Zwischenruf!

Ich möchte bitte nicht in die rechte Ecke gedrängt werden oder als stumpfer Buchhalter auftreten. Hilfe ist nötig! Aber als steuerzahlender Bürger dieses Landes misstraue ich den Politiker-Aussagen, denen zufolge wir die Flüchtlingskrise aus der Portokasse meistern. Wir schaffen das, klar, aber schaffen wir das auch finanziell? Bei mehr als einer Million Menschen, die essen, wohnen, arbeiten wollen und müssen, ist das kein Pappenstiel, den der Steuerzahler aufbringen muss. Zu verteilen, was andere erarbeitet haben, ist einfach, aber irgendwann bekommt jeder die fehlenden Mittel zu spüren, sei es durch höhere Steuern und Abgaben, Kita-Gebühren, Versicherungsprämien, Discount-Preise und so weiter und so fort. Beim Geld hört das oft die Freundschaft auf.

Wenn man den Steuerzahler mit dem Souverän dieses Landes gleichsetzt, dann müsste man zumindest den Souverän mal fragen. Und der Souverän hat auch das Recht – und sogar die Pflicht –  NEIN zu sagen, z.B. aus Sorge um die Menschen, die hier bereits jetzt schon am Rande des Existenzminimums leben müssen oder auch um die Wettbewerbsfähigkeit des eigenene Landes gegenüber den vielen Mitbewerbern zu sicher. Der Souverän steht letztlich auch über den Interessen der Klientelwirtschaft, die vielleicht auf billige Arbeitskräfte hofft und damit das existierende, letztlich staatsgefährdende Prekariat noch weiter ausdehnt.

Im Grunde ist etwas falsch in diesem Lande, wenn tatsächlich Mut dazu gehört NEIN zu sagen.

 

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