann und auf eigenen Füssen steht, ist willkommen. Wer in Not ist, dem soll geholfen werden.

Es stellt sich also die Frage, warum sollten wir es nicht durchsetzen können in Kirchen, Synagogen und Moscheen Deutsch zu sprechen und den Koran auf Deutsch zu lehren? Auch die Ganzkörperverschleierung ist doch möglich, solange das Gesicht zu erkennen bleibt. In diesem Kulturkreis bedeutet ein offenes Gesicht, dass diese Person nichts zu verbergen hat oder im Schilde führt. Das mag woanders anders sein, aber wir sind in Deutschland, in der Mitte Europas.

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