Adolphsdorf: Ein Licht ging an

Die Neuzeit erreichte Adolphsdorf im April des Jahres 1921. Adolphsdorf und Tüschendorf fanden sich bereit elektrischen Strom vom Überlandwerk Nord-Hannover abzunehmen. Das Überlandwerk, später aufgegangen in EWE, baute das Ortsnetz, wozu die Adolphsdorfer Hand- und Spanndienste zu leisten hatten. Die Hausanlagen musste jeder „Stromteilnehmer“ auf eigene Kosten anlegen lassen. Im April 1921 war, wie der Chronist berichtet, im ganzen Ort blendende Helligkeit, als das Ortsnetz an die Starkstrom-Überlandleitungen angeschlossen war. Manche Adolphsdorfer sollen aus lauter Freude über die neue Errungenschaft das Licht tagelang im Haus und im Stall brennen lassen haben. Bis die Kühe sich weigerten Milch zu geben.

Dieses für Adolphsdorf und Tüschendorf bedeutsame Ereignis muss man vor dem Hintergrund der Wirtschaftslage in Deutschland sehen. Die Geldentwertung erreichte im Herbst des Jahres 1923 ihren Höhepunkt. Der Dollar stand auf 4 Billionen 200 Milliarden Mark – nun rechnen Sie mal die Nullen aus!

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