Die Orgel braucht ihre Hilfe

Arp Schnitger, 1648-1719, war einer der berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit und der Vollender der norddeutschen Barockorgel. Sein Wirkungskreis erstreckte sich über Nordeuropa, wo er über 100 Orgelneubauten schuf und stilbildend war. Neben der Hauptwerkstatt in Hamburg arbeiteten Gesellen und Mitarbeiter in Filialen zwischen Groningen und Berlin, um von dort aus neue Orgeln zu errichten oder ältere Werke zu unterhalten oder umzubauen. Schnitger konzipierte seine Werke mit rauschenden Mixturen und starken Bässen zum einen für die Begleitung des Gemeindegesangs. Zum anderen dienten sie der Darstellung der norddeutschen Orgelschule, die sich in den von der Kaufmannschaft organisierten Abendmusiken der Hansestädte entfalten konnte. Etwa 30 seiner Instrumente sind in ihrer Grundsubstanz noch erhalten.

Insgesamt hat Arp Schnitger etwa 105 Orgeln neu gebaut, 30 wesentlich umgebaut und 30 größere Reparaturen an Orgeln durchgeführt. Ungefähr 30 seiner Werke sind heute noch in einem Zustand erhalten, der ihre Bezeichnung als „Arp-Schnitger-Orgel“ rechtfertigt. Schwerpunkte seiner Tätigkeit lagen in den Städten Hamburg und Bremen, dem Elbe-Weser-Gebiet, der Grafschaft Oldenburg, Magdeburg sowie in der Provinz und Stadt Groningen. Insgesamt wurden über 30 Orgeln außerhalb Deutschlands geliefert.

Handwerklich wurden die Orgeln auf höchstem Niveau ausgeführt. Schnitger übernahm nicht selten solide gebaute und exzellent klingende Grundstimmen aus den Vorgängerorgeln, wenn sie sich in sein Klangkonzept einbinden ließen. Die Prinzipale (bei kostbaren Werken aus fast reinem Zinn) im Prospekt und die Mixturen verfertigte er aber immer selbst, teils auch die Zungenstimmen.

Eine aufreibende Reise nach Zwolle im Winter 1718/19, wo Schnitger Verhandlungen über einen Orgelneubau führte, hatte seiner Gesundheit schwer zugesetzt, so dass er kurz darauf starb.

Kaum ein Orgelbauer hat so großen Einfluss auf den modernen Orgelbau ausgeübt wie Schnitger. Die Orgelbewegung hat ab 1925 ihre wesentlichen Impulse durch die Wiederentdeckung der Orgel in der Hamburger Jacobikirche erhalten. In den letzten Jahren wurden fast alle erhaltenen Werke nach dem heute erreichbaren Kenntnisstand restauriert. Weitgehend erhaltene und fachkundig restaurierte Werke befinden sich in Cappel, Dedesdorf, Grasberg, Groningen (Aa-Kerk), Hamburg (St. Jacobi), Lüdingworth, Neuenfelde, Norden, Steinkirchen und Uithuizen.

Grasberg ist mit Recht stolz auf seine Arp-Schnitger-Orgel. Sie ist der Schatz der Kirchengemeinde. Aber die Orgel braucht IHRE Hilfe. Gutachten haben ergeben, dass die Orgel dringend eine Grundreinigung und eine Schimmelpilzsanierung braucht. Für diese Sanierungen und einige klimatechnische Massnahmen in der Kirche ist viel Geld nötig. Die Landeskirche, die Kirchengemeinde und einige Stiftungen tragen einen Großteil der Kosten. Aber auch Sie können helfen das Grasberger Juwel, die Arp-Schnitger-Orgel, zu erhalten. Schauen Sie bitte in ihren Postkasten und lesen Sie den Rundbrief der Kirchengemeinde Grasberg. Ihr „Freiwilliger Kirchenbeitrag“ geht direkt und ohne Umwege an die Kirchengemeinde, für die Orgel!

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!

Link zur Kirchgemeinde

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