Werder Bremen: BIO rein – Wiesenhof raus!

Wiesenhof ist der größte Geflügelproduzent Deutschlands und das Unternehmen mit den bekanntesten Skandalen der Agrarindustrie. Ein Paradebeispiel für Tierquälerei und Augenwäscherei, angefangen bei deren konventioneller Linie und letztendlich auch bei den Privathof Produkten, wo der Tierschutz im Vordergrund stehen sollte. Die Tiere leben dort in Massen eingepfercht, ohne Tageslicht, auf ihren eigenem Kot und täglich verenden etliche.

Wiesenhof züchtet die Tiere auf engsten Raum und dem alleinigen Ziel Leistung zu bringen, daraus folgt eine wesentlich höhere Krankheitsrate der Tiere. Diese wird anschließend durch einen sehr hohen und regelmäßigen Einsatz von Antibiotika bekämpft. Die Folgen davon sind sehr gefährlich, da sich Resistenzen gegen das jeweilige Mittel bei den Bakterien und Keimen ausbilden. Diese Krankheitskeime könnten dann beim Menschen nicht mehr mit Antibiotika behandelt werden.

Gerade jetzt will das Unternehmen Wiesenhof Futter aus gentechnisch manipulierten Soja an die Hühner verfüttern, aufgrund des „sinkenden Angebots an gentechnikfreier Ware aus Brasilien“. Doch die Branchenverbände widerlegen diese Fehlinformation der Geflügelwirtschaft. Sie zeigen in diversen Recherchen auf, dass es gerade einen rasant wachsenden Anteil an gentechnikfreien Sojabohnen gibt.

„Die brasilianischen Landwirte produzieren im Vergleich zur Vorsaison 10 Prozent mehr konventionelle Soja.“, bestätigt der brasilianische Verband der Produzenten gentechnikfreier Soja.

Das verheerende Risiko der Gentechnik im Bezug auf die genmanipulierte Sojabohne ist, dass eine Unmenge an giftigen Spritzmittel verwendet wird. Die Unkräuter, gegen die das Gift eigentlich wirken soll, werden mit der Zeit resistent. So werden immer mehr Pestizide auf den Feldern Brasiliens eingesetzt, welches das Geflügel durch das Futter zu sich nimmt und somit auch in unsere Nahrungskette gelangt.

Werder hat eine Vorbildfunktion für Viele und kommt dieser Verantwortung in keiner Weise nach. Der Fußballverein muss endlich seiner gesellschaftlichen Pflicht gerecht werden!

Das Ziel: Werder Bremen 100 % bio, regional und fair!

Unterzeichnen?

Die Unterschriften werden vom Agrarpolitischen Bündnis Bremen am 04. Oktober 2014 an den Vorstand von Werder Bremen übergeben. Es wurden schon ca. 600 Unterschriften per Hand gesammelt.

Agrarpolitisches Bündnis Bremen