Internet-Geschichte oder Was bringt’s?

Meinen ersten PC habe ich 1994 gekauft, gleich komplett mit 14 Zoll-Röhrenmonitor, Tastatur, Maus und einem 24-Nadel-Drucker, DOS 6.0 und Windows 3.0. Für MS Word benötigte ich 14 Disketten, die nach Reihenfolge aufgespielt werden mussten.

Da Spiele mich nicht interessierten, war das Ding lange Zeit eine bessere Schreibmaschine, bis ich damals die Software MusicMatch entdeckte und Musik-CDs in das damals noch relativ neue MP3 umwandeln bzw. rippen konnte. Von 1996 an hatte der Rechner eine seiner Hauptaufgaben gefunden: Musik. Logisch, dass da auch gute Lautsprecher-Boxen her mussten. Die nutze ich heute noch.

1997 trat dann das Internet in das Leben meines Rechners und damit auch in mein Leben. Die Telekom machte es möglich mit einem 19k-Modem. Hurra, da kommt ein Bild. Teuer war das Internet auch. Es war zunächst nur per Einwahlverbindung (DialUp) möglich, und die Kosten waren nach Tageszeit gestaffelt. Nachts gegen 3 Uhr war’s am günstigsten. Da die Telekom damals auch 1 MB Speicherplatz bot, habe ich seit der Zeit auch eine Webseite. Das Fummeln damit ist irgendwie zu einem Hobby geworden.

Auch damals bereits gab es automatische Updates für bestimmte Software, z.B. Sicherheitssoftware und Virenschutz. Das musste man sich sehr genau überlegen. Für 100 Megs. musste man den Rechner manchmal einen Tag laufen lassen – und viel Kaffee trinken.

Bei Einwahlverbingen konnte man auch Schnäppchen machen. Ich sage nur Compuserve, Adcom, Nikodemus und so weiter. Sogenannte „Flatverbindungen“ durfte man nicht unterbrechen, denn dann kosten Sie wieder 15 Pfennig. Der Euro kam erst am 1.1.2002.

Irgendwie kam ich dann um 1999 herum an ISDN, so hiess da Zauberwort für unvorstellbare 64 kb/sec – Geschwindigkeiten. Die Telekom bot sogar eine ISDN-Flatrate an. Das war natürlich der Hammer, und ich war dabei, bis die Telekom merkte, dass es ihnen zu teuer wurde. Im Sommer 2001 bot mir die Telekom dann DSL-Classic, mit 756kb/sec an – mit Rückfall-Option auf 378 kb/sec. Es versteht sich, dass ich sofort zugegriffen habe. Übrigens, in Adolphsdorf habe ich seit 2004 einen DSL-Internetanschluss, den ich lange Zeit mit meinem (Bremer) Telekom-Tarif nutzen konnte. Irgendwann wurde auf 1 Meg, 2 Megs und sogar 4 Megs aufgestockt. Napster war gerade groß und bot MP3 in Hülle und Fülle, ebenso mp3.com. Aber auch sonst ging da das Internet eigentlich erst richtig los. Nachdem der Browser Netscape-Navigator fast verschwunden war, gab es zu der Zeit nur den Internet Explorer 3.0, 4.0 und 5.0 – ach ja, Opera aus Norwegen gab’s auch schon. Der Netscape lebte weiter, als Phoenix, Firebird und dann als …. Firefox. Google war zu der Zeit noch nicht das Synonym für Suchanfragen, wurde aber bereits immer größer. Der Firefox lief nach vielen 0.0.1-Versionen zu Hochtouren auf.

Google hat dann GMAIL, Calender und viele andere nette Dinge eingeführt und ist so richtig groß geworden. Für viele Menschen besteht das Internet praktisch aus Google und seiner Suchmaschine. Na ja, als „Early Adopter“ des netzes weiss man natürlich, dass das Netz noch viele mehr Geheimnisse und Möglichkeiten bietet.

Meine Internetadresse von Anfang an sind fast immer die gleichen geblieben: http://www.seniorplus.de und http://www.axel-buddenbaum.de – ein paar kostenlose sind dann doch dazugekommen.

Notebook seit 2000, Smartphone seit 2012 und Tablet seit 2014, aber da ich gern probiere und bastele zieht es mich immer wieder an den guten alten Desktoprechner. Ach übrigens, Kabel-TV hatte ich in Bremen seit 1986, als erster im ganzen Block, ja in der ganzen Strasse. Mit dem Internet war es ähnlich. Selbst mein Arbeitgeber hat mir bestätigt, dass ich der erste Nutzer von EMail bei Korrespondenz gewesen sei. Aber, das alles nur nebenbei.

Wo geht es lang? TV und Radio über Internet sind nichts besonderes mehr. Bei 35 MBits-Leitungen, an die man sich schnell gewöhnen kann! LTE? Ganz sicher demnächst. Irgend wann wird es auch Smartphones geben, bei denen man sich beim Tippen nicht die Finger bricht.

Eines aber ist ganz sicher: Meinen Kühlschrank wird das Internet nicht füllen, ebenso wenig wie ich Bankgeschäfte über Netz abwickele. Jeder sollte sich darüber im Klaren sein, nichts, aber auch rein gar nichts, ist im Internet wirklich privat. Das ist vielleicht das wirklich neue, was mict dem Netz Einzug gehalten hat: Die Gesellschaft wird transparent, allerdings nicht immer freiwillig.

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